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A Story of two SkyPirates

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft / P12 / Gen
Balthier Fran
10.02.2012
18.02.2012
4
5.022
 
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10.02.2012 1.665
 
Ffamran Mid Bunansa, ein genialer Junger Mann. So wurde er jedenfalls in seiner Heimatstadt Archardia betitelt.
Er selbst war kein großer Freund dieser hochgegriffenen Wortwahl.
Sicher, er war in sehr jungen Jahren schon zu einem Richter aufgestiegen, doch das war wirklich nichts auf das er stolz war.
Während ihm diese Gedanken durch den Kopf rasten, schlenderte der junge Ffamran durch die dämmernden Straßen von der Oberstadt von Archardia.
Halbherzig nahm er auch das ein oder andere Gespräch das um ihn herum stattfand wahr und ebenso einige fragende Blicke der Leute, die sich nicht sicher waren ob sie wirklich diesen Wunderknaben aus dem Hause Bunansa vor sich hatten.
Er machte jeden Abend denselben Spaziergang, aber niemand schien ihn wirklich zu erkennen. Sein Name hatte die Runde gemacht, aber sein Gesicht nicht.
Das hatte ihn erheblich beruhigt. So ging er nach einigen Minuten, wie sie ihm vorkamen, zu seinem Elternhaus und seinem, sich nach und nach zum negativen, verändertem Vater zurück.


„Hallo, Vater? Ich bin zurück.“, rief er halb laut durch die Eingangshalle ihres nicht gerade klein geratenen Hauses. Kurzes Warten… Keine Antwort.
//Er wird wohl immer noch im Labor sein, so wie immer//, dachte Ffamran sich und stieß ein klagendes Seufzen aus.
Seit sein Vater von einer Expedition nach Giruvegan zurückgekommen war, hatte er sich zu 100% verändert.
Er war nicht mehr der fürsorgliche Vater, der nur das Beste für seinen Sohn wollte. Nein, er war ein verrückter alter Mann geworden, der mit einem nicht anwesenden Gesprächspartner redete. Venat nannte er ihn.
Ffamran fragte sich des Öfteren was wohl mit seinem Vater geschehen war, doch jeden Versuch den er unternahm um es zu erfahren, blockte sein Vater ab.
Weiterhin seufzend zog er sich auf sein Zimmer zurück und legte sich auf sein Bett um mit nachdenklicher Miene an die Decke zu starren.

Als er die Augen wieder öffnete war es draußen schon wieder hell. //Mist ich muss eingeschlafen sein…//, dachte er sich während er sich mit zusammengekniffenen Augen erhob und die Vorhänge ein Stück weit zuzog.
Er zog sich rasch um und machte sich auf den Weg nach unten wo er wahrscheinlich, wie die letzten Wochen auch, niemanden zu Erwarten hatte.
Im unteren Geschoss angekommen, genehmigte er sich kurz ein kleines Frühstück und machte sich auch gleich auf den Weg zum Hauptquartier der Imperialen Armee.
Im eben diesem Angekommen, durchquerte er die viel zu prunkvolle Eingangshalle um zu dem übergroßen Konferenzsaal zu kommen, in dem Heute entschieden würde, wie in verschiedenen Angelegenheiten weiter vorgegangen würde.
Nachdem er in seinem Sitz platzgenommen hatte, füllte sich allmählig die Halle.
Etwa eine halte Stunde verging bis auch der letzte Richter in der Runde seinen Platz gefunden hatte.

