Eine Welt in Not

von Toreias
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P18 Slash
Gabrielle Xena
06.03.2012
05.07.2012
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I. Die Kriegerprinzessin:

Unser einziger, wahrer Besitz ist die Zeit.
Toreias

Xena war tot. Um den Sieg über den Seelenfresser zu erringen, hatte sie ihr Leben hingegeben. Und einzig der Wille der Seelen von Higuchi hielt sie im Diesseits, denn noch hatte sie eine letzte Aufgabe zu erfüllen.
So stand sie nun neben ihrer Gefährtin an der Quelle des Lebens. Wasser sprudelte aus einer Ritze im Felsen, plätscherte in ein Becken, füllte es, spritzte auf. Feine Tröpfchen schwebten durch die Luft und benetzten sie.
Gabrielle hielt eine kleine Urne aus Ton in der Hand. Ihre andere nährte sich dem Deckel. Drei Finger umfassten ihn und hoben ihn ab. Zum Vorschein kam die Asche von Xenas verbrannten Körper. Gabrielle begann das Gefäß zu kippen, doch Xena umschloss Gabrielles Hand mit ihrer und stoppte die Bewegung. Überrascht hob Gabrielle ihren Blick und sah Xena an.
»Die Sonne geht gleich unter. Wir müssen uns beeilen, dich…«
Xena legte ihr einen Finger auf die Lippen. »Nein, Gabrielle. Ich kann nicht«. Eine Träne tropfte an ihr herab. »Die Seelen wären verdammt.«
»Aber er ist besiegt.«
Sanft fuhr Xena mit ihrem Handrücken über eine von Gabrielles Wangen. »Einzig mein Tod bringt ihnen Erlösung.«
Gabrielle starrte sie an. Ihre Lippen bebten. Das Blut staute sich in den Adern an ihren Schläfen, ließ sie pulsieren.
»Es ist mir egal!«
Die Worte trafen Xena wie ein Faustschlag. Sie, die immer das Richtige tat, die immer erst an das Wohl Anderer dachte, gerade sie wollte nun all ihre Prinzipien über Bord werfen und ihr eigenes Wohl dem der Vielen vorziehen. Xena verstand sie. Auch sie wollte nichts lieber, als am Leben und mit ihr zusammen sein. Aber der Preis dafür war hoch – zu hoch. Sie vermochte ihn nicht zu zahlen –  auch nicht für die Liebe ihres Lebens.
Die Abendsonne versank hinter dem Horizont. Ihre letzten Strahlen streiften die Wolken und malten sie an.
»Gabrielle, wenn es eines gibt, dass ich von dir gelernt habe, dass es das Richtige ist.«  
»Aber ich liebe dich!«
Tränen strömten über Gabrielles Wangen. Verzweifelt suchte sie in Xenas Gesicht nach einem Ausweg, nach einem Hoffnungsschimmer.
»Gabrielle! Nichts wü…«
Die Worte erstickten Xena im Hals. Sie spürte das Ziehen. Die Bindungen, die sie in dieser Welt hielten, schwanden. So vieles wollte sie ihr noch sagen, doch ihre Zeit war abgelaufen. Die andere Seite wartete.
Verzweifelt versuchte sie, Gabrielle ein letztes Mal zu berühren, doch ihre Hand wischte bloß durch das Nichts.
»Gabrielle?«
Sie suchte nach einem Anzeichen von ihr, nach einem Wort. Doch es gab keines.
»Gabrielle!«
Xena starrte in die Finsternis und verlor sich in ihren Erinnerungen. Sie hingen am Kreuz, an das Caesar sie einst schlagen ließ. Ihr Gesicht wandte sich zu Gabrielle um. Ihre Blicke trafen sich, kündigten von Endgültigkeit.
»Ich liebe dich, Xena!«
Mehrmals befanden sie sich in Situationen, in denen es keinen Ausweg zu geben schien, doch jedes Mal fanden sie einen, nur dieses Mal nicht. Dieses eine Mal gab es für sie keinen Weg zurück.
