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A smile like yours

GeschichteSci-Fi, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Maria deLuca Michael Guerin
10.03.2012
10.03.2012
5
78.278
 
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10.03.2012 9.676
 
Titel: A smile like yours
Autor: Riley-Ann Charles
Spoiler: "Behind the music"
Rating: P-13
Kategorie: M/M
Disclaimer: Roswell und deren Charaktere gehören THE WB, Jason Katims und Melinda Metz!

Anmerkung: Lyrics von Backstreet Boys – "Back to you heart", Bryan Adams – "Everything I Do"

Erstveröffentlichung: 10. August 2004

Short-Cut: Weihnachten steht wieder einmal vor der Tür. Maria die kurz vorher mit Michael Schluss gemacht hat, hat das Gefühl das dies falsch war. Wird sie ihre Meinung ändern?



A smile like yours


Eine weiße Schneepracht lag über Roswell und verwandelte die sonst so trockene Stadt in ein kleines Weihnachtliches Städtchen. Es war selten, dass es im Winter schneite, doch dieses Jahr war Frau Holle fleißig gewesen.

Jeder in dem kleinen Städtchen verkroch sich in seinem Haus oder in seiner Wohnung, um vor dem Kamin eine warme Tasse Kakao zu schlürfen. Die Straßen lagen ruhig da und nur ab und zu hörte man Kinder lachen.

Überall standen lustige Schneemänner herum, die Kinder bewarfen sich mit Schneebällen und rodelten den Berg hinunter, während andere Kinder Schlittschuh fuhren.

*******

Der DeLuca Vorgarten hatte eine cm dicke Schneeschicht, nur der kleine Gehweg zur Terrasse und die Einfahrt zur Garage waren vom Schnee freigeschaufelt worden.

Im Haus war Feuer im Kamin gemacht worden und man hörte leise Weihnachtslieder aus dem Radio. Aus einem der Zimmer hörte man zwei Girls miteinander quatschen und ab und zu auch Lachen.

Eine braunhaarige Frau, die in der Küche stand und etwas kochte musste immer wieder lächeln, wenn sie das Gelächter ihrer Tochter und deren besten Freundin hört.

*******

"Du hast also mit Michael Schluss gemacht, wie soll es jetzt weiter gehen?", fragte Liz, die neben Maria, auf deren Bett lag und ihre Haare um den Finger wickelte.

"Ich habe keine Ahnung, wir sollten Abstand gewinnen, doch das ist schwer, immerhin arbeiten wir miteinander und wir sehen uns in der Schule", seufzte Maria.

"Tja, da hilft nur eins, du musst den Bundesstaat wechseln, aber zuerst hol mal Eis, hast du Vanille da?", meinte Liz und grinste ihre beste Freundin an.

"Ja sicher habe ich Vanille, ohne der Sorte könnte ich nicht mehr leben, Lizzy", grinste Maria zurück, sprang aus dem Bett und lief in die Küche, wo ihre Mom Amy stand und kochte.

"Hey", sagte Maria, als sie ihre Mom erblickte. "Maria, ich mache Pizza, wollt ihr auch?", fragte Amy. "Ja klar", antwortete Maria und verschwand im Kühlschrank.

Amy sah prüfend zu ihrer Tochter, die bis über die Schultern im Kühlschrank steckte. "Kannst du nicht warten, nur einmal?", fragte Amy. Maria sah ihre Mom mit einem Schmollmund an und lief zurück in ihr Zimmer.

"Hey, wo ist das Eis?", fragte Liz empört. "Meine Mom macht Pizza, sie meinte wir sollten damit warten!", seufzte Maria und ließ sich wieder aufs Bett plumpsen.

Jedoch griff sie in die Nachttischlade und holte ein paar Twix heraus. Sie gab einen Riegel Liz. "Danke", schmollte nun Liz und Maria fing an zu Lachen.

"Also, ich wechsle ganz sicher nicht den Bundesstaat, wir werden das schon irgendwie hinbekommen. Es muss funktionieren ganz einfach! Irgendwie halt!", sagte Maria und nahm ihren Notizblock samt Stift vom Nachttisch.

Liz sah zu Maria und musste schmunzeln, soviel zum Thema -Keine Aliens mehr-. Auf Marias Notizblock waren einige grüne Männchen gedruckt und drum rum ein paar rote Herzchen, von ihr gezeichnet, versteht sich.

Liz tippte auf die Vorderseite und grinste. "Ja, schon klar, ich weiß, was du sagen willst, aber ich liebe dieses Notizbuch eben, ich habe es seit wir die drei kennen", sagte Maria leise und schlug es in der Mitte auf.

"Ich habe es von Michael bekommen", fügte sie noch leise hinzu und schmunzelte. "Das ist natürlich etwas anderes, es bedeutet dir sehr viel. Was schreibst du rein?", fragte Liz.

"Gedanken und Gefühle, es ist so wie ein Tagebuch, nur mache ich Songs daraus", erklärte Maria und fügte ein paar Zeilen dazu. Liz nickte und strich über ihre Schulter.

"Ach, dann schreibst du also genauso, wie ich dein kompliziertes Leben mit einem Alien in ein kleines Buch", meinte Liz dann und musst wieder Schmunzeln.

"Ja, so in etwa, aber im Gegensatz zu dir habe ich schon ewig nichts mehr geschrieben und es wird Zeit, dass ich es wieder mache", antwortete Maria und seufzte leise.

Liz lächelte und drückte Maria an sich. "Du schaffst das, mach dir keine Sorgen! Auch Michael schafft es, vertraue mir!", lächelte Liz. "Danke, du bist die Beste!", lächelte Maria zurück.

Es klopfte an der Tür und Amy steckte den Kopf ins Zimmer. "Hey ihr beiden, Essen ist fertig", sagte Marias Mom. "Wir kommen schon!", riefen die Mädchen im Chor sprangen vom Bett und liefen in die Küche.

*******

Während des Essens war es ziemlich still. Man hörte nur die leise Music aus dem Radio. "Maria du bist so still, was ist los?", unterbrach Amy die Stille.

Sie war besorgt, normalerweise redete ihre Tochter wie aufgezogen und nie wieder abgestellt. So ruhig wie jetzt, hatte sie Maria schon sehr lange nicht gesehen.

"Ach, es ist nichts, ich bin nur müde vom arbeiten", flunkerte Maria und aß weiter an ihrer Pizza. Liz, die schon fertig war bemerkte, dass ein Mutter– Tochter-Gespräch anstand.

"Ich muss los, meine Eltern warten sicher schon. Wir sehen uns morgen in der Schule. Danke fürs Essen Mrs. DeLuca, gute Nacht", verabschiedete Liz sich und drückte Maria ein Bussi auf die Wange.

"Bye, Liz!", rief Amy ihr nach und sah wieder zu Maria, die traurig an ihrer Pizza kaute. "Maria, was ist denn los? Du kannst mir alles sagen, dass weißt du doch", sagte Amy.

Maria sah von ihrem Teller auf und in die flehenden Augen ihrer Mom, die sich Sorgen um sie machte. "Es geht um Michael und mich. Ich habe Schluss gemacht."

"Dennoch liebe ich ihn mehr, als du dir vorstellen kannst", sagte Maria leise. "Warum hast du Schluss gemacht Schatz, wenn du ihn doch liebst? Das klingt eher nach Michael und nicht nach dir!", sagte Amy verwundert.

"Ich weiß, aber in den letzten zweieinhalb Jahren ist so viel passiert, ich musste da mal raus. Ich weiß, du willst wissen was es ist, aber ich kann es dir einfach nicht sagen."

"Vertraue mir, ich weiß was ich mache. Bitte vertraue mir, Mom", flehte Maria schon fast. Maria tat dies nicht gerne, aber sie hatte keine andere Wahl.

"Ich vertraue dir, du bist schließlich kein kleines Kind mehr", antwortete Amy und gab ihr einen Kuss auf die Stirn, bevor sie im Schlafzimmer verschwand.

