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Staying Alive

von Sphinx
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
James "Jim" Moriarty Sherlock Holmes
27.02.2012
27.02.2012
4
9.835
20
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
27.02.2012 2.522
 
Disclaimer:
No charge. ;)
Ich habe keine Rechte an Figuren und Originalhandlung, sondern spiele bloß damit.

Inhalt:
Jim Moriarty findet heraus, dass am Leben bleiben weniger langweilig ist, als erwartet.

Genre:
Romanze? Drama? … Schwer zu sagen.

Pairing:
Jim Moriarty / Sherlock Holmes

Altersbeschränkung:
P18 Slash!

WARNUNGEN:
SPOILER für „The Reichenbach Fall“; sehr grafisch beschriebene sexuelle Handlung zwischen Männern (Ihr seid gewarnt: Don’t like, don’t read!)

Anmerkung:
Ich bin immer noch Reichenbach-geschädigt …
Jim begeistert mich schon seit „The Great Game“, aber in „The Reichenbach Fall“ fand ich ihn einfach umwerfend. Und weil ich seinen Tod nicht wahrhaben will und mich einige Details auch wirklich glauben lassen, dass sein Selbstmord ebenfalls inszeniert sein könnte, habe ich die Idee mit dieser Fanfiction verbunden.
Tja, was soll ich zu meiner Verteidigung sagen? – Es war ein Experiment … Jim ist einfach zu sexy … Und ich habe eine echte Vorliebe für das Pairing (wenn ich nicht gerade damit beschäftigt bin, Sherlock und John zu shippen).

Lasst ihr mir ein paar Reviews da? Pleeeeeaaaaase! :) Lob und Kritik sind gleichermaßen willkommen.
Viel Spaß!


http://www.youtube.com/watch?v=_Vj092UgKwQ







Staying Alive

Eins

Die Sonne blendet ihn. Ihre grellen Strahlen vermindern sein Sichtfeld. Vor allem aber gaukeln sie etwas vor, das nicht ist …
Eins muss man dem Zeitungsvolk lassen: Es hat ein Händchen für die Namensgebung seiner Werke. Zu schade, dass er wohl der Einzige ist, der die Ironie erkennt.

Zu Ende. Aus. Schach matt.
Game over.

Well now, I get low and I get high
And if I can't get either I really try.
Got the wings of heaven on my shoes;
I'm a dancin' man and I just can't lose.


Was folgt, ist belanglos. Alltägliche Geschäfte, langweilige, ewig gleiche, stumpfsinnige Geschäfte. Ein neuer Tag ohne Herausforderungen, komplett ohne Reiz.
Und nur schillernde Lügengespinste bleiben übrig, gedruckt auf vergängliches Papier: skandalträchtige Billigunterhaltung für Scharen von Menschen.

You know it's all right, it's okay.
I'll live to see another day.
We can try to understand
The New York Times' effect on man.


Er steigt auf die Kante des Dachs; will erleben, wie es sich anfühlt. –  Wie es sich anfühlt, kurz vor dem Sprung zu stehen.
Er weiß wie es ist, zu fliegen.
Metaphorisch gesehen.
Physisch wird er es nie erfahren. Physisch ist Fliegen Sache der Engel – oder jener, die auf deren Seite stehen.

Whether you're a brother
Or whether you're a mother,
You're stayin' alive, stayin' alive.


Sanfte Windböen zerren an ihm.
Er senkt den Blick hinunter zur Straße; betrachtet das Blut, die Absperrung, die Polizei, die Schaulustigen …

Feel the city breakin'
And ev'rybody shakin'
And we're stayin' alive, stayin' alive.


Der Abschluss seiner eigenen Komposition … Perfekt.
Es war der perfekte Ort, es zu beenden. Die perfekte Art.
Er lacht leise; lacht völlig ohne die geringste Freude zu empfinden.
Ooh ja, Sherlock hat die Sache komplettiert.
Jim ist Perfektionist, sollte die Geste zu schätzen wissen.
Er tut es nicht.

Life goin' nowhere.
Somebody help me.
Somebody help me, yeah.


