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The Dark Knight

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Brave Starr J.B. McBride Tex Hex Vipra
26.02.2012
15.03.2012
12
18.185
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Dieses Kapitel
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26.02.2012 1.876
 
Tex Hex:

Ich muss ehrlich gestehen, die Kleine überrascht mich immer wieder: wie lieb sie sein kann...und sie kann LÄCHELN! So süß und liebevoll...schon allein wenn ich sie ansehe, geht in meinem Herzen die Sonne auf...Mann, hört sich das vielleicht kitschig an!
"Mann Tex, hör´ auf Sarah so anzustarren: du ziehst sie ja schon fast aus mit deinen Blicken!"
Upps, Vipra muss wohl bemerkt haben was ich denke...das konnte sie schon immer ganz gut, tja meine Schlangenkönigin ist einfach unschlagbar was meine verborgenen Gefühle angeht. Gott sei Dank hat Skuzz anscheinend nicht gehört, was Vipra mir eben zugezischt hat, meine Wangen beginnen zu brennen wahrscheinlich bin ich sogar dunkelviolett angelaufen. Doch schon wieder saugt sich mein Blick an der Neuen fest, die gerade das kleine Mädchen zum Lachen bringt, indem sie alberne Grimassen schneidet und der Kleinen vielleicht sogar ein paar Witze erzählt, damit sie nicht weint. In dem weißen Minikleid sieht sie noch hübscher aus als sonst...und das schwarze Haar, das heute nur zu einem halben Pferdeschwanz zusammengebunden ist glänzt wie ein Rabenflügel...bezaubernd. Ein Rippenstoß bringt mich jäh aus meiner Traumwelt zurück, Vipra funkelt mich wütend an.
"Tex, verdammt noch mal! Du starrst sie schon wieder an! Willst du vielleicht, dass Stampede ihr etwas antut? Du weißt doch ganz genau, wie er drauf ist: er würde sie töten nur um dir eins auszuwischen!"
Ja, natürlich weiß ich das...und ich will Sarah selbstverständlich nicht gefährden...aber es würde mich nicht wirklich wundern, wenn mein ach so launenhafter Meister schon längst wüsste, dass mir die neue Marshall nicht egal ist: das ist der Nachteil...Stampede weiß immer, wie es in mir aussieht...und er bestraft mich dafür. Aber lieber ich als meine Leute, es reicht wenn ich beinahe jeden Tag lange Klauen in den Körper gerammt bekomme, mein Verstand mit schmerzhaften Erinnerungen und Visionen gefoltert wird, ich durch die Höhle der alten Eidechse geschleudert werde...er foltert mich stundenlang nur um sich an meinem Schmerz zu ergötzen. Nur deshalb sind meine Hüfte und mein linkes Knie hin: nach einiger Zeit fühlt es sich an, als steckten riesige Metalldolche in meinem Körper...kein Wunder, dass mein Badezimmerschrank im Hexagon vollgestopft ist  mit Schmerztabletten und Salben...und noch anderem Zeug. Hat Sarah etwa gerade herüber gesehen?

Sarah Steam:

Zum Glück hat Sally endllich aufgehört zu weinen: die Kleine ist viel süßer wenn sie lacht...hm, Hex und die Anderen beobachten mich noch immer, was wollen sie nur? Langsam fühle ich mich doch etwas verfolgt, aber Sally darf nicht merken, dass ich beunruhigt bin. Sie ist so niedlich, wenn sie mir etwas erzählt:
"...meine Mama hat vor zwei Wochen ein Baby bekommen, jetzt hab´ ich eine kleine Schwester." "Wie schön! Du bist doch sicher auch ganz begeistert, weil du jetzt eine große Schwester bist, oder?"
"Nö, das ist jetzt voll doof. Mama und Papa haben gar keine Zeit mehr für mich, sondern kümmern sich nur noch um das Baby und ich darf sie ja noch nicht einmal halten...ich glaube, sie haben meine kleine Schwester lieber als mich."