Maria sah ihr kurz nach und räumte danach das Geschirr in den Geschirrspüler. Sie öffnete den Kühlschrank, nahm das Vanilleeis heraus, schnappte sich noch einen Löffel und verschwand in ihrem Zimmer.

Maria ließ sich aufs Bett fallen und nahm unter diesem Alex Gitarre hervor. In den Saiten war ein Zettel eingeklemmt, wo "Maria" darauf stand. Sie zog ihn heraus und faltete ihn auf.

*******

Maria,

ich weiß, dass du Schluss gemacht hast, da du aus diesem ganzen Alienschlammassel hinaus willst, aber es tut weh. Jetzt weiß ich, wie es sich angefühlt hat, wenn ich dich verletzt habe.

Es tut mir unendlich leid, dass ich dir so sehr wehgetan habe. Du weißt ich war nie gut in so Gefühlssachen, darum habe ich auch Max "unseren Experten" gefragt.

Maria, ich liebe dich über alles. Keine andere kann mir das geben, was du mir gibst. Ich hatte noch nie solche starken Gefühle für einen Menschen, du hast mir gezeigt was Liebe ist.

Ich weiß, dass ich ohne dich leben kann, aber ich will es einfach nicht mehr. Mein Leben ist so Sinnlos ohne dich, bitte, Maria, kommt zurück zu mir!

Ich liebe dich, dein Michael

*******

Maria liefen Tränen über die Wangen. Ihr Herz pochte ihr bis zum Hals, so glücklich war sie, dass Michael sein Herz ausgeschüttet hatte. Er hatte es schon einmal getan, in der Nacht, als er dachte er ging nach Hause.

Doch er blieb wegen ihr, seitdem war auch ihre Beziehung ein bisschen besser geworden. Aber sie musste raus aus allem, sie konnte so nicht mehr weiter Leben.

In einem hatte Billy Recht gehabt, sie hatte ihre Träume vergessen und zum Schluss schon fast aufgegeben. Sie vermisste Michael schrecklich, doch sie konnte nicht so einfach wieder zurück.

Es würde alles wieder von vorne beginnen. Dieser Kreis in dem sie schon seit zweieinhalb Jahren gefangen war, würde sich wieder drehen und das wollte Maria nicht, sie wollte endlich wieder normal leben.

Müde stand sie vom Bett auf, zog sich ihren Pyjama an und legte sich wieder hin. Den Notizblock legte sie zurück auf ihren Nachttisch und die Gitarre stellte sie neben ihr Bett.

Sie lag noch eine ganze Weile wach und dachte an all die schönen Momente mit Michael. Wieder liefen ihr Tränen über die Wangen. Noch vor wenigen Minuten hatte sie daran gedacht...

...dass sie wieder ein normales Leben führen wollte, doch nun schlich sich der nächste Gedanke in ihren Kopf. War es doch die falsche Entscheidung gewesen?

Im Dunkeln starrte Maria an die Decke und atmete tief durch. "Ich liebe dich, Michael", flüsterte Maria in die Stille, bevor sie in einen tiefen Schlaf fiel.

Michael stand vor ihrem Fenster und blickte hinein. Sie hatte sich gerade ins Bett gelegt und hatte geweint. Gerne wäre er zu ihr gegangen, um sie zu trösten, doch er durfte nicht, denn sie wollte es nicht.

*******

It's not that I can't live without you
It's just that I don't even want to try
Every night I dream about you
Ever since the day we said goodbye

If I wasn't such a fool
Right now I'd be holding you
There's nothin' that I wouldn't do
Baby, if I only knew

The words to say
The road to take
To find a way back to your heart
What can I do
To get to you
And find a way back to your heart

I don't know how it got so crazy
But I'll do anything to set things right
'Cause your love is so amazing

Baby you're the best thing in my life
Let me prove my love is real
And made you feel the way I feel
I promise I would give the world
If only you could tell me girl

Give me one more chance to give my love to you
'Cause no one on this earth loves you like I do, tell me
I turn back time
To make you mine

And find a way back to your heart
I beg and plead
Fall to my knees
To find a way back to your heart

*******

Traurig zog er den Zipp seiner Jacke höher, damit ihm nicht kalt wurde, steckte die Hände tief in seine Taschen und verließ das DeLuca Grundstück ohne ihre letzten Worte gehört zu haben.

*******

Spät nachts wälzte Maria sich im Bett wild hin und her, denn immer wieder sah sie diese schrecklichen Szenen vor ihrem geistigen Auge und hatte panische Angst.

Zuerst saß sie mit Michael unter einem Baum auf einer wunderschönen, blütenreichen Wiese, doch auf einmal kam etwas großes Schwarzes über sie beide und Michael kämpfte dagegen an.

Er wollte Maria unbedingt beschützen, auch wenn sie jetzt nicht mehr zusammen waren. Ihr durfte nichts passieren. Immer wieder rief sie seinen Namen und immer an der gleichen Stelle fing alles noch einmal von vorne an.

Doch beim letzten Mal sah sie wie Michael in ihren Armen starb. "Neeeeeiiiiin, Michaaaeeel!", schrie Maria und fiel schweißgebadet aus dem Bett. Sekunden später wurde die Tür aufgerissen und Amy stürzte ins Zimmer.

"Maria, ist ja schon gut, ich bin da", sagte Amy beruhigend und nahm ihre Tochter in den Arm. "Ganz ruhig, es war nur ein Traum." Maria holte ein paar Mal tief Luft und setzte sich zurück aufs Bett.

Ihre blonden Haare waren zerzaust und sie atmete hektisch. Amy strich ihr sanft über den Rücken. Sie hatte wirklich Angst um Maria, die noch nie so einen Albtraum gehabt hatte.

Nach ein paar Minuten hatte sie sich so weit gefangen, dass sie ruhig atmete und aufgehört hatte zu zittern. "Was hast du geträumt?", fragte Amy leise.

"Michael! Ich habe geträumt, dass wir ein Picknick machen, auf einer großen Wiese, doch plötzlich kam etwas großes Schwarzes und ging auf Michael einfach so los."

"Es hat sich immer wiederholt, immer wieder und beim letzten Mal habe ich gesehen, wie Michael umgebracht wurde. Es tut so weh, Mom, ich vermisse ihn so sehr!", schluchzte Maria und fiel Amy um den Hals.

"Shhh ist ja gut, es war nur ein Traum. Es wird alles wieder gut, ich verspreche es dir, Schatz", sagte Amy sanft und legte Maria zurück aufs Bett. "Versuch noch ein wenig zu schlafen, ich bleibe bei dir."

Maria nickte und kuschelte sich in die Decke zurück. Amy strich ihr über die Haare, bis sie wieder eingeschlafen war. Sie machte sich ernsthafte Sorgen um Maria.

Ihre Tochter hatte in den letzten Jahren ihre Lebensfreude verloren, sie war nicht mehr die Maria, die sie einmal war, doch Amy wusste einfach nicht warum.

*******

"Morgen, Maria!", rief Liz und winkte ihr zu, damit sie schneller zu finden war. "Morgen, Liz", sagte Maria müde und umarmte Liz. "Hey, was ist los mit dir, nimmt es dich so sehr mit?", fragte Liz besorgt.

Maria nickte nur und unterdrückte die Tränen, die aufkamen, als sie an den Traum dachte. "Wir reden nachher darüber ich muss in Bio", verabschiedete sich Liz mit einem aufmunternden Lächeln von Maria.

Diese nickte nur und kramte in ihrem Spint. Es klingelte zum Unterricht und Maria ging seufzend in ihre Klasse. Sie hatte jetzt Englisch, zusammen mit Michael.

Doch er saß nicht an seinem üblichen Platz, er saß nirgends, er war nicht gekommen. Maria ließ sich müde auf den Sessel fallen, holte Block und Stift raus und wartete, bis der Lehrer mit seinem öden Unterricht anfing.

Zum Glück war Maria die beste in Englisch und konnte sich mal erlauben nicht genau hinzuhören. Wenige Minuten später kam der Lehrer und fing mit dem Unterricht an.

