The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
Cheerio alle zusammen ^-^

Hier kommt euer Highlight des Tages! ...oder so.
Na, egal ob Highlight oder nicht, ich hab hier ein neues Chap für euch (nein, wer hätte das gedacht!), das eigentlich eher ein kleiner Füller ist, aber ich hoffe, es ist trotzdem amüsant, interessant oder whatever.
Irgendwelchen Blödsinn (diesmal mit Stargast Marlin und Dory, bekannt aus 'Findet Nemo'!) und zwei ernst gemeinte Fragen (ja, bitte schaut vorbei :3) gibt's hier: http://insidethetruthissocold.blogspot.com/2012/03/8-volleyfail-oder-failball.html
...und ich belästige euch jetzt nicht weiter.

Have Fun! (..und probiert niemals, stundenlang Beast And The Harlot am Bass zu spielen und dann auch noch zu sporteln, das führt nur zu.. Schmeeerz .__.)
Lina & Franky



8. Kapitel
Brians POV

Konzentriert beobachte ich Elena, die am hintersten Ende des Volleyballfeldes steht und den hellgrünen Ball anvisiert, bevor sie ihn mit einem gut gezielten Aufschlag über das Netz befördert. „Meins!“, ruft G rechts von mir, bevor sie sich todesmutig in den Sand wirft und den Ball in letzter Sekunde wieder hochbringt, sodass Matt ihn wieder auf die Gegenseite spielen kann. Da kann ich mich nicht einmal aufregen, dass normale Menschen ‚Ich‘ schreien, bevor sie den Ball annehmen, und sich nicht benehmen wie die psychotischen Möwen aus ‚Findet Nemo‘… und ja, nebenbei gesagt finde ich die Viecher wirklich etwas verstörend.
„Nicht schlecht, Kleine“, grinse ich ihr also zu, als sie sich lachend den Dreck von ihrem grauen Tanktop und den orange-weißen Shorts klopft. Seit ungefähr einem Jahr spielen Matt, G und ich mit vollem Einsatz – oder so – und ein paar andren Mädchen aus unserem Jahrgang Volleyball und haben sogar einen eigenen Kurs bekommen, nachdem mein bester Freund sich… etwas mit dem Direktor gestritten hat, dass nicht jeder amerikanische Teenager Footballer oder Cheerleader sein muss. Aber wo er Recht hat, hat er Recht, und wenn ich mir G als Cheerleader vorstelle… Oh mein Gott. Sie würde eher Leute mit diesen hässlichen Bommeln erschlagen, als sonst etwas zu tun, so viel steht fest.
„Bri, dein Aufschlag“, höre ich eine Stimme von links und reiße instinktiv die  Arme hoch, um den grünen Volleyball zu fangen, den Matt netterweise genau auf mein Gesicht gezielt hat. Tolle Freunde hab ich da, denke ich mir grinsend und positioniere mich hinter der Außenlinie, um einen der miserabelsten Aufschläge hinzulegen, den ich in meiner Karriere je geschafft habe. Trotzdem gut gelaunt strecke ich der schwarzhaarigen Ash, die mich gerade herzhaft auslacht, beide Mittelfinger entgegen und grinse sie entschuldigend an, als sie meinen Blick beleidigt erwidert.
Eigentlich müsste man denken, dass wir nicht so beliebt sind, so als Außenseiter. Aber unser Volleyballteam hat einfach einen kompletten Narren an Matt und mir gefressen, und auch Giovanna wurde nach ein paar Spielen recht herzlich aufgenommen. Eigentlich nur ein weiterer Beweis, dass manche Schüler in diesem Haufen doch ganz okay sein können, wenn sie wollen… oder so ähnlich.
„Meine Güte, Brian, den hättest du auch nicht besser zielen können“, kommt ein gespielt bissiger Kommentar von hinten, und einen Moment später lehnt sich auch schon Mia auf meine Schulter.
„Ich bin ein Genie, ich darf das“, grinse ich zu ihr hinunter und beobachte zusammen mit der Rothaarigen, wie Elena verzweifelt versucht, den Ball ohne weiteren Schaden anzurichten aus dem Pool, der neben dem Volleyballplatz liegt, zu fischen. Der Schwimmlehrer sieht sie schon etwas säuerlich an, als sie fast den Kescher ins Wasser fallen lässt und der Ball immer weiter in die Mitte des Beckens treibt, und ich fange nur an zu lachen. Schuldbewusst? Ich? Na, nicht wirklich.
Neben dem Pool stehen ein paar Schüler, die anscheinend schon anfangen, sich abzutrocknen, nachdem sie ihre fünfhundertsiebendundzwanzig Längen erfolgreich hinter sich gebracht haben. Kurz schaue ich mich um, dann entdecke ich eine orange Badehose und winke Josh schnell zu, der nur überaus kunstvoll mit seinem Handtuch herumwedelt. Neben ihm wischt Baker sich gerade über die etwas blaue Nase, als der Prof ihn zu sich ruft und unter dem Blick der anderen Schüler noch einmal in den Pool zurückschickt.
In dem Moment unterbreche ich meine Beobachtungen, da Mia sich wieder wie gewohnt hinter G platziert und mit den Handgelenken knackst. Ich selbst stelle mich wie immer hinten in der Mitte auf, da Matt mit seiner doch beträchtlichen Körpergröße – und Kastenfigur, man muss es einfach gesagt haben – alleine die ganze rechte Hälfte abdeckt. Ich sage ja, der hat als Kind wirklich zu viele Fruchtzwerge gegessen…
„Einen Aufschlag noch, dann machen wir Schluss“, kommandiert Elena etwas säuerlich und wirft den triefenden Volleyball zu Ash, die ihn locker fängt und sofort in einem chlorhaltigen Sprühregen steht. Probeweise dreht sie die tropfende Kugel etwas in den Händen herum, bevor sie einen etwas schiefen Aufschlag genau in Matts Richtung hinlegt, der den Ball lachend mit der Brust abfängt und in meine Richtung abdreht.
Mit einem Hechtsprung stürze ich nach vorne, erwische den Ball mit dem Kopf und spüre das dreckige Poolwasser und etwas Sand an meiner Stirn nach unten rinnen. Lecker… Durch meine zusammengekniffenen Augen sehe ich zu, wie der Ball in einem wunderschönen Bogen ins andere Feld fliegt, dort ins Out geht und in einen verdorrten Busch rollt.
„Aus, Leute“, lacht Matt neben mir auf und einen Moment später spüre ich schon seinen muskulösen Arm um meine Schulter. „Mädels, ihr habt gewonnen, ausnahmsweise…“, fährt er fort und zieht mich in der Mitte der Gruppe zu den Umkleiden. Grinsend wische ich mir mit dem Arm über die Stirn, um das Wasser irgendwie loszuwerden, was aber nicht so ganz klappen will, weswegen ich mir einfach mein verschwitztes Sportshirt über den Kopf ziehe.
Fast sofort spüre ich ein paar prüfende Blicke, aber es ist mir egal. Ist ja nicht so, dass die Mädels mich nie oben ohne sehen. Und obwohl ich bei weitem nicht so durchtrainiert wie Matt bin, denke ich, ich muss mich nicht verstecken – was auch gleich von Mia bestätigt wird, die mir spielerisch hinterherpfeift.
„Ich sag ja, wenn ich Single wäre…“, setzt sie noch einen drauf, und Elena fängt an zu lachen.
„Wer sagt denn, dass ich dich überhaupt wollen würde, hm?“, gebe ich zurück und krame ein Handtuch aus meiner Sporttasche, bevor ich zu Matt in die Männerduschen verschwinde. Also nicht zu Matt in die Dusche, aber zu den Duschen, in denen Matt ist… Okay, das ist irgendwie zu hoch für mich. Jedenfalls stehe ich wenig später in meiner eigenen Dusche und wasche mir Sand aus den Haaren, während das kalte Wasser meinen Rücken hinunterrinnt. Warum muss es in Kali nur so warm im Oktober sein…