"Ach was, das stimmt bestimmt nicht. Deine kleine Schwester braucht einfach noch mehr Hilfe, weil sie noch so klein ist, aber deine Eltern haben dich sicher genauso lieb wie vorher. Hilf´ deiner Mama einfach ein bisschen mit dem Baby, zum Beispiel könntest du auf die Kleine aufpassen, wenn deine Eltern nicht daheim sind, dann sehen sie, dass du schon groß bist, dann darfst du sie sicher einmal halten und sie auch füttern. Ich wäre froh, wenn ich eine kleine Schwester hätte: ich beneide dich, ganz ehrlich." Sie sieht mich verwundert an, natürlich: sie weiß ja nicht, dass ich keine Familie mehr habe. "Du solltest froh sein, dass du eine Familie hast, die dich liebt...nicht alle haben so viel Glück wie du."
"Hast du denn keine Familie?"
"Nein...aber ich habe mich daran gewöhnt allein zu sein."
"Auch keine Freunde?"
"Genug gefragt. Du bist noch etwas zu jung für meine Probleme, ok?"
Upps, jetzt habe ich mich doch ziemlich im Ton vergriffen, Sallys erschrockenes Gesicht weckt sofort das schlechte Gewissen in mir.
"Tut mir Leid Kleines, ich wollte dich nicht anfauchen...ich werde nur immer etwas gereizt, wenn meine Vergangenheit zur Sprache kommt...das hat nichts mit dir zu tun."
"Ist schon ok."
Sally kleine Hand drückt meine...schmerzlich wird mir wieder bewusst, dass ich eigentlich niemanden habe um den ich mich kümmern kann: sicher Bravestarr und die anderen Vögel aus Fort Kerium  sind inzwischen so etwas wie meine Freunde...aber das ist einfach nicht das Gleiche. Sarah, reiß´dich zusammen: du musst dich um deinen kleinen Schützling kümmern und zusehen, dass du die Mutter von Bambi wieder herbekommst...Bambi: ein perfekter, liebevoller Spitzname für die Kleine.
"Sally, Sally!!"
Das hört sich ganz nach der vermissten Mama an, tatsächlich: da kommt eine Frau angelaufen, vielleicht nur fünf Jahre älter als ich mit braunen etwa kinnlangen Haaren, sie trägt ein langes, grünes Kleid...und hat einige bunte Shoppingtüten am Arm hängen.
"MAMI!"
Ehe ich es mich versehe reißt sich Bambi von meiner Hand los und rennt zu ihrer Mutter...schon bin ich abserviert, ich gehe langsam zu den Beiden hinüber, die sich da mitten auf der Straße umarmen...wie süß.
"...da habe ich geweint und dann hat mich Sarah gefunden und dann haben wir dich gesucht."
"Sie sind doch die neue Marshall, nicht wahr?"
"Marshall Sarah Steam, frisch hierher versetzt von New Lousiana", ich lege grüßend Zeige-und Mittelfinger an die Stirn und lächele," freut mich sehr, Ma´m."
"Veronica Gordon. Ich kann Ihnen gar nicht genug danken, dass Sie sich um meine Tochter gekümmert haben: nicht auszudenken was passiert wäre, wenn Sie sie nicht gefunden hätten!"
"Das habe ich doch gern getan, ist doch schließlich mein Job."
"Mami, können wir Marshall Sarah nicht zu uns nach Hause einladen? Bitte, bitte, bitte!"
"Ich weiß nicht Spätzchen", Veronica streichelt ihrer Tochter zärtlich über den Kopf und sieht mich entschuldigend an, "Marshall Sarah hat vielleicht noch etwas vor."
"Aber Mami..." Bambi sieht mich mit ihren großen Rehaugen an, in ihnen schwimmen Tränen, "Sarah hat Zeit, oder?"

"Veronica -ich darf doch Veronica sagen-, ich habe Zeit...aber ich möchte Ihnen keine Umstände bereiten. Wie wäre es, wenn wir uns übermorgen auf eine Tasse Kaffee treffen?"
"Sehr gern."
"Dann sehen wir uns übermorgen Sally...dann kannst du mir deine kleine Schwester vorstellen, ja?"
Jetzt strahlt die Kleine wieder, nickt und hüpft an der Hand ihrer Mutter davon, ich sehe ihnen leicht wehmütig lächelnd und kopfschüttelnd nach...Himmel, wie sehr ich mich nach einer Familie sehne. Jetzt doch mal ein Blick auf die Uhr: schon zwei Uhr nachmittags...kein Wunder, dass mein Magen knurrt! Jetzt erstmal zum Saloon, ich habe Hunger wie eine ausgehungerte Affenkatze!