Maria starrte in die Leere und verfiel in einen Tagtraum. Der Lehrer ermahnte sie ein paar Mal, doch sie bekam es nicht mit. Irgendwann reichte es ihm auch.

"Michael, könntest du bitte Maria aus ihrer Starre erlösen", bat der Lehrer Michael, der inzwischen auch schon eingetroffen war und nun neben Maria saß.

Er nickte und der Lehrer fuhr fort. Michael wollte sie gerade leicht an der Schulter anfassen, als sie panisch die Augen öffnete. "Nein!", rief Maria und alle Köpfe drehten sich zu ihr.

"Bring sie bitte nach draußen", sagte der Lehrer genervt. Michael nickte wieder, nahm seine und ihre Sachen und führte Maria, die wieder total abwesend war aus der Klasse.

Am Gang setzte er Maria auf die Stufen und strich ihr die blonden Haare aus dem Gesicht. Was war nur mit ihr? Hatte es etwas mit dem Brief zu tun, den er ihr gestern geschrieben hatte?

Michael hob ihr Kinn an, doch ihr Blick war noch immer leer und es erschreckte ihn. Er beugte sich vor und küsste sanft ihre Lippen, doch sie reagierte nicht.

"Maria, kannst du mich hören? Maria?", fragte er leise und strich über ihren Arm. Ihre Augenlieder flackerten ein paar Mal und sie schien wieder zu sich zu kommen.

"Michael?", fragte Maria irritiert. "Alles wieder in Ordnung?", fragte Michael besorgt. "Ja, ich denke schon. Was, was mache ich hier draußen?", fragte Maria und fuhr sich durch die Haare.

"Ich bin in Englisch später gekommen und du hast die ganze Zeit in die Luft gestarrt. Mr. Smith hat dich dreimal ermahnt, doch du hast nicht reagiert und "Nein" gerufen."

"Da habe ich dich raus gebracht und einmal ganz kurz geküsst, aber du hast noch immer nicht reagiert", erzählte Michael und hielt die ganze Zeit ihre Hände in seinen.

"Oh", sagte Maria und sah in seine braunen Augen. "Was ist los?", fragte Michael noch immer besorgt. Selten hatte er Maria so abwesend gesehen wie heute.

"Nichts, es ist nichts, ich habe nur ziemlich schlecht geschlafen. Mach dir bitte keine Sorgen, mir geht's wieder gut!", antwortete Maria mit fester Stimme.

Michael nickte und half ihr auf die Beine. "Über den Brief sollte ich jetzt wohl besser nicht reden!", dachte Michael bei sich und lächelte sie fröhlich an.

Sie lächelte leicht zurück. "Komm mit, wir holen uns etwas zu trinken, Mr. Smith hat sicher nichts dagegen", schlug Michael vor. Maria nickte und folgte Michael zum Automaten.

*******

"Will Smith Burger, Grilled Mooncheese Sandwich and Orbit Rings und Blood of Martian Smoothie mit Eis. Hast du meinen Men in Blackberry Pie schon fertig?", fragte Maria, als sie zur Durchreiche gehetzt kam.

"Hier deine Bestellung von vorhin und der Rest kommt sofort", meinte Michael und lächelte Maria freundlich zu, doch sie war schon wieder in der Menge verschwunden.

"Liz, was ist mit Maria?", fragte Michael der am Vormittag, in der Schule nichts aus ihr herausbekommen hatte. "Ich habe keine Ahnung, aber, wenn ich es raus gefunden habe sage ich es dir", versprach Liz ihm.

"Danke", antwortete Michael etwas erleichtert und schob Maria, die zurückgekommen war die Bestellung hin. "Für was?", fragte Maria verwundert. "Ich habe zu Liz danke gesagt", meinte Michael.

*******

Nach einem anstrengenden Nachmittag und Abend verließen die letzten Gäste gegen halb zehn das Café. Liz sperrte hinter dem letzten Gast zu und hängte das "Sorry, we closed" Schild an die Tür.

Müde setzte sie sich neben Max in die Nische und trank einen Schluck Cola. Michael werkelte in der Küche herum und Maria zog sich hinten um. Max legte einen Arm um sie.

"Izzy, müsste gleich kommen, genauso wie Kyle", sagte Max und nippte an seiner Cherry Cola. "Okay, dann wären wir ja fast vollständig", sagte Liz müde.

"Bis morgen!", rief Maria durch die Schwingtür und ging zum Jetta. Max sah ihr nach und danach zu Liz. Beruhigend strich sie über seinen Arm und lächelte ihn an.

"Was war das?", fragte er überrascht. "Es geht ihr nicht gut, ich habe ihr gesagt, dass sie heimgehen soll, ich werde ihr alles später berichten", antwortete Liz.

Max nickte und aß seinen Burger mit Pommes und Tabasco Sauce fertig, damit Liz gleich alles abwaschen konnte. Als auch Isabel und Kyle eingetroffen waren konnte die Alienbesprechnung losgehen.

Max setzte ein ernstes Gesicht auf und sah eine ganze Weile schweigend in die Runde. Michael verdrehe die Augen, er war mehr als nur genervt. Isabel gab ihm einen leichten Rippenstoß damit er aufhörte.

Er grummelte etwas Unverständliches und blickte wieder zu Max, der nun endlich gewillt war zu reden. "Na endlich", dachte Michael bei sich, der eigentlich nur nach Hause wollte.

"Mein Dad ist uns auf die Spur gekommen, also müssen wir sehr vorsichtig sein. Wir dürfen unsere Kräfte nur einsetzten, wenn es nicht anders geht und vor allem in der Öffentlichkeit aufpassen", erklärte Max.

"Das wissen wir schon alles, warum hältst du uns zum Millionsten mal die gleichen Vorträge?", fragte Isabel auch schon leicht genervt. "Izzy wir sind in Gefahr, unser Dad spioniert uns nach."

"Er will wissen wer oder was wir wirklich sind. Versteh, dass doch, Isabel!", sagte Max aufgebracht. "Wieso sagen wir ihm nicht einfach was Sache ist?", fragte Kyle.

"Ich stimmte Kyle zu, wir sollten es ihm sagen! Immerhin ist er euer Dad, er wird das sicher verstehen!", meinte Michael auf einmal. Max sah seinen besten Freund entsetzt an.

Das meinte er doch nicht wirklich ernst, oder doch? "Michael?", fragte Max. "Ich meine das ganz ernst, ein Mensch mehr oder weniger ist doch auch schon egal!", sagte Michael dem dieses ganze Gerede auf die Nerven ging.

Er wollte verdammt noch mal nach Hause und das Basketballendspiel sehen und nicht hier sitzen und sich Max ewig langen Vorträge anhören. "Das ist nicht egal, es geht hier um meine Familie!", entgegnet Max.

"Außerdem warst du der Jenige, der es immer darauf angelegt hat, dass wir nicht auffliegen!", sagte Izzy. Michael verdrehte die Augen, da war es mal wieder diese Familiensachen, er hatte keine, also ging es ihn nichts an.

Die einzige Familie, die er je gehabt hatte, hatte vor ein paar Tagen mit ihm Schluss gemacht. Michael wurde es langsam zu blöd, sich das alles anzuhören.

"Ich kann doch wohl noch meine Meinung ändern oder etwa nicht?", fragte Michael. "Du änderst doch nie deine Meinung", gab Isabel schnippisch von sich, da sie es satt hatte das Michael sich so unmöglich benahm.

"Wisst ihr was, ich werde jetzt gehen, sagt mir Bescheid wie ihr euch geeinigt habt!", meinte Michael stand auf und verließ sauer das Café. "Sollten wir ihm nicht nachgehen?", fragte Isabel.

"Nein, lass ihn, er wird sich schon wieder beruhigen, du kennst doch Michael!", antwortete Max und kam zum Thema zurück. "Kyle, es war sicher nett gemeint, aber es geht einfach nicht."

"Wir können nicht noch mehr Menschen damit hinein ziehen. Es geht einfach nicht!", betonte Max vor allem den letzten Satz. "Okay, sehe ich ein, aber was machen wir jetzt?", fragte Kyle.

