The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
Guten Abend meine lieben, tollen, genialen, wunderschönen, awesomen Leser :D
Warum ich euch so knuddeln könnte?
Na ja...
über 8000 Aufrufe und 200 Reviews sind geknackt :DDD
Wir sind euch so dankbar, ohne euch wäre Truth vermutlich nur eine kleine Story auf meiner Festplatte :D Aber stattdessen ist es DIE Story auf meiner Festplatte xD
Und weil ich heute so gut drauf bin:
Ein Blog :D

http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2013/01/soon.html

Okay
mehr blablabla (haha, Sam Winchester) gibt es im Blog
Keep Running
xxo Franky und Link (ja, Link)

75. Kapitel
Zacky POV

„Was denn... nee. Oder? Meins?!“, fängt Brian an zu lachen, als ich ihm den Fedora, den ich gerade noch auf dem Kopf hatte, hinhalte. Mir ist wohl klar, dass ich mich mit Bri erst eine halbe Stunde oder so wieder verstehe… Aber wenn er gleich hier ist, kann er den Hut haben. Ist sowieso seiner.
„Wenn du ihn nicht willst, kann ich ihn auch behalten“, sage ich unsicher, er weitet nur die Augen und ich fange an zu lachen. Okay, schon klar, das war Antwort genug.
„Frohe Weihnachten. Du Sack“, sage ich noch mal und setze ihm den Hut auf. Brian fängt an zu strahlen und drückt ihn sich weiter auf den Kopf, nur um zu grinsen wie ein glücklicher überfahrener Lemming. Obwohl... lassen wir das mit dem Überfahren vielleicht weg...
„Woa, der muss ein Vermögen gekostet haben. Wie awesome. Oh mein Gott, Zee, schau mal wie ich aussehe!“, quasselt er aufgebracht, ich lächele nur vor mich hin und muss dann zu grinsen anfangen, da er sich den Hut zu weit ins Gesicht gezogen hat. Also ich hab jetzt ja mit vielem gerechnet, aber nicht mit so was.
„Steht dir gut, ja“, sage ich lächelnd und drücke ihm noch einen Kuss auf den Mund. Jesus, Maria und Josef, habe ich das vermisst. Und ich habe gar nicht bemerkt, WIE sehr ich das vermisst habe.
„Ja Brian, steht dir echt besser als Zack, dass muss ich schon zugeben“, kommt es von meiner Mutter und ich sehe auf.
„Mom!“ Was macht die denn schon hier? Und warum habe ich sie nicht gehört?!
„Stimmt ja. Zacky, mit Hut sieht du aus wie ein Penner!“ Brian neben mir fängt an zu lachen, ich verziehe das Gesicht. Was für eine Familie.
„Mom!“, nörgele ich los. Also irgendwie... muss ich mich an so was erst mal gewöhnen, wenn ich ehrlich bin. Meine Mutter hebt nur die Hände und geht wieder.
„Ich sag ja nur“, hört man noch, ich drehe mich zu Brian.
„Äh ja. Wie auch immer. Jedenfalls steht’s DIR“, sage ich noch mal nickend, Bri fängt an zu grinsen.
„Weißt du eigentlich, wie froh ich bin, dass die Sache so ausgegangen ist?“, fragt er, ich lege den Kopf leicht schräg.
„Ja, weiß ich“, sage ich ehrlich, er schüttelt den Kopf.
„Gott sei Dank bin ich zuerst zu dir gegangen, sonst hätte ich echt viel Geld aus dem Fenster gepfeffert.“
„Bitte was?!“, frage ich verwirrt nach. Das ist doch jetzt nicht sein Ernst, dass es ihm hier nur um Geld geht! „Dir geht’s nur um doofes Geld?“, frage ich entrüstet, er schüttelt schnell den Kopf.
„Was? Himmel nein. Sonst wäre ich ja nicht bei dir jetzt, oder?“
„Hm, touchè“, gebe ich mich geschlagen. „Also, worum geht’s?“
„Na ja, glaub mir das jetzt oder nicht, aber ich habe dein Geschenk auf dabei. Ich hab dir ja zu deinem Geburtstag gesagt, dass du dein Geburtstagsgeschenk erst zu Weihnachten bekommst, weil ich das verbunden habe. Kannst du dich daran noch erinnern?“
„Ich bin jetzt zwar achtzehn, aber ich habe noch keinen Alzheimer!“, mosere ich herum, bis ich dann aufsehe. „Du hast was für mich?!“, frage ich dann erstaunt. Damit habe ich nämlich echt nicht gerechnet. Ich meine, warum hätte ich das tun sollen.
