Deadly Premonition - Zach tells the Story

von Aheira
GeschichteMystery, Horror / P16
14.02.2012
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14.02.2012 1.218
 
Es regnete stark, als Special Agent Francis York Morgan aus New York auf der Langstraße in Richtung Grellvale fuhr. Er war schon ziemlich Multitaskingfähig, denn auf dem Beifahrersitz thronte ein Laptop, am Ohr klebte ein Telefon und im Mundwinkel hing eine brennende Zigarette. Schon die Hunderste, so fühlte es sich an. Viel zu schnell fuhr der Special Agent des FBI auf der breiten menschenleeren Langdstraßen und rief aufgeregt ins Telefon: "Klar so lann man es auch sehen. Aber das ist total verkehrt. Hör zu. sie brauchen einander. Sie brauchen einander. Das nennt man 'gegenseitige Abhängigkeit'. Und beide wissen das auch. Ja ja ich weiß. Er tut Tom schreckliche Dinge an. Schreckliche, sogar sadistische Dinge. Aber das ist in Ordnung, solange Tom das will. Denk mal drüber nach, wie er sich verhält.Er fordert es ja heraus. Als sein Partner muss er diese Bedürfnis erfüllen. Jerry weiß das. Beweise? In der Serie 'Tom und Jerry' leben sie miteinander... Hallo? Hallo?!"
Er hörte nur noch das Tuten am anderen Ende. Genervt seuftze er und meinte dann: "Zach, ist es nicht unglaublich, das uns das FBI nicht einmal ein Satelittentelfon geben kann? Schau, der Laptop gibt auch kein Ton mehr von sich." Langsam zog er ein Beweistück aus seiner Tasche: Rote Samen, wie die Blätter eines Gänseblühmchens geformt. "Diese Schnösel schicken mich schon wieder in eine Hinterwäldlerstadt. Na ja, ziehen wir uns das mal rein, auch wenn es Zeitverschwendung ist. Dann komm ich wenigstens mal aus dem Großstadtgewühl raus." Dann machte er seine Zigarette aus, und fummelte in seiner Anzugtasche herum. Mit einer schnellen Handbewegung schnippte er eine Zigarette aus der Packung. "Hm? Schau, Zach. Das hab ich von Catwoman. Cool, ne?" Dann nahm er sie Zigarette mit dem Mund und nahm das Feuerzeug raus. Schnipp, schnipp, nichts. Böse starrte er das kleine Teil an und versuchte es weiter, als plötzlich ein roter Schatten vor ihm auftauchte und er panisch das Lenkrad rumriss. Er durchbrach die Leitplanke, raste in den Wald und kam erst einige Meter weiter unten zum Stillstand.

Das Auto war auf dem Dach gelandet, doch wie durch ein Wunder war York nichts passiert. Der trat die Tür auf und kletterte raus. Das Auto brannte leicht und er schaute sich um. Geistesabwesend nahm er sein Feuerzeug und schnippte einmal. Es fing an zu brennen. Grade als er seine im Mundwinkel hängende Zigarette anmachen wollte, bemerkte er, das sie leicht kaputt gebrochen und nass geworden war. Also, das gleiche Spiel von vorne. Neue Zigarette und leicht gierig sog der Agent an dem Glimmstängel. Dabei schaute er sich um. "Dann müssen wir also dadurch..." Er starrte in den Wald hinein. Etwas weiter in der Ferne sah er eine Bewegung, eine fast menschliche Bewegung.