Tränen verschmierten ihr Gesicht. Ihr Herz pochte, und ihr Bauch verkrampfte. Sie schluchzte. Sie empfand ihren Entschluss als angemessen. Ihr Handeln verschuldete einst den Tod der Seelen. Ihr eigener sorgte nun für Gerechtigkeit.
Gabrielle?  
Doch jetzt, da sie den Konsequenzen ins Auge blickte, hegte sie Zweifel. Es gab keine Fluchtmöglichkeit, kein Versteck.
Gabrielle ist fort!
Die Mauern barsten, entblößten ihre Seele.
Sie war nackt.

Xena blinzelte. Sie versuchte ihre Umgebung zu erkennen. Doch sie sah nichts – bloß Schwärze und Dunkelheit. Ihr Blick wanderte umher. Sie strengte ihre Sinne an, aber sie teilten ihr nichts mit. Sie hing einfach in der Finsternis.
»Hallo? Ist da jemand?«
Sie wartete.
Ihre Umgebung verwirrte sie. Sie kannte das Jenseits.   Mehrmals war sie bereits dort zu Gast gewesen, und immer gab es Jemanden, der sie erwartete.
Muss ich die Ewigkeit hier allein verbringen? Angst schlich in ihr Herz. Ist das meine Strafe?
Von einem Augenblick auf den anderen stellten sich die Härchen auf ihrer Haut auf. Ein Kribbeln lief durch ihren Körper. Eine Präsenz näherte sich. Sie erblickte ein grelles Licht – es verursachte ihr Schmerzen – und schirmte mit einer Hand ihre Augen ab. In ihm erkannte sie eine Gestalt. Der Statur nach war es ein Mann. Schließlich stoppte er vor ihr.
Der Fremde trug eine grau-braun gefärbte Robe, die von einem Stoffgürtel zusammengehalten wurde. Eine Kapuze verbarg das Gesicht.
Xena versuchte, im Dunkeln seine Gesichtszüge zu erkennen, doch sie sah bloß Schatten.
Sollte ich mich nicht fürchten?
Sie empfand keine Angst mehr, stattdessen Wärme und Geborgenheit.
Ist das der Gott der Elianer? Der eine, wahre Gott? Der Gott der Liebe?
Als Antwort auf ihre Frage streiften die Hände des Fremden die Kapuze ab. Zum Vorschein kam das Gesicht eines Mannes. Sie schätzte ihn auf Ende vierzig, sah kurzes, blondes Haar, ein glattrasiertes Gesicht, blaugraue Augen. Diese zogen sie in ihren Bann, saugten sie auf. In ihnen standen Unendlichkeit und tiefe Weisheit.
Schließlich bewegte er seine Lippen. »So sehen wir uns also wieder, Xena!«
Sie musterte ihn genauer, kramte in ihren Erinnerungen. Etwas an ihm kam ihr vertraut vor. Er lächelte, und sie erinnerte sich.
Sie ritt eine Straße entlang, die sie durch eine mit Sommerblumen übersäte Wiese führte, deren Duft an ihre Nase drang. Löwenzahnsamen schwebten über sie hinweg. Bienen surrten herum. Schmetterlinge tanzten durch die Luft. Das Klappern der Hufe drang gleichmäßig an ihre Ohren.
Vor nicht allzu langer Zeit hatte sie sich von Herkules verabschiedet. Ihr Gewissen lastete schwer auf ihren Schultern, erdrückte sie regelrecht. Sie spürte das Blut ihrer Opfer an ihren Händen kleben. Alles in ihr schrie nach Vergebung. Doch sie wusste, es würde ein ewiger Traum bleiben. Und obwohl Herkules sie womöglich zu trösten vermochte, sagte sie ihm, sie müsse ihren weiteren Weg allein finden.