Vor allem nicht, weil ich ja dachte, dass ich für ihn gestorben wäre.
„Ja, es sitzt vor dir!“ Okay, so viel zum Geschenk.
„Das ist schon ein wenig selbstverliebt, findest du nicht auch?“, mache ich und piekse ihm in den Bauch. Er verdreht die Augen, rückt dann noch mal am Hut herum und sieht dann vielsagend zu mir.
„Ich meine damit nicht mich, Zacky“, sagt er und zieht dann noch eine Augenbraue hoch. Oh Mist, er kann das. Ich dachte, ich bin einer der Wenigen, die das drauf haben.
„Und ich dachte schon“, lache ich, lehne mich dann aber zu ihm. „Ich brauch nichts, echt. Außer es ist teuer, dann nehme ich es gern“, sage ich grinsend, Brian lacht leise und fasst sich dann in die Vordertasche seines Hoodies.
„Eigentlich wollte ich nachher noch zur Kartenbörse, um die zurückzugeben. Aber da das jetzt so gekommen ist, kann ich mir den Weg wie’s aussieht sparen“, sagt er leise und drückt mir dann zwei Karten in die Hand.
„Was soll das...“, fange ich an, dann lese ich, was auf den Karten steht und fange an zu schreien. „HEILIGE SCHEIßE, BRIAN!
„Bin ich gerade gleichzeitig mit der Phrase ‚heilige Scheiße’ in einem Satz vorgekommen?“, fragt mein Freund, kann jedoch nicht weiterreden, da ich schon um seinen Hals gefallen bin und ihn fest an mich drücke.
„Du irres Schwein!“, sage ich laut. „Das muss doch verfickt teuer gewesen sein!“
„Ich bin kein irres Schwein. Wenn, dann bin ich das Spiderschwein von Chuck Norris“, lacht Brian. „Zacky, ich krieg keine Luft mehr“, macht er dann und gibt ein paar abgehakte Röchellaute von sich. Ich lasse ihn leicht los und starre ihn dann an.
„Aber... Karten für Black Veil Brides?“, frage ich fast schon hysterisch, wie so ein kleines, durchgedrehtes Fangirl. Bri lacht auf, lehnt sich dann zu mir und küsst mich automatisch auf den Mund.
„Kein Problem, du durchgeknallte Nudel. Das hab ich echt gerne gemacht“, lacht er leise und lehnt dann seine Stirn an meine.
„Aber... aber... Und ich hab nur so n ollen Hut! Jetzt komme ich mir echt verdammt schäbig vor!“ Bri zieht scharf die Luft ein und macht große Augen.
„Hast du gerade ernsthaft meinen Fedora als ‚ollen Hut’ bezeichnet?!“, fragt er beleidigt, ich zucke mit den Schultern.
„Gegen das da“, ich deute auf die Karten, „ist alles blöd!“, rede ich dann weiter. Dann halte ich die Karten an meine Nase und hole tief Luft. „Ich kann den Konzertschweiß schon riechen“, sage ich begeistert, Brian prustet los.
„Ganz normal bist du nicht, oder?“, fragt er.
„Hab‘ ich nie behauptet“, meine ich grinsend, lege dann die Karten auf den Tisch neben die Christbaumkugeln und drücke meinen Jetzt-wieder-Freund an mich. „Danke, danke, danke. Das ist das Beste, was man mir hätte schenken können. Ich glaube, heute ist der beste Tag in meinem Leben. Zuerst krieg ich dich wieder zurück, dann krieg ich gesagt, dass ich Jinxx sehen werde... Ich glaube, ich drehe gleich durch. Und du kommst mir?“, frage ich, Bri nickt.
„Klar, will ich mir ja nicht entgehen lassen“, grinst er. „Und ja, heute ist einfach ein geiler Tag. Ich hab immerhin meinen Zee wieder zurück. Jetzt biste wieder nur meins“, sagt er glücklich, ich strahle ihn an.
„Jungs? Würde es euch was ausmachen, wenn ihr vielleicht schon mal anfangen würdet, den Christbaum zu schmücken? “, kommt es dann, sehr unpassend wenn ich das sagen darf, aus der Küche und ich drehe mich zur Tür.
„Mom, nicht jetzt!“, rufe ich zurück und schüttle den Kopf.
„Warum nicht?“, fragen sie und Brian gleichzeitig. Was zur Hölle...
