Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The Dark Knight

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Brave Starr J.B. McBride Tex Hex Vipra
26.02.2012
15.03.2012
12
18.185
1
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
26.02.2012 1.604
 
Tex Hex:

Was sehen meine entzündeten Augen denn da? Die Kleine verlässt ja die Stadt: hat sich wirklich gelohnt hier oben zu warten. Skuzz war letzten Endes doch zu etwas gut gewesen, denn sie hatte ihm erzählt, dass sie am Wochenende eine Shoppingtour machen will...also warten Vipra, Skuzz und ich schon seit acht Uhr früh darauf, dass die Neue endlich aufbricht. Meine Schlangenkönigin scheint zu ahnen wieso wir wirklich hier sind: nicht, weil wir endlich eine ultimative Strategie entwickeln wollen um endlich die Stadt einzunehmen, sondern weil ich...naja...arrrgh, unwichtig!
"Los Leute, sehen wir doch mal wohin unsere neue Marshall zum Shoppen will."
Aus den Augenwinkeln sehe ich, dass mein ältester und bester Freund etwas sagen will, jedoch sofort wieder verstummt: anscheinend hat Vipra ihm einen ihrer vernichtenden Blicke zugeworfen. Wir dürfen nicht zu nah an die Kleine herankommen, sonst bemerkt sie uns noch...und DAS will ich AUF GAR KEINEN FALL! Zum Glück machen Skullwalker und die Turbomulis nicht besonders viel Lärm: also müsste Sarah normalerweise nicht bemerken dass wir an ihr dran sind...normalerweise. Ich würde wirklich zu gerne wissen, wie sie durch meine falsches Gesicht hindurchsehen konnte: sie hat magische Kräfte, das hab´ ich schon vor einer Woche bemerkt...aber WELCHE?!

Sarah Steam:

Laut J.B. müsste ich in ungefähr einer halben Stunde in Hawktown sein, der größten Shoppingmeile hier...mal sehen wie´s wird: ob´s wohl ein paar vernünftige Klamotten gibt. die ich mir zulegen kann. Mal sehen, was brauche ich eigentlich alles? Ein paar Ersatzuniformen auf jeden Fall - schließlich achte ich ja auch auf ein gepflegtes Äußeres - . dann noch ein paar neue Tops, vielleicht ein bis zwei Miniröcke, Hot-Pants, ein oder zwei Nachthemden, Unterwäsche, Socken...und noch ein süßes und sexy Outfit, wenn mal etwas Besonders ansteht. Augenblick mal, jemand verfolgt mich doch...hm, Hex, Skuzz und die Schlangenfrau, keine Ahnung, wie die heißt...sind die etwa auf Ärger aus? Soll mir Recht sein! Obwohl...ist irgendwie blöd wenn ich frei habe: die sind einen Tag zu spät dran. Besser ich lasse sie in dem Glauben, ich hätte sie nicht bemerkt...wird sicher lustig, wenn man auf einer Shoppingtour ist und einem drei von der Carrinon Bunch an den Fersen hängen. Vielleicht schleppe ich sie auch noch in ein paar Schuhgeschäfte, dann zum Frisör, Maniküre, Pediküre...die Füße der Jungs tun mir irgendwie jetzt schon Leid. *hähähä* Oh ja, ich kann fies sein, EXTREM fies sogar...wenn ich will...und ich will schon einigermaßen oft: aber wie ich schon sagte, ich mache das nur, um mir und auch andere vor möglichen Enttäuschungen oder Gefahren zu ersparen. Jetzt mal ehrlich: kein Kerl, der nur aufs Äußere achtet und auf einen One-Night-Stand aus ist, könnte sich je ernsthaft in mich verlieben...wie vielleicht schon klar geworden ist bin ich ein eher verletzlicher und unsicherer Typ, auch wenn ich mich immer cool und frech gebe. Ach komm´ schon Sarah denk´ nicht mehr dran, sondern konzentrier´ dich lieber auf den Weg und auf die kommende Shoppingtour. An alle Geschäftsführer: haltet eure Waren bereit, denn MARSHALL SARAH STEAM IS IN TOWN!

