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Das Raum-Zeit-Gefüge

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Baron Leltoy Daniel "Dan" Kuso König Zenoheld Masquerade Mira Clay Spectra Phantom / Keith Clay
28.02.2012
02.10.2012
19
14.424
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Dieses Kapitel
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28.02.2012 1.336
 
Hallo! Hier ist mein neues Kapi. :)
Ich habe zumindest versucht es entwas länger zu machen,
ich hoffe das ist mir halbwegs gelungen.
Kann sein, dass manche Stellen ab diesem Kapitel etwas
über dramatisch wirken. Ich bin
aber auch eine kleine Dramaqueen. :D
Na ja, und jetzt viel Spaß mit dem Kapi. :)
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Ein gewaltiger Schmerz brachte mich schließlich zum zusammenbrechen. „Perfekt, die Energie fließt jetzt.“, hörte ich Clay sagen, seine Stimme klang siegessicher. Ich konnte mich nicht mehr bewegen, geschweige denn aufstehen.

Plötzlich griff eine Art Zange nach mir, presste meine Flügel und Krallen an meinen schwarzen Körper. Und kurz leistete ich Widerstand, dann spürte ich jedoch eine Art Sog und fühlte mich schwächer, zu schwach um mich zu wehren.

Die Glaskuppel zog sich zurück und der Greifarm entpuppte sich als das Teil eines Vestall-Flugschiffes. Es war gigantisch und ich hing direkt am unteren Teil des Schiffes. Ein regenbogenfarbenes Portal öffnete sich und ich erkannte die Erde auf der anderen Seite.

Meine Kraft wurde immer weniger, bald hätte ich nicht mehr genug Energie um mich zu wehren.

Dunkelheit. Nur zwei Lichter erhellten den düsteren Raum, der erfüllt war mit Schwärze. Ein blaues und ein violettes Licht. Leuchteten um die Wette, warteten auf ihren Moment.


Verzweifelt versuchte ich mich aus dieser Kralle zu befreien, doch der Schmerz wurde nur noch größer, ich brüllte schmerzvoll auf.

Der violette Kristall, der die Form einer Kugel besaß, glühte plötzlich schwächer als sein Gegenüber, der blaue Kristall. Man konnte den hauchfeinen Riss bereits erkennen, der begann sich durch den violetten Stein zu ziehen.


Wir waren mittlerweile durch das Portal hindurch, aber wir waren nicht die Einzigen. Weiterer Vestall-Flugschiffe waren uns gefolgt. Ich meinte auch das Schiff des Widerstandes zu erkennen, doch sicher war ich mir nicht. Meine Sicht verschwamm merkwürdig.

Ein leises Splittern hallte in dem Raum wieder, der Riss breitete sich aus, es wäre nur noch eine Frage der Zeit, bis er den kompletten Stein durchzog
.

Ich konnte kaum noch Etwas erkennen, man raubte mir die letzte Kraft, sie begannen mit ihrer Invasion. Schwärze hüllte mich zunehmend ein.

Die Splittergeräusche wurden lauter, nahmen den kompletten Raum ein, der mit undurchdringbarer Schwärze gefüllt war…


Langsam schlossen sich meine Augen. Sanft schlug ich der erlösenden Dunkelheit entgegen, erschlaffte in dem Greifer, der mich festhielt. Irgendwo meinte ich eine Stimme „Dracia!“ schreien zu hören, doch wahrscheinlich bildete ich mir das ein.

Das Letzte, das ich wahrnahm, war ein grauenhafter Schmerz. …und der violette Kristall zersprang in hunderte von Teilen.


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Ich öffnete meine Augen, erkannte einen weißen Raum, der gleißend vor Licht schimmerte. Außer mir befand sich noch eine Gestalt hier. „Drachmadia, du darfst nicht aufgeben.“, meinte die Gestalt zu mir und benutzte meine richtigen Namen.

„Wer bist du und warum kennst du meinen Namen?“, fragte ich sie. „Ich kenne dich sehr gut, du bist meine Tochter.“, entgegnete sie. Erst jetzt, als meine Augen sich an das helle Weiß gewöhnt hatten, erkannte ich die Gestalt eines weißen Dragonoids vor mir. Aber sie kam mir bekannt vor. Nein, ich wusste wer sie war.

„Wavern?“, fragte ich zweifelnd. „Genau, ich bin deine Mutter.“ „Will ich dann eigentlich wissen, wer mein Vater ist?“, fragte ich trocken, ich hatte leider bereits eine Ahnung und hoffte das Gegenteilige. „Es tut mir Leid dich enttäuschen zu müssen, aber du liegst mit deiner Ahnung richtig.“, bemerkte sie dann und lächelte.

„Aber das ist nicht der Grund, warum du hier bist. Du bist, wie du weißt bewusstlos.“ Ich sah sie an und nickte nur. „Da du deine Stärke verlierst, verlieren auch die Kristalle von Zeit und Raum ihre Stärke.“, erklärte Wavern. „Und was hat das mit mir zu tun?“, wollte ich wissen.

„Dein Schicksal ist mit den beiden Kristallen verwoben. Und einer von Beiden ist bereits zerbrochen.“ Ich sah sie immer noch fragend an. Der Dragonoid seufzte. „Das Raum-Zeit-Gefüge wird bald außer Kontrolle geraten, wenn du nicht bald etwas unternimmst!“, keifte Wavern mich an.