Im Saloon:

Skuzz:

Hier im Saloon fallen wir nicht so sehr auf, auch wenn alle Abstand zu uns halten...Sarah sitzt nicht weit von uns entfernt und lässt sich ihr Essen schmecken. Ich bin froh, dass wir endlich sitzen: meine Füße tun entsetzlich weh und ich huste und schnaufe wie ein altes Dampfross. Vipra unterhält sich leise mit dem Boss, der allerdings immer wieder heimlich zum Objekt unserer Beobachtung hinüberschielt...ich wusste gar nicht, dass der so verträumt kucken kann: sonst ist er ja eher genervt, verzweifelt...alles aber bestimmt nicht VERTRÄUMT! Hat wohl etwas mit der Kleinen zu tun...oha, mein bester Freund hat sich VERKAHALLLT! Verstehen kann ich´s: sie ist wirklich wahnsinnig süß, hat sie ja heute bewiesen...und ungemein hübsch: schade, dass sie kein Präriebewohner ist...aber ich freue mich natürlich für Tex, gleichzeitig mache ich mir auch Sorgen wegen Stampede. Junge, der Boss zieht Sarah ja förmlich mit seinen Blicken aus...aber kaum sieht sie her -ZACK- schaut er weg...wie ein Schuljunge. Wenn ich nicht wüsste, dass es Tex Hex ist, würde ich sagen hier sitzt ein schmachtender Teenager, der heimlich das hübscheste Mädchen anhimmelt...Gott, Skuzz hör´auf sowas zu denken! Tex und schmachten: PAH! Einen Augenblick mal...da kommt gerade Dingo-Dan mit seiner Bande rein, sie gehen hinüber zur Theke, bestellen sich was...ich weiß nicht wieso, aber irgendwie liegt hier Ärger in der Luft.

Vipra:

Mir entgeht nicht, dass Tex ständig zu Sarah hinübersieht...es ist schwer ihn abzulenken: schwerer als einen Sack Sandflöhe zu hüten. Und seit die Dingos den Saloon betreten haben kann man mit dem Boss gar nichts mehr anfangen weil er wie ein Falke aufpasst, dass die flohverseuchten Köter ja nicht zu nah an Sarah herankommen. Inzwischen habe ich es aufgegeben ihn durch sinnlose Gespräche abzulenken: er, Skuzz und ich achten auf jeden möglichen Stimmungsumschwung im Raum. Jetzt hat Dan die Kleine entdeckt, ein Grinsen das mir gar nicht gefällt stiehlt sich auf sein Gesicht, geht hinüber zu ihr - auf Tex´s Nasenwurzel erscheint wieder die steile Falte und sein Gesicht ist wutverzerrt, doch er hat sich noch unter Kontrolle - spricht sie an...sie reagiert ruhig, doch ihre Augen beginnen sich silbern zu verfärben, selbst von hier kann man das erkennen...das muss ihre Magie sein! Tex neben mir atmet hörbar ein, er muss die Magie deutlicher spüren als jeder andere hier: Magie zieht Magie an...jetzt sehen wir endlich, was Sarah wirklich drauf hat.

Sarah Steam:

Dingo-Dan nervt schon etwas, auch wenn wir uns nur ein wenig unterhalten haben,..doch dann ist er doch ein kleines bisschen aufdringlich geworden, also habe ich meine magische Aura nicht mehr so stark unterdrückt und nun...tja, Dan ist beeindruckt. Wie sehr ich diese Macht genieße...auch wenn sie natürlich sehr gefährlich sind, dennoch ist es doch beruhigend wenn man weiß dass man sich notfalls verteidigen...vor allem als Frau in meinem Alter.

"So Dan, jetzt gehst du schön zurück zu deinen Kumpanen und lässt mich in Ruhe, ja? Ich habe frei und absolut keine Lust irgendjemanden zu verhaften...also legst du dich entweder mit Bravestarr an oder du wartest bis Montag, dann bin ich wieder im Dienst. Abmarsch!"
Er gehorcht und entfernt sich, ich unterdrücke meine magische Aura wieder und nehme einen Schluck aus meiner Wasserflasche: zu Mahlzeiten trinke ich nie Alkohol, nur wenn ich abends oder nachmittags in Handlebars Saloon gehe. Ich drehe mich wieder zu Hex und seinen zwei Gefolgsleuten um: sie scheinen beeindruckt zu sein, dabei haben sie nur eine meiner leichtesten Übungen gesehen: gelegentliche Gedankenkontrolle ist ungemein praktisch, doch ich wende es nur selten an...es ist schließlich nicht richtig, die Gedanken von anderen für die eigenen Zwecke zu gebrauchen und ich bin ja eine von den Guten. Wird wohl langsam Zeit, dass ich nach Hause komme: ich bin müde und muss noch ein paar Hausarbeiten erledigen. Im Hinausgehen zwinkere ich Hex zu, nur so zum Spaß...und auch um ein kleines bisschen mit ihm zu flirten. Es hat sich wirklich gelohnt hierher zu kommen: ich habe eine neue Freundin gewonnen, neue Kleidung und hatte die Möglichkeit mit meinem heimlichen Schwarm ein klitzekleines bisschen zu flirten...alles in allem ein ganz gewöhnlicher Shoppingtag!
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