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Das Raum-Zeit-Gefüge

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Baron Leltoy Daniel "Dan" Kuso König Zenoheld Masquerade Mira Clay Spectra Phantom / Keith Clay
28.02.2012
02.10.2012
19
14.424
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28.02.2012 1.213
 
Hi. :) Schon lange habe ich kein neues Kapitel
mehr hochgeladen. Aber ich hatte einfach keinen Plan, wie es weiter gehen soll. -_-
Na ja, jetzt gehts auf jeden Fall weiter. :)


Ich wagte es nicht, meinem Freund und Partner in die Augen zu blicken. Er saß, die Beine überkreuzt, auf dem Bett, ich hingegen auf dem Sofa, den Blick gesenkt, die Lippen zu einem schmalen Strich zusammengepresst. „Willst du darüber reden?“, fragte er schließlich.

Ich schüttelte nur den Kopf, dann erhob ich mich, schaute ihn nicht an. „Ich muss eine Zeit allein sein. Wenn etwas sein sollte, ich mache einen Spaziergang.“, meinte ich und flog in meiner Ball-Form, in die ich mich rasch verwandelt hatte, nach draußen. Niemand hielt mich auf; sie erkannten wohl meinen Gemütszustand und verstanden.

Ich flog zu einem kleinen See, der nicht weit von der Basis entfernt lag und setzte mich dann in menschlicher Gestalt ans Ufer. Seufzend beobachtete ich die spiegelglatte Oberfläche des Wassers.

Ich war zu schwach. Ich konnte den Traingssimulator nicht besiegen. Wahrscheinlich würde ich weder meinen Partner, noch die anderen Mitglieder des Widerstandes beschützen können. Zweifel nagten an mir, wie Mäuse am Speck, und ich konnte sie einfach nicht abschütteln.

Wieso war ich überhaupt hier, wenn ich schwach war? Wenn ich Niemandem helfen konnte? Was war der Grund, dass ich die Gestalt eines Bakugan annehmen konnte?

Seufzend starrte ich mein Spiegelbild an, dachte nach. Ich würde stärker werden müssen, viel stärker. Wenn ich irgendetwas ausrichten wollte, musste ich trainieren. Aber das konnte ich nicht allein, ich brauchte Masquerade. Aber würde ich ihm unter die Augen treten können, ihm sagen können, dass ich mich zu schwach fühlte, um den Schicksalsspielern zu helfen?

Gerade als ich den Entschluss gefasst hatte, meinem Partner alles zu erzählen, tauchte eine Gestalt in der Nähe auf und sofort nahm ich meine Ball-Form an. „Dracia?!“, rief eine weibliche Stimme. Ich erkannte sie als Miras. „Mira? Was machst du denn hier?“, fragte ich sie und flog auf sie zu.

Irgendetwas an ihrem Gesichtsausdruck kam mir leicht merkwürdig vor. „Alles in Ordnung?. Du wirkst etwas nervös.“, bemerkte ich. Ein Schatten fiel von hinten auf mich. Die beiden Gestalten, die ich erblickte, als ich mich umdrehte waren das letzte was ich sah, bevor mich eine dunkle Schwärze übermannte.


Als ich endlich wieder bei mir war, befand ich mich in einer fremden Umgebung. Nun ja, eigentlich kam sie mir etwas bekannt vor, ich konnte nur nicht sagen woher. Es war eine Art Labor, mit technischen Geräten und wenige Wissenschaftler wuselten umher. „Habt ihr alles bereit gemacht?“, hörte ich eine Stimme fragen, ich blickte in die Richtung aus der sie kam.

Es war Professor Clay, der mit einem anderen Wissenschaftler redete. „Ja, alles überprüft.“, erwiderte dieser. Heimlich versuchte ich mich davon zu machen, flog ein Stück hoch und Richtung Tür. Doch mein Flug wurde jäh unterbrochen, als ich gegen die Brust eines Jungen prallte. Shadow Prove.

„Wohin so schnell des Weges?“, fragte er und lachte verrückt. Ich schwieg einfach nur. Mira hatte mich verraten, an die Vestalls. Aber wieso? Was brachte es ihnen, mich zu bekommen? Der Silberhaarige packte mich kurzerhand und hielt mich in seiner geschlossenen Faust.

„Ich glaube, ihnen ist da was abhanden gekommen, Professor.“, meinte er. Clay nahm mich einfach schweigend aus seiner Hand und drückte mich durch ein tunnelförmiges Etwas. Ich konnte nichts sehen, aber ich spürte, wie die dunkle Enge nach einiger Zeit, weitem Raum wich.