Müde hänge ich eine halbe Stunde später in Carrie herum, darauf wartend, dass Jimmy endlich von seinem Sportunterricht zurückkommt und wir fahren können. Gerade als Matt neben mir beginnt, sich aufzuregen, dass meine nassen Haare anscheinend die Kopfstütze seines Auto komplett einsauen, wird eine der hinteren Türen aufgerissen und jemand lässt sich mit einem sehr Jimmy-artigen Lachen auf die Rückbank kippen. Gegen meinen Willen muss ich selbst grinsen, als ich höre, wie er irgendwas davon schwafelt, dass man mit Johnny absolut nicht Badminton spielen kann. Denn… wen wundert’s? Johnny ist einfach nicht besonders groß, während Jim sogar Matt noch um ein Stück überragt, und für jeden seiner Schritte macht der Bassist geschätzte drei.
„Schon mal dran gedacht, dir einen Partner in deiner Größe zu suchen?“, unterbreche ich den Redeschwall meines besten Freundes grinsend, als Matt Carrie startet und leise summend in Richtung zuhause lenkt. Jimmy gibt nur etwas Undefinierbares von sich, das sich stark nach „Klugscheißen kann ich selber“ anhört, und ich drehe grinsend meinen Kopf zur leicht verschmierten Autoscheibe.
„Ja ja“, murmle ich, als ich auf den Gehweg zwei bekannte Gestalten entdecke. Baker und seine kleine Freundin, die gerade auf seinem Rücken hängt und sich anscheinend von ihm nachhause schleppen lässt. Etwas gelangweilt beobachte ich sie, bis sie außer Sichtweite sind, dann starre ich müde auf das Armaturenbrett.
„Sind die eigentlich zusammen?“, echot Matt meine Gedanken, und ich zucke nur die Schultern, während Jimmy – warum auch immer – anfängt zu husten.
„Keine Ahnung“, antworte ich doch noch. „Aber, ich zitiere Jimmys Mom: Jeder Topf hat seinen Deckel…“
„…und mein Sohn ist eine Pfanne!“, beendet Matt lachend meinen Satz, während von der Rückbank nur ein leises Knurren und ein müder Schlag in meine Richtung kommen.