The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
Guten Morgen, Folks :D

Heute melde ich mich mit zwei guten Dingen: Eins: wir haben endlich Ferien :D Und zwei:
HAPPY BIRTHDAY JIMBO *________*
Dazu kommt sowieso noch ein Blogpost, das lasse ich mir ja nicht durch die Lappen gehen :D

hier ist er:
http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2013/02/happy-birthday-jimmy-d.html

Sou,
jetzt kommt endlich die Vacky Aussprache :D
Auf die freue ich mich auch schon eine Ewigkeit :3
Na
Whatever

Ich wünsch euch viel Spaß
Keep Running
xxo Franky und Link

81. Kapitel
Zacky POV

Nachdem Brian verschwunden ist herrscht erst mal unangenehme Stille im Zimmer. Ich sehe auf meine Fingernägel, Vic neben mir ist ebenso still und sieht zu meiner Gitarre.
„Ich... ich hol schnell was“, murmle ich, stehe dann auf und verschwinde aus dem Zimmer. Verdammt, das da ist meine beste Freundin, nicht der President von Saudi Arabien. Ich habe weder Bombenangriffe noch wilde Hunde von Mr. Burns persönlich zu erwarten, wovor hab ich dann bitte Angst?
Na ja, ich weiß, wovor ich Angst habe. Nämlich von der Wahrheit. Davor, woran ich überall Schuld bin. Denn ich weiß dass einiges nur passiert ist, weil ich auf stur geschalten habe...
Im Badezimmer krame ich ein wenig herum, finde dann das Verbandszeug und wusele zurück in mein Zimmer. Dort werfe ich den Kram auf mein Bett und setze mich neben Vic.
„Wie... wie geht’s dir?“, frage ich leise, sie zuckt mit den Schultern, streicht sich dann eine nasse Haarsträhne zurück, sieht mir aber nicht in die Augen.
„Ging schon mal besser...“, sagt sie leise. „Dir?“ Und eigentlich komme ich mir jetzt noch beschissener vor, wenn ich ihr jetzt wahrheitsgemäß antworten muss.
„Gut“, sage ich zögernd. „Sehr gut...“
„Ich weiß. Brian ist ja wieder bei dir. Ich freu mich für euch“, sagt sie leise und verzieht den Mund zu einem leichten Lächeln, das aber nicht wirklich fröhlich aussieht. „Wie geht’s deiner Unterlippe?“
„Meine was?“ Wow, sind wir begriffsstutzig heute...
„Unterlippe?“, fragt sie. Unter normalen Umständen hätte sie über meine Verpeiltheit gelacht. Heute nicht.
„Wie kommst du auf einmal da drauf?“, frage ich und lecke mir unbewusst über die Unterlippe.
„Paul hat dich irgendwie hart drangenommen...“ Jetzt hätte sie wieder gelacht...
„Ach, nicht so schlimm, wirklich. Ist schon wieder verheilt und so“, sage ich und schiebe die Unterlippe dann vor. Vic nickt, ist dann wieder still. Ein paar Minuten sitzen wir schweigend nebeneinander, und ehrlich, ich glaube ich springe gleich auf und fange an zu schreien. So kann’s doch nicht weitergehen! Ich drehe gleich durch, wenn sich nicht sofort was ändert!
Schnell drehe ich mich zu ihr, sehe sie an.
„Okay, wie geht’s dir wirklich?!“, frage ich nach.
„Ich hab doch schon gesagt, dass...“
„Vic, ich kenne dich und ich kenne ihn. Dir geht es nicht nur ‚nicht so gut’, dir geht’s verdammt noch mal scheiße!“