„Na ja, ich... hast du echt Bock drauf, bunte Kugeln auf einen fremden Baum zu hängen?“, frage ich, Brian fängt nur an, dumm loszulachen. Dann erst fällt mir auf, wie zweideutig man das verstehen kann und werde rot. „Scheiße Brian! NICHT SO!“, sage ich entsetzt, Bri kichert einfach weiter.
„Machen wir schon, Mrs. Baker“, sagt er dann lauter und wuschelt mir durch die Haare. „Meine Güte Zee, du bist heute echt ein wenig durch den Wind, hm?“
„Ja, hallo? Du, BVB... fehlt nur noch, dass plötzlich der Weihnachtsmann vom Dach fällt und du in sein Kostüm schlüpfen musst. Wie Tim Allen in dem Film da...“
„Und dann werden wir das schwule Paar aus ‚Santa Claus 1- eine bescheuerte Bescherung’ oder was?“, fragt Bri kichernd und nimmt dann einen Haken vom Wohnzimmertisch.
„Ich wette, das würde sich sicher super verkaufen!“, meine ich und schnappe mir dann eine Kugel. Dann stehe ich auf und hänge sie an den Baum. Erste Kugel in dem Jahr, auch wieder was Schönes.
„Aber wette nicht um allzu viel, mein Lieber“, sagt Bri dicht hinter mir. Ich seufze glücklich auf und hole eine weitere Kugel. Ich kann es gar nicht zu oft sagen. Heute bin unglücklich aufgewacht und dann im Laufe des Tages zum glücklichsten Menschen auf der Welt geworden. Fehlt nur noch eines…

„Musst du echt schon gehen?“, frage ich ein paar Stunden später, als sich mein Freund wieder in seine Converse schwingt und sich den Hut richtet.
„Ja, meine Mom würde mich umbringen, wenn ich zu spät zum Weihnachtsessen komme. Außerdem gibt’s bei dir auch gleich Essen, also werde ich mich jetzt zu meiner Familie bewegen.“
„Na ja, okay. Frohe Weihnachten noch mal. Auch deinen Eltern und so“, sage ich, stelle mich dann noch mal vor ihn hin.
„Werde ich ausrichten“, haucht Bri, beugt sich dann noch mal zu mir und küsst mich sanft. „Frohe Weihnachten, Mrs. Baker!“, ruft er noch schnell, bekommt eine Antwort zurückgeschleudert und grinst dann. „Okay, ich gehe jetzt wirklich.“ Dann fängt er an, an meiner Haustür herumzuschrauben, sie aber nicht auf zu bekommen.
Mit einem Grinsen drehe ich den Schlüssel in die richtige Richtung und halte ihm dann die Tür auf.
„Danke, Mr. Baker“, sagt Bri peinlich berührt und mach dann einen Schritt nach draußen. Als er noch einen Schritt machen will, weicht er in letzter Sekunde vor irgendwas aus und fällt fast die eine Stufe hinunter.
„Bri?“, frage ich, der dreht sich nur um und hebt dann das, was am Boden liegt, auf.
„Ist das deines?“, fragt er verwundert und hält mir ein kleines Paket unter die Nase. Als ich das Geschenkpapier sehe, läuft es mir kalt den Rücken hinunter, ich nicke abgehakt.
„Ich... Ich glaube“, sage ich entsetzt, Bri dreht das Päckchen hin und her.
„Vermutest du da drinnen eine Briefbombe oder warum bist du auf einmal so blass geworden?“, fragt er leicht besorgt, ich schüttle nur den Kopf.
„Vic“, sage ich schlicht und starre auf das schwarze Glitzerpapier. ‚Ich hatte nur rotes Papier daheim, musst du wissen. Schwarzes verkauft keine Sau, und schwarzer Glitter ist schwul’, höre ich sie direkt sagen und schüttle den Kopf. „Willst du’s haben?“, frage ich Bri, der mich daraufhin entsetzt anstarrt.
„Spinnst du? Ich denke, es ist echt wichtig, wenn sie dir das bringt, auch wenn ihr zerstritten seid!“ Ich grummele nur was Unverständliches und nehme dann das Paket in die Hand.
„Du solltest noch mal mit ihr reden“, sagt Bri leise, ich schüttle den Kopf.
„Nein. Dann passiert vielleicht noch mal so eine Scheiße. Und ich will dich nicht noch mal verlieren...“, sage ich leise, werde dann von ihm in den Arm genommen.