"Das weiß ich nicht, wir müssen uns so unauffällig wie möglich verhalten", sagte Max. "Sorry, dass ich unterbreche, aber meinst du damit das uns dein Dad beim FBI oder so verpfeifen könnte?", fragte Kyle.

"Nein, das glaube ich nicht, aber er hat schon einiges herausgefunden und macht viele Nachforschungen. Also müssen wir vorsichtig sein. Liz sag es auch Maria!", sprach Max weiter.

Die drei versprachen Max, dass sie sehr vorsichtig sein würden und Liz gab auch ihr Wort darauf, dass Maria sehr vorsichtig sein würde. Isabel fuhr zu Jesse nach Hause und Kyle traf sich mit einem Mädchen.

Max blieb mit Liz im Café. "Mach dir keine Sorgen, es wird alles gut gehen. Dein Dad wird nicht so schnell erfahren wer ihr wirklich seid", sagte Liz und lächelte ihn aufmunternd an.

Max blickte in ihre Augen und sah dort die Hoffnung, die er schon die ganze Zeit suchte. "Danke Liz, ich bin so froh, dass ich dich habe, ich liebe dich", sagte Max und gab ihr einen Kuss.

"Ich liebe dich auch, Max", lächelte Liz und machte sich daran das Crashdown aufzuräumen. Damit Max auch auf andere Gedanken kam half er ihr dabei, zu zweit waren sie ja auch schneller.

*******

Liz ging zu Maria, um ihr alles zu berichten. Im Zimmer angekommen saß diese auf dem Bett und spielte auf Alex Gitarre. Sie setzte sich und hörte ihr zu.

Da Maria die Augen geschlossen hatte bemerkte sie ihre beste Freundin nicht. Erst als sie zu Ende gespielt hatte öffnete sie die Augen wieder und erblickte Liz gegenüber von ihr.

"Lizzy, habe dich gar nicht gehört", sagte Maria. "Ich wollte dich nicht stören, das war echt schön", lächelte Liz. "Was ist heute los mit dir, erzähl es mir, Maria."

Maria legte die Gitarre weg und ließ sich rücklings aufs Bett fallen. "Ich hatte eine ziemlich schlimme Nacht. Ein Albtraum, es ging um Michael und mich."

"Der Traum wiederholte sich immer wieder, immer an der gleichen Stelle hörte er auf und fing von neuen an. Bis auf einmal, da kam dieses schwarze Etwas wieder auf ihn zu."

"Er kämpfte und beschützte mich, doch Michael starb in meinen Armen. Den ganzen Tag hat mich dieser Traum nicht los gelassen. Deswegen hat mich Mr. Smith auch in Englisch mit Michael hinaus geschickt."

"Liz, ich habe fürchterliche Angst, dass so etwas wirklich passieren könnte!", erzählte Maria leise und sah ihre beste Freundin verzweifelt an. Liz hörte ihr aufmerksam zu.

"Ich konnte mich den ganzen Tag lang nicht richtig konzentrieren, es hat mich die ganze Zeit beschäftigt. Was wäre, wenn ich Michael für immer verlieren würde?"

"Ja, ich habe mit ihm Schluss gemacht, aber dennoch will ich, dass er mein bester Freund bleibt!", fuhr Maria fort. "Das war nur ein Albtraum, der absolut hat nichts zu bedeuten!", versuchte Liz sie zu beruhigen.

"Es tut dir weh, dass ihr nicht mehr zusammen seid. Darüber musst du erst hinwegkommen. Es wird eine Zeitlang dauern, aber du schaffst das und ich bin immer für dich da!", sprach Liz weiter.

Maria blickte ihre Freundin leer an. "Du wirst mit Michael eine schöne Freundschaft führen und ihr werdet euch, wie immer wegen jeder Kleinigkeit streiten!", lächelte Liz.

"Ist ja sehr aufbauend!", meinte Maria sarkastisch. "Du weißt, wie ich das meine!", gab Liz zurück. Maria nickte nachdenklich, Liz hatte wohl Recht, sie steigerte sich zu sehr hinein.

"Danke, du bist genauso lieb wie Mom. Wenn ich euch nicht hätte, würde ich nicht wissen was ich täte", sagte Maria und lächelte zum ersten Mal an diesen Tag wirklich von Herzen.

"Ich weiß, dass Michael dich heute gefragt hat wieso ich so abwesend bin, sag ihm bitte nichts von dem Traum!", bat Maria sie. "Versprochen! Okay, kommen wir kurz zu einem anderen Thema."

"Max Dad ahnt etwas, denn er spioniert ihm und Isabel nach. Wir müssen also noch mehr als sonst auf der Hut sein", erklärte Liz. "Na toll, es hört wohl nie auf, mit dem ganzen Alienschlammassel", seufzte Maria.

"Nicht wirklich, aber du bist ja davon befreit. Max meinte nur ich sollte dich auch informieren", sagte Liz. "Danke sehr aufmerksam von dem lieben Alien", kicherte Maria.

Liz lächelte, sie war froh, dass Maria wieder etwas fröhlicher war. "Wie geht es Michael?", fragte Maria leise. Liz sah Maria verwundert an und dann fiel ihr wieder ein, dass Maria ja mit ihren Gedanken ganz wo anders war.

"Na ja, es geht so, er ist ziemlich ruhig sehr verschlossen! Er hat sich den ganzen Tag Sorgen um dich gemacht", antwortete Liz. "Ich habe ihm doch gesagt, dass es mir gut geht!", meinte Maria.

"Er liebt dich und so hat er dich noch nie gesehen. Klar macht er sich Sorgen, wenn du nicht erzählst was passiert ist", gab Liz zu bedenken. Maria antwortete nicht und glättete ihre Decke.

Liz merkte, dass Maria noch nicht bereit war darüber zu reden und dass sie etwas verwirrt war, darum sprach sie von Michaels Ausbruch vorhin im Crashdown.

"Bei Max kleinem Vortrag hat er Kyles Vorschlag es Max Dad zu erzählen zugestimmt. Dann fiel das Wort "Familie" und Michael ist wütend und auch genervt aus dem Café gelaufen!", erzählte Liz.

"Er hat Kyle zugestimmt, das ist ja ganz was Neues!", stellte Maria fest. "Das kannst du laut sagen, er fragte ob er nicht seine Meinung ändern dürfte."

"Isabel meinte zu ihm, dass er das nie macht! Danach ist er aus dem Crashdown!", berichtete Liz weiter. "Das ist so typisch Michael, aber das hier nicht!", sagte Maria und holte den Brief von ihm aus ihrem Notizbuch.

Sie gab ihn Liz zum Lesen. "Das hat er wirklich geschrieben?", fragte diese nach ein paar Minuten erstaunt. "Mit Max Hilfe, ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Ich war seine Familie und nun hat er wieder keine."

"Wie soll ich bei solchen Worten auf andere Gedanken kommen?", fragte Maria. "Da fragst du mich eindeutig zu viel, denn so kenne ich Michael gar nicht!", meinte Liz noch immer erstaunt.

"Ich ehrlich gesagt auch nicht, ja okay er hatte seine Momente, wo er lieb, süß und echt sanft war, doch das ist mir so neu, dass es schon fast unheimlich ist."

"Ich liebe ihn doch genauso sehr wie er mich, aber es kann einfach nicht so weiter gehen!", sagte Maria schon leicht verzweifelt. Liz legte einen Arm um sie und lächelte.

"Jetzt weiß ich wie du auf andere Gedanken kommst. Was hältst du von Kino?", fragte Liz. "Klingt nicht schlecht, wie wäre es mit Herr der Ringe – Die Gefährten", stimmte Maria zu, die gerade ein Twix verdrückte.

Liz nickte und packte schon mal ihre Sachen in ihren Rucksack, sie war froh Maria helfen zu können, auch wenn es nur ein kleiner Versuch war. Die beiden Girls zogen sich dicke Sachen an und gingen zum Jetta.

