Bittersüßes Wiedersehen

GeschichteDrama, Romanze / P12
Litauen Polen
12.03.2012
12.03.2012
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Es war ein kalter Wintertag. Überall lag Schnee und an den Bäumen glitzerten Eiszapfen. Jubelnd stand der Russe vor seinen am bodenliegenden Gegnern. Einer mit schulterlangen braunen Haaren der andere hatte blonde Haare in der selben Länge. Beide waren bewusstlos und bewegten sich keinen Zentimeter. Immer wieder sprang Ivan in die Luft und stieß einige russische Jubelschreie aus. Doch auf einmal war ein leises Stöhnen zu hören. Verwirrt sah er wie sich der brünette Toris die Augen aufschlug und sich langsam aufrichtete.
"Du bist ja wach", wunderte sich der größere und meinte dann, "Dann bist du ja stärker als du aussiehst. Du hast bestimmt nichts dagegen in meinen Haus für mich zu arbeiten, да?"
Noch bevor der entsetzte Litauer etwas entgegnen konnte, zog der Russe ihn hoch und zerrte ihn hinter sich her. Verzweifelt drehte Toris sich um und rief seinem blonden Freund zu: "Feliks?! Wach auf!!! Feliks, nun wach doch endlich auf!! Tu nicht so als ob du mich nicht hörst und steh endlich auf!!". Aus seinen grün-blauen Augen liefen schon die Tränen über die bleichen Wangen. Es dauerte fast eine endlose Minute bis der Pole seinen blutriefenden Kopf hob und vor Schmerzen kurz aufkeuchte. Eine große Pfütze seines Blutes lag auf dem Boden unter ihm. Er versuchte sich aufzusetzten doch ein Schwindelgefühl stoppte die Aktion.
Wieder rief Toris: "Feliks? Bist du ok?! Lauf schnell und versteck dich!!"

"Liet...?", flüsterte dieser ein wenig benommen und verwirrt. Was war passiert? Und wieso wurde sein Liet grade von Ivan etwas unsanft in ein tiefschwarzes Auto verfrachtet? Das letzte woran er sich erinnern konnte war dass er mit Toris gemeinsam dem Russen begegnet war und ihn versuchte zu provozieren.
Obwohl sein Kopf noch wie verrückt schmerzte und ihm immernoch schwindelig war, schaffte er es sich aufzurappeln und in das nächste Gebüsch zu humpeln. Erschöpft fiel er auf die Knie und fing an zu weinen.

Erleichtert seufzte der Litauer auf als er sah, dass sich der kleine, der ihm so ans Herz gewachsen war, sich in Sicherheit gebracht hatte. Obwohl alles was ihm wichtig ist gerettet war, konnte er nicht aufhören zu weinen. Schluchzend saß Toris auf der Rückbank des Wangens und starrt hinaus in die verschneite, kalte Landschaft, die an ihm vorbei zog.

"Wie heißt du eigendlich?", fragte Ivan überraschend.
"Toris Laurinatis, heiße ich...", murmelte der braunhaarige.
"Kannst du gut putzen oder kochen?", fragte der andere weiter.
"Ja eigendlich schon", antwortete der Litauer überrascht, " zumindest habe ich es immer für Feliks getan." Bei der Erwähnung dieses Namens fuhr ihm ein Stich durch Herz und er musste schlucken.
"Dann ist ja gut!"
"Wieso fragst du das alles?", wollte Toris wissen. Der grauhaarige Russe schwieg eine ganze Weile, so dass er schon Angst hatte er hätte ihn durch die Frage verärgert.
Schließlich fluchte er: "Naja, weil die anderen Bewohner meines Anwesens Idioten sind, die man nichts machen lassen kann ohne dass etwas kaputt geht! Oder es sind meine Schwestern und die kann ich nicht arbeiten lassen." Toris nickte nur abwesend und starrte weiter hinaus. Tausend Gedanken schossen ihm durch den Kopf. War Feliks ok? Wieso vermisste er den kleinen Polen, obwohl er manchmal so gemein zu ihm war? Warum fluchte Russland so über seine Angestellten? Und warum hatten Feliks und er Ivan provoziert, obwohl klar war, dass sie zu schwach für einen Kampf waren?
Kurze Zeit später kam der russische Wagen vor einem mächtigen Anwesen zu stehen. Obwohl Anwesen? Es sah ehr aus wie ein rieiges Schloss. Ein grusseliges Schloss. Passte gut zu dem Russen! Diese legte seine Hand wieder um den Arm des etwas verängstigten Litauers und zog ihn aus dem Auto hinaus in Richtung Schloss. Als er die schwere, quietschende Tür aufstieß erschienen sofort die zwei Angestellten. Der eine war sehr klein gewachsen und sah wie ein Kind aus. Er hatte kuzes, blondes Haar, blaue Augen und trug rote Kleidung. Er stellte sich als Raivis Galante vor. Der andere, der ebenfalls blonde Haare und blaue Augen hatte, war größer und trug eine Brille. Sein Name war Eduard. Hinter den beiden stand ein platinblondes Mädchen, das ein blaues Kleid und einen Killerblick trug. Sie wurde ihm als Natalya vorgestellt. Hier würde er also in Zukunft wohnen. Bei einem fürchterlichen Russen, einem streberhaften Estländer, einem überänstlichen Letten und der Killerschwester (die irgendwie total niedlich aussah)... dass konnte ja heiter werden, dachte der braunhaarige und sehnte sich noch mehr nach Feliks und dessen schönen Haus. Er ließ sich kurz den Weg zu einem der Gästezimmer erklären und schlenderte dann in das neue Zimmer. Seufzend ließ er sich aufs Bett fallen und schlief sofort ein.

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Guten Tag/Morgen oder Abend :) Ich hoffe euch hat das Kapitel soweit gefallen. Es ist als b-day Geschenk für meine ABF (ja ich meine dich Isi) gedacht. Meine Rechtschreibung ist nicht die beste, aber ich habe das Kapitel jetzt 3x durchgelesen also müssten keine Fehler mehr da sein! Wer trotzdem einen Fehler findet, darf ihn behalten x3
(Ich bitte like totally um Rewies)

LG und HEL Mattie :-*