Am Straßenrand stand ein einsamer Baum. Eine Krähe saß auf einem Ast, verdrehte den Kopf und sah auf sie hinab. Ihr Krächzen riss sie aus ihrem Tagtraum. Das Pferd hielt an und widersetzte sich ihren Befehlen.
Ärger quoll in ihr auf. Sie warf dem Vogel einen grimmigen Blick zu. Dieser erhob sich in die Lüfte und flatterte davon. Unvermittelt wandte sie sich zur anderen Straßenseite um.
Eine Gestalt beobachtete sie. Instinktiv bewegte Xena ihre Hand zum Schwertknauf, aber sie zog die Klinge nicht.
Der Mann schob die Kapuze vom Kopf. »Ich grüße dich, Kriegerprinzessin!« Er sprach mit einer angenehmen Stimme.
»Wer bist du?« Sie hingegen schlug einen forschen Ton an.
Er schmunzelte. »Geh nach Potidaea, Xena!« Sein Blick durchdrang sie. »Suche ein Mauerblümchen! Hüte es, und du wirst deinen Weg finden!«
»Meinen Weg?«
»Du wirst es wissen, wenn du es findest.« Ein Lächeln unterstrich die Prophezeiung.
Sie blinzelte, und er war fort. Sie schüttelte ihren Kopf, und ihr schwarzes Haar umschmiegte ihren Hals. Träumte sie?
Xena verhielt einen Moment an Ort und Stelle, doch schließlich gab sie ihrem Pferd die Sporen. Ohne es zu merken, lenkte sie seine Schritte nach Potidaea.

Ein Lächeln trat auf Xenas Gesicht. Dankbar blickte sie den Fremden an. Tränen der Freude und des Glücks rannen über ihre Wangen. Gabrielle war ihr Weg. Herkules mag ihre Ketten gesprengt haben, sie indes verhinderte Tag für Tag ihren Sturz zurück in die Finsternis. Sie war ihr Licht, ihr Anker, ließ sie Dinge vollbringen, die ansonsten unmöglich waren.
Ich habe sie im Stich gelassen!
Sie senkte ihren Blick. Ehe sie ihn sah, spürte sie einen Finger, ihr die Tränen fortwischen, und einen zweiten ihr Kinn anheben. »Gräme dich nicht, Xena! Dein Leben war erfüllt. Nicht viele können dies am Ende vorweisen.«
Erneut blickte sie in seine Augen. Sie sah Bilder in ihnen – Gesichter von Menschen, von Männern und Frauen. Manche weinten, lachten, liebten, hassten. In anderen lagen Friede und Weisheit.
Wiederholt kam ihr der Gedanke. »Bist du der, dem die Elianer folgen?« Alles, was Eli und ihr Tochter Eve ihr erzählt hatten, deutete auf dieses Wesen hin.
Doch er schüttelte den Kopf. »Nein, Xena. Das bin ich nicht.«
Seine Antwort verwirrte sie. Sie besaß eine gute Menschenkenntnis, ein gutes Gespür. Meist traf sie ins Schwarze – diesmal nicht.
Irritiert blickte sie ihn an. »Wer bist du dann?«
»Ich bin der, der ich bin! Nicht mehr und nicht weniger.«
Ärger schwoll in ihr an. Können sich die Mächte denn nie verständlich ausdrücken?
Der Groll schwand ebenso, wie er gekommen war. Sie konnte diesem Wesen, was immer es war, nicht zürnen.
»Es ist eine lange Geschichte, Xena.«
»Ich habe Zeit.« Wenn mir sonst schon nichts geblieben ist.
»Bist du dir sicher?«
Die Antwort versetzte ihr einen Stich.
»Wie du weißt, ist die Macht der olympischen Götter gebrochen.« Er sah sie durchdringend an. »Ihre Regeln gelten nicht länger. Es gibt keinen Tartarus mehr und keine Elysischen Felder. Alle die sterben, gehen weiter.«
»Sie gehen weiter? Wohin?«
Er lächelte. »Du weißt wohin. Du hast es gesehen, Mutter des Friedens.«
»Shakti!« Es fiel ihr wie Schuppen von den Augen.
