The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
Hey Ho :)
Da heute Nikolo ist, haben wir beschlossen auch heute ein Kapitel hochzuladen. Einfach so :D

Also, zuallererst das hier:
Wenn ihr fertig seid mit dem Kapitel hier, bleiben die Mistgabeln und Fackeln zu Hause und ihr lasst uns bitte leben xD
Wer genaueres erfahren will, sollte später den Blog lesen. Nicht vorlesen, da ich das Kapi zerlegen werde und ihr sonst zu viele Spoiler habt xD
Also hier klicken:

http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2012/12/hatten-wir-doch-nur-keine-dummen-idee.html

Gut
Dann lest mal den Blog für mehr Erklärung, würde ich sagen
Keep Running
xxo Franky und  L

63. Kapitel
Zacky POV

„Don’t give me love, don’t give me faith, wisdom nor pride, give innocence instead“, summe ich leise vor mich hin, während ich meine Sportsachen aus meine Tasche werfe und sie am Boden mit dem Fuß verteile.
Mist, ich hätte die gestern schon rausnehmen sollen, warum bin ich auch so blöd und lasse die eine ganze Nacht lang in meiner Sporttasche herumgammeln? Mit gerümpfter Nase nehme ich meine Badehose in die Hand, werfe mir das immer noch feuchte Handtuch um die Schulter und marschiere in den Keller, wo ich den ganzen Dreck auf den Boden vor die Waschmaschine werfe und dann wieder schnell abhaue. Denn wenn ich jemals einer Waschmaschine zu Nahe komme... na ja, die Feuerwehr würde sich freuen, unseren Keller noch Mal auspumpen zu dürfen, mehr sage ich dazu gar nicht mehr.
Dann schleiche ich nach oben in die Küche, schnappe mir ein Bier und schlendere in mein Zimmer hoch. Und ja, es ist scheißegal, ob jetzt erst zehn Uhr morgens ist, Ted und Marshall aus How I Met Your Mother dürfen das auch. Bier am Morgen, ein Traum!
In meinem Zimmer setze ich mich aufs Bett und werfe meinen Schulkram vor mich hin um nachzusehen, ob noch was ansteht. Mathe und Deutsch Hausübung, dazu noch ein Protokoll der zur gestrigen Literaturstunde verfassen. Na, das kann ja lustig werden, da ich sicherlich den Blödsinn mit dem Batmanzitat einbauen werden. Aber ich habe es mir gestern eh schon gedacht... Wenn Jimmy immer so draufsein sollte, dann werde ich in nächster Zeit viel aushalten müssen.
Mit einem Grinsen setze ich mich an den Schreibtisch und schlage mein Mathebuch auf, sodass mir das Grinsen gleich wieder vergeht. Wie ich das doch hasse, immer die ganzen unnötigen Formeln und die bescheuerte Fragestellung. Ich meine, bin ich der Erste, dem auffällt dass kein Schwein 580 Melonen kauft, die exponentiell auf einem Feld gewachsen sind, das die Ausmaße x und y besitzt?!
Da ich nach ein paar Minuten beschließe, dass das noch Zeit bis morgen hat, schalte ich meine Stereo ein, drehe auf und genieße erst mal die ersten paar Töne von Carolyn von Black Veil Brides.
Dann hole ich meinen Laptop von meinem Kasten und schalte ihn ein, um schnell mal meine Mails zu checken. Als ich Facebook geöffnet habe, lacht mir gleich mal eine Freundschaftseinladung von G entgegen, die ich mit einem Lächeln annehme, dann like ich schnell mal Vics Bild , das sie hochgestellt hat und mache den Computer wieder aus, da sonst nichts anzustehen scheint.
Gerade als ich mich meiner Gitarre widmen will –wozu habe ich das Teil denn, wenn ich nicht darauf spiele?- klingelt mein Handy. Neue SMS von ‚VIC’ steht quer über das Display und ich lese schnell mal über ihre Nachricht.
‚Hey Zeezee. Willst du ne Runde mit ins Einkaufszentrum kommen? Ich muss noch was kaufen, ich brauch dringend nen neuen Rock, mir gehen meine schon aus, und das suckt -.-. Hast du Zeit und Lust? Sonst muss ich mich da allein hinbewegen und allein macht das alles keinen Spaß und so ;).’
‚Wann, wo?’, tippe ich zurück.
‚So um zwei? Natürlich nur, wenn’s dir nix ausmacht! Ich meine, du hast ja auch noch ein Leben...’
‚Red keinen Scheiß, was sollte mir das denn ausmachen XD? Ich hab eh nix zu tun, und auf Hausübung habe ich echt noch keine Lust, die kann ich auch getrost noch morgen machen. Wird dann zwar stressig, aber was soll’s ;). Bin um zwei bei dir.’
‚Danke, du wirst es nicht bereuen *-*’, schreibt sie noch zurück, ich fange an zu grinsen und lege mein Handy zurück auf meinen Schreibtisch, bevor ich mich nunr wirklich meiner Gitarre widme.

