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Flowers

KurzgeschichteHumor / P6 / Gen
Michael Guerin
13.02.2012
13.02.2012
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2.558
 
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Disclaimer: Roswell und deren Charaktere gehören The WB, Jason Katims und Melinda Metz!

Spoiler: Alternatives Universum

Erstveröffentlichung: 14. Februar 2007



Flowers


"Ich liebe dich", flüsterte Michael an dem Ohr seiner Frau und lächelte glücklich. "Ich liebe dich auch, Spaceboy", entgegnete Maria genauso flüsternd.

Langsam rollte er sich von ihr herunter und legte sich wieder neben Maria, die sich an ihn kuschelte. "Das war ein toller Start in den Tag", grinste Maria und strich über seine nackte Brust.

"Das kannst du laut sagen, mein Schatz", antwortete Michael und rutschte ein Stück zu ihr hinunter. Er blickte in ihre grünen Augen, die ihn anstrahlten und lächelte.

"Alles Liebe zum Hochzeitstag, zum Valentinstag und auch zum Geburtstag", lächelte Michael und küsste sie sanft auf die Lippen. "Danke", flüsterte Maria und küsste ihn noch einmal.

Sie löste sich sanft von ihm und strich über seine Wange. "Ich muss gleich los, danke für den wundervollen Morgen und diese wunderschönen Blumen", lächelte Maria.

Michael lächelte sie an und küsste sie ein weiteres Mal an diesem Morgen leidenschaftlich auf die Lippen und ehe sich Maria versah, war sie in ein weiteres Liebesspiel mit ihrem Mann verwickelt.

*******

"Mrs. Guerin, hier sind wieder Blumen für Sie gekommen", lächelte Sue ihre Chefin an und betrachtete den wundervollen Strauß. "Stell sie bitte auf den Tisch", kam eine knappte Antwort von Maria.

"Von wem sind sie denn?", fragte sie dann aber doch weiter. "Von ihrem Bruder Kyle, er wünscht Ihnen alles Gute zum Geburtstag", antwortete Sue und betrachtete die Blumen.

Maria blickte kurz auf und nickte ihrer Sekretärin freundlich zu. "Wer hat denn Geburtstag?", fragte Maria verwundert. Sue kicherte leise und blickte zu Maria.

"Sie natürlich, Mrs. Guerin, schon den ganzen Tag", entgegnete Sue noch immer leicht belustigt. "Ah ja", war Marias einziger Kommentar und schon verschwand ihr Kopf wieder über dem Schriftstück vor ihr.

"Ich erwarte einen dringenden Anruf, bitte stell keinen durch, ähm... Sue!", sagte Maria und zeichnete mit dem Textmarker etwas auf dem Blatt Papier an.

"Okay, Mrs. Guerin", antwortete Sue und verließ das Büro ihrer Chefin wieder, die heute noch mehr verwirrt war als sonst. Sie kannte Maria nun zwei Jahre und sie wurde immer zerstreuter.

Es war wohl der ganze Stress, den Maria als Staranwältin hier in Los Angeles hatte. Als sie vor vier Jahren mit ihrem Mann von Roswell nach L.A. zog, kannte sie keiner, doch ihre Karriere ging steil bergauf.

Sie gewann Fälle, die schon fast aussichtslos waren mit Argumenten, die keinem anderen eingefallen wären und brachte Verbrecher hinter Gitter, die dort wirklich hingehörten.

Nach einem Jahr in L.A. machte sie ihre eigene Anwaltskanzlei "Guerin und Evans" auf und bekam mehr Anerkennung als alle anderen in L.A., denn sie hatte wirklich großes Potential.

*******

"Maria, ich muss mit dir reden", sagte Liz Evans, als sie in deren Büro stürmte und vor ihrem Tisch stehen blieb. Maria blickte von ihrem Schriftstück auf und sah ihre beste Freundin an.

"Liz... was gibt's denn Wichtiges?", fragte Maria, die nicht viel Zeit hatte, da gleich der wichtige Anruf kam, auf den sie schon den ganzen Tag wartete.

"Ich wollte dir nur gratulieren, ich bin noch nicht dazu gekommen, da ich gerade aus dem Gericht komme und wir den Fall gewonnen haben!", entgegnete Liz fröhlich.

"Klasse", antwortete Maria, die sich auch freute. "Schöne Blumen hast du, wer hat sie alle geschickt?", fragte Liz und zeigte auf den Tisch, der neben der Couch stand.