York schnappte sich die Taschenlampe, die einige Meter aus dem Auto geflogen war, sowie Magazine für seine Pistole. Falls dort im Wald etwas böses war, konnte er sich wenigstens verteidigen. Und so ging es in den finsteren, dichten Wald. Es kamen leise Geräusche aus dem Unterholz. Kleine Tiere huschten umher und jagten York immer wieder einen kleinen Schreck ein. Der Regen machte die Sache auch nicht grade einfacher. Als ob Bindfäden vom Himmel fielen, so fühlte es sich an. Kein Wunder also, dass York nach kurzer Zeit bis auf die Unterwäsche durchnässt war. Er hörte einen Hund jaulen und ein weiteres Geräusch, so als ob man jemanden oder etwas erstechen würde, immer und immer wieder. Eine Blutspur auf den Boden warnte York und als er um einen großen Stein herum ging, sah er einen Dobermann auf den Boden liegen, abgeschlachtet und zum Ausbluten bereit. "Zach, ich glaube, ich überlasse dir das Händeschütteln.", flüsterte York leise, und ging weiter, bis zu einer alten Waldhütte. Ob er wollte oder nicht, er musste dort rein, so schien es. Er ging unsicher und langsam in die Hütte, schaltete dort den Stromgenerator ein und hörte hinter sich ein seltsames Klacken und Knacken. Hinter ihm stand eine Frau im dreckigen Kleid mit Blumenmuster. Ihr Gesicht war zu einer Fratze verzerrt und sich bog sich herum, als wolle sie eine akrobatische Brücke machen, doch sie griff York an, der schnell zu seiner Pistole griff und sie erschoss. Doch natürlich war die Frau nicht alleine gekommen, draußen tummelten sich schon andere, die York auf seinem Weg quer durch den Wald erledigen musste. Auf seinem Weg raus, begegnete er einem Mann in roten Regenmantel und einer Axt, der ihn am Weitergehen abhalten wollte. Der Mann flüchtete aber, ohne York großen Schaden zu zu fügen. Nach gefühlten Tausend Jahren kam York endlich wieder auf eine Straße. Als er sich grade runterbeugte, um einen kleinen, roten Ast hoch zu heben, sah er vor seinen Augen leise Bilder flimmern. Leise flüsterte er: "Spürst du das, Zach? In dieser Stadt geht eindeutig was vor. Mein Kaffee hat mich davor gewarnt. Gestern früh formte die Milch in meinem Kaffee die Worte: Morgen wirst du einen Ort erreichen, der dein Schicksal verändern wird. Er sah sein Ziel, einmal Berg runter, vor sich und fing an zu laufen. So langsam war das Wasser in seinen Schuhen doch recht unangenehm, zudem hatte er Hunger und war müde. Er kam an einem Schild vorbei, wo groß Greenvale drauf geschrieben stand. 'Wenigstens bin ich auf dem richtigen Weg...' Er kam zu einer Brücke und konnte dann endlich aufhören zu laufen, als er einen Jeep dort stehen sah. Aus dem Jeep stieg eine junge Frau aus. Sie war blond, hatte schulterlanges Haar und trug eine Sheriff Uniform. "Du bist spät...", murmelte sie eher zu sich selber als zu York. "Ich hätte nicht gedacht, dass Sie mich so lange im Regen warten lassen.", meinte sie. York zog seine Marke aus der nassen Jacke und hielt sie hoch. "FBI-Spezial Agent Francis York Morgen. Bitte nennen Sie mich York. So nennt mich jeder." "Agent York?" York nickte erfreut und fragte gleich drauf los. "Sind sie der Sheriff?" "Hm? Nein, ich bin Hilfssheriff Emily Wyatt. George Woodman ist der Sheriff hier. Er sucht Sie grade. Sind Sie den Weg hier her gelaufen?" "Mein Auto ist liegen geblieben, mehr nicht." Er beobachtete Emily leicht, und flüsterte dann sehr leise zu sich selber: "Sie ist sehr hübsch. War die Reise in dieses Hinterwäldler Kaff eindeutig wert. Nebenbei erwähne lieber nicht, was dort hinten passiert ist. Sie denken sonst, du seiest verrückt... und das wollen wir doch nicht, oder, Zach?" "Willkommen in Greenvale." Plötzlich tauchte ein Bär von einem Mann auf. Er trug eine Sheriff Uniform, darüber eine schwere, schwarze Lederjacke, Cowboy Stiefel und einen passenden schwarzen Hut dazu. Sein Gesicht war mit kleinen Narben übersät und er trug einen dichten Bart, der von der Oberlippe aus nach unten zu seinem Kinn ging. Angepisst sah er sich York an, der sich grade wieder überschwänglich vorgestellt hatte und giftete den FBI-Agent an. "Warum ist das FBI an einen Mord in einer Kleinstadt wie dieser hier interessiert, können Sie mir das verraten, Agent Morgan?" "Ich habe ein persönliches Interesse an den Mördern junger Frauen. Ich suche immer Beispielfälle die mir bei der Profilerstellung helfen. Unsere Vorgesetzten habe das abgesprochen. Sie behalten das Kommando."
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