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Weil der Virus ein Slasher war

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 Slash
Garak Jadzia Dax Julian Bashir Kira Nerys Odo Quark
26.02.2012
27.02.2012
2
5.751
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Dieses Kapitel
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26.02.2012 1.336
 
Titel: Weil der Virus ein Slasher war

Anmerkung: Dieses Kapitel ist um einiges kürzer, dennoch ist es wichtig, da es den Weg ebnet, für das Kommende. Viel Spaß!


Kapitel 2

Mit einem Seufzen der Verzweiflung sah Julian von seinem Computerlogbuch auf. Was danach geschehen war, war an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten.

Nachdem er sich wieder angezogen hatte, hatte er einige Tests durchgeführt und festgestellt, dass der Virus bei allen anderen in einer Stunde abklingen würde. Sie dann jedoch mit einer Dosis verschiedener Vitamine und Hormone versorgt werden mussten, um die Auswirkungen des Virus zu kompensieren. Dabei fand er auch heraus, dass der Virus ursprünglich bei einer Spezies beheimatet gewesen sein muss, die lediglich die gleichgeschlechtliche Liebe kannte. Hinzu kam noch, dass die Grundvorraussetzung für das Geschehene eine leichte Bisexualität des Erkrankten und eine, wenn auch unbewusste, Zuneigung zu dem Anderen war.

Dass er Garak mochte, war keine Überraschung. Unangenehm wurde es erst, als er es sich zur Aufgabe machte, mit der Impfdosis die Erkrankten aufzusuchen. Er fand Quark in seiner Bar auf der Theke liegend vor und gab ihm eine Einheit des Mittels. Dieser erwachte, als sich Odo wieder in seine menschliche Form begab. Julian bemerkte bereits an der peinlichen Stille, dass etwas zwischen diesen beiden vorgefallen war. Seine Augen weiteten sich.

"Sie sind nicht die Einzigen, die sich in einer schier unmöglichen Situation wiedergefunden haben." Den beiden schien das nicht zu helfen. Sie sahen beinahe verlegen aus.

"Ich muss zugeben, Constable.", sagte Quark mit einem Grinsen. "Ihre Verhörmethoden waren selten genussvoller." Und dann brach Quark in sein altes schallendes Gelächter aus und selbst Odo schmunzelte.

"Sie sind jederzeit Willkommen!", gab er zurück, woraufhin der Ferengi erstarrte. "Das war ein Scherz, Quark.", sagte Odo grinsend, der sich freute, Quark einen Schrecken eingejagt zu haben und verließ dann die Bar.

Julian ließ Jadzia orten und erfuhr, dass sie in der Holosuite war. Der Anblick der beiden Frauen war atemberaubend, doch im Moment war er als Arzt hier, sodass er eine Decke für Jadzia erscheinen ließ, bevor er die beiden weckte. Auch hier war Unglauben und Irritation die ersten Reaktionen, gefolgt von einem Gefühl der Scham bei Kira. Doch Dax machte es einfach. Sie legte eine Hand an den Oberarm des Majors und sah sie freundlich an.

"Kein Grund sich zu schämen, Nerys. Das war zwar auch für meine acht Leben eine ziemlich heiße Sache, aber was mich betrifft, so fand ich es eine angenehme Erfahrung, die unter uns bleiben wird."

Kira nickte und lächelte dann. "Danke, Jadzia."

Gemeinsam verließen sie die Holosuite und gingen auf die OPS. Julian hielt die beiden zurück.

"Lasst mich erst nach dem Captain sehen. Wer weiß, wen er abgeschleppt hat." Die beiden waren schon wieder in der Lage darüber zu lachen, doch dieses Lachen blieb Julian im Halse stecken, als er den Schreibtisch umrundet hatte und sah, wer da zwischen den Beinen des Captains schlief.

Julian entschloss sich erst den Captain zu wecken. Dieser öffnete schläfrig seine Augen, nur um dann wie von der Tarantel gestochen aufzuspringen, die Augen weit aufgerissen. "Verdammt!", murmelte er, während Julian ihm die Dosis gab.

"Ich wollte Sie wecken, bevor er aufwacht.", sagte der Doktor so sachlich wie möglich. Dukat war inzwischen auf dem Boden zusammen gesunken. Sisko kleidete sich an.

"Danke, Doktor.", sagte er zögerlich, während er nur langsam zu seinem Normalzustand zurückkehrte. "Verdammt.", sagte er noch mal mit Blick auf den Caradassianer, den Julian nun weckte.

Dieser sah noch erschreckter drein, als es alle anderen getan hatte. Fluchend zog auch er sich wieder an, den Blick zu Sisko vermeidend. Bashir hielt es für den richtigen Moment, die beiden auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen. So erzählte er alles über den Virus, wobei er auch das mit der latenten Anziehung erwähnte.