*******

Spät nachts rief Liz noch bei Michael an. "Guerin!", meldete er sich. "Sorry, Michael, dass ich noch so spät anrufe, aber ich habe dir doch versprochen, wenn ich etwas über Maria herausfinde sage ich es dir."

"Und?", fragte Michal. "Es ist wirklich nichts passiert, sie hat einfach nur schlecht geschlafen!", sagte Liz. "Danke, bis morgen!", beendete Michael das Gespräch.

Michael glaubte Liz kein Wort, irgendwas stimmte mit Maria nicht und er würde herausfinden was es war. Er spürte ganz deutlich, dass mit Maria etwas nicht stimmte.

*******

*Einige Tage später*
Maria und Liz halfen als Elfen für den Weihnachtsmann aus, der für die Kinder im Park saß und Fotos mit sich machen ließ. Alles war bereit nur der Weihnachtsmann kam nicht.

Die beiden waren kurz vorm durchdrehen, denn das ganze hätte schon vor 30 Minuten anfangen sollen. Jedoch konnten sie den Typen weder zu Hause noch auf seinem Handy erreichen.

"Der Weihnachtsschreck wird uns umbringen, wenn sie das erfährt! Wo bleibt der nur?", fragte Maria und drehte sich im Kreis. "Du hast Recht, wir sind Alienfutter!", antwortete Liz.

"Es hat keinen Zweck wir brauchen einen Ersatzweihnachtsmann. Aber Max, Kyle und Jesse sind verhindert. Es bleibt nur noch Michael und der steht da drüben", sprach Liz weiter und zeigte über die Straße.

Maria hatte keine andere Wahl, sie lief auf ihn zu. "Hey, hast du für ein paar Stunden Zeit, wird nicht bezahlt", sagte Maria, ohne um den heißen Brei herum zu reden.

"Klar, was gibt es?", fragte Michael. "Komm mit, du spielst jetzt Santa Claus und das bitte anständig, bevor uns Izzy lyncht", erklärte Maria und schleifte ihn zurück zu Liz, die versuchte die Kids zu beruhigen.

"Ah, der Weihnachtsschreck ist wieder mal unterwegs und macht Roswell unsicher!", kommentierte Michael und musste leise lachen. Isabel und Weihnachtszeit passten einfach zusammen.

*******

Kurz darauf saß er auf einem Sessel und spielte Weihnachtsmann, für die Kids. Liz stand vorne bei den Kindern, damit kein Gedränge aufkam, Maria stand neben Michael und hob sie auf seinen Schoß.

"Oh Gott, wie gerne würde ich da oben sitzen, in seinen starken Armen liegen und einfach nur ausspannen", dachte Maria und bemerkte gar nicht, dass schon das nächste Kind dran war.

"Hey, Snowflake ich bin dran!", rief der kleine Junge. "Tut mir leid, na komm ich hebe dich zum Weihnachtsmann rauf", sagte Maria und lächelte den Jungen an.

Dieser strahlte zuerst Maria und danach Michael glücklich an. Gleich darauf erzählte der Kleine, braunhaarige Junge, was er sich alles vom Weihnachtsmann wünschte.

Michael hörte ihm genau zu und lächelte. Zum Schluss sagte er ihm, dass er versuchen würde ihm alles auf seiner Liste zu schenken. Der Kleine war begeistert und der Fotograph schoss ein Foto.

Maria hob ihn von Michaels Schoß hinunter. Michael streifte Marias Hand und sah in ihre grünen Augen. Sie blickte ihm ins Gesicht und kämpfte mit den Tränen.

Wieder einmal wurde ihr klar wie sehr sie ihn vermisste. Auch Michael vermisste sie sehr und wünschte sich nichts sehnlicheres, als sie im Arm zu halten und ihre Nähe zu spüren.

Er war froh, dass es ihr wieder besser ging, sie lachte wieder und scherzte mit Liz im Crashdown herum. Aber dennoch wollte er wissen was im Englischunterricht passiert war!

Beide wurden aus ihren Gedanken gerissen, als Liz sie aufmerksam machte das noch einige Kinder in der Schlange standen und unbedingt auf Michaels Schoß wollten.

*******

Nachdem fast alle Kids von Roswell auf Michaels Schoß gesessen hatten da sie dachten, das sei der echte Weihnachtsmann, saßen Liz, Maria und Michael auf der kleinen Bühne und tranken heißen Tee.

"Danke, dass du uns geholfen hast, war echt lieb von dir!", sagte Maria lächelnd und gab ihm ein Bussi auf die Wange. "Gerne geschehen, aber ich muss jetzt los, muss noch einkaufen", verabschiedete Michael.

"Ciao, Michael!", rief Liz. Maria sagte nichts, sie sah ihm nur nach. Wieder kehrten die Bilder des Traumes zurück und die Frage, war es richtig gewesen mit ihm Schluss gemacht zu haben?

Sie wusste es nicht, Marias Gefühlswelt stand einfach Kopf. "Kommst du?", fragte Liz. "Ja klar, ich war nur in Gedanken", meinte Maria und folgte Liz zum Wagen.

*******

Michael kam mit zwei vollgepackten Einkaufstüten in seine Wohnung und stellte alles auf der Theke ab. Gelangweilt räumte er die Einkäufe ein und blickte durch seine Wohnung.

Diese war ziemlich leer und auch mehr als nur still. Man hörte absolut nichts, außer seinem leisen Atem. Seufzend sah Michael durch die Wohnung und fuhr sich durch die Haare.

Er öffnete den Kühlschrank, um sich die Reste vom Chinesischen Essen aufzuwärmen. Michael nahm die Packungen heraus, und griff nach dem Besteck, als sein Blick bei einem Twix Riegel hängen blieb.

Dieser kleine Schokoriegel erinnerte ihn schlagartig an Maria. Sie hat immer Twix dabei, wo sie auch war. Maria war süchtig nach dem Zeug und hatte sogar bei ihm in der Wohnung einen kleinen Vorrat gelagert.

Er griff nach dem Riegel und schloss die Kühlschranktür. Ein paar Minuten lang starrte er darauf dann ging er zu seinem Sandsack, der neben dem Fußballstisch stand.

Wütend darüber, dass er sie verloren hatte schlug er auf den Sandsack ein. Immer und immer wieder schlug er zu. "Das ist für dich Billy, du verdammter Arsch!", schrie Michael und schlug so fest er konnte gegen den Sandsack.

Sekunden später platzten die Nähte und der Sand rieselte heraus. Michael wurde noch wütender und wollte den Sack reparieren, doch seine Kräfte spielten da nicht mit, der Sand rieselte weiter.

"Hey, was ist los?", fragte Max, als er in die Wohnung kam. "Dieser Trottel Billy hat mir alles versaut, alles was mir wichtig war. Alles, einfach alles!", schrie Michael wütend.

Max nickte leicht und reparierte den Sandsack mit seinen Kräften. Michael schlug gleich wieder darauf ein. "Was ist mit dem Brief, hat sie nichts gesagt?", fragte Max verwundert.

"Nein, hat sie nicht und ich glaube kaum, dass sie es wird. Also habe ich es gelassen und werde es auch nicht tun! Ich bin auch der Meinung, dass es total falsch war ihr den Brief zu schreiben."

"Wie konnte ich nur so blöd sein?", antwortete Michael und schlug gegen den Sandsack. "Das war nicht blöd, es war gut so. Du solltest mit ihr reden und das bald!", meinte Max und sah ihn eindringlich an.

Michael hielt inne und sah seinen besten Freund sauer an. "Deine Gefühlsscheiße brauche ich jetzt echt nicht! Die bringt nämlich gar nichts!", fuhr Michael ihn an.

Max wusste, dass er sehr wütend war, doch er versuchte es trotzdem freundlich. "Bei Maria schon, dass weiß ich!", entgegnete Max in der Hoffnung ihn doch noch umstimmen zu können.

"Halt die Klappe, es hilft nichts, hörst du, nichts hilft! Also, halt die Klappe!", schrie Michael und verließ stinksauer seine Wohnung. "Michael!", rief Max ihm hinter her.