»Ja, Xena. Jede Seele inkarniert sich nach dem Tod erneut. Und dies nun liegt vor dir.«
Sie erinnerte sich an die Vision, in der Gabrielle und sie sich in den Körpern von Shakti und Arminestra begegneten. Irgendwann, irgendwo treffen wir uns wieder, in neuen Körpern, in einem neuen Leben. Ich muss nur Geduld haben.
Sie sammelte sich und nickte.
Unbewusst senkte sie dabei wieder ihren Blick. Erneut spürte sie den Finger an ihrem Kinn. Der Fremde schob seine Hände auf ihre Schultern.
»Irgendwann ist jede Reise zu Ende.« Er sah ihr in die Augen. »Die Frage ist nun, ist deine als Xena zu Ende, oder geht sie weiter?«
»Weitergehen? Wie denn?«
»Es gibt einen Weg, den Kreislauf zu durchbrechen, wenn du die Wahrheit erkennst.«
»Welche Wahrheit?«
»Das Universum ist unendlich!«
»Was?« Seine Antworten frustrierten sie. Sie überlegte, ob er mit ihr spielte. Aber das kann nicht sein. Diese Liebe, seine Liebe – ist das etwa alles nur Lug und Trug?
»Wissen und Wissen sind zweierlei, Xena.« Er zwinkerte ihr zu. »Das Wissen, das du brauchst, muss sich in jeder einzelnen Faser deines Körpers befinden, in den tiefsten Tiefen deiner Seele. Kein Zweifel darf vorhanden sein. Dann und nur dann kannst du den Kreislauf durchbrechen.«
Er lächelte erneut. »Es ist wie das Verliebtsein, Xena. Wenn du es bist, weißt du es auch.« Damit ließ er ihre Schultern los.
Xena starrte vor sich hin. Ihr Verstand arbeitete auf Hochtouren, suchte im Gehörten nach einem Sinn.
Schließlich blickte sie ihn an. »Also muss ich mich Reinkarnieren?«
»Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Die Quelle des Lebens besitzt immer noch Macht.«
Hoffnung kehrte in ihr Herz zurück, doch dann traf sie die Erkenntnis wie der Hammer eines Titanen, und sie keuchte auf. Eine Rückkehr als Xena verdammte die Seelen von Higuchi für alle Ewigkeit, und das Wissen, von dem der Fremde gesprochen hatte, besaß sie nicht.
Sie schüttelte ihren Kopf. »Nein!«
Ausdruckslos sah er sie an. Dann nickte er. »Gut.«
Erneut legte er seine Hände auf ihre Schultern und blickte ihr in die Augen. »Der Fluch ist nicht mehr.«
Ihre Augen weiteten sich. »Wie kann das sein?«
Seine Antwort traf sie wie ein Donnerknall. »Weil es mein Wille ist!«
Die Kraft in seiner Stimme ließ keinen Zweifel über den Wahrheitsgehalt aufkommen. Dies musste das Wissen sein, das er meinte.
Xena setzte zum Sprechen an, doch er zog seine Hände zurück und kam ihr damit zuvor. Dann neigte er seinen Blick – bloß für einen Moment –, doch die Geste beschwor eine Vorahnung in Xena, die sie die nächsten Worte des Fremden mit klopfenden Herzen erwarten ließ.
Aus einem seiner Augen trat eine Träne aus, verblieb einen Moment unter dem Lid, verlor den Kampf und tropfte hinab.
»Es hat einen Preis, Xena«, sprach er ihre Befürchtung aus.
»Welchen?« Sie schluckte.
Er lächelte. »Das ist schwer zu erklären. Aber ich kann es dir zeigen.« Erwartungsvoll sah er sie an.