In diesem Moment sahen sich die beiden wieder an. "Scheint so, als hätten wir nun keine Ausrede mehr, Captain.", sagte Dukat in einer Art Galgenhumor.

Sisko kam das sehr gelegen. "Dann sollten wir wohl unsere Hochzeit bekannt geben.", erwiderte er.

Dukat grinste. "Ich werde mich wohl auf den Weg nach Cardassia machen. Ich bedanke mich für Ihre Gastfreundschaft, Captain.", sagte Gul Dukat und verließen mit einem Nicken das Büro.

Während Kira bald die Augen ausfielen, als sie sah, wer aus dem Büro des Captains kam, konnte Jadzia ihr Lachen gerade noch so lange unterdrücken, bis der Gul im Turbolift verschwunden war. Dann brach es aus ihr heraus. "Na, den Blick hätte ich gerne gesehen, als den beiden klar wurde, wer die letzte Nacht ihr Bettgenosse war.", rief Dax und Kira lachte ebenfalls. "Da hatten wir wohl Glück.", fuhr sie fort und sah Dax an.

Diese nickte. "Das sehe ich auch so."

Julian war zurück auf die Krankenstation gegangen. Er hatte es gehofft, aber auch gefürchtet: Garak war weg. Ihn durchströmte Erleichterung, aber auch Traurigkeit. Denn als er sich auf dem Stuhl vor seiner Konsole niederließ und zum ersten Mal über die Erlebnisse der letzten Nacht nachdachte, wurde ihm schlagartig eines bewusst: Er hatte sich verliebt.

***
Es war zum Haareraufen. Drei Tage waren vergangen und erst jetzt fühlte er sich in der Lage die Ereignisse seinem Logbuch mitzuteilen. Garak hatte ihn seit jener Nacht nicht mehr aufgesucht. Es war, als gäbe es keinen Cardassianer mehr auf der Station.

Julian war verzweifelt. Was sollte er nur tun? Er war zwar Garaks Freund, aber er bezweifelte, dass dieser die gleichen Gefühle hegte, wie Julian für ihn. Und das Letzte, was er wollte, war vor Garak schwach zu erscheinen. Er beendete den Eintrag in sein Logbuch, hatte er doch seit etlichen Minuten nichts mehr gesagt.

Die Türen der Krankenstation gingen auf und Dax trat ein. Julian nahm sie nicht wahr, denn noch immer starte er auf seine Konsole.

"Wollen Sie mir nicht endlich einmal sagen, was mit Ihnen los ist?" Julian sah auf und in die hilfsbereiten Augen seiner Kollegin und Freundin. Er war so verzweifelt, dass es förmlich aus ihm heraussprudelte.

"Ich habe mich verliebt.", sagte er und klang dabei so herzzerreißend traurig, wie er sich fühlte. "In dieser Nacht vor drei Tagen…", begann er zögerlich. Dax wusste natürlich genau, welche Nacht Julian meinte. "Da hatte ich… etwas mit… Garak."

Er dachte an ihre Küsse und die Erregung, die er gespürt hatte. Und natürlich an die zerfetzte Haut und die blutigen Striemen, die der harte cardassianische Penis zwischen seinen Beinen hinterlassen hatte. Noch heute spürte er das Brennen, hatte er sie doch nicht behandelt.

Dax kam auf ihn zu und legte ihre Hände an seine Schultern. "Ach Julian.", sagte sie voller Mitgefühl. "So hart es auch ist, aber die einzige Möglichkeit, Ihr Leiden zu beenden, ist mit Garak darüber zu reden."

Enttäuschung breitete sich auf Julians Gesicht aus. "Toller Rat.", murmelte er niedergeschlagen.

"Alles andere lässt Sie leiden. Dann haben Sie wenigstens Klarheit."

"Ja, und verliere vielleicht einen Menschen, der mir viel bedeutet."

"Mehr kann ich Ihnen nicht raten. Und jetzt seien Sie so zuversichtlich wie Sie es schon immer waren. Denn so habe ich Sie schließlich kennen und lieben gelernt", sagte Jadzia mit einem Strahlen. Julian sah sie an und es war so als würde der Mut und die Zuversicht auch auf ihn überspringen. Ja, so wie es war, konnte es nicht bleiben. Ein kleines Lächeln erschien auf dem Gesicht des Doktors.

"Danke.", sagte er aufrichtig, woraufhin Jadzia ihm einen Kuss auf die Wange gab.

"Und nun schnapp ihn dir!" Mit diesen Worten verließ sie die Krankenstation. Seufzend ließ sich Julian in seinen Stuhl sinken, während seine Hände gedankenverloren über die Konsole strichen an der er Garak so nah gewesen war. Das, was er nun vorhatte, was alles andere als einfach. Aber er würde es wagen!

***
Bald geht es weiter.
Danke fürs Lesen.
Krissy
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