*******

*Zwei Tage vor Weihnachten*
Es war früh am Morgen, als Maria erwachte und sich sofort ihre Gitarre schnappte, um darauf zu spielen. Sie hatte super geschlafen und es waren ihr einige Ideen zu Songs eingefallen.

Den ganzen restlichen Vormittag spielte sie auf ihrer Gitarre und schrieb in ihren Notizblock die Noten und die Texte dazu auf. Amy hatte ihr gegen neun Uhr Frühstück gebracht, doch Maria hatte es bis jetzt nicht angerührt.

Sie war zu sehr in ihre Arbeit vertieft. Deswegen hatte sie sich auch zwei Tage frei genommen und musste so nicht im Crashdown arbeiten. Es war ein kleiner Schritt zurück in ihr normales Leben.

"Schatz, ich fahre einkaufen, brauchst du irgendetwas?", fragte Amy, die in der Tür stand. Maria sah auf und grinste, Amy wusste was dies hieß, nämlich zwei Familienpackungen Twix.

Sie lächelte zurück und verließ das Haus. Maria nahm zwei Kekse in den Mund, die am Tisch standen und trank einen großen Schluck Milch nach, danach spielte sie weiter.

*******

Michael schlängelte sich durch die Roswell Mall, um endlich zu dem Geschäft zu kommen, wo er etwas Wichtiges abholen musste. Doch das war gar nicht so leicht, denn in der Mall war ziemlich viel los.

Genauso wie er machten noch tausend andere Leute die letzten Weihnachtseinkäufe. Jetzt wünschte er sich, dass er es schon früher erledigt hätte. Jedoch war er zu sehr damit beschäftigt gewesen seinen Sandsack zu vermöbeln.

Max musste ihn schon mehrmals wieder zusammensetzten und hatte beim letzten Mal sogar die Nähte verstärkt. Michaels Wut ließ allmählich nach und er wurde wieder ruhig.

Er war nur ziemlich genervt und schlecht gelaunt, wie Isabel feststellte. Dass sie ihn gezwungen hatte mit ihm einkaufen zu gehen hatte die Sachen nicht unbedingt verbessert.

Da er Isabels Zorn nicht spüren wollte, hatte er sich erbarmt und war mit ihr vier Stunden lang in der Mall gewesen und hatte den Packesel für sie gespielt.

Zum Glück hatte Michael sich für eine halbe Stunde wegschleichen können, ohne dass Isabel es bemerkte, damit er noch etwas Wichtiges einkaufen konnte.

*******

Amy stand geistesabwesend vor einem großen Regal, als ihr plötzlich jemand auf die Schulter tippte. Leicht erschrocken drehte sie sich um und blickte in Michaels braune Augen.

"Sorry, ich wolle Sie nicht erschrecken", entschuldigte sich Michael sofort und lächelte leicht. Amy lächelte ihn freundlich an. Sie sah zwar sein Lächeln, aber seine Augen sagten was anderes.

Er vermisste Maria sehr.

"Schon in Ordnung, Michael, wie geht es dir?", antwortete Amy. "Mir geht's ganz gut, hoffe Ihnen auch!", sagte Michael. "Sicher mir geht es prima. Was kaufst du?", fragte Amy.

"Ein Geschenk und Sie holen sicher für Maria Gitarresaiten", meinte Michael. "Ja", sagte Amy erstaunt. "Tja nur eine in der DeLuca Familie die ich kenne spielt Gitarre und Sie stehen vor dem Regal mit den Saiten!"

"Erwischt", antwortete Amy.

"Ihr Geschenk steht bei der Kassa bereit", sagte der Verkäufer, der zu Michael war. "Ich muss los, Mrs. DeLuca. Schöne Weihnachten und lassen Sie Maria bitte lieb grüßen", verabschiedete sich Michael.

"Dir auch schöne Weihnachten, Michael. Ich werde es ihr ausrichten!", lächelte Amy. Sie sah ihm nach und nahm schließlich die richtigen Saiten vom Regal.

Der freundliche Verkäufer von vorhin hatte ihr Geschenk schon fertig und wie gewünscht auch eingepackt. "Danke!", sagte Amy nach dem bezahlen und verließ das Geschäft.

Auf dem Weg nach Hause dachte sie die ganze Zeit über Michael nach. Als sie ihn kennen gelernt hatte, hatte sie nicht wirklich viel von Michael gehalten.

Bis er für sie beim Festival gekämpft hatte, da fand sie ihn toll. Auch, wenn die Begrüßung eine halbe Stunde vorher nicht gerade nett war. Irgendwie mochte sie ihn ja.

Als sie ihn mit Maria im Bett erwischt hatte, obwohl nichts passiert war, hatte ihr zu schaffen gemacht. Aber als das zweite Jahr angebrochen war, änderte sich ihre Meinung über ihn ein weiteres Mal.

Sie war zwar immer stinksauer und sehr besorgt gewesen, wenn die beiden für Tage verschwunden waren, doch zu seinem eigenen Glück hatte er sie immer heil nach Hause gebracht.

Richtig ins Herz geschlossen hatte sie ihn, als er Maria nach Alex Tod beigestanden hatte. Wenn sie angerufen hatte, stand er in nur zehn Minuten auf der Matte und hatte sie in den Arm genommen.

Amy war froh, dass Michael bei Maria war, denn so kam sie leichter über den Schmerz hinweg. Dass die beiden nicht mehr zusammen waren, ging auch ihr nahe.

Sie wusste ja nicht, was vorgefallen war. Sie hoffte, dass sie irgendwann einmal für alles Antworten bekam, denn die waren ihr die beiden immer schuldig geblieben.

Amy hoffte, dass die beiden wieder glücklich wurden. Ob mit oder ohne einander, sie liebte ihre Tochter und wollte, das Beste für sie und Michael mochte sie auch sehr.

*******

*Einen Tag vor Weihnachten*
Wieder spielte Maria den ganzen Vormittag auf ihrer Gitarre und konnte gar nicht mehr damit aufhören. Es war, wie ein Rausch. Michael saß unter ihrem Fenster und hörte ihr zu.

Wie sehr er sie doch vermisste, jede Nacht träumte er von ihr und jede Nacht waren sie ein glückliches Paar. Doch die Realität sah anders aus. Er war ein Alien und sie war ein Mensch.

Ihre Beziehung war nach zweieinhalb Jahren endgültig zerbrochen und er wusste nicht ob sie jemals zu ihm zurückkam. Diese Tatsache machte ihn schwer zu schaffen.

"Michael, du solltest gehen, deine Schicht fängt gleich an", hörte er Maria auf einmal sagen. Michael erschrak ein wenig und richtete sich auf. "Woher wusstest du?", fragte Michael irritiert.

"Ich kenne dich lange genug, ich habe es einfach gespürt", lächelte Maria. "Bis bald", sagte er und ging zu seinem Motorrad. "Bye", flüsterte Maria und ließ sich auf ihrem Bett zurückfallen.

Oh wie sehr sie ihn doch vermisste und dass er jetzt schon fast zwei Stunden unter ihrem Fenster gesessen hatte, hatte sie glücklich gemacht. Denn es war auch noch dazu eisigkalt da draußen.

Sie zog aus ihrem Notizblock seinen Brief heraus und las ihn wieder und wieder durch. Ohne es zu merken hatte Maria angefangen zu weinen und die Tränen nahmen kein Ende.

"Maria?", fragte Amy leise die sich aufs Bett, ihrer Tochter gesetzt hatte. Maria blickte mit verweinten Augen zu ihr und schniefte. "Ich vermisse ihn so sehr", schluchzte Maria leise.

Amy nickte und nahm sie in den Arm. "Wieso hast du überhaupt Schluss gemacht? Das ist mir noch immer ein Rätsel!", sagte Amy leise und sah ihre Tochter an.

Maria konnte ihrer Mom nicht die Wahrheit sagen, das hatte sie den anderen versprochen, also musste sie wieder mal eine Ausrede erfinden. "Weil die Luft raus ist und ich nicht mehr kann, obwohl ich ihn liebe."

