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The Dark Knight

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Brave Starr J.B. McBride Tex Hex Vipra
26.02.2012
15.03.2012
12
18.185
1
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26.02.2012 1.380
 
Sarah Steam:

Junge, Junge...immer das Gleiche mit Tex Hex und Bravestarr: Beschimpfungen fliegen hin und her, die beiden umkreisen sich wie Hunde einen Knochen, dabei liegen die Hände auf den Pistolen...bla, bla bla. Mann, ist das ätzend...ich kann nicht verhindern, dass ich gähnen muss und feile weiter an meinen Nägeln.

J.B.:

Sarah scheint nicht sonderlich erpicht darauf zu sein, Bravestarr zu helfen...dabei ist sie genau wie er eine planetarische Marshall.
„Willst du nicht langsam helfend einschreiten?“
„Nö“, kommt die gelangweilte Antwort, „Bravestarr kommt gut allein zurecht, wie so oft...ich weiß echt nicht, weshalb ich überhaupt zur Unterstützung geschickt wurde...dieser Planet braucht mich doch überhaupt nicht.“
Stimmt eigentlich: seit sie hier ist war sie noch nie richtig im Einsatz... alles was sie bisher gemacht hat, war ein paar Dingos hinter Gittern gebracht, einen Streit zwischen ein paar Siedlern geschlichtet, das war´s. Kein Wunder, dass sie sich nutzlos vorkommt und sich langweilt. Ich sollte bei Gelegenheit mit Bravestarr reden, ihn überzeugen, ihr etwas mehr zuzuweisen, damit Sarah endlich beweisen kann, was in ihr steckt.

Etwas später:

Sarah Steam:

„Hey Handlebar, noch´n Star Bucket!“
„Findest du nicht, du hattest schon genug?“
Der grüne Hüne mustert mich besorgt, gießt mir aber doch noch einen ein, ich nicke ihm dankend zu und sehe zu, wie er die anderen Gäste im Saloon bedient...echt netter Kerl, dieser Handlebar: seit meiner Ankunft vor einer Woche ist er so was wie ein Kumpel für mich geworden, ein neuer Rekord für mich. Ich war schon immer ein Einzelgänger, hatte nie viele Freunde und finde ziemlich schlecht Anschluss an jemanden. Unser Judge ist auch in Ordnung, keine Frage und Bravestarr und die Deputies sowieso... aber irgendwie fühle ich mich in dieser Situation nicht wohl. Es kann auch sein, dass ich unterfordert bin...mein Kollege behandelt mich ja wie ein rohes Ei seit ich hier bin: immer nur leichte Aufträge oder Bürokram, nie kann ich zeigen, was wirklich in mir steckt...einfach zum Kotzen. Zugegeben, ich hatte es nie leicht: in der Akademie hing ich immer allein rum, meine Ausbilder hassten mich...aber ich hab´mich durchgebissen, oh ja, ich hab´s allen gezeigt...denn niemand außer mir hat diese besonderen Kräfte, keiner. Und niemand in meinem Jahrgang konnte besser mit einer Waffe umgehen als ich...ich war die Beste. Jetzt sitze ich hier in auf diesem Hinterwäldlerplaneten fest und schlage mich mit Papierkram herum...echt toller Aufstieg Sarah, wirklich einsame Spitze! „ So allein, schöne Frau?“ Oh nein, jetzt nicht auch noch nen notgeilen Typen, der Frauen im Saloon anquatscht, darauf hab´ich jetzt wirklich keinen Bock. „Verschwinde Kumpel, such´dir ´ne andere Tussi, die du vollquatschen kannst.“ Moment mal: rieche ich da etwa Zimt? Irritiert sehe ich zur Seite...und blicke in die keriumroten Augen von Tex Hex.

Tex Hex:

Die neue Marshall sieht mich einen Moment lang ziemlich verwirrt an, dann wendet sich wieder ihrem Drink zu. „Müsstest du nicht im Hexagon sein und einen neuen „genialen“ Plan schmieden, wie du die Stadt erobern kannst, Hexi?“ Wie zum Teufel kann sie durch meine Tarnung blicken? Ich sehe mich um: keiner lässt sich etwas anmerken: anscheinend hat niemand außer ihr meine falsche Identität durchschaut. Die Kleine kichert und murmelt: "Hättest wohl nicht gedacht, dass ich dich erkenne, was? Tja, ich bin ANDERS als andere. Und jetzt verzieh dich wieder...ich hab keine Lust mich mit dir zu unterhalten, mich entführen zu lassen, ect." Ganz schön frech, die Neue...aber auch irgendwie süß, muss ich zugeben. Sie stürzt ihren Drink hinunter wie Wasser...und ist nicht die Spur betrunken. Ich habe außer Vipra noch keine Frau gesehen, die so viel Hochprozentiges in sich hineinkippen kann...faszinierend.

