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Dance with me

von Anni83
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
29.02.2012
25.07.2022
64
72.338
1
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32 Reviews
Dieses Kapitel
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29.02.2012 1.076
 
Soooo Ladies and Gentleman. Hereinspaziert zu meiner zweiten The Sounds Fanfiktion. (die Werbetrommel wird weiter gerührt :D)
wer die Band noch nicht kennt

http://www.fanfiktion.de/s/4e65d67f0000767f06d00bcb

schaut einfach bei meiner ersten mal vorbei ;)

Die Band gehört wie immer sich selbst und ich verdiene kein Geld mit der Geschichte.


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Das Mädchen stand mit hängendem Kopf, mitten im Regen vor einem Grab und starrte auf die Schrift.


Maja Jakobsen
Geboren am: 13.05.1951
Gestorben am: 29.09.1982


Eine ganze Weile stand die 14-jährige Sara Jakobsen nur vor dem Grab ihrer Mutter, bis sie anfing mit ihr zu reden.
„Hey Mum. Es wird wohl für längere Zeit das letzte Mal sein, das ich dich besuchen kann. Dad will Lina wirklich heiraten und so werden wir morgen nach Helsingborg fliegen. Mein ganzes Zimmer steht schon leer, weil alle meine Sachen schon in Schweden sind.“ fing sie an.
„Irgendwie habe ich da gar keinen Bock drauf. Es geht nicht um Lina. Mit der verstehe ich mich super. Es ist nur dass ich so meine kleinen Probleme mit Fredrik habe. Ich komme einfach nicht mit ihm klar und ich weiß auch nicht, woran das liegt. Ich wollte schon immer einen großen Bruder haben. Aber bitte nicht so einen. Er kommt mir so arrogant rüber und ich habe das Gefühl als würde ich ihm ständig auf die Nerven gehen. Auch wenn ich dich nie wirklich kennengelernt habe, so könnte ich jetzt deine Hilfe gebrauchen.“
Langsam traten ihr die Tränen in die Augen. Lina, die Verlobte von ihrem Vater übernahm seit 2 Jahren sozusagen die Mutterrolle für sie. Sie war immer für Sara da, auch wenn sie Hunderte von Kilometern trennten. Aber der Scheiß mit der Fernbeziehung sollte nun ein Ende haben. Vielleicht war das genau das Problem von Fredrik. Er war einfach nur eifersüchtig. Aber das wäre ja absolut schwachsinnig. Er war ja schon 18 Jahre alt.
Über ihre wirren Gedanken konnte sie nur den Kopf schütteln.