Das Spiel war … zu leicht.
Erheiternd solange es gedauert hat, ja, aber im Ergebnis befriedigend?

Jim fühlt die Leere in seinem Inneren, wie ein gewaltiges, klaffendes Loch.
Was ist es, das das Leben jemandem wie ihm zu bieten hat?
Nichts, als vorübergehende kurzweilige Unterhaltung. Keine Befriedigung. Nie.

Life goin' nowhere.
Somebody help me, yeah.
Stayin' alive.


Wütend über seine eigene Verfassung schaltet er den Song ab, der speziell für ihn einen beißenden Zynismus besitzt, und steigt von der Kante, bevor ihn jemand hier oben sieht.

Das klebrig-feuchte Blut in seinen Haaren und auf seinem Nacken wird allmählich unangenehm.
Das nächste Mal eine saubere Methode wählen, mich umzubringen, notiert er gedanklich.

Es ist vorbei. Zurück zur tödlichen Langeweile. Sein Blick geht in die Ferne.
Er kann tun, was immer er will; wann er es will und mit wem er es will.
Hat er also einen anderen Ausgang erwartet? Natürlich nicht.
Keiner kommt an ihn heran.
Weder jetzt noch in Zukunft.

So viele Möglichkeiten. So real. So unbefriedigend.
… Im Gegensatz zu der einen, die niemals Bestandteil irgendeiner Realität sein wird.
Weil er es verhindert hat. Weil er es nicht zulassen konnte.

‚Ich bin Sie. Bereit, alles zu tun. Bereit, zu brennen. Bereit zu tun, was gewöhnliche Menschen nicht tun würden. Ich soll Ihnen in der Hölle die Hand schütteln? Ich werde Sie nicht enttäuschen.‘

Er hat sich danach gesehnt. Ein hinterhältiger, verzehrender Wunsch; umso zermürbender, weil er die ganze Zeit davon ausgegangen ist, er sei nicht erfüllbar.
Es fühlt sich kalt und heiß zugleich an, etwas mit jeder Faser des eigenen Ichs zu wollen und es nicht haben zu können.

Nur ein winziger Teil von ihm war bereit zu glauben, dass es anders sein könnte.
‚Ich bin Sie.‘
Und doch hat er diesen Fall vorbereitet; auch diesen, ja. Er ist fast sicher gewesen, nicht bis zum Äußersten gehen zu müssen; jedem Wunsch zum Trotz. Dennoch hat er dafür gesorgt, das Spiel unter allen Umständen zu gewinnen.
… Und durch die ersehnte, nicht erwartete Erkenntnis zu einem letzten Zug gezwungen gewesen zu sein, macht den tristen Sieg zu einer bittersüßen Qual.

‚Ich stehe vielleicht auf der Seite der Engel. Aber glauben Sie keine Sekunde, dass ich einer von ihnen bin.‘

Jim schaudert bei der Erinnerung. Obwohl es kühl auf dem Dach ist, hat sich Sherlocks Haut warm angefühlt.
So gut.
Kurz schließt er die Augen, schwelgt in dem Gedanken, im nachhallenden Schatten der Empfindung und einer verzehrenden Sehnsucht. Er stellt sich vor, Sherlock hätte sich zur Wehr gesetzt, hätte ihm Kontra geboten …
Ein überwältigender Schmerz ergreift von ihm Besitz; so heftig, dass er kaum atmen kann.

Wir sind füreinander bestimmt, Sherlock.

Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, ehe er sich schließlich wieder unter Kontrolle hat: zumindest seine Gedanken.

Er muss jetzt gehen. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis die ersten Leute auf dem Dach auftauchen.
Richard Brook sollte dann nicht hier sein. Er hat nichts auf diesem Dach verloren.

Er vergräbt die Hände in den Jackentaschen und beginnt zu summen. Gemächlich geht er vorbei an der nützlichen Lache Menschenblut auf dem Boden, zu der kleinen Metalltür, durch die man zurück ins Innere des St. Bart’s Hospitals gelangt.
Der Schmerz bleibt.



