Auf einer Wellenlänge

GeschichteDrama, Krimi / P18
Aaron "Hotch" Hotchner Derek Morgan Dr. Spencer Reid Emily Prentiss Jennifer "JJ" Jareau Penelope Garcia
26.02.2012
05.05.2013
50
142.550
3
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Dieses Kapitel
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26.02.2012 1.432
 
Sooo, das ist meine erste FF in diese Genre und ich hoffe, ich versaue es nicht allzu sehr ^^
würde mich freuen, wenn sie euch gefällt, also, guckt sie euch einfach mal an und sagt mir eure meinung ^^



Warum eigentlich immer er?

Spencer seufzte schwer und starrte die gurgelnde Kaffeemaschine vorwurfsvoll an. Außer zu qualmen und seltsame Geräusche von sich zu geben, bekam das Ding nämlich nichts hin. Das hieß, dass er heute OHNEKaffee auskommen musste.

Was für ein Tag!

Erst hatte er sich heute Morgen den Kopf gestoßen, als sein Autoschlüssel unter den Tisch gefallen war. Dann hatte sein Auto sich partout geweigert, auch nur seinen Standort auch nur um 5cm zu verändern und  nachdem er es endlich ins BAU geschafft hatte, hatte er sich noch einen spöttischen Spruch von Derek anhören müssen.

Und jetzt das!

Missmutig betrachtete er das widerspenstige Gerät, mit einen Blick, als könne es etwas dafür, dass der Tag heute schon so grandios begonnen hatte. „Hey Pretty Boy,“ ertönte im nächsten Moment auch schon Dereks Stimme, „führst du gerade eine Konversation mit der Kaffeemaschine?“ Er drehte sich nicht herum, hörte aber das Grinsen in der Stimme seines Kollegen bereits heraus.

„Sie ist kaputt!“ meinte er nur anklagend, ohne auf den Kommentar des anderen Agent einzugehen. Er hörte, wie der andere näher kam und sich über das zischende und qualmende Ding beugte. Einen Moment betrachtete er es. „Na dann wirst du dir den Kaffee heute vom Automaten holen müssen.“ meinte er nur und Spencer starrte ihn entsetzt an. Derek lachte beim Anblick des Jüngeren: „Was denn? So schlimm ist er auch wieder nicht oder hältst es eben mal einen Tag ohne Kaffee aus?“

Reids dunkelbraune Augen wurden immer größer und ihm klappte der Mund aus. „Aber ich brauche meinen Kaffee,“ verteidigte er sich, als er das breite Grinsen auf dem Gesicht seines Kollegen sah, „Koffein steigert die Leistung und meine Konzentration und der Kaffee aus dem Automaten schmeckt einfach nur...“ Er brach ab, stumm vor Grauen. „Noch mehr Leistung?“ Derek hatte sich bereits hingesetzt und sah sich gerade eine Akte an. „Ach komm schon Genius,“ zog er ihn auf, „du bist doch immer noch ein Superhirn, auch wenn du mal keinen Kaffee trinkst.“

Insgeheim amüsierte er sich sehr, jeder im Team wusste, dass Reid jeden Tag seinen Kaffee brauchte, schwarz und mit massenhaft Zucker. Spencer seufzte nur, dann musterte er die Kaffeemaschine mit einen strafenden Blick. „Du verstehst mich nicht.“ meinte er dann zu Derek gewandt, der nur die Schultern zuckte und lachte. „Ich verstehe dich auch so nie, also nimm es nicht so schwer!“

„Wer versteht wem nicht?“ Reid und Morgan drehten den Kopf, in dem Türrahmen standen JJ, ihr technisches Wunderwerk Penelope und Emily. Reid wollte schon etwas sagen, aber Derek kam ihn zuvor. „Die Maschine ist kaputt und jetzt läuft er fast Amok.“ Die drei Frauen lachten, während Reid nur wieder einmal rot wurde und verlegen seine Schuhe betrachtete.

„Vielleicht musst du ihr gut zureden, dann funktioniert sie auch wieder!“ schlug JJ vor und lachte wieder. Sie betrachtete den jungen Agent mit einen halb amüsierten, halb mitleidigen Blick. Denn der wurde noch ein wenig mehr rot. Es war so deutlich, wie wenig Selbstbewusstsein er hatte, obwohl er so klug war. Sie kam zu ihn und lächelte ihn sanft an, zögernd hob er den Blick. Es war ihn manchmal sehr unangenehm, wenn ihn jemand so direkt in die Augen sah.

Aber JJ mochte ihn und er sie auch, deswegen war es okay für ihn. „Na komm, holen wir uns einen Kaffee, ich könnte nämlich auch einen vertragen.“ Zaghaft erwiderte er ihr Lächeln, dann nickte er nur. JJ war immer nett zu ihn und bei ihr hatte er auch nicht das Gefühl, ein Freak zu sein. Das hieß ja nicht, dass er deshalb keiner war, aber sie schien keine Probleme damit zu haben, dass er so anders als alle anderen war.

Trotz der frühen Stunde war im Gebäude schon ganz schön was los, dauernd sausten irgendwelche Leute durch die Gegend und der junge Agent schüttelte nur den Kopf. Wie konnte man denn um die Uhrzeit schon so durch die Gegend rasen? Er hatte letzte Nacht nicht so gut geschlafen und genau deshalb brauchte er jetzt einen heißen, starken Kaffee mit viel Zucker.