15 Minuten später betrat sie wieder das inzwischen schon fast komplett ausgeräumte Haus und zog sich im Flur ihre Schuhe aus.
„Sara?“ hörte sie eine Stimme aus dem Wohnzimmer.
Dieser folgte sie und blieb kurz an der Wohnzimmertür stehen.
„Ja Dad. Ich bin wieder da“ antwortete sie ihm, ging auf ihn zu und setzte sich zu ihm auf die Couch.
Oskar Jacobsen zog seine Tochter sofort zu sich und Sara lehnte ihren Kopf an seine Schulter.
„Du bist ja ganz nass. Regnet es etwa schon wieder?“ fragte er nach.
Die Blonde lächelte ihn an.
„Ja. So ist das nun einmal in England. Man weiß nie, wann es anfängt zu regnen. Und vor allem hier in Manchester scheint das sehr ausgeprägt zu sein.“ antwortete sie ihm.
„Das wird sich ab morgen ändern, Prinzessin“
Augenblicklich versteifte sich Sara in seinen Armen.
„Hmmm“ machte sie nur.
Verwirrt sah er sie an.
„Was ist los? Ich habe gedacht du freust dich. Na klar musst du deine ganzen Freunde hier zurücklassen und du kannst nicht mehr für ManU spielen, aber auch in Schweden kannst du Fußball spielen Schatz. Also wo liegt das Problem?“
„Ich freu mich ja auch schon irgendwie ein bisschen drauf. Und es liegt auch nicht an Lina. Es ist nur …“ mitten im Satz stoppte sie.
„Es ist Fredrik, oder?“
Sara seufzte und nickte dann vorsichtig.
„Ihr beiden seit echt wie Hund und Katze. Aber ihr müsst jetzt irgendwie versuchen miteinander klarzukommen. Warum machst du nicht den ersten Schritt auf ihn zu?“
Skeptisch sah sie ihren Vater an.
„Entschuldigung bitte? Hast du mal gesehen, wie er mich immer ansieht? Ich habe ständig das Gefühl als würde ich ihn nerven und er will gar nichts mit mir zu tun haben“ erklärte sie ihm dann.
„Aber du bist doch ihm gegenüber auch nicht sehr viel besser. Ich würde ja echt laut lachen, wenn das alles nur ein riesen Missverständnis zwischen euch beiden ist“
Sara konnte daraufhin nur mit den Schultern zucken.
„Wo warst du eigentlich?“, fragte ihr Vater.
„Ich hab mich von Mum verabschiedet“ gab Sara leise zu.
Sofort wurde sie enger an ihren Vater gezogen und dieser fing auch an ihr über den Rücken zu streicheln.
„Sie wäre eine großartige Mutter für dich geworden“, wisperte er.
Schon wieder traten ihr die Tränen in die Augen. Das war so unfair. Sie hätte so gerne ihre Mutter kennengelernt aber das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr und riss sie aus dem Leben, nur Minuten nachdem Sara geboren wurde.



Am nächsten Morgen riss ihr Wecker sie um 5 Uhr morgens aus dem Schlaf. Ihr wurde schlecht, wenn sie daran dachte, was ihr in guten drei Stunden bevorstand. Alle Mädels aus ihrer Fußballmannschaft würden nachher am Flughafen sein und sie verabschieden. Sie wollte das nicht, aber ihre Mädels ließen sich nicht davon abbringen es trotzdem zu machen.
Langsam stand sie auf und suchte sich ihre Sachen aus ihrem Koffer, die sie heute anziehen wollte.
Als sie 10 Minuten später runter in die Küche kam, saß ihr Vater schon dort, mit der Zeitung und einer Tasse Kaffee in der Hand.
„Morgen Dad“ grüßte sie ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
„Morgen Prinzessin. Na hast du gut geschlafen?“ fragte er nach.
„Eher weniger“, murmelte sie, als sie schon auf den Weg zum Kühlschrank war und sich die Milch dort rausholte.
Einen sehnsüchtigen Blick warf sie nach draußen. Obwohl es hier sehr viel regnete, war sie sich sicher, dass sie England vermissen wird.
Mit ihrer Schüssel Müsli setzte sie sich ebenfalls an den Tisch.



Eine Stunde später befanden sich Vater und Tochter zusammen auf dem Flughafen von Manchester und Sara musste sich von ihren Freunden und Mannschaftskollegen verabschieden.
„Vergiss uns nicht Kleines. Und halt uns auf den laufenden wie es mit deinen Stiefbruder läuft.“ flüsterte ihr Amy, ihre beste Freundin und Sturmpartnerin noch ins Ohr.
„Erinnere mich nur nicht daran. Das wird eine einzige Katastrophe werden. Mit dem Kerl kann man nicht gut klarkommen“ murmelte sie zurück.
Die andere lachte leise und gab ihr noch einen Kuss auf die Stirn.
„Denk daran, dass du Trauzeugin bei der Hochzeit in ein paar Tagen sein darfst“, munterte sie die Blonde auf.
Kurz darauf musste sie sich mit viel Tränen von allen verabschieden, weil ihr Flug aufgerufen wurde.
Ihr Vater legte ihr einen Arm um die Schulter und zog sie zaghaft mit zum Check-in. Nun würde also ein neues Leben für Sara beginnen. Mit einer Stiefmutter, die wirklich alles für sie tat und einen Stiefbruder, der sie hasste.

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