"Ähm, keine Ahnung, ich weiß ja nicht mal für was die sind, so aufregend war der Fall vom letzten Mal nicht, den wir gewonnen haben", meinte Maria und markierte wieder etwas mit dem Textmarker.

Liz sah sie irritiert an und schüttelte den Kopf, das war typisch Maria, sie vergaß einfach die einfachsten Dinge. "Hat Michael sich schon bei dir gemeldet?", fragte Liz.

Maria hob den Kopf und kramte auf ihrem Tisch herum, bis sie eine Notiz fand. "Warte am Abend auf dich, es gibt dein Lieblingsessen und einen Film, ich liebe dich, Michael!", las Maria ihr vor.

"Och, er ist süß, er hat wirklich an alles heute gedacht, immerhin habt ihr drei Sachen zu feiern", lächelte Liz sie verträumt an. "Drei Sachen... zu feiern, von was sprichst du?", fragte Maria verwundert.

Liz grinste und sah Maria an.

Sie vergaß wirklich alles, was nicht gerade in ihrem Terminplaner stand. "Schätzchen, du hast Geburtstag, heute ist Valentinstag und das Wichtigste, dein Hochzeitstag!", antwortete Liz.

"Alles auf einmal?", fragte Maria.

"Ja, alles auf einmal, Schätzchen", grinste Liz und klopfte ihr auf die Schulter. Maria schüttelte den Kopf und widmete sich wieder ihren Papieren, die einfach kein Ende nahmen.

"Ich werde uns mal Kaffee machen, willst du auch Torte?", fragte Liz. "Ja, aber wer hat Geburtstag, dass wir Torte haben?", fragte Maria und sah ihr nach.

"Bis gleich", meinte Liz nur und verließ das Büro ihrer besten Freundin wieder. Auf dem Flur traf sie auf Isabel, die gerade einige Akten durch die Gegend schleppte.

"Hey, Izzy", lächelte Liz sie an und nahm ihr ein paar Akten ab. "Hey, Liz, warst du schon bei Maria?", fragte Isabel und betrat mit ihr das Büro, wo sie die Akten auf den Tisch legte.

"Gerade eben, ich mache Kaffee und dann essen wir ein Stück Torte. Komm mit oder hast du etwas zu tun?", fragte Liz. "Nein, ich kann mir eine kleine Pause leisten und Maria gratulieren!"

"Gut, aber sie ist ziemlich zerstreut, der Fall beansprucht sie voll und ganz, sie vergisst mal wieder alles", antwortete Liz. Isabel nickte registrierend, das war Maria, sie vergas immer alles.

*******

"Maria, mach dann endlich Schluss, Michael wartet sicher schon auf dich", sagte Liz, als sie gegen sieben am Abend den Kopf in Marias Büro steckte und ihre Freundin beim Tisch sitzen sah.

"Ja, okay, ich gehe gleich", antwortete Maria ohne aufzusehen und schrieb weiter auf dem Schriftstück. Liz seufzte leise und schloss hinter sich die Tür.

Ihre beste Freundin war manchmal nicht einfach und sie wünschte sich, Maria wäre nicht so vergesslich. Aber auf der anderen Seite war Maria samt ihrer Vergesslichkeit ein herzensguter Mensch und es war auch witzig.

Liz lächelte vor sich hin und verließ das Bürogebäude, um zu ihrem Wagen zu gelangen, der gleich vor der Tür stand. Dabei dachte sie an die Jahre mit Maria zurück.

Sie kannte Maria schon seit dem Kindergarten und hatte sofort mit ihr Freundschaft geschlossen. Schon damals war Maria sehr vergesslich gewesen und brachte alle dadurch zum Schmunzeln.

Sie war ein kleines, blondes fünfjähriges Mädchen gewesen, das am liebsten Tulpen gepflückt hatte und damit strahlend zu ihrer Mom gelaufen war, aber sie merkte sich einfach nichts.

Maria nannte kaum jemanden bei seinem Namen, da sie sich die einfach nicht merken konnte, sogar Liz hieß einige Zeit lange "Brownie", da Maria sich keine drei Buchstaben merken konnte.

In der Grundschule lernten Maria und sie dann Max, Isabel, Kyle und Michael kennen und auch sie waren Marias Opfer. Bis auf Michael, da merkte sie sich den Namen, aber er bekam trotzdem einen Spitznamen.