„Schön, dass du das bemerkst“, haucht sie zitternd. „Und ja. In der Schule hab ich die ganze Woche nichts mitbekommen. Ich bin dauernd in den Regen gekommen, da ich nicht nach Hause wollte wegen meinem Dad. Daheim bin ich geschlagen worden. Ich war mir sicher, dass ich dich für immer verloren habe und nie mehr so jemanden wie dich finden würde. Jimmy ignoriert mich, was kein Wunder ist. Brian hat mich angefunkelt als hätte ich seine gesamte Familie im Schlaf umgebracht, Matt hat mich nicht wahrgenommen, Johnny war zurückhaltend. Weihnachten war eine Katastrophe, die ich den halben Tag in meinem Zimmer abgesessen bin. Und heute hat mich mein Vater vor der gesamten Mannschaft im Gates bloßgestellt und... und...“ Kopfschüttelnd bricht sie ab, hält sich dann beide Hände vor das Gesicht und schluchzt trocken auf. „Ja, mir geht’s scheiße“, nuschelt sie in ihre Hände hinein, und ich sitze neben ihr wie so ein dummer Klotz und komme mir wie der letzte Mofo auf der Welt vor.
Bevor ich was sagen kann, sieht Vic jedoch wieder auf und sieht mir in die Augen.
„Zack, ich verspreche dir, dass ich mich ändern werde! Wirklich, ich werde dich nie mehr um was bitten, ich werde dich nie mehr wo reinziehen und das, was ich anstelle, alleine ausbaden.
Ich... werde dir nicht mehr zu Last fallen und mich ändern, ich verspreche es dir. Aber bitte... bitte verzeih mir, was ich dir und Brian angetan habe. Bitte, ich hab dich so verdammt vermisst, es... es ist einfach nichts mehr so wie’s war wenn du nicht mehr da bist. Zacky, ich brauch dich“, sagt sie und eine Träne läuft ihr über die Wangen.
Zögernd ziehe ich sie in eine Umarmung und streiche ihr sachte über den Arm, da ich nicht weiß, wie sehr ihr das zurzeit wehtut.
„Vic, hör mir mal zu“, fange ich leise an, sie zuckt zusammen. Vermutlich erwartet sie jetzt wieder eine Zurückweisung. Scheiße, ich werde ewig brauchen, um das wieder hinzubiegen...
„Vic, ich hab das nicht so gemeint! Klar, ich war damals echt verdammt sauer auf dich, aber ich hab das nie so gemeint, ich schwör’s dir! Hey, wenn ich dich nicht lieben würde, hätte ich es doch nie so lange mit dir ausgehalten, oder?“ ZACKY, FALSCHE WORTWAHL! „Ich... ich meine... ach verdammt! Vic, es tut mir leid, das zu dir gesagt zu haben!
Und wie mir das leid tut, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie schwer das war, in der Schule bei jedem Lehrer zu fragen ob ich mich umsetzen darf. Es war schwer und hat sich falsch angefühlt.
Aber als ich so sauer auf dich war... Mensch, da habe ich einfach irgendwas gesagt! Ich... ich wollte dich loswerden, und ich weiß, dass ich... dir wehtun hab müssen, um das zu schaffen. Und das... dafür hasse ich mich selbst wie die Pest!
Hey, du kennst mich, ich würde nie im Leben wollen dass dein Vater dir so was antut! Ich hab dir versprochen dass ich auf dich aufpassen werde und nicht, dass ich insgeheim hoffe, dass du niedergeschlagen wirst!
Verstehst du, was ich meine?“
„Aber es hat doch alles so... so einleuchtend geklungen“, sagt Vic an meine Schulter, ich schüttele nur den Kopf.
„Was hat denn da einleuchtend geklungen? Verdammte Scheiße, gleich nachdem ich das alles gesagt habe, hätte ich mir schon selbst Eine verpassen können!
Ich habe gewusst, dass ich einen Fehler gemacht habe, und trotzdem habe ich nichts dagegen getan.“
„War ja auch dein gutes Recht, ich meine, ich habe deine Beziehung zerstört“, sagt sie leise, ich schüttele den Kopf.