„Herrgott Zee, ich merke doch, wie weh dir das tut! Bitte, denk da noch mal darüber nach“, sagt er leise, lässt mich dann los und verschwindet. Unentschlossen bleibe ich vor der Tür stehen, will das Paket gerade in einen Busch werfen, als ich meinen Namen darauf finde. Einfach, schlicht, und dennoch so persönlich. Und haltet mich jetzt für den letzten Idioten, aber irgendwie muss ich es jetzt mitnehmen.
Kopfschüttelnd setze ich mich ins Wohnzimmer, höre, wie meine Mutter im Esszimmer schon den Tisch deckt.
„In ein paar Minuten gibt’s Essen“, ruft sie, ich nicke.
„Ist okay“, sage ich, starre aber auf das DVD große Paket vor mir. Für eine DVD ist es aber zu dick, das müssten schon eher zwei, drei DVD’s sein... „Hineinsehen kostet nichts...“, murmle ich, auch wenn ich nicht will. Aber verdammt, was muss ich auch so neugierig sein.
Mit einem schnellen Ruck entferne ich das schwarze Papier, habe dann aber eine rote Box vor mir auf den Schoß und starre verwirrt drauf. Okay?
Zögernd nehme ich den Deckel ab und finde dann ein kleines, zusammengefaltetes Blatt Papier. Ich nehme es zwischen meine Finger, falte es auf und überfliege die Nachricht, die in Vics Handschrift geschrieben ist.
‚Zee. Ich dachte, vielleicht willst du die haben. Sind nur Kopien, aber... keine Ahnung, vielleicht willst du’s haben. Wenn nicht... bitte tu mir den Gefallen und lass die zerrissenen Schnipsel nicht vor meinem Haus liegen.
Ich... Also, Zack, es tut mir leid und... ach, ich wünsche dir und deiner Mom Frohe Weihnachten und wünsch mir, dass sich das zwischen dir und dem Hut... und Brian bald mal klärt... Ihr schafft das, ich weiß das. Wenn wer es schafft, dann ihr zwei…
Na ja, das war’s dann auch schon wieder.
Keep Running, Vic’, lese ich, werfe den Zettel dann auf den Wohnzimmertisch vor mich und sehe in die Schachtel hinein. Und das, was ich sehe, schnürt mir echt den Hals zu und ich versuche zu schlucken, was nicht klappt.
„Ach du... Scheiße“, hauche ich und betrachte die locker 100 Fotos, die in der Schachtel liegen. Mit einer schnellen Handbewegung schütte ich die Schachtel auf die Couch aus und nehme dann eines der Bilder in die Hand.
Vic und ich, vor einem Jahr zu Weihnachten. Sie hatte gefragt, ob sie bei uns feiern dürfte, und meine Mom hatte nichts dagegen, also ist sie geblieben. Das Bild zeigt uns, wie wir vor dem Baum sitzen wie zwei kleine Kinder und fett grinsen.
Schnell nehme ich ein weiteres Bild. Ich, wie ich im Gates sitze und gerade was sagen will, Vic, die die Kamera von sich hält und gewinnend grinst.
Nächstes Bild. Ich, wie ich auf einer Schaukel sitze und Eis schlabbere, Vic, die vor mir auf dem Boden sitzt und in mein Knie piekst. Und so gehen die Bilder weiter. Bild um Bild kommen mehr Erinnerungen zurück, Bild um Bild merke ich, wie sehr mir das echt wehtut.
Dann finde ich ein Bild, das noch gar nicht so alt ist. Vielleicht vor drei, vier Wochen aufgenommen. Vic, wie sie mich umarmt und dabei ein Foto macht. Ich, wie ich sie an mich drücke und glücklich grinse. Ich glaube, da war ich gerade mal ein paar Tage mit Brian zusammen.
Und noch ehe ich mich versehen kann, tropft eine Träne auf die Bilder und ich wische mir entsetzt über die Augen. Verdammt, genau das wollte sie doch damit! Dass ich heule wie ein Mädchen. Falsche Schlange...
Falsche, dumme, idiotische...
Ich kann das nicht mehr. Ich... scheiße, ich kann sie nicht mehr so nennen.
Mit zitterndem Unterkiefer drücke ich die Bilder an mich und schüttle den Kopf. Warum muss immer erst so was mir zeigen, dass ich Menschen vermisse? Warum...
„Zacky, kommst du jetzt essen?“, ruft meine Mutter, ich schrecke hoch. Irgendwie komme ich mir vor wie ein Gefühlswrack. Einerseits bin ich so glücklich, weil ich Brian wieder habe. Doch andererseits...