So wurde aus Michael schließlich "Spaceboy", aus Max "Softy", aus Isabel wurde "Prinzesschen" und aus Kyle wurde "Sheriff". Maria selbst bekam von Michael den Namen "Tulpe", da sie die Blumen so sehr mochte.

Liz lächelte, als sie an die Zeit zurück dachte, die schon so lange dahin war, aber dennoch hatten sie alle irgendwie ihre Spitznamen behalten, denn Maria konnte sehr vergesslich sein.

*******

Besorgt öffnete Michael anderthalb Stunden später die Tür zu Marias Büro und sah seine Frau auf ihrem Sessel sitzen und friedlich schlafen. Ein kleines Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, als er sie so sah.

Liz hatte ihn auf ihrem Nachhauseweg angerufen und gemeint, dass Maria auch sicher gleich kam, aber dem war nicht so. Er hatte versucht Maria anzurufen, doch sie ging weder an ihr Handy noch an ihr Bürotelefon.

Schließlich hatte er alles stehen und liegen gelassen und war zu Marias Büro gefahren, wo er ihr Auto vor der Tür stehen sah. Da wusste er, dass Maria in Sicherheit und ihr nichts passiert war.

Leise ging er um den Tisch herum und hockte sich neben seine Frau, die so friedlich schlief. "Hey, mein Schatz, wach auf", flüsterte Michael und strich sanft über ihre Wange.

Irritiert und verschlafen öffnete Maria die Augen und sah Michael an. Erst nach einigen Sekunden registrierte sie, wer da vor ihr hockte. "Spaceboy", sagte sie leise und richtete sich auf.

"Na, mein Schatz", lächelte Michael sie an und strich wieder über ihre Wange. "Was machst du denn hier?", fragte Maria verwunderte und fuhr sich mit der Hand über das Gesicht.

"Dich abholen, es ist schon spät", antwortete Michael und nahm ihre Hand in seine. Maria ließ sich von ihm aus dem Stuhl ziehen und blickte sich noch immer etwas verwirrt um.

Lächelnd zog Michael sie in seine Arme und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. "Na komm, lass uns nach Hause fahren und feiern", meinte Michael und verließ mit ihr das Büro.

"Was denn feiern?", fragte Maria und kratzte sich am Kopf. "Sage ich dir, wenn wir zu Hause sind", entgegnete Michael geheimnisvoll und küsste sie noch einmal auf die Stirn.

Maria nickte gedankenverloren und kuschelte sich an seine Seite, sie liebte ihn so sehr, da war es ihr eigentlich egal, was er mit ihr anstellte und wohin er sich brachte.

*******

"Geh mal hinauf ins Bad und mach dich frisch, es war ein langer Tag", sagte Michael sanft und drückte Maria kurz an sich. "Danach essen wir und können ein wenig feiern!"

"Was denn feiern?", fragte Maria verwundert und sah ihren Mann verständnislos an. Michael lächelte und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn, er liebte ihre Vergesslichkeit einfach.

"Wenn du dich frisch gemacht hast, bekommst du deine Überraschung von der wir vorhin gesprochen haben, mein Schatz", entgegnete Michael leise und küsste sie noch einmal auf die Stirn.

Wortlos nickte sie und ging in den ersten Stock, sie öffnete die Schlafzimmertür und sah die herrlichen duftenden, gelben Tulpen auf ihrem Nachttisch stehen.

Maria lächelte und roch an den Blumen.

"Für was ich die wohl bekommen hab?", fragte Maria sich leise und ging ins Badezimmer, um sich schnell zu duschen, denn sie wollte Michael nicht so lange warten lassen.

*******

Maria öffnete die Schlafzimmertür und setzte einen Fuß hinaus, wo sie sogleich auf etwas stieg. Sie blickte zu Boden und ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als sie die Blumen sah.

Michael hatte mit Tulpen und Nelken, ihren Lieblingsblumen, eine Linie gelegt, die über die Stiegen hinunter ins Vorzimmer und danach ins Wohnzimmer führte.

Er hatte sich echt viel Mühe für das alles gegeben, aber sie wusste nicht warum. Sie würde es aber sicher gleich herausfinden, wenn sie ins Wohnzimmer ging.