„Aber ich kann nicht! Die Vestalls haben mich gefangen! Außerdem bin ich viel zu schwach, um überhaupt irgendetwas ändern zu können!“, schrie ich ihr entgegen. Wyvern log auf mich zu, kurz bevor unsere Köpfe sich berührten, blieb sie stehen. „Es gibt eine Person, die sehr von dir überzeugt ist. Eine Person, die immer an dich glaubt, dich nie vergisst und dich stark macht.“

Wavern verblasst langsam. „Was soll ich denn machen?!“, brüllte ich verzweifelt. „Tu das, was in deiner Natur liegt. Du bist Hüterin von Raum und Zeit zugleich.“

Das waren ihre letzten Worte, die sich mir schenkte, ehe sie vollständig verblasste und ich plötzlich in der Dunkelheit stand. Allein…
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Was hatte Wavern gemeint, als sie sagte, es gäbe Jemanden, der an mich glaubte?

Ich schüttelte den Kopf, versuchte klare Gedanken zu fassen. Noch immer blickte ich in die Dunkelheit und sah Nichts. Vielleicht sollte ich einfach aufgeben, mein Schicksal akzeptieren, abschließen.

Ich seufzte und schloss die Augen. Was hatte es jetzt noch für einen Sinn? Wavern hatte gesagt, der eine Kristall sei bereits zersprungen und der Andere würde wohl bald folgen.

Wenn ich wirklich mit diesen Kristallen verbunden war, würde ich dann sterben, wenn sie zerbrochen waren? Oder würde ich womöglich auf Ewig in dieser Dunkelheit fest stecken?

Aber was würde dann mit der Erde passieren? Würden die Schicksalsspieler sie retten können, oder würden die Vestall sie zerstören?

So viele `Wenn´, `Falls´ und `würde´. Es brachte ja nichts, darüber nachzudenken, es würde so, oder so kommen. Und eigentlich sollte es mir ja egal sein, was passierte, schließlich würde ich nicht betroffen sein; Es war nicht meine
Welt, die zerstört würde.

Ich öffnete meine Augen wieder. Der Einzige, um den ich mir Sorgen machte, war Masquerade. Mein Freund – mein einziger Freund – und Partner, für den ich fast Alles tun würde.

Es klang idiotisch, wenn ich darüber nachdachte. Wir kannten uns erst seit ein paar Tagen und waren schon Freunde geworden, hatten zusammen gekämpft und den Anderen gezeigt, dass der Blondschopf nicht böse war.

Ein entschlossener Ausdruck legte sich auf mein Gesicht und meine Augen schimmerten entschieden.

Ein plötzliches Licht erleuchtete die Dunkelheit, die nur durch ein schwaches blaues Leuchten durchdrungen wurde. Es war ein violetter Schein…


Für ihn
würde ich weiter machen…

Die farblosen Splitter glühten auf, fuhren langsam zusammen.


Für ihn
würde ich kämpfen…

Sie nahmen eine violette Farbe an, setzten sich langsam wieder zusammen.


Für ihn
würde ich mich gegen das Schicksal stellen…

Das Leuchten des blauen Kristalls wurde blendend, vermischte sich mit dem Violettton.


Für ihn
würde ich die Hüterin von Zeit und Raum sein…

Die Stück waren ganz, der violette Kristall leuchtete hell, fand seinen alten Platz, gegenüber des Blauen ein. Die Beiden leuchteten um die Wette, wurden heller, strahlender.


Für ihn…


Für ihn würde ich aufwachen!



Das Licht wurde heller, immer heller. Es war nichts weiter zu erkennen, außer die Mischung der zwei farbigen Lichter. Violett und Blau. Es schien als könnten sie gar nicht mehr aufhören zu leuchten.


Die Dunkelheit in der ich mich befand, wurde plötzlich durchdrungen von einem hellen Leuchten. Es schimmerte farbig. Eine Mischung aus Blau und Violett.


Das Licht wurde heller, blendete mich bereits. Kurz schloss ich die Augen, nur um dann in die Wirklichkeit zurück katapultiert zu werden. Doch kurz bevor ich den Boden unter den Füßen verlor, hörte ich noch eine Stimme. Waverns Stimme.

„Du bist die Hüterin von Raum und Zeit,
bringst Licht auch in tiefste Dunkelheit.
Du musst das unendliche Gefüge,
entgegen deiner Eltern Lüge,
richten und lenken.

Wenn Schatten naht,
gibst du ihnen Rat.
Weißt, was zu tun,
wirst nicht eher ruh’n,
bis das Böse besiegt.

Bis zur richtigen Zeit,
musst du gehen,
dein eigen Schicksal sehen.
Und Freunde kämpfen gegen die Dunkelheit.

Nur dann kann alles richtig sein,
Die neue Welt nichts mehr entzwein,
du selbst und der Retter sind,
behütet und auf ewig eins.“


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So das wars erstmal. Die nächsten Kapitel werden vielleicht etwas
schneller kommen. Es sind ja die letzten paar.
Ich hoffe meine Geschichte gefällt euch bis jetzt. Schreibt bitte mal wieder ein paar
Review´s, würde mich freuen. :)

LG Dracia :D
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