Ich befand mich nun in einem gläsernen Raum, er war technisch auf dem höchsten Stand. Ein paar wenige Kratzer zogen sich über die innere Wand der Glassscheibe, die mich von den Personen trennte, die an einer Art Geländer standen. Ich kannte diesen Raum aus einer der Bakugan-Folgen. Einer Folge, in der sie Hydranoid versteinert hatten. Wollten sie das Selbe mit mir machen? Aber was würde es ihnen bringen?

Die Kabel am Rande des Raumes schienen nun Funken zu sprühen und ich betrachtete sie interessiert. Bis sie plötzlich hauchfeine Blitze auf mich schossen, denen ich mit Müh und Not knapp auswich. Es war aber nur eine Frage der Zeit, bis sie mich schließlich erwischten und ein leichter Schmerz sich bemerkbar machte.

Ohne mein Zutun nahm ich meine Dragonoid-Gestalt an. „Das war der erste Schritt.“, meinte Professor Clay, den ich nun ungehindert durch die Glasscheibe verstehen konnte. Was hatten sie nur vor?

Ein plötzlicher nie gekannter Schmerz zog sie in diesem Moment durch meinen Körper. Schmerzerfüllt brüllte ich auf. „Dieses schwache Bakugan soll Herrscher über Zeit und Raum sein?“, hörte ich Spectra fragen. Was? Sie glaubten tatsächlich, dass ich dieses Bakugan war? Ein erneuter Schmerz durchbrach meine Gedanken.

„Bringt ihr sie nun endlich dazu?“, hörte ich eine Stimme ungeduldig fragen. Es war König Zenoheld, diese verlogene Schlange. „Etwas Geduld, mein König, es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“, erwiderte Professor Clay. „Verräter!“, brüllte ich der Person entgegen, die seelenruhig am Geländer hinter der Glasscheibe stand, die sich zwischen uns befand, und mich in diesem seltsamen Gefängnis hielt.

Es war Mira, die mich hintergangen hatte, wahrscheinlich für ihren Bruder Keith. Dann fiel mir diese Vision wieder ein. Es war der selbe Augenblick. Genauso, wie ich es gesehen hatte war es abgelaufen. Lange konnte ich jedoch nicht an diesem Gedanken verweilen, da bereits die nächsten Schmerzwellen auf mich ein prasselten.

Wenn ich Recht hatte, würde die Vision mit Masquerade, die ich gesehen hatte, auch bald wahr werden. Ein weiterer Blick aus meinem gläsernen Käfig und ich entdeckte, dass Mira bereits verschwunden war. Sollte sie nur, mein Zorn auf sie war groß.

Wieder schickte man Strömstöße durch meinen Körper und zwangen mich schmerzerfüllt zu brüllen.


(Vor der Basis des Widerstandes)

„Sie haben sie. Daran gibt es keine Zweifel.“, meinte Dan, der jetzt vollkommen ernst war. „Aber was bringt sie ihnen? Wollen sie uns mit ihr erpressen?“, wollte Baron wissen.  Masquerade stand da, die Hände zu Fäusten geballt.

„Wie konnten sie es wagen…“, knurrte er zornig, er zitterte schier vor Wut. Eine Hand legte sich ihm sanft auf die Schulter, doch er schüttelte sie ab, eine einzelne Träne der Frustration glitt eine Bahn an seiner Wange entlang. „Du kannst nichts dafür, Masquerade.“, versuchte eine weibliche Stimme ihn zu beruhigen.

„Doch. Es ist ganz allein meine Schuld, dass die Vestalls sie haben, ganz allein meine Schuld.“ Die letzten Worte flüsterte er nur noch und er sank schließlich auf die Knie, den Kopf zu Boden gesenkt, die wirren Haare im Gesicht und die Arme vor sich, um sich abzustützen. „Das hätte niemals passieren dürfen…“, murmelte der Blondhaarige und seine weit aufgerissenen Augen zeigten Schmerz, Trauer, Wut und Frustration.

„Wir hätten das nicht ahnen können.“, sprach eine andere, männliche Stimme. „Doch, das hätten wir! Ich hätte sie niemals allein nach draußen gehen lassen!“, brüllte Masquerade Shun entgegen, der versucht hatte ihn zu beruhigen.

Ruckartig erhob er sich, einen entschlossener Ausdruck auf seinem Gesicht. „Ich werde ihnen zeigen, mit wem sie sich hier angelegt haben.“, meinte der Blonde finster und ging davon.

„Sollten wir ihm nicht hinterher, Dan?“, fragte Dragon. Dan nickte. „Kommt, Leute. Folgen wir ihm, bevor er noch was Dummes macht.“ „Das sagt der Richtige.“, murmelte Ace und folgte der Gruppe.


Tja, ich hoffe es hat euch gefallen. ;)
Ich würde mir ja wirklich ein paar Reviews wünschen,
will ja schließlich auch wissen, wie ihr die Geschichte findet. :)

LG Dracia :D
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