The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
Hallo meine verehrten Leser :D

Also, erst mal wird dieses Kapitel etwas merkwürdig, da jetzt etwas kommt was man vielleicht nicht erwartet hat.
Oder doch, ich hab' ja keine Ahnung was ihr so denkt xD
Nun gut, wie die ganze Geschichte ausgeht? Nicht schön, wenn ich ehrlich bin. Ja, bald gibt's wieder ein paar DC's (Drama Chaps, für alle die es vergessen haben. Aber Jimmy bleibt lieb, wir versprechen es, Cricket :D )

Ach ja
und dann bin ich  mal so dreist und mache jetzt mal Werbung.
Ich hab' ja keine Ahnung, ob ihr das schon kennt, aber ich würd so gerne mal wissen, was andere dazu sagen:
http://www.fanfiktion.de/s/4ee2900e00018f0f06d00bc8

Und jetzt noch der Blog:
http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2012/11/vic-please.html

Gut, und jetzt werde ich nicht weiter nerven :D
Viel Spaß mit dem Chap ;)
Keep Running
xxo Franky und Lee


61. Kapitel
Zacky POV

Als ich am nächsten Tag aus der Schule gehe, wird es schon dunkler und ich fange an zu grinsen. Ach, ich liebe es einfach wenn es schon dunkel wird, wenn ich nach Hause gehe. Das ist irgendwie so... keine Ahnung. Magisch. Genau.
Ich seufze auf, mache meinen Hoodie zu und gehe los. Vic neben mir sagt kein Wort und starrt eher auf ihre Schuhe. So ist sie schon seit gestern drauf, als Brian und Jimmy wieder zurück zu uns gekommen sind.
Das haben sie zwar nur gemacht, um ihre Sachen zu holen da in dem Moment die Pause ja schon zu Ende war (die haben länger diskutiert als gedacht). Aber allein in dem Moment habe ich bemerkt, dass etwas anders war. Sie beiden haben zwar nicht viel miteinander geredet, aber sie haben sich nicht angesehen als würden sie sich gleich gegenseitig die Haut abziehen. Und dann haben sie beide gleichzeitig aufgesehen und angenfangen zu grinsen.
Ich habe mir ein Lächeln nicht verkneifen können und habe schnell zu Vic gesehen, die Jimmy angeglotzt hat als wäre er Jimi Hendrix persönlich und sich verkrampft hat. Ich habe eine Augenbraue gehoben und sie angesehen, sie hat nur den Kopf geschüttelt, ihre Schultasche genommen und sich bei mir eingehakt, wie sie es sonst auch immer macht. Dennoch war irgendwas.
„Irgendwas...“, murmle ich leise und sehe sie an. Sie blickt hoch und sieht mich fragend an.
„Was ist irgendwas?“, fragt sie nach, da sie das natürlich gehört hat. Klar, wenn sie mal keine Ohrstöpsel im Ohr hat, hört sie alles. Ansonsten ist sie so taub wie ein Felsen mit Moosbelag.
„Ach nichts, ich hab mich nur was gefragt.“
„Ahja. Hey, warum gehst du heute eigentlich nicht mit Bri nach Hause?“, fragt sie leicht verwundert, vermutlich um das Thema zu wechseln. Was sie damit auch schafft.
„Ich wollte heut mal mit dir nach Hause gehen. Und außerdem meinte Mom, dass ich heute mein Geburtstagsgeschenk bekomme und da muss ich mich sputen, weißt eh... ich bin so süchtig nach guten Geschenken“, lache ich leise, sie nickt schnell.
„Wer ist das nicht?“ Smalltalk, das ist schlecht. Mit Vic Yver führt man bekanntlich keinen Smalltalk, dann stimmt nämlich was ganz und gar nicht.
Aber ich halte mich erst mal zurück und sehe zu Boden. Jetzt soll SIE mal mit der Sprache rausrücken, ich sehe nicht ein, warum ich dauernd mit reden anfangen sollte, wenn mit ihr etwas nicht stimmt.
Da ich aber merke, dass wir so auf keinen grünen Zweig kommen –ja verdammt, sie ist fürchterlich stur, was so was angeht!- denke ich mir schon mal aus, was es sein könnte. Okay Zacky, streng dein alterndes Hirn an.
Sie hat keine Liebesprobleme, das wüsste ich. Jimmy keift sie nicht mehr an (also jedenfalls seit gestern nicht mehr), sie kann sich also nicht verletzt oder gekränkt oder sonst was fühlen. Ich habe ihr nichts getan, in der Schule klappt eigentlich auch alles. Ihr Vater ist nicht zu Hause, ihre Mutter liebt sie und sie bekommt immer genug zu essen.
Fazit: sie muss ihre Tage haben. Aus Erfahrung weiß ich, dass sie an solchen bestimmten Tagen immer etwas komisch drauf ist –noch komischer als sonst- und dass man sie dann eher in Ruhe lassen sollte. Und ja, es ist schon faszinieren, so etwas über die beste weibliche Freundin zu wissen, was?
Vor meiner Haustür will ich mich gerade zum Abschied zu ihr hindrehen, als sie mich plötzlich zweifelnd ansieht und sich fest auf die Lippen beißt. Oh-oh.
„Stimmt was nicht?“, frage ich etwas unschuldig und sehe sie an. Sie beißt fester auf die Lippen und ich fange an, Angst zu bekommen dass sie sich die Unterlippe abbeißt. Das wäre etwas unproduktiv. Und einfach nur irre ekelhaft.
„Zacky, ich brauche deine Hilfe“, sagt sie stockend und wird etwas rot im Gesicht. Okay, Leute, was habe ich verpasst?!
„Ich höre?“
„Na ja... äh... willst du... na ja... ich meine... ich...“, fängt sie an zu stammeln und ihr Gesicht nimmt immer mehr Farbe an.
„Vic? Willst du mir gerade einen Mord beichten und fragen ob ich dir helfe die Leiche zu verscharren oder so?“, frage ich langsam, sie greift sich nur an den Kopf.
„Himmel, nein! Ich... Boa, willst du mich küssen?!“ Ich reiße die Augen auf, mein Mund klappt nach unten.
„Vic... ich... ich bin vergeben! Ich... Vic, es tut mir leid, aber... wir sind noch nur Freunde!“, fange ich an, mich hilflos rauszureden. Ach du verfickte Scheiße, das gibt’s doch nicht. Sie verarscht mich! Ich meine... ich liebe sie, aber nicht wie eine feste Freundin, sondern eher wie meine Schwester. Außerdem... ich habe Brian, das weiß sie doch!
Sie verdreht nur die Augen und seufzt auf.
„Zacky, komm mal runter! Nicht, weil ich dich liebe. Verdammte scheiße, du bist schwul!“, sagt sie kopfschüttelnd. „