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*** Eine Woche später ***

Das Gebäude erweckt einen trostlosen Eindruck.
Es ist ganz bestimmt derselbe Eindruck, den der Mann erwecken würde, der darin Unterschlupf gesucht hat …, wäre dieser nicht so erpicht darauf, derartige Mängel zu unterdrücken.

Mit seelenruhigen Schritten betritt er das alte Hotel, obwohl sich sein Innerstes in turbulent-ekstatischem Aufruhr befindet.

Es waren erschütternd intensive Empfindungen, die ihn ergriffen haben, als ihm die Wahrheit klar geworden ist; Empfindungen, die ihn noch immer nicht losgelassen haben.
Anlässe, die solche Reaktionen auslösen, sind so selten.

Es ist Glück, das er empfindet.
Zu seinem eigenen Erstaunen.

Die Rezeptionstheke ist verlassen. Nicht schlimm. Er braucht keine Auskunft.

Minuten später hat er die Treppen passiert und mit spielerischer Leichtigkeit die von innen verschlossene Tür geöffnet, hinter der sich sein Ziel verbirgt:

Sein außergewöhnliches, bemerkenswertes, lebendiges Ziel.

Sherlock Holmes.

Er sitzt an einem Schreibtisch, gegenüber der Tür.

Der Anblick jagt eine freudige Woge durch seinen Körper.
Sein Herz pumpt das Blut in rasender Geschwindigkeit durch seine Adern.
Nach außen bleibt er teilnahmslos.

Es ist ein winziges Zimmer. Doppelbett, Schrank, Schreibtisch, Stuhl.

Im kalten, farblosen Licht der einzigen Lampe im Raum wirkt Sherlocks Haut so weiß wie unbeschriebenes Papier.
Auch sonst ist er offenbar bemüht, eine Marmorstatue zu imitieren.
Er schenkt ihm keinen überraschten Laut, kein Zusammenzucken, noch nicht mal ein Blinzeln.
Nur eine minimale, kaum wahrnehmbare Verspannung seiner Haltung zeigt, dass Jims Erscheinen eine Wirkung auf ihn hat.

Zu schade: Scheinbar ist er nicht auf das retardierende Moment ihres Stücks reingefallen. Wahrscheinlich kennt er die Regeln. Die Chance nach dem Höhepunkt dem bereits festgeschriebenen Ausgang zu entkommen, erweist sich in jedem gut konstruierten Drama als Fake, als eine böse kleine Verzögerung der Katastrophe.
Und ihr Drama ist gut konstruiert.

Jim hält eine Pistole locker in der linken Hand. Es ist nicht nötig, sie zu verstecken. Sherlock fällt eine Waffe auf, egal wo an seinem Körper er sie trägt.

Mit hochgezogenen Augenbrauen bahnt er sich einen Weg durch ein Chaos aus wild verstreuten Zetteln und Dokumenten und lässt seinen Blick dabei abschätzig über den Boden gleiten.
„Was für ein schreckliches Chaos. Wie hat John es bloß so lange mit Ihnen ausgehalten? Sieht aus, als hätte ich ihm einen Gefallen getan.“
Zufrieden notiert er das Aufflackern von Wut und Schmerz in Sherlocks Augen.

„Woher wissen Sie es?“, fragt Jim mit betontem Interesse. Natürlich ahnt er es bereits. Aber er kann nicht widerstehen. Es amüsiert ihn immer wieder, dass Sherlock es nicht schaffen wird, den elementaren Drang zu unterdrücken, ihm seine schlauen Schlussfolgerungen darzulegen. Genau deshalb war es so leicht, ihn an diesen Punkt zu bringen. Die wichtigste Arbeit hat er selbst getan.

Sherlock richtet seinen Blick auf eine Ausgabe von The Sun, die halb begraben unter anderen Schriftstücken an der Ecke des Schreibtischs liegt.
Jim zieht sie hervor und liest die Überschrift, die Sherlock im selben Moment zitiert:

‚Fake-Genie begeht Selbstmord‘.“ Er rümpft die Nase. „Nicht gerade das beste Märchen, das sie hätten schreiben können. ‚Fake-Genie entpuppt sich als Killer‘ wäre wesentlich eindrucksvoller gewesen. ‚Fake-Genie tötet Mitwisser‘ – sicher um Einiges rentabler. Nichts weckt mehr Interesse als ein Mord. – Auch nicht Suizid.“

„Sieht aus, als wäre der Überschriften-Erfinder nicht sehr schlau gewesen.“, entgegnet Jim, um Sherlock zum Fortfahren zu bringen.