Als sie dort keine zwei Minuten später ankam, blieb ihr der Mund offen stehen. Sprachlos stand Maria in der Tür und sah sich im Wohnzimmer um, wo alles mit Kerzen beleuchtet war.

Michael kam mit zwei Sektgläsern aus der Küche und stellte sie auf dem Wohnzimmertisch ab, bevor er zu seiner Frau ging, die noch immer sprachlos war.

"Na, gefällt es dir?", fragte Michael leise und küsste sie sanft auf die Wange. "Das fragst du noch, Michael, es ist wundervoll", lächelte Maria ihn an.

"Freut mich, dass es dir gefällt, mein Schatz", flüsterte Michael und führte sie zu der gemütlichen Couch, die in der Mitte des Raumes stand und richtig zum Kuscheln einlud.

Maria sah sich im Wohnzimmer um und das Strahlen in ihren Augen wurde immer größer. Überall standen wunderschöne Blumen in Vasen und dazwischen kleine Geschenke.

"Für was ist das alles?", fragte Maria noch immer ziemlich verblüfft und sah Michael an. Er strich sanft über ihre Wange und küsste sie kurz auf die Lippen.

"Schließ die Augen und atme einmal tief ein und aus, dann entspann dich und denke einfach an gar nichts", sagte Michael, der ihre Hände in seinen hielt.

Maria tat, was er sagte und Sekunden später schlug sie die Augen auf und hatte Tränen in den Augen. "Oh, Michael", flüsterte Maria und flog ihm um den Hals.

"Ich liebe dich, Michael, das ist so schön", lächelte sie und küsste ihn kurz. "Ich hoffe du vergisst es den restlichen Abend nicht", entgegnete Michael.

Maria schüttelte den Kopf und kuschelte sich an ihn. "Nein, dieses Mal merke ich es mir", meinte Maria schmunzelnd und nahm das Sektglas in die Hand, das er ihr gab.

"Ich liebe dich, Maria", flüsterte Michael an ihren Lippen und blickte tief in ihre Augen. Sie sah ihn lächelnd an und nahm sein Gesicht in ihre kleinen Hände.

"Danke, für den schönsten Geburtstag, Valentinstag und Hochzeitstag", flüsterte Maria und küsste ihn leidenschaftlich. Michael erwiderte den Kuss und war froh, dass sie endlich die Arbeit hinter sich gelassen hatte.

"Was gibt es zu essen, ich habe schon mächtig Hunger und ich will wissen, welchen Film wir sehen werden", grinste Maria ihn an. Michael drückte sie an sich und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

"Also es gibt dein Lieblingsessen und deinen Lieblingsfilm, ich hoffe du weißt, was das alles ist", lächelte Michael sie schelmisch an. Maria grinste, ja sie wusste es noch.

"Bleib sitzen, ich werde das Essen holen und den Film einlegen", entgegnete Michael und sah seine Frau liebevoll an. Maria lächelte glücklich und legte die Füße auf die Couch.

*******

"Schläfst du schon?", fragte Michael leise und strich über Marias Rücken. Sie seufzte leise und kuschelte sich noch näher an ihren Mann. Er lächelte und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

"Lass uns nach oben gehen", sagte Michael und drehte den Fernseher ab. "Trag mich", nuschelte Maria an seiner Brust und klammerte sich an ihn. Wieder musste Michael grinsen und drückte sie an sich.

Vorsichtig stand er auf und nahm Maria auf den Arm, die sich sofort wieder an ihn kuschelte. Sein Blick schweifte durch das Zimmer, wo überall Blumen standen und einen herrlichen Duft verströmten.

Die Kerzen waren alle von alleine ausgegangen und er brauchte sich keine Sorgen machen, dass irgendetwas passierte. "Sind wir schon oben?", fragte Maria an seiner Schulter.

"Gleich, mein Schatz", antwortete Michael. "Sag mir Bescheid", entgegnete Maria verschlafen und zog seinen verdammt guten Duft nach Mann und Duschgel ein.

Als sie das Wohnzimmer verließen, öffnete Maria noch einmal die Augen und sah die Blumenpracht, die im Wohnzimmer war. Sie lächelte glücklich und kuschelte sich an ihn.

"Ich liebe dich, Spaceboy", flüsterte Maria und blickte in seine braunen Augen. Er lächelte sie an und gab ihr einen sanften Kuss. "Ich liebe dich auch, Tulpe!"


-The End-
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