"Mom, ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll!", sagte Maria. Amy überlegte, wie sie Maria helfen konnte, aber sie kam zu dem Schluss, dass Maria die Entscheidung alleine tragen muss.

Keiner konnte ihr helfen.

"Du solltest deine Entscheidung noch einmal überdenken und mit ihm reden. Für was du dich auch entscheidest, ich bin immer für dich da!", antwortete Amy schließlich.

"Ich treffe mich mit Jim, willst du vielleicht mitkommen? Du kannst ja mit Kyle etwas unternehmen", schlug Amy ihr vor, um sie auf andere Gedanken zu bringen.

"Nein, ich will nur alleine sein, lass sie aber lieb grüßen", entgegnete Maria und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Amy lächelte sie aufmunternd an.

"Werde ich machen, ich weiß noch nicht wann ich komme, also bleib nicht wegen mir auf. Ich hoffe du findest bald einen Ausweg. Wir sehen uns morgen", lächelte Amy.

Maria sah ihr kurz nach, holte sich etwas zu essen aus der Küche und setzte sich wieder auf ihr Bett, wo sie ihre Entscheidung bezüglich Michael noch einmal ganz genau überdachte.

*******

*Weihnachten in Roswell*
Wie jedes Jahr zu Weihnachten wachte Maria früh auf und ging ins Wohnzimmer. Dort saß Amy mit einer Tasse Kaffee und sah aus dem Fenster. "Morgen, Mom", sagte Maria verschlafen und setzte sich neben sie auf die Couch.

"Guten Morgen, Maria, wie hast du geschlafen?", fragte Amy. "Ganz gut", gähnte sie und lehnte sich an ihre Schulter. "Willst du deine Geschenke gar nicht aufmachen?", fragte Amy.

Sofort sprang Maria auf und ließ sich neben dem geschmückten Baum im Schneidersitz nieder. Sie griff lächelnd unter den Baum und gab Amy ihr Geschenk.

"Danke, mein Schatz", sagte Amy, die sich zu Maria gesetzt hatte und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Sie öffnete das Päckchen und zum Vorschein kam ein Bilderrahmen, darin war ein Song den Maria ihr geschrieben hatte.

Darunter war ein Bild von ihr im Snowflakekostüm, dass sie zum Weihnachtsfest getragen hatte. "Danke, das ist wirklich toll", sagte Amy und umarmte ihre Tochter.

Maria hatte in der Zwischenzeit auch ein kleines Päckchen aufgemacht und hielt nun Gitarresaiten in der Hand. "Danke, Mom", sagte Maria und war etwas irritiert.

Amy lachte leise. "Schatz, es ist noch ein großes Geschenk für dich dabei, das ist nur der Vorgeschmack", lächelte Amy. "Aja", meinte Maria leicht sarkastisch.

Schließlich schnappte sie sich das größte Paket und riss es auf. Zum Vorschein kam eine einfache weiße Schachtel, doch als sie diese öffnete zog sie ein dunkelblaues Casio Keyboard heraus.

"Oh mein Gott! Oh mein Gott! Danke, Mom, danke, danke, danke!", rief Maria und warf sich ihrer Mom an den Hals so dass diese umflog. "Ich wusste, dass es dir gefällt", lachte Amy und setzte sich wieder auf.

"Und wie auch noch, das ist einfach großartig. Ich werde es gleich anschließen und du bekommst noch einen Song", strahlte Maria sprang auf, schnappte sich das Keyboard und lief in ihr Zimmer.

Amy lächelte zufrieden, das war ihre Maria so wie sie, sie kannte immer fröhlich und immer drauf los plappernd. Sie war unendlich glücklich, dass Maria langsam die Alte wurde.

*******

Der Schnee hatte nachgelassen und es fielen nur noch vereinzelt kleine Schneeflocken zur Erde. Wie so oft in den letzten Tagen war alles still in Roswell.

Es herrschte überall Weihnachtsstimmung. So auch im Crashdown, denn es waren gerade die letzten Gäste gegangen. Isabel, Jesse und Kyle saßen in einer der Nischen und erzählten sich gegenseitig Weihnachtsgeschichten.

Liz war mit Max in die Parker Wohnung gegangen, da sie sich noch umziehen musste, bevor sie zur Messe gehen konnten. Maria stand bei der Frontscheibe des Crashdowns und blickte auf die weiße Schneepracht.

Sie hatte sich für die Messe umgezogen und wartete mit den anderen auf Liz und Max. Michael stellte sich leise schräg hinter sie und sah ebenfalls aus dem Fenster.

"Es ist so wunderschön, solche Weihnachten habe ich bis jetzt nur ein einziges Mal erlebt, als ich mit meinem Dad auf Big Bear rodeln war. Das grenzt fast an ein Wunder!", flüsterte Maria.

Michael ging einen Schritt näher. "Ich weiß, aber es ist ein sehr schönes Wunder. Als kleiner Junge habe ich mir immer weiße Weihnachten gewünscht. Nie ist es in Erfüllung gegangen."

"Doch dieses Jahr hat mich irgendjemand gehört", flüsterte Michael zurück. Maria blickte auf und in seine süßen, braunen Augen. Sie lächelte und strich ihm vorsichtig über die Wange.

Michael lächelte ebenfalls und nahm ihre Hand in seine. "Lass und in die Messe gehen", sagte er leise. Maria nickte stumm und ging mit ihm hinaus. Isabel, Jesse, Kyle sowie Liz und Max folgten ihnen.

*******

Wenig später kamen alle bei der Kirche an, wo ihre Eltern schon warteten. Auch die Withmanns waren gekommen, da es schon seit Jahren Tradition war das sich die Parkers, die DeLucas und die Withmanns zur Messe trafen.

Seit zwei Jahren waren auch die Evans, die Valentis und nun auch Jesses Mum dabei. "Lasst uns hinein gehen", sagte Liz Mom Nancy und öffnete die schwere Holztür.

Ihr Mann Jeff half ihr dabei und hielt sie für alle anderen auf. "Ja lasst uns reingehen, es ist ganz schön kalt", stimmte Max Mom Diane zu. Der Rest der Gruppe war auch der Meinung.

Die Orgel spielte Weihnachtslieder, damit noch mehr Stimmung aufkam. Die Familien setzten sich in die Reihen, nur Maria ging gleich nach hinten zum Kirchenchor.

Nach wenigen Minuten war die Kirche voll und der Pfarrer konnte mit seiner Weihnachtspredigt anfangen. Ein paar Kinder lasen wie jedes Jahr Weihnachtsgedichte vor, bis der Kirchenchor zusammen mit Maria auftrat.

"Meine Damen und Herren, der Roswell Kirchenchor und Maria DeLuca werden Ihnen jetzt "Silenth Night", "Merry Christmas" und "Amazing Grase" singen", kündigte der Pfarrer an.

Es wurde absolut still, die Orgel fing wieder an zu spielen und einige Sekunden später hörte man Marias kraftvolle Stimme, durch die Kirche hallen. Michael lächelte ihr zu und Maria erwiderte es.

*******

Im DeLuca Haus war alles ruhig, ein kleines Feuer prasselte im Kamin, der Weihnachtsbaum war hell beleuchtet und darunter lagen ein paar Pakete, die Maria noch nicht ausgepackt hatte.

Nach dem Abendessen mit Jim und Kyle, die von Amy eingeladen wurden, war Amy zusammen mit Jim noch fortgegangen, während Kyle nach Hause fuhr. Maria war im DeLuca Haus geblieben, um an einem Song weiter zu arbeiten.

Sie kam gerade mit einem vollen Teller Keksen und Twix ins Zimmer zurück geschlendert, als sie die hellblaue E-Gitarre mit der großen, roten Schleife an ihrem Schreibtisch gelehnt stehen sah.

Maria stellte den Teller auf ihrem Nachttisch ab, nahm die Gitarre und setzte sich aufs Bett. Zwischen den Saiten steckte ein Kuvert mit ihrem Namen.

Sie wusste, dass die Gitarre von Michael war und lächelte. Vorne auf dem Cover war ein Foto von ihnen beiden, dass sie auf dem Weihnachtsfest zeigte.