„Oder ihm fehlte die passende Info. Weder in den Zeitungsartikeln noch in den Fernsehmeldungen wird auch nur mit einem Wort der Tote auf dem Dach erwähnt. Was ist passiert? Ist er verlorengegangen? Wer sollte Interesse daran haben, den armen Richard Brook verschwinden zu lassen? Ihre Leute ganz sicher nicht. – Sein tragisches Ableben hätte Ihre Aussagen unterstützt.“

„Ließ sich leider nicht einrichten.“, erwidert Jim mit gespieltem Bedauern.

Sherlock lehnt sich zurück. „Woher wissen Sie es?“, übernimmt er seine Frage.

„Sherlock-Darling, Sie dachten hoffentlich nicht wirklich, ich würde nicht sehr, sehr sorgfältig überprüfen, wer da beerdigt wird … Aber ich gebe zu, es war clever.“
Oh ja, das war es. Sherlock hat seinen letzten Zug vorhergesehen und … naja, nicht direkt gekontert, aber sich immerhin geschickt entzogen.
Es ist umwerfend.

Jim geht um den Schreibtisch herum, während er einige der Papiere nimmt, oberflächlich überfliegt und zurücklegt.
„Urlaubsvorbereitungen?“

Sherlock schweigt. Er lässt ihn keine Sekunde aus den Augen, als er sich ihm nähert.

„Verständlich, dass Sie Erholung brauchen. Aber man sollte vor dem Urlaub nichts Wichtiges unerledigt lassen.“ Sekundenlang sieht er seinem Gegenüber eindringlich in die Augen. Dann ergreift er vorwarnungslos Sherlocks Hand und legt die Waffe hinein.
Nachdrücklich schließt er die widerspenstigen Finger des Detectives um das Metall, umfasst sie dann fest mit seinen eigenen Händen und dirigiert die Pistole zu Sherlocks brillantem Kopf.

„Ich hatte nur eine einzige kleine Bitte an Sie.“
„Und jetzt wollen Sie, dass ich sie nachträglich erfülle.“, mutmaßt Sherlock und zeigt dabei nicht die winzigste Gefühlsregung.
Jim lächelt.
Langsam führt er die Hand des Detectives nach unten, sodass die Waffe über sein Gesicht streicht, von der Schläfe abwärts, über die sanfte Hebung seiner anziehenden Wangenknochen, immer tiefer über die zarte Haut.
Kurz verliert er sich im Anblick seines faszinierenden Widersachers und der Berührung ihrer Hände, ehe er sich zur nötigen Aufmerksamkeit zwingt.
Als der Lauf der Pistole Sherlocks Lippen berührt, schimmert eine Spur Irritation durch dessen emotionslose Maske.

„Mund öffnen!“, kommandiert Jim leise.
Die Irritation verwandelt sich in Unverständnis und Abwehr.
Jim schüttelt nachdrücklich den Kopf. „Nicht doch. Andere haben immer darunter zu leiden, wenn Sie unartig sind, Sherlock. Hat Ihnen das nie jemand beigebracht?“
Mit mühsam unterdrücktem Zorn befolgt der Detective seinen Befehl.
Wie brav er sein kann.

Jim schiebt den Lauf der Waffe in Sherlocks Mund – so weit, bis er ein ersticktes, widerwilliges Geräusch ausstößt. Ein Stück zieht er die Pistole zurück, nur um sie anschließend von Neuem tief vorstoßen zu lassen. Er macht die Bewegungen wieder und wieder, kann nicht aufhören zuzusehen, wie sich Sherlocks hübsch geschwungene Lippen unfreiwillig um den Metalllauf bewegen, während er sich ausmalt, was dieser delikate Mund noch alles anstellen könnte. All die Ideen jagen ein intensives Kribbeln durch seinen Körper.