»Was zeigen?«
Erneut bekam sie eine unerwartete Antwort. »Die Zukunft!«
»Die Zukunft?«
»Ich möchte, dass du selber entscheidest. Aber das kannst du nur, wenn du siehst, was die Zukunft bereithält.«
Ihre Gedanken rasten. Sie dachte an das Gehörte, versuchte sich ein Bild von ihm zu machen, ihn einzuschätzen.
Die Träne! Warum sollte ein Gott weinen?
Erneut erinnerte sie sich an ihre erste Begegnung, was durch diese in ihr Leben trat. Jemand, der mir Gabrielle gesandt hat, kann nicht schlecht sein!
Schließlich straffte sie ihre Schultern und schob ihr Kinn vor. »Also gut, zeig sie mir!«
Der Fremde griff nach ihrer Hand – Xena spürte die Wärme, die von seiner ausging –  und lächelte. »Nenn' mich Toreias.«
Mit diesen Worten schwand die Dunkelheit.

***


Gabrielles Hände lagen auf der Reling. Sie fühlte die Maserung des Holzes. Ihr Blick wanderte auf die See hinaus. Eine Brise strich ihr durch ihr blondes Haar, wirbelte Strähnen durcheinander, fuhr ins Segel, blähte es auf und trieb das Schiff an. Hinter ihnen hing ein Wolkengebirge am Himmel. Mal verdeckte es die Sonne, dann ließ es die Strahlen wieder passieren, sie ihr Gesicht erwärmen. Gischt brandete gegen die Schiffswand, benetzte ihre Finger und reicherte die Luft mit dem Geruch von Meerwasser an.
Doch nichts von alledem schenkte Gabrielle Beachtung. Sie sann über die letzten Tage nach. Xena hatte sie verlassen. Ihre Freundin, Gefährtin, ihr Ein und Alles war fort – für immer.
Sie dachte an die Jahre, die vor ihr lagen, ohne ihre Liebste an ihrer Seite. Die Erkenntnis erdrückte sie. Schmerz durchzuckte ihre Brust, zog hinunter in die Eingeweide, verknotete sich dort, raubte ihr den Verstand. Erneut wälzte sich eine Welle durch ihren Körper, rollte vom Kopf bis zu den Zehen und wieder zurück. Ihre Hände umklammerten die Reling, sie krallte die Finger ins Holz, die Knöchel traten weiß hervor, die Haut riss auf.
Bilder zogen an ihr vorüber. Sie sah ihre Bäder mit Xena in den Waschtrögen der Tavernen, in den Flüssen und Seen, mitsamt ihren Wasserschlachten, dem Fangen der Fische mit bloßen Händen, ihren Kampfübungen, den Spaß, den sie immer dabei hatten.
Unvermittelt vernahm sie Xenas Stimme. »Ich werde dich nie mehr verlassen, Gabrielle! Das verspreche ich dir!«
Doch sie hatte den vor langer Zeit gegeben Schwur gebrochen, hatte ihre Welt verdunkelt und sie in die Finsternis gestürzt. Der Schmerz trieb ihr Tränen in die Augen. Sie schluchzte. Dann stieß sie einen Schrei der Trauer, des Zorns und der Wut aus, brüllte all ihren Hass hinaus in die Welt.
In einer Zwischenwelt sah Xena eine einzelne Träne über die Wange des Fremden rinnen. Sie wusste nicht warum. Was veranlasste einen Gott, zu weinen?
Dann hatte Gabrielle keine Kraft mehr, Ihre Beine gaben nach. An der Schiffswand entlang sank sie auf den Boden des Decks, starrte vor sich hin und umklammerte Xenas Chakram, ignorierte, dass die scharfen Kanten ihr die Haut ritzten, dass Blut hervorquoll.
Dann nahm der Schmerz ab, verlor an Intensität, zog sich jedoch als schier endlose Folter durch ihren Körper, bis sie schließlich nichts mehr fühlte, außer einer gähnenden Leere.
Tränen tropfen auf Lippen.
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