„Vergiss das einfach, okay? Du hast gar nichts zerstört, da war ich ja auch selber Schuld, weil ich Brian nichts gesagt habe. Außerdem... Brian und ich sind wieder zusammen, uns geht’s gut. Zum Glück fehlte eigentlich nur noch eins...“
„Soll ich wieder gehen?“, fragt Vic besorgt und lehnt sich von mir weg. Ich schlage mir mit der Handfläche gegen die Stirn und sehe sie dann vielsagend an.
„Ich meine DICH!“, sage ich ernst, sie betrachtet mich nur mit großen Augen. „Vic, ich hab dich auch vermisst. Vergessen wir das einfach? Ich bitte dich!
Mir ist klar, dass das jetzt noch eine Zeit lang zwischen uns stehen wird, da man so einen Streit nicht von einer Minute auf die andere vergessen kann, aber wir können daran arbeiten! Und wir werden das schaffen, davon bin ich überzeugt!“ Vic sieht mich an, eine weitere Träne läuft über ihre Wangen.
„Ich hab dich lieb, weißt du das? Die ganze Zeit, als du mich gehasst hast, habe ich dich noch lieb gehabt, und jetzt auch...“
„Ich dich auch, auch wenn ich es mir nie eingestehen wollte...“, sage ich leise, drücke sie dann noch mal an mich und setze mich schließlich anständig hin.
Kurze Zeit ist es leise, bis Vic anfängt, sich gedankenverloren über den Arm zu streichen. Mit der Handbewegung wache ich auf und stupse sie leicht an.
„Jetzt zeig mal her“, sage ich leise, sie legt den Kopf schräg und zögert. „Ich will mir das mal ansehen, das kannst du doch unmöglich so lassen“, sage ich, sie zuckt nur die Schultern und zieht dann langsam den Reißverschluss auf. Dann zieht sie die Jacke aus und sitzt in meinem schwarzen Jack Daniels Shirt vor mir. Sie streckt den rechten Arm nach mir aus und legt ihn mir in die Hände.
„Er hat sich ein wenig mehr ausgetobt, so wegen Weihnachten und so“, sagt sie trocken, ich fahre sachte über den Bluterguss.
„Wie lange hast du das schon?“
„Keine Ahnung, die Ferien dauern schon eine Zeit lang, da habe ich aufgehört, die Tage zu zählen“, sagt sie bitter.
„Tut’s noch krass weh?“
„Vor allem wenn ich schlafe. Und vorhin im Club hat er mich noch mal beim Arm gepackt, was nicht sonderlich fördernd war...“, erzählt sie.
„Was hast du da eigentlich ganz allein gemacht?“, will ich wissen, während ich den eh schon so kurzen Ärmel weiter hinauf schiebe um den restlichen Arm auch noch ansehen zu können.
„Silvester gefeiert“, sagt sie leise und zieht scharf die Luft ein, als ich über eine Blutkruste streiche.
„Sorry...“, sage ich leise und fange dann an, daran herum zu arzten. Vic gibt keinen Mucks von sich, bis ich die schlimmsten Wunden behandelt habe. Dann fange ich wieder an zu reden.
„Wie sieht’s mit deinem Rücken aus?“
„Der ist Dank meines Vaters wunderschön verunstaltet“, sagt Vic leise. „Willst du’s sehen?“ Ohne eine Antwort abzuwarten dreht sie mir den Rücken zu und wartet. Zögernd ziehe ich das Shirt hoch und mein Blick fällt auf die lange Narbe, die schon zugewachsen ist.
„Ich sehe aus wie so ein Krüppel“, murrt sie leise und zupft am Verband herum, den ich ihr gerade angelegt habe.
„Red keinen Scheiß! Du siehst aus wie... wie ein Fallen Angel“, sage ich leise, Vic zuckt zusammen.
„Danke... Zacky“, sagt sie leise und senkt den Kopf.