Irgendwann reißt er sich von dem Anblick los und lässt von Sherlock ab.
Sofort zieht der Detective die Waffe aus seinem Mund.
Jim streckt die Hand aus und nimmt die Pistole wieder an sich. Sein Spielgefährte widersetzt sich nicht. Natürlich nicht. Immerhin glaubt er, es gäbe drei gute Gründe, zu kooperieren.
Ergreifend.

Der Lauf der Pistole glänzt nass von Sherlocks Speichel. Gemächlich und versonnen leckt Jim über das leicht erwärmte Metall.

„Was sollen die Spielchen?“, verlangt Sherlock unterschwellig aggressiv zu wissen. Er steht auf – scheint sich im Sitzen nicht mehr wohl zu fühlen.
Jim schüttelt den Kopf. „Das würde Ihnen nichts sagen, Honey.“

Sherlock mustert ihn konzentriert. So als würde er nach der Antwort auf irgendetwas suchen.

„Es gibt keinen rationalen Grund.“, beantwortet Jim seine unausgesprochene Frage. „Ich habe, was ich wollte. Jeder weiß, dass Sie von diesem Dach gesprungen sind. Falls Sie versuchen, zurückzugehen, werde ich Sie einfach erschießen lassen. Sie … und John … und die alte Lady … und diesen …“

„Das ist lächerlich.“, unterbricht ihn Sherlock ungeduldig. „Es gibt keinen Grund? Das wollen Sie mir ernsthaft erzählen? … Warum sind Sie hier, Jim?“
Er mag es, wenn er seinen Vornamen benutzt. Das wirkt so vertraut.

Jim wird ernst. „Sie haben es selbst gesagt: Wir sind gleich, Sherlock. Sie und ich.“

„Was spielt das noch für eine Rolle?“
Der Consulting Detective steht jetzt nahezu bewegungslos im Raum: mit seiner übertrieben geraden Haltung und seinem Lieblingspokerface. Noch immer hält er sich für undurchschaubar.

Jim kann nicht leugnen, dass es eine gewisse Wirkung auf ihn hat.

„Die Frage kam mir auch in den Sinn.“ Er legt die Waffe auf den Schreibtisch.
Sherlocks Stirnrunzeln zeigt ihm, dass er nicht versteht.
„Sie sind genauso gelangweilt, wie ich es bin.“, stellt er gedehnt fest. „Sie sind bereit, genauso weit zu gehen. Ich glaube Ihnen das jetzt.“

Unvermittelt wird er von Sherlock gepackt, herumgerissen und gegen den Schreibtisch gepresst. Er japst auf, in einer Mischung aus Erschrecken und Begeisterung.
Die Kante bohrt sich unangenehm in seinen Rücken. Er weiß nicht, was ihm besser gefällt: Die schroffe Behandlung oder Sherlocks Oberschenkel, der sich warm an seinen presst.
Der Griff um seine Jacke ist fest und unnachgiebig.
Jim fühlt sich an ihr Treffen auf dem Dach erinnert.
Der Detective scheint eine Schwäche dafür zu haben, ihn grob anzufassen.
Sehr gut. Er hat eine Schwäche dafür, grob von ihm angefasst zu werden.

„Warum sind Sie hier, Jim?“, knurrt Sherlock leise.
Jim schenkt ihm ein unergründliches Lächeln.

Tiefes Schwarz spiegelt sich in stechendem Blau.

Auch Sherlocks Augen lassen nicht den kleinsten Rückschluss auf seine Gedanken zu. Die Tatsache, ihn nicht komplett zu durchschauen, beschert ihm ein erwartungsvolles Schaudern.

‚Ich bin Sie.‘

Jim kann nicht widerstehen.
Vorwarnungslos streckt er sich. Wenn Sherlock ahnt, was er vorhat, ist er zu überrascht, um zu reagieren. Bevor sich daran etwas ändern kann, presst Jim seine Lippen auf die des Consulting Detectives und beginnt ihn intensiv zu küssen.

...







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tbc
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