„Ganz schön lächerlich oder?“ meinte er plötzlich und sie sah ihn verwundert an. „Was meinst du?“ fragte sie, während er vor dem Automaten stand und selbigen bediente, um endlich an einen Kaffee zu kommen. Er deutete darauf und sie begriff. „Ach nein,“ sie schmunzelte nur und war entzückt, als er ihr erst den Kaffee gab und sich danach erst selber einen holte, „jeder hat eben irgendetwas, worauf er ungern verzichtet. Ich auch.“

Erstaunt hob er den Blick von seinen Becher. JJ lächelte ihn noch immer freundlich an: „Na klar, ich muss immer und zu jeder Zeit wissen, wo mein Schlüssel ist, sonst drehe ich durch.“ Fragend sah er sie an und hob eine Braue: „Schlüssel?“ wiederholte er ein wenig irritiert, während sie langsam wieder zurückgingen. „Ja,“ sie nickte, „ich verliere den nämlich öfters mal und stand schon mal mitten in der Nacht vor verschlossener Haustüre und kam nicht herein, weil ich den Schlüssel nicht gefunden habe.“

Sie lachte, als sie an diesen Tag zurückdachte und er konnte nicht verhindern, dass auch seine Mundwinkel zuckten. JJ´s Lachen hatte einfach etwas Ansteckendes und ihre Gegenwart war ihm sehr angenehm. Normalerweise war er lieber alleine und duldete nur die Gegenwart seiner Bücher.

Er wollte gerade etwas sagen, als er nur hörte, wie JJ laut „Vorsicht!“ rief, dann spürte er, wie jemand heftig gegen ihn stieß und er taumelte zur Seite. „Aua!“ fluchte er leise, als er  den heißen Kaffee verschüttete, der auf seiner Hand landete. Zum Glück waren es nur ein paar Spritzer, trotzdem tat es ganz schön weh.

Im nächsten Moment sah er nach unten und starrte augenblicklich in ein Paar grünen Augen, die ihn sofort bannten. Er war so überrascht, dass er keinen Ton herausbrachte, bis schließlich die Besitzerin der Augen etwas sagte: „Ich.. ähm tut-tut mir leid, dass ähm wollte ich nicht!“ Er brachte noch immer keinen Ton heraus und schien ihren Gestammel nicht ganz folgen zu können.

Eine junge Frau, die eher noch wirkte wie eine Halbwüchsige, saß halb auf den Boden und senkte den Blick, damit er ihr rotes Gesicht nicht sehen konnte, während sie hastig etwas zusammensammelte. Erst da löste sich seine Starre wieder und er kniete sich ebenfalls herunter. „Schon okay, nichts passiert,“ wollte er sie besänftigen, „warten Sie, ich helfe Ihnen!“ Er streckte die Hand nach den Mappen aus, aber da kam von irgendwoher eine kleine, schlanke Hand und zog sie weg, bevor er sie nehmen konnte.

„Nein, nein, schon gut, a-alles gut, ich ko-komme schon klar!“ Hastig stopfte sie alles in ihre riesige Umhängetasche, sie sprang auf, wirbelte herum und dann hastete sie davon und ließ die beiden Agtents verwirrt zurück. „Was war denn das gerade?“ JJ tippte ihren Kollegen leicht an, der offenbar auch nicht wusste, was er davon zu halten hatte. „Keine Ahnung, wer war das überhaupt?“ fragte er zurück. Währenddessen liefen sie wieder zurück zum Zimmer. „Nie gesehen.“

Als sie ins Zimmer kamen, war Hotch noch nicht da, er hatte noch irgendetwas zu tun, wollte sich aber beeilen. Währenddessen spielte Derek mit Penelope und Emily Karten. „Hey, was habt ihr da eigentlich so lange getrieben?“ wollte Emily sofort wissen und sah zu den Beiden. Bevor Spencer auch nur Luft holen konnte, antwortete Derek auch schon für ihn: „Er hat JJ die Entstehung von Kaffee erklärt, das wird es gewesen sein.“

JJ lachte, klopfte ihm dann aber auf die Schulter und deutete Reid, sich ebenfalls zu setzen. „Nein, wir wurden gerade eben umgerannt.“ Derek sah zu seinem jungen Kollegen, dann zuckte er die Schultern, der schien wieder einmal ganz in Gedanken versunken zu sein. So sehr, dass er nicht einmal irgendetwas über die Logik ihres Kartenspiels verlauten ließ. Stattdessen starrte er nur vor sich hin und war ganz weit weg, als die Türe aufging.

Hotchner kam herein: „Guten Morgen, alle da, wie ich sehe,“ meinte er, nachdem er alle im Raum kurz gemustert hatte, „kommen Sie herein!“ Alle sahen fragend zur Türe, in der plötzlich eine zweite Person stand.

„Das ist unser neues Teammitglied, Enola Shannon. Sie wird uns von nun an tatkräftig unterstützen.“ erläuterte er, aber Spencer hörte ihn schon gar nicht mehr zu.

Stattdessen starrte er nur in ihre grünen Augen, die ihn bannten.

Wieder einmal.


Soooo? Und, wie wars? Gut, sehr gut? Schlecht, grotttig? seid ruhig ehrlich, ich beiß auch nicht oder zumindest übertrage ich keine tollwut ^^
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