„Willkommen meine Freunde, zu unserer heutigen Runde. Wir haben viele Themen zu besprechen, also lasst und sofort beginnen, damit wir schnell voran kommen.“, erhob ein alter Mann, dessen Name Ffamran sich noch nie merken konnte und der ihm auch eigentlich ziemlich egal war, das Wort.
Die ersten Themen die zu besprechen waren, drehten sich um partnerschaftliche Beziehungen zu den Königreichen Rozarria und Dalmasca, wobei sich letzteres in vollen Zügen gegen jegliche Friedliche Verhandlung zu wehren vermochte.
Doch diesen Themen hörte der junge Richter nur mit einem Ohr zu. Mit seinen Gedanken war er bei seinem Vater, was ihm einfach keine Ruhe lies.
// Was ist nur geschehen, das ein Mann sich innerhalb so weniger Zeit so verändert…//, dachte er und senkte niedergeschlagen seinen Blick.
Nach einigen Stunden solcher Gespräche,  kam ein Thema, welches Ffamran einen Schock versetzte.
Die Richter und der hohe Rat hatten auf Bitten von seinem Vater, Cidolfus Demen Bunansa, zugestimmt ein Nomadendorf in der Westwüste von Dalmasca zu vernichten, mit dem Grund, dass er seine neuste Waffe testen wolle. Das Ffamran darauf sehr sauer reagierte konnte man ihm ansehen, doch sagen konnte er nichts.
So würde er jeden gegen sich aufbringen. So wartete er die letzten Themen ab und nachdem der Hohe Richter sich bei ihnen allen für ihr Erscheinen bedankt hatte, verließ Ffamran fast schon im Rennen den Konferenzsaal und auch das Hauptquartier der Richter.
Er rannte zum Draklor-Laboratorium um seinen völlig von Sinnen zu sein scheinendem Vater zur Rede zu stellen.


Als er ankam, ignorierte er die Begrüßung der Wachen und presste sich an ihnen vorbei.
Er betrat das Büro seines Vaters, indem er die Tür so fest aufdrückte, dass sie mit voller Wucht gegen die dahinter gelegene Wand krachte.
Ein unschönes Geräusch.
„Was denkst du dir dabei, unschuldige Menschen für deine Hirnrissigen Ideen zu opfern, Vater?!“, brüllte er los, ohne auf die sichtlich erstaunte Miene seines Vaters zu achten.
Dessen Miene veränderte sich schlagartig zu einer eisigen Maske.
„Diese Menschen sind hauptsächlich Gesetzlose, es wird kein großer Verlust für die Gesellschaften sein.
Und dieses kleine Opfer ist nötig um meine Waffe für den Schutz von unserem Königreich zu testen.“. „Völliger Blödsinn!!! Pfeif deine Hunde zurück oder ich werde es tun!“, drohte Ffamran nun seinem Vater, der davon nicht sonderlich begeistert schien.
„Du kannst nichts dagegen tun, finde dich damit ab mein Sohn.“, er blickte die Luft zu seiner Rechten an“, keine Sorge Venat, unser Plan wird nicht scheitern.“.
„Du hast doch den Verstand verloren!“, schrie Ffamran seinem Vater noch entgegen, bevor er ebenso schnell wie er das Labor betreten hatte auch wieder hinaus stürmte .Was sollte er nun tun? Einfach hinnehmen das Hunderte von Unschuldigen einfach sterben?
Nein, das konnte er nicht.
Er machte sich auf den Weg zum Quartier des Hohen Rats, um ihnen klar zu machen, dass sein Vater verrückt ist und nichts weiter.
Er nahm den ihm bekannten schnellsten Weg und bahnte sich auch im Gebäude des hohen Rats den schnellsten Weg zu seinem Ziel.

Als er vor all den Greisen stand, wurde ihm schon etwas mulmig zumute, doch er fasste sich ein Herz und sprach einfach drauf los.
„Ehrenwerter Rat, ich muss euch davon abhalten eine Dummheit zu begehen. Ihr dürft nicht auf meinen Vater hören, er ist übergeschnappt!“, sprach er zu ihnen mit leicht verzweifeltem Unterton. Dann begann der Älteste zu reden:“Junger Richter Bunansa, dein Versuch die Menschen zu retten ist wirklich beachtlich, doch wir haben gut darüber nachgedacht und sind zu dem Schluss gekommen das dieses Opfer notwendig ist. Und nun geh, es gibt hier nichts mehr für dich zu tun.“.
Er wollte sich weigern und weiter auf diese Alten einreden, aber er entschied sich anders, da er Wachen in seinem Nacken spürte. Er wandte sich mit einem verächtlichen Schnauben ab und verließ mit schnellem Gang das Gebäude.
// Die sind doch alle Verrückt. Halten sie sich für Götter?! Oder sind sie einfach nur überheblich//, dachte er sich während er durch die Stadt zurück zu seinem Haus schritt.
Was würde er jetzt tun? Weiter in dieser Stadt bleiben, in der sich die Menschen wagten, über das Leben anderer zu bestimmten als wäre es nichts?
Nein, das konnte er nicht. Er entschloss sich dazu diese Stadt, diese Leute, einfach dieses Leben hinter sich zu lassen. Dieses Leben in Ketten war ihm ohnehin zuwider. Als er in seinem Zimmer war, schloss er die Tür hinter sich ab, setzte sich auf sein Bett und begann zu planen, was er für seine Reise brauchte.
Er brauchte ein Schiff um von hier wegzukommen, das war unumgänglich, nur wo solle er eins herbekommen?