Zwei Stunden später

Na das hat sich ja wirklich gelohnt, ich hab´ alles bekommen was ich wollte und die Siedler hier sind wirklich sehr nett: immer zu einem Schwatz aufgelegt, die Kinder sind Erwachsenen gegenüber sehr höflich und freundlich...ich muss J.B. unbedingt etwas mitbringen, als Dank für den super Tipp! Hier in der Nähe habe ich ein niedliches Juweliergeschäft gesehen, ich bin mir sicher, dass es da bestimmt ein hübsches Armkettchen für unseren Judge gibt. Ah, da vorne ist es ja...nicht besonders groß, aber wie sagt man so schön: "Klein aber fein." Die Türglocke schellt leise, als ich eintrete: ziemlich dunkel hier drin, aber meine Augen gewöhnen sich schnell an die Düsternis, die Vitrinen sind gut gefüllt: Armbänder, Ohrringe, Halsketten, Ringe, sogar ein Diadem. Wow, so etwas würde mir gefallen...mit dem muss man sich doch wie eine Prinzessin vorkommen...und welches Mädchen träumt nicht davon sich einmal als Prinzessin zu fühlen? Die Steine, die die Schmuckstücke verziehren bestehen allesamt aus reinem Kerium...wirklich wunderschön.
"Kann ich helfen, Miss?"
Bis jetzt habe ich den alten Mann gar nicht bemerkt, der auf einmal neben mir aufgetaucht ist, ich kann nicht verhindern, dass ich leicht vor Schreck zusammenzucke. Doch ich wäre nicht Sarah Steam, wenn ich mich nicht schnell wieder fangen würde.
"Ja, ich suche ein Armkettchen für eine Freundin von mir: möglichst schlicht, aber doch elegant. Und wenn möglich nicht allzu teuer", ich deute lächelnd auf die Einkaufstüten, die ich bei der Eingangstür abgestellt habe, "ich habe nicht mehr so viel Geld übrig."
"Natürlich, ich glaube, ich habe da ein paar hübsche Exemplare, die Sie interressieren dürften."
Der Verkäufer tritt hinter den Tresen und holt eine Glaskassette mit Armbändern hervor: wirklich wunderschöne Stücke allesamt, ich kann mich gar nicht satt sehen an den wertvollen Schmuckstücken. Besonders eines fesselt mich ungemein: ein schlichtes, goldenes Armband, verziehrt mit zwei kleineren und einem großen Keriumkristallen...perfekt.
"Ich hätte gerne das in der Mitte. Wie viel soll es denn kosten?"
"Für Sie Miss: sagen wir fünfzig Dollar und wir sind quitt."
"Ist das Ihr Ernst? Das Armband ist doch mindestens zweihundert wert."
"Ich bleibe dabei: Sie sind eine sympatische, ehrliche, junge Lady...und Sie sind immerhin unsere neue Marshall und haben den Überfall auf mein Geschäft durch diese Dingoratten verhindert. Da ist es doch selbstverständlich, dass Sie Rabatt bekommen."
"Vielen Dank, das ist wirklich sehr nett von Ihnen."
"Keine Ursache. Auf Wiedersehen."
"Auf Wiedersehen."
Wirklich ein netter Herr, ich verstecke das Päckchen lieber in meiner Hosentasche, so kann ich es wenigstens nicht verlieren, wäre ja schade drum. Hm, Hex und seine zwei Helfer folgen mir noch immer...ich gebe es wirklich nicht gerne zu, aber langsam werde ich doch etwas nervös: warum zum Teufel verfolgen sie mich? Also wenn sie vorhaben mich zu entführen, können sie sich auf eine Abreibung gefasst machen, die sich gewaschen hat! Nanu...da weint doch jemand! Ein erster Rundblick hilft mir nicht wirklich weiter, also lasse ich mich von meinen Ohren leiten...das Geräusch kommt von dieser Gasse da vorne, zwischen dem Kleidergeschäft und dem Nagelstudio...da steht ja ein kleines Mädchen: es sieht sehr verängstigt und verzweifelt aus.
"Hey meine Kleine," das Kind hat mich bemerkt, mit weit aufgerissenen Augen starrt es mich ängstlich an, vorsichtig komme ich auf sie zu und gehe in die Hocke, "wieso weinst du denn? Keine Angst, ich tu´ dir nichts."
Es antwortet nicht, sieht mich nur an...die arme Kleine ist ja völlig verstört, vielleicht hat sie sich ja verlaufen...das würde jedenfalls erklären warum sie hier ganz allein ist: keine  Mutter des Universums würde ihr Kind freiwillig allein in einer Stadt mit so vielen Geschäften und Ganoven lassen.
"Wie heißt du denn?"
"Sally."
"Ich heiße Sarah, freut mich dich kennen zu lernen Sally. Wo ist denn deine Mama?"
"Weiß ich nicht...wir waren im Spielzeugladen und dann war Mama weg."
Och, die arme Kleine, sie tut mir wirklich Leid, ein sanftes Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus, ich strecke ihr die Hand hin und meine: "Ich helfe dir deine Mama zu finden. Komm´: zusammen finden wir sie schon."
Sally sieht mich mit verweinten Gesichtchen an, mit ihren großen blauen Augen erinnert sie mich an ein Kätzchen, das nach seiner Mutter mauzt. Sie gibt mir die Hand, sehr gut, das bedeutet sie vertraut mir: wenn die Kleine mir nicht vertraut, kann ich ihr auch nicht so gut helfen...Vertrauen ist mir sehr wichtig...und ich kann es einfach nicht sehen, wenn ein Kind traurig ist: ich liebe Kinder und ich sehe es am liebsten wenn sie lachen und spielen..sie haben eine schönere Kindheit als ich...zum Glück. Doch jetzt muss ich mich um meine neue kleine Freundin kümmern: wie warm und vertrauensvoll ihre Hand in meiner liegt...wie oft habe ich mir in den vergangenen Jahren gewünscht, dass MICH mal jemand an die Hand genommen und mir geholfen hätte als ich in Not war...trotz allem ist aus mir doch noch was geworden...und nicht mal etwas Schlechtes...