Sarah Steam:

Wieso kann der Kerl nicht endlich verschwinden? Knurrend bezahle ich meine Drinks (immerhin 6 StarBuckets!) und spaziere gelangweilt aus dem Saloon, die kühle Luft tut gut, ich merke, wie ich ruhiger werde. Was wollte Hex nur von mir? Ich habe nichts gegen ihn oder seine Gang, aber er geht mir mit seinen Plänen gewaltig auf die Nerven...laut Bravestarr funktionieren die sowieso nie. Irgendwie hat er etwas Faszinierendes an sich...etwas DUNKLES. Bad Boys gefielen mir schon immer, schon in der Akademie -ja, die gab´s da auch-, doch irgendwie fand ich selbst bei denen keinen Anschluss, nur ein einziges Mädchen gab sich mit mir ab: Donna Sonkrates, eine Halbitalienerin...sie wurde meine einzige und beste Freundin, doch leider verloren wir uns aus den Augen: nach dem Abschluss wurde sie nach New Arizona versetzt, ich ging nach New Louisiana. Müde streiche ich mir über die Augen: schon wieder Bereitschaft heute Abend...wie ätzend, es passiert sowieso nie etwas. Seufzend mache ich mich auf den Weg ins Office, wo bereits Bravestarr und die Deputies Fuzz und Thirty Thirty warten. "Hallo Marshall Sarah", freudestrahlend überreicht mir das kleine Präriewesen eine Tasse Kaffee, "Fuzz froh sein, dich zu sehen." "Freut mich auch. Kleiner"; lächelnd nehme ich die Tasse entgegen und suche den Blick meines Kollegen, "bin bereit, meinen Dienst anzutreten, Kollege." "Marshall riecht nach Star Bucket." "Ja, hab´ nur n Drink bei Handlebar genommen, kein Grund mich gleich so böse anzusehn." Du kommst BETRUNKEN zum Dienst?!" "Ich bin nicht betrunken", ich unterdrücke meinen aufkommenden Ärger und sehe den Pferderoid ruhig an, "es braucht mehr als nur EINEN Drink, DASS ich betrunken bin. Kann ich jetzt BITTE meinen Dienst antreten?" "Lass sie in Ruhe Big Partner. Bisher ist nie irgendwas passiert, wenn meine Verstärkung Dienst hatte." Danke Bravestarr, danke, danke, danke! Noch während er und seine "Lehrlinge" das Büro verlassen, setze ich mich an den Schreibtisch und trinke meinen Kaffee: ein Schuss Milch, kein Zucker und schön stark. Gut, dann wollen wir mal: auf zu einer weiteren Nacht voll Büroarbeit.

Ein paar Stunden später:

Oh Mann, wie ich das hasse: der Bürgermeister könnte seinen Bürokram ruhig selbst erledigen, mir tut schon das Handgelenk weh. Jetzt nochmal einen Kaffee, zum Glück hat mir Fuzz, das liebe kleine Kerlchen eine ganze Kanne gemacht, dann schlaf´ ich wenigstens nicht ein. Wie spät ist es eigentlich? Ich werfe einen Blick auf meine Armbanduhr: schon zwei. Bin ich froh, wenn ich nicht mehr Bereitschaft hab...ist doch eh nie was los. Was würde ich nicht alles geben für etwas mehr Freiheit: es ist ja wirklich nett von Bravestarr, dass er mich beschützen will und alles...aber verdammt noch mal, ich bin auch eine planetarische Marshall und kein Baby, auf das man aufpassen muss! Ich hätte ja wirklich zu gern Hex´s dummes Gesicht gesehen, als ich ihn im Saloon hab stehen lassen...beim Gedanken daran muss ich grinsen. Zugegeben, er ist der Böse und ist sicher mindestens zehn Jahre älter als ich...aber süß ist er schon irgendwie: vor allem, wenn er sauer wird: da taucht diese steile Falte über seiner Nase auf und die Ader an seiner rechten Schläfe fängt deutlich an zu pochen...Mann Sarah, reiß´ dich zusammen: jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt um meinen Lieblingsdesperado anzuschmachten! Trotzdem: ein bisschen Action wäre wirklich nicht schlecht.

Skuzz:

Wieso zum Henker hat mich Tex zum Spionieren hierher geschickt...und noch dazu wegen dieser komischen neuen Marshall?! Sie ist hübsch, zugegeben...und auch irgendwie auf ihre ruppige Art sogar süß, aber trotzdem...was soll´s: sich beschweren bringt sowieso nichts. Im Office brennt noch Licht, leise schleiche ich hinüber zum Eingang und linse hinein: da sitzt sie, die junge Marshall, die dem Boss seit ihrer Ankunft vor einer Woche nicht mehr aus dem Kopf geht und schreibt an irgendwelchen Berichten. "Komm´ ruhig rein Skuzz", wie konnte sie mich nur bemerken, sie hat ja noch nicht mal den Kopf gehoben, "oder willst du ewig da draußen stehen bleiben? Keine Angst, ich verhafte dich schon nicht...jedenfalls solange du dich anständig benimmst." Ein typischer Kommentar von ihr, das weiß ich inzwischen schon, aber das gefällt mir irgendwie: sie ist nicht so eine Spaßbremse wie Bravestarr. "Kaffee?" Außgerechnet jetzt fang´ ich wieder an zu husten, diese verfluchten Zigarrettensucht! "Ich fasse das einfach mal als ein Nein auf:" Sie macht einfach so weiter ihre Berichte während ich mir hier die Seele aus dem Leib huste...wenigstens schreit sie mich nicht an so wie Tex.
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