Er überlegte und überlegte, bis ihm die Idee der Prototypen seines Vaters kam.
Eins von ihnen gefiel ihm ohnehin sehr gut und es sollte aussortiert werden, da eine Massenproduktion zu teuer gewesen wäre.
Es zu stehlen sollte auch kein Problem sein, denn dieses kleine Wunder der Technik wurde nicht gut bewacht da fast niemand außer ihm und seinem Vater davon wusste.
Als er mit Planen und dem Packen einiger Habseligkeiten fertig war, machte er sich auf den Weg zu dem kleinen Hangar  indem sein zukünftiges Schiff stehen sollte.
Er vergewisserte sich das ihn niemand sah und schlüpfte durch einen kleinen Spalt des Stahltors das er geöffnet hatte.
Da stand es. Das Luftschiff vom Modell YX5-7R. Ein wahres Schmuckstück, eine Schande, dass das Imperium es verschrotten wollte. „Keine Bange,  ich hole dich hier raus.“, murmelte Ffamran als er mit der Hand über den kalten Stahl der Flügel striff.
Er öffnete die Luke und ging langsam in das Innere des Schiffs.

Das reinste Chaos, nicht verwunderlich wo man das Schiff doch bald verschrotten wollte. Er bahnte sich einen Weg in das Cockpit und setzte sich auf den schon leicht eingestaubten Pilotensessel.
Ein wunderbares Gefühl. Doch er hatte keine Zeit um hier zu entspannen.
Er stand noch einmal auf um in der ledernen Tasche zu kramen die er mitgenommen hatte, um einen kleinen Stein dort hinaus zu nehmen, den er zuvor aus dem Labor seines Vaters entwendet hatte.
//Wenn ich den hier einsetze holt mich so schnell keiner ein//, dachte er sich, schmunzelte leicht und kämpfte sich den Weg zum Maschinenraum frei. Er musste dieses Gerümpel unbedingt entsorgen wenn er hier weg war.
Nach einer guten halben Stunde hatte er den Stein eingebaut und ging zurück zum Cockpit. Nun nur noch starten und nichts wie weg von hier.

Klingt leichter als es durchgeführt ist. Doch das kümmerte den jungen Mann nicht  im Geringsten.
Das einzige was ihn im Moment interessierte, war ein sauberer Abgang aus dieser Hölle. Er startete die Motoren und setzte zum Start an.
Das Schiff setzte sich rumorend in Bewegung, ein Zeichen dafür, dass es hier schon lange unbenutzt rumstehen musste.
Es erhob sich langsam in die Lüfte und in Ffamran überkam schon fast ein kleines Gefühl von Freude, doch um das zu empfinden war er zu niedergeschlagen.
Als der Vogel über die Mauer war startete der Junge gleich den Turbo, damit es niemanden wundert was hier passiert.
//Die Menschen hier sind ohnehin viel zu ignorant um sowas zu bemerken//, dachte er sich als er über die, ihm mittlerweile winzig vorkommende Stadt, flog.  Nachdem er die Stadt ein gutes Stück hinter sich gelassen hatte, machte er sich erstmal klar, das er keine Ahnung hatte wo er eigentlich hinflog.
Er überquerte Ozeane, Ebenen und Steppen ohne zu wissen wo er eigentlich war.
 
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