Vipra:

Jetzt verfolgen wir die Neue schon seit mehr als vier Stunden...und bisher waren wir in ungefähr zwanzig Klamottenläden, einem Nagelstudio, vorm Frisör und einem Juwelier. Skuzz jammert schon seit gut zwei Stunden, dass ihm die Füße wehtun, doch Tex brachte ihn sofort mit einem seiner tödlichen Blicke zum Schweigen, sobald unser Fusselbällchen auch nur den Mund aufgemacht hat, seitdem murrt Skuzz nur noch gelegentlich und auch nur so laut, dass anscheinend nur ich ihn hören kann. Ich kann nicht leugnen dass ich mir Sorgen um Tex und auch um die junge Marshall mache: Stampede macht unserem Boss ohnehin schon seit Jahren das Leben zur Hölle...und wenn der alte Semidrache auch noch von Tex´s Schwärmerei für Sarah erfährt, dann schwebt auch sie in großer Gefahr. Nun ist sie wieder auf der Straße, mit einem kleinem Mädchen an der Hand...ich wusste gar nicht, dass sie auch lächeln kann. Der Boss lässt Sarah nicht aus den Augen, sein Blick ist regelrecht an der jungen Frau mit den vielen Einkaufstüten und dem Mädchen festgeklebt...Love is in the Air, kann ich da nur sagen. Zugegeben hübsch ist sie... sehr hübsch sogar...und auch sehr warmherzig, wie es scheint: wenn man sie so sieht könnte man meinen, eine junge Mutter mit ihrer Tochter vor sich zu haben, richtig niedlich.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast