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Lufia

von Saname
GeschichteAllgemein / P12
22.02.2012
22.02.2012
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Es war einmal ein junger, tapferer Mann. Sein Name war Dekar und er war Truppenführer König Maxims von Taia. Er trainierte jeden Tag mit seinen Soldaten um sie auf die kommende Schlacht vorzubereiten. Die Verhandlungen mit Tarika waren leider geplatzt, sodass es sicher war dass in Lufia recht bald Krieg herrschen würde.
Eines Tages wurde Dekar dann zum König bestellt.

"Mein König, Ihr habt mich rufen lassen?", fragte er beinahe flüsternd, während er sich vor dem König verbeugte. Ihm war durchaus bewusst was man von ihm verlangte. Über die neueste Situation in Tarika war er bereits von seinem besten Freund informiert worden. Aus diesem Grund konnte er den ganzen Tag auch schon an nichts anderes mehr denken.

"Dekar, wie ich soeben erfahren habe ist die Tochter von Daos verschwunden. Ganz Tarika ist durcheinander. Das ist die Gelegenheit um zuzuschlagen. Dekar, macht eure Truppen bereit zum Aufbrechen. Morgen früh ist es soweit.", befahl der König ohne den Blick von seinem besten Ritter abzuwenden. Dieser nickte ihm mit einem freundlichen Lächeln auf dem Gesicht zu und räusperte sich, bevor er antwortete.

"Ja, mein König. Ich werde mich sofort an die Arbeit machen."


Dekar ging auf sein Zimmer und ließ sich in Gedanken versunken auf sein Bett fallen. Die Entscheidung fiel ihm absolut nicht einfach, doch er musste einfach schon diese Nacht aufbrechen. Mit einem letzten Blick auf sein geliebtes Schloss, stieg er auf sein Pferd und begann seine Suche. Seit er von ihrem Verschwunden gehört hatte, gab es für ihn nichts Wichtigeres. Ihm war es nun auch egal, was mit ihm selbst passierte und welche Strafe der König ihm auftat. Hauptsache seiner Angebeten ging es gut.
Wer nun hinter dem Verschwinden der Prinzessin steckte, darüber rätselte er die ganze Zeit bis er endlich in einem Dorf in der Nähe des Schlosses Lunaria ankam.

Dort verbrachte er die Nacht und hörte sich am nächsten Morgen auf dem Marktplatz bei den Dorfbewohnern genaustens um. So erfuhr er schließlich von einem Freund des tarikischen Königs, dass Gades, dessen größter Feind und ältere Bruder, die Prinzessin entführt hat und sie in seiner Burg festhält. Warum er das jedoch getan hatte, wusste der alte Mann nicht, diesen Grund kannte der König wohl selbst nicht.

Dekar überlegte, ob er zum König hingehen und ihm seine Hilfe anbieten solle. Diesen Gedanken verwarf er jedoch gleich, so war er sich nicht wirklich sicher darüber, dass dieser seine Hilfe überhaupt haben wollte. Wenn er anstattdessen festgenommen und ins Verließ gesperrt werden würde, konnte es für die Prinzessin schon zu spät.
So entschloss sich Dekar dafür, den Mann nach dem Weg zu Gades Burg zu fragen und seine Liebste selbst aus den Fängen dieses Schurken zu befreien. Der Greis erzählte ihm von drei Schlüsseln, die benötigt werden, um in die Burg zu gelangen. Den ersten würde er im undurchdringlichen Wald finden, was die andern beiden betraf, konnt er nur den Kopf schütteln.


Sofort machte sich Dekar auf den Weg zum nahegelegenen Wald, von dem er schon vieles gehört hatte. So sollen Wanderer nachts über verschlungen und niemals mehr wieder aufgetaucht worden sein. Davon ließ sich der mutige Dekar aber naürlich nicht abschrecken und so stand er schon recht bald am Eingang des Waldes.

Als erstes fiel ihm ein Rabe auf, der stillschweigend auf einem Baumstumpf saß. Er blickte direkt in Dekars Richtung und schien ihn zu beobachten.
Dieser lief nun auf ihn ihn zu und urplötzlich fing der Rabe an zu sprechen: "Finde den goldenen Baum, er führt dich in einen geheimen Raum. Folge der Spur auf dem Boden im Wald, den richtigen Weg du findest bald."

Dekar grübelte lange über diesen Hinweis nach, doch machte er sich ohne einen echten Plan in der Tasche zu haben auf die Suche nach dem Baum. Während er sich in Gedanken immer noch bei dem Baum befand, stolperte er über eine dicke Wurzel und fiel auf den Boden. Als er wieder aufgestanden war, sah er neben der Wurzel einen winzig kleinen, goldenen Ast liegen.

„Das muss sicherlich ein Ast vom goldenen Baum sein, von dem in diesem Rätsel die Sprache war. Also scheint er hier ganz in der Nähe zu sein, ich muss mich nur genauer umsehen“, sprach er zu sich selbst und blickte sich gründlich um.

Nachdem er einen kleinen Busch zur Seite schob um weiterlaufen zu können, sah er endlich wonach er suchte. Auf einer kleinen Lichtung mitten im riesigen Wald stand tatsächlich ein kleiner goldener Baum, auf den die Sonne ihre hellen Strahlen warf. Neugierig lief er langsamen Schrittes in die Mitte und blieb abrupt stehen, als auch der Baum plötzlich anfing zu sprechen: "Warum bist du hier junger Krieger?"

"Ich benötige den ersten der drei Schlüssel der hier irgendwo sein soll.", antwortete er mit zitternder Stimme. Er war sich nicht sicher, ob der Baum ihm freundlich gesinnt war.

"Was ist dein Ziel?"

"Ich muss die Prinzessin finden und sie vor dem schrecklichen Gades retten.", wiederholte er mit wenigen Worten seinen Auftrag.

Dekar hoffte innigst, dass diese Antwort den Baum zufrieden stellte und er ihm weiterhelfen würde was seine Suche nach dem Schlüssel angeht. So war er sichtlich erleichtert über dessen folgende Worte: "So sei es, betrete den Raum und du wirst finden, wonach du suchst."

In wenigen Sekunden vergrößterte sich der Baum um ein hundertfaches und es führt ein Weg in dessen Inneres. Entschlossen Mutes marschierte er los und befand sich kurze Zeit später in einem großen, hohen Raum in dessen Mitte sich ein runder Tisch befand. Auf diesem stand eine alte Schatulle, die mit viel Staub bedeckt war. Dekar pustete den Dreck einfach weg und öffnete die Schatulle ganz vorsichtig. Darin befand sich tatsächlich der erste Schlüssel, womit er sich glücklich schätzen konnte nun schon einen Teil seines Weges bestritten zu haben.

Die nächste Tür, die erst ganz am Ende des Raumes sichtbar wurde, brachte ihn wieder an die Oberfläche. Dekar holte einmal tief Luft und schaute sich seine neue Umgebung genaustens an. So wie es aussah war er wohl auf einer winzigen Insel gelandet, auf der nichts weiter als ein großer Felsen zu sehen war. Darauf saß erneut ein Rabe der bei Dekars Annäherung zu reden begann:
" Tauche hinab auf den Meeresboden, suche Selan unter vielen Toten. Mit Hilfe ihrer Zauberkräfte, findest du den Schlüssel der dunklen Mächte."

Ohne groß darüber nachzudenken sprang Dekar ins nasskalte Wasser und merkte recht schnell das er atmen konnte. Somit fand er auch schon nach kurzer Zeit die kleine, süße Fee Selan in einem Käfig gefangen. Er nahm sie mit auf die Insel hinauf und befreite sie mit Hilfe seines Schwertes aus ihrem Gefängnis.

" So jetzt bist du frei.", sagte er zu ihr mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Diese flog sofort um ihn herum und bedankte sich bei ihm. Sie zauberte Sekunden später eine Brücke herbei und verwandelte sich daraufhin in einen weiteren Schlüssel.

Nun also mit zwei Schlüsseln im Gepäck, überquerte Dekar voller Stolz den See und war in Gedanken wieder bei seiner Liebsten. Er würde Gades sicherlich dafür büßen lassen und betete, dass er es nicht gewagt hatte sie anzufassen.

Als er nach einem kurzen Marsch an einer Holzhütte ankam, traf er wie erwartet auch hier einen Raben an.
Dieser sprach ihn unverzüglich an: "Kostbare Dinge findest du hier, doch höre nicht auf deine Gier. Dein Herz wird dir nennen den richtigen Schatz, damit du erkennst deinen Schicksalsplatz."

Als der Rabe weggeflogen war, klopfte Dekar fest an die Tür und trat ein, nachdem er keine Antwort bekam. In der spärlich eingerichteten Hütte sah er einen alten, hässlichen Zwerg auf einem Stuhl sitzen, der ihn die ganze Zeit so hämisch angrinste.

"Zwerg, sag mir was ich tun muss.", fragte er ihn in einem barschen Ton. Dieser fing daraufhin an zu lachen und stand nun auf.

Langsamen Schrittes ging er zu dem langen Tisch hinüber und streckte seine Hand vom einen Ende bis hin zum anderen. Wie aus dem nichts erschienen nun ein blauer, funkelnder Diamant in einem Zepter eingearbeitet, eine goldene mit Edelsteinen besetzte Krone und ein roter, herzförmiger Rubinring.

"Wähle einen Gegenstand den du möchtest, doch überlege gut welchen.", erteilte der Zwerg ihm den Rat, bevor er sich zur Seite begab und Dekar nach vorne bat.

Als er vor all den wertvollen Sachen stand, erinnerte er sich an die Worte des letzten Raben und entschied sich daraufhin für den Ring. Er musste lachen, als er daran dachte der Prinzessin den Ring zu ihrer Hochzeit zu schenken. Doch alles was er vorerst wollte, war sie in Sicherheit zu bringen. Den bevorstehenden Krieg ihrer beiden Königreiche hatte er nun komplett vergessen. Für ihn zählte jetzt nur noch sein Glück, auf das er solange hat warten müssen.
Dekar steckte den Ring also in seine Tasche und drehte sich zu dem Zwerge um.

"Kluge Wahl. Deine Liebe zur Prinzessin wird Gades vernichten und Taia und Tarika vereinen.", sagte der kleine Wicht nun in einem etwas freundlicheren Ton.

Allerdings bemerkte Dekar das gar nicht, er war überrascht, dass jemand von seiner Liebe zur Prinzessin wusste. Der Zwerg ging jedoch unbeeindruckt von Dekars weit offenstehendem Mund zu dem Schrank und holte ein sagenumwobenes Schwert heraus.

"Hier, nimm es. Das ist das Lufiaschwert, mit dem wird es dir gelingen im Kampf gegen Gades zu gewinnen. Doch sei gewarnt törichter Krieger. Willst du es für etwas anderes benutzen, wirst du dein Leben verlieren. Im Krieg wird es sich nämlich gegen dich richten, so wie es dies auch bei seinem vorherigen Besitzer getan hat."

Nach diesen lehrreichen Worten verwandelte sich also auch der Zwerg in einen Schlüssel, womit Dekar nun alle drei beisammen hatte. Er hob ihn vom Boden auf und verließ sofort die Hütte. Von hier unten aus konnte er schon die steilen Klippen und Felsen sehen, auf denen sich sein Endziel befand: die Burg von Gades dem Schrecklichen. Nach einer harten Klettertortour, stand er nun also vor dem mächtigen Burgtor. Dekar hatte nicht damit gerechnet, dass der Eingang solch gigantische Ausmaße annehmen würde. Als er noch unten stand, sah er viel, viel kleiner aus.
Er war jedoch bereit für die letzte Herausforderung und steckte die drei Schlüssel in die dafür vorgesehenen Schlösser hinein. Das Tor öffnete sich sehr langsam, während Dekar sein neu erworbenes Schwert zückte und in Abwehrhaltung ging. Zudem betete er, dass er nicht auf irgendwelche Fallen treten würde, sondern unbeschadet Gades gegenüberstehen würde. Als er dann die ersten Stufen hinauf in Richtung der großen Tür ging, bekam er leichte Angst. Noch nie war er in solch einer Situation gelandet. Bisher kannte er seine Feinde genaustens und wusste was ihn erwartete, doch bei Gades hatte er ein ungutes Gefühl.


Nachdem er oben angekommen war, öffnete sich die Tür automatisch und Dekar betrat vorsichtigen Schrittes den Thronsaal. Auf dem Thron konnte er Gades erblicken, der ihn anscheinend erwartet hat.