Der Fotograph hatte es geschossen, als beide nicht hingesehen hatten, deswegen war es auch so toll geworden. Maria standen Tränen in den Augen und sie las die Karte.

Fein säuberlich stand dort mit Michaels Handschrift:


Merry Christmas Maria,

in Liebe Michael


"Michael", sagte Maria in die Stille. Dieser kam aus ihrem begehbaren Schrank heraus und setzte sich neben sie. "Gefällt sie dir?", fragte Michael leise.

"Danke, sie ist wunderschön. Hat dir der Weihnachtsschreck auch dieses Jahr geholfen?", fragte Maria und grinste ihn an. Sie wusste, wie gerne Izzy shoppen ging.

"Nein, dieses Mal war ich es ganz alleine", lächelte Michael. "Dacht ich's mir, Izzy versteht nur etwas von Mode, Gitarren sind nicht ihr Ding", grinste Maria zurück.

"Ich muss mit dir reden, Maria. Das was in dem Brief stand ist alles wahr. Ich will ohne dich nicht leben, ich habe es zwei Wochen versuchte, es geht einfach nicht."

"Ich muss jede Sekunde an dich denken, mein Herz pocht mir bis zum Hals, wenn ich dich sehe! Dein süßes Lächeln, wenn du dich über etwas freust, dann würde ich dich so gerne in den Arm nehmen"

"Dir sagen wie viel du mir bedeutest und dich küssen", sagte Michael leise, aber sie hatte es trotzdem gehört. Maria sah ihn sprachlos an, sie war so gerührt von seinen Worten.

Nicht nur sie brachte sein Herz zum Pochen, auch er brachte ihres zum schneller schlagen und es hörte nicht auf, vor allem deswegen weil er so etwas Schönes sagen konnte.

Tränen liefen über ihre Wangen und Michael wischte sie sanft weg. "Ich verspreche dir, dass ich dir so viel Freiraum gebe, wie nötig ist und ich werde mich bessern."

"Maria, bitte gib mir noch eine Chance, ich brauche dich genauso sehr wie die Luft zum Atmen", sprach Michael weiter und blickte in ihre grünen Augen.

Er konnte darin nichts erkennen, sonst konnte er es, aber heute waren sie verschlossen. Michael schluckte hart, denn er wusste nicht was dieser leere Blick zu bedeuten hatte.

Maria sah diesen treuen Dackelblick und schmolz dahin. Es war einfach herzzerreißend, wie er um sie kämpfte, es war als würde der Michael Guerin den sie kannte gar nicht existieren und ein neuer hier neben ihr sitzen.

Michael versuchte weiter in ihre Augen zu lesen, doch es funktionierte nicht. Maria blieb verschlossen. Also hatte er nur noch eine Möglichkeit ihr zu beweisen, dass er es wirklich ernst meinte.

Diese Sache wollte er schon vom ersten Moment an, als er sie sah. Nur hatte er sich das bis vor kurzem noch nicht eingestehen können, es schien ihm so unwirklich.

Als Monk ihn das vor Monaten fragte, dachte er auch nicht wirklich daran, aber jetzt war es eine völlig andere Situation. Er wollte es mehr als alles andere!

Michael atmete tief durch, schloss kurz die Augen und blickte wieder zu Maria. Vorsichtig nahm er ihre kleinen, zarten Hände in seine und drückte sie leicht.

Was jetzt kam wünschte er sich mehr als alles andere, aber es war auch sehr schwer für ihn diese Gefühle zu zeigen. Doch er wollte ihr zeigen, dass er sich wirklich ändern konnte.

"Willst du mich heiraten, Maria?", fragte Michael flüsternd. Maria hörte die Worte weit weg, aber sie hörte sie auch ganz deutlich. Ihr Kinn klappte hinunter und sie sah ihn mit großen, grünen Augen an.

Maria war noch immer sprachlos und das kam nicht wirklich oft vor. Immer wieder hallte die Frage in ihrem Kopf, doch sie war sich nicht sicher, ob sie sich das nicht doch eingebildet hatte.

Hatte er eben wirklich gefragt ob sie ihn heiraten wollte?

"Michael, sag das noch mal!" "Willst du mich heiraten, Maria?", fragte Michael ein zweites Mal. Maria hatte sich also nicht verhört. Er hatte Maria das wirklich gerade zum zweiten Mal gefragt.

Die Bilder von ihrem Albtraum kamen wieder in ihr Bewusstsein zurück. Ihr wurde klar dass, das Leben viel zu kurz für Fehlentscheidungen war sie wollte ihn zurück und wie auch noch!

Aber meinte er es wirklich Ernst mit der Heirat?

"Maria?", fragte Michael leise. Langsam löste sie sich aus ihrer Starre. "Meinst du das wirklich ernst?", fragte Maria fast tonlos, denn noch immer war sie sich nicht sicher.

Michael nickte und sah ihr dabei fest in die Augen. "Von ganzen Herzen!" Ein süßes Lächeln zauberte sich auf Marias Lippen, sie beugte sich zu Michael hinüber und küsste ihn liebevoll.

*******

Look into my eyes - you will see
What you mean to me
Search your heart - search your soul
And when you find me there you'll search no more
Don't tell me it's not worth tryin' for
You can't tell me it's not worth dyin' for

You know it's true
Everything I do - I do it for you

Look into your heart - you will find
There's nothin' there to hide
Take me as I am - take my life
I would give it all I would sacrifice
Don't tell me it's not worth fightin' for
I can't help it there's nothin' I want more

You know it's true
Everything I do - I do it for you

There's no love - like your love
And no other - could give more love
There's now here - unless you're there
All the time - all the way

You can't tell me it's not worth tryin' for
I can't help it there's nothin' I want more
I would fight for you - I'd lie for you
Walk the wire for you - yeah I'd die for you

You know it's true
Everything I do - I do it for you

*******

Erst nach Minuten löste sich Maria von ihm und sah in diese süßen, braunen Augen. "Ja", flüsterte Maria. "Ich liebe dich", lächelte Michael überglücklich zog sie fest an sich und küsste sie noch einmal.

"Ich liebe dich, mein Spaceboy", nuschelte Maria glücklich.

*******

In dieser Nacht erzählte Maria, was sie damals geträumt hatte und was sie dabei für Ängste durchlebt hatte. Michael hörte ihr geduldig zu und strich ihr immer wieder durch die Haare.

Nachdem sie zu Ende erzählt hatte, hatte er ihr einen sanften, langen Kuss gegeben und ihr mit einer Vision gezeigt, dass er sie nicht mehr alleine lassen würde.

Maria hatte in dieser Vision auch gesehen wie Michael mit Isabel einkaufen war. Sie löste sich kichernd von ihm. Er sah sie etwas irritiert an. "Was ist denn?"

"Wenn du mir was zeigst, dann zeigst du auch gleich alles!", meinte Maria noch immer kichernd. Michael nickte und wusste nicht genau auf was sie hinaus wollte.

"Ich habe dich mit Isabel einkaufen sehen! Du armer Spaceboy, vier Stunden reinster Horror", sagte Maria mitfühlend und strich ihm sanft über die Wange.

"Wem sagst du das, mit dem Weihnachtsschreck einkaufen gehen ist eine echte Bestrafung! Bitte lass nie wieder zu, dass ich mit ihr einkaufen gehe muss!", antwortete Michael.

"Du gehst nie wieder mit Isabel einkaufen, dafür aber mit mir!", grinste Maria ihn an. Michael sah seine Freundin geschockt an. Maria lachte laut auf und gab ihm noch einen Kuss.

"Ganz ruhig, Spaceboy, ich nehme dich nur zum Lebensmittel einkaufen mit. Den Rest kann ich alleine!", sagte Maria lächelnd. Erleichtert atmete Michael aus.

Maria lächelte ihn glücklich an. Michael küsste sie sanft und war überglücklich sie zurück zu haben. Es war das schönste Weihnachten für ihn, denn er hatte seine Familie wieder!



-to be continued-
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