Um halb eins schnappe ich mir noch schnell mein Geld (man kann ja nie wissen, was man alles in der Stadt findet, vielleicht gefällt mir ja was. Und nein, so gehe ich nicht immer einkaufen. Nur sehr oft...) und verlasse dann das Haus.
Immerhin hat meine Mom heute wieder Dienst, weshalb ich so oder so allein zu Hause gewesen wäre. Aber ab nächster Woche hat sie frei, da bald Weihnachten ansteht und sie lieber zu Hause bei mir ist, wie sie so schön sagt.
Vor mich hinpfeifend gehe ich zu meiner besten Freundin und klingele dann dort an der Tür. Nach ein paar Minuten wird die aufgerissen und Vic fällt mir um den Hals.
„Hey Zacky!“, lacht sie. Etwas perplex drücke ich sie zurück und kann mir ein Kichern nicht verkneifen.
„Hey V. Na, du bist heute aber verdammt gut drauf, was?“, frage ich grinsend und wuschele ihr durch die Haare, was sie nicht leiden kann. Aber hey, ich bin größer und älter, sie kann mir nichts antun!
„Ja, keine Ahnung warum. Mir kommt’s so vor, als würde heut noch ein richtig geiler Tag werden“, sagt sie mit einem Grinsen und richtet sich dann die Haare, bevor sie noch mal schnell im Haus verschwindet, vermutlich um ihren Kram zu holen, und stellt sich dann wieder vor mich hin.
„Bin mit Zacky weg. Tschau Mom!“, ruft sie noch mal ins Haus und zieht die Haustür dann hinter sich zu. „Okay, gehen wir!“, meint sich und hakt sich bei mir unter.
„Vic, weißt du wann ich dich das letzte Mal so happy gesehen habe?!“, frage ich sie verwundert.
„Keine Ahnung, aber du wirst es mir gleich sagen, denke ich“, meint sie lächelnd und zieht mich Richtung Bushaltestelle.
„Na ja, ich habe leider keine Ahnung. Ist schon ne Zeit lang her, würde ich sagen...“, sage ich nachdenklich, sie nickt schnell.
„Ja, ich weiß. Hatte in letzter Zeit irgendwie ne komische Zeit. War der Satz gerade verständlich? Ach, scheiß drauf, du verstehst schon, was ich meine“, sagt sie.
„Sonst wäre ich nicht dein bester Freund.“
„Gut kombiniert! Hey, wo ist eigentlich Brian?“, fragt sie.
„Na ja, keine Ahnung. Ich war heute allein. Und wie kommst du denn bitte jetzt da drauf? Brian ist mein Freund, nicht mein Schoßhund“, lache ich leise. „Außerdem würde ich ihn nicht mitnehmen, wenn DU mich einlädts mit DIR shoppen zu gehen. Ich lade doch keinen dazu ein“, sage ich ehrlich.
„Schön, dass zu wissen. Echt“, sagt sie und beißt sich dann auf die Unterlippe. „Na ja, spätestens morgen siehts du ihn eh wieder“, meint sie.
„Erst am Montag. Wir haben das Wochenende beide vor, was mit unseren Families zu machen. Wegen dritten Advent und so.“
„Ach Dreck, den Sonntag ist ja dritter Advent!“, raunt Vic und greift sich an den Kopf. „Wie die Zeit vergeht, gleich haben wir Weihnachten“, murmelt sie. „Denkst du, ich habe dieses Jahr Glück und Dad muss an Weihachten arbeiten?“ Etwas betreten sehe ich zu ihr, zucke dann mit den Schultern. Das ist im Prinzip schon lange einer ihrer Weihachtswünsche. Einmal das Fest der Familie mit ihrer Familie, sprich ihrer Mutter, zu verbringen. Ohne ihren verdammten Vater.
„Vielleicht“, sage ich.
„Ich hab die Hoffnung eh schon aufgegeben“, meint sie und steigt dann in den Bus ein, der gerade vor unserer Nase gehalten hat.
„Hey, die Hoffnung stirbt immer zuletzt, das weiß du!“, rufe ich ihr nach und stelle mich neben sie hin.
„Ja, auch wieder wahr...“ Auf der Fahrt zum Stadtzentrum diskutieren wir noch über Weihnachten, was ich denke was Brian mit schenkt und wie ich ihm mein Geschenk übergeben werde. Und Vics Vorschlag (Ich habe ne Idee. Also, du liegst am Bett, und alles, was du anhast ist der Fedora!), den habe ich gleich mal überhört. Ich meine... sie und ihre Vorstellung von einem schwulen Paar, echt jetzt...
In den Arkaden selbst jagen wir dann von einem Shop zum anderen, da angeblich alle Röcke entweder hässlich oder zu klein waren. Aber wir haben Weihnachten, da gehen ja bekanntlich die meisten Leute einkaufen, also muss sie sich nicht wundern, wenn die meisten Sachen schon weg sind...
Im vorletzten Laden –und das Zentrum hat locker 50 Läden nur für Klamotten- finden wir dann endlich, was meine Freundin zu suchen gescheint hat. Einen roten Rock mit schwarzem Unterrock und einem dünnen schwarzen Band als Gürtel.