" Nun, Ihr seid sicherlich gekommen um Eure geliebte Prinzessin zu befreien.“, wiederholte er dass, was sowieso schon beide wussten. Er hatte seine Spione überall gehabt und hatte von einem Adler erfahren, dass Dekar auf dem Weg zu ihm war.

" Ja genau. Ich bin hier um sie mir zurückzuholen. Außerdem werde ich dich töten, auf das du nie wieder etwas Böses anrichten kannst", rief er der finsteren Gestalt entgegen.

Gades erhob sich augenblicklich von seinem Thron und zog ebenfalls sein Schwert aus der Scheide.

" Gut, dann lass uns Kämpfen.", brüllte dieser mit zorniger Stimme in den Raum.


Die beiden Kontrahenten lieferten sich wirklich einen erbitterten Kampf. Dekar wurde zwar leicht am Arm verletzt, doch sein Mut, der Glaube an seine Kraft und die Liebe zur Prinzessin halfen ihm den Kampf zu gewinnen.

" Nein, das kann nicht sein. Ich...Gades...habe gegen einen kleinen Wicht verloren?", stammelte er leise vor sich hin. Er wusste, dass dies sein Ende bedeutete.

"Das Lufiaschwert ist dein Untergang."

Dekar hob sein Schwert in die Luft und schaute ein letztes Mal mit einem verächtenden Blick auf Gades. Ohne zu zögern rammte er es in Gades Herz, welcher augenblicklich tot auf dem Boden lag. In Windesweile drehte er sich um und verließ den Thronsaal. Endlich hatte er es geschafft, nun musste er nur noch die Prinzessin finden.
Er öffnete die Tür zu seiner linken und ging einen hohen Turm hinauf. Dort fand er hinter einer schweren Eisentür die Prinzessin auf einem Bett sitzend. Als er sie sah erschreckte er jedoch, sie war nämlich kein Mensch mehr, sondern glich eher einem fiesen, unheimlichen Monster. Dekar hatte sie trotz ihres Aussehens jedoch sofort erkannt. Den Anhänger den sie immer noch um den Hals trug war ein Geschenk ihres Vaters Daos, welchen er überall wiedererkennen würde.

Langsamen Schrittes ging er deshalb auf die Prinzessin zu, die keine Anstalten machte sich bewegen zu wollen.

" Leana meine Liebste, was hat er dir nur angetan?", fragte er sie mit einem verzweifelten Blick ansehend. Ihm war es jedoch egal, wie seine Prinzessin aussah. Den wundervollen, liebenswürdigen Charakter den er damals so faszinierend an ihr fand, steckte auch jetzt noch in ihr, dass spürte er einfach. So nahm Dekar den Ring aus seiner Tasche und blickte ihn voller Freude an.

" Hier Prinzessin, als Zeichen meiner Liebe."

Er steckte den Ring an den Finger der Prinzessin, welche sich daraufin sofort wieder zurückverwandelte.

" Ich möchte dir danken mein Held. Sag, willst du mich nicht auf mein Schloss zu meinem Vater zurückbegleiten?"

" Aber gerne. Lass uns schnellstmöglich von hier verschwinden. Absofort werde ich immer an deiner Seite sein, sodass so etwas Schreckliches nicht noch einmal geschehen kann.", versprach Dekar der Prinzessin und nahm ihr um sie aus der finsteren Burg hinauszugeleiten.

Daos war echt froh seine Tochter unbeschadet wiederzusehen. Endlich wieder glücklich, dankte er Dekar dafür, dass er ihm seinen einzig wahren Schatz wiedergebracht hat. Als Belohnung stimmte er der Heirat der beiden zu und erklärte sich dazu bereit die Feierlichkeiten selbst zu organisieren. Natürlich war auch König Maxim herzlichst eingeladen und so kam es letztendlich doch noch zum Frieden zwischen den beiden Königreichen. Lufia wurde nun von König Maxim und König Daos regiert, die zuversichtlich in die Zukunft blicken konnten.

Dekar und Leana bauten sich alsbald ein eigenes Schloss und lebten fortan glücklich miteinander. Und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute...
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