„Wie findest du so was eigentlich immer wieder?“, frage ich verwundert, als sie zahlt.
„Ich suche, ich finde!“, meint sie nur.
„Ja, du bist wie die Tochter von Chuck Norris!“, meine ich zuversichtlich und klopfe ihr auf die Schulter. „Chuckine Norris!“
„Was ist mit dir los?“, lacht meine Freundin, während die Verkäuferin komisch gafft und den Rock in eine Tüte steckt.
„Der Weihrauch benebelt meine Nebenhöhlen, und das ist schlecht für mein Hirn“, erkläre ich sachlich, Vic nickt.
„Das verstehe ich natürlich!“ Dann nimmt sie ihren Rock und marschiert vor mir aus dem Laden.
„Hast du gesehen, wie die gestarrt hat?“, kichert sie kaum verhalten und hakt sich bei mir unter.
„Ja, als würde ich sagen dass ich mir gleich die Unterhose ausziehe oder so“, sage ich verwirrt, Vic lacht. „Hey, machen wir mal ne Pause?“, frage ich dann, da mir langsam aber sicher die Füße wehtun.
„Hm, klar. Warum nicht?“, sagt Vic und zieht mich dann zu einer Bank, die am Ende des einen Kaufhausflügels steht. Ich lasse mich geschafft fallen und atme dann erst mal tief ein.
„Wow, Shoppingmarathon“, sage ich, Vic verdreht die Augen.
„Übertreib’s nicht“, meint sie grinsend, dann lehnt sie sich zu mir und schluckt kurz. „Du... Zee... sollten wir das nicht mal proben?“, fragt sie leise und wird rot.
„Was proben?“, frage ich verwirrt, sie starrt mir aber nur ins Gesicht und man merkt ihr an, wie peinlich ihr das zu sein scheint. „Oh, du meinst den Kuss?“, frage ich.
„Na ja... ja.“
„Warum willst du das denn proben?“
„Ich möchte das so realistisch wie möglich rüberbringen! Hey, meine Zukunft hängt davon ab.“
„Meine irgendwie auch. Hm... Was, wenn Brian plötzlich hier auftaucht?“, frage ich skeptisch, Vic schüttelt den Kopf.
„Warum sollte der an einem Samstagnachmittag mitten im Kaufhaus aufkreuzen?“, fragt sie.
„Auch wieder wahr...“, gebe ich zu, zucke dann mit den Schultern.
„Na, von mir aus kannst du ruhig proben, ich habe nix dagegen. Aber ich finde die Idee, Jimmy damit eifersüchtig zu machen, immer noch ein wenig hirnrissig...“, gebe ich zu.
„Die ist ja auch hirnrissig, wenn wir ehrlich sind“, sagt sie grinsend, legt dann ihre Tasche neben sich hin und setzt sich rittling auf mich drauf. „Na ja, mal sehen, wie überzeugend wir rüberkommen“, sagt sie skeptisch.
„Pff“, mache ich nur, Vic nähert sich meinem Gesicht, bleibt dann aber kurz davor stehen und betrachtet mich noch mal kurz.
„Du... Zee... Denkst du, Jimmy hat dich echt akzeptiert, oder er spielt das nur?“, fragt sie plötzlich mit ziemlich leiser Stimme, ich zucke die Schultern.
„Was weiß ich. Wie kommst du bitte gerade da drauf?“
„Na ja... wenn er dich akzeptiert, akzeptiert er ja vielleicht auch mich... Aber ich habe das Gefühl, dass er dich immer noch nicht mag...“, flüstert sie.
„Mich kann nicht jeder mögen“, sage ich schlicht, Vic nickt.
„Hast Recht... Na ja... Bereit?“, fragt sie noch mal nach, ich nicke.
„Von mir aus kann’s losgehen. Für mich gibt’s eh nur Brian“, sage ich glücklich, Vic fängt an zu grinsen und legt dann ihre Hände auf meine Schultern. Dann nähert sie sich erneut meinem Gesicht und dann berühren sich unsere Lippen.
Und was soll ich sagen? Es ist, als würde ich meine Schwester küssen. Nicht mal annähernd so klasse wie ein Kuss von Brian. Auch Vic scheint das zu merken, hört kurz auf und dreht den Kopf zur Seite.
„Ist das eigentlich schlimm für dich?“, frage sie neugierig.
„Was soll daran denn schlimm sein?“, kichere ich. „Es ist halt, als würde ich meine Schwester abknutschen. Ich spüre nichts.“
„Mir geht´s genauso. Aber hey, das ist doch schon mal ein gutes Zeichen, Bruder“, grinst sie, lehnt sich dann noch mal vor und küsst mich, diesmal anständig. Ich verschränke meine Hände in ihrem Rücken, verziehe die Lippen zu einem Grinsen.
„ZACKY?!“ Aber wie mein Leben halt so spielt... kommt alles immer anders, als man es sich gedacht hätte. Vic reißt sich rasant schnell von mir los, ich falle aus allen Wolken, als ich die Stimme erkenne. Denn vor mir stehen drei Gestalten, die ich in den letzten Wochen nur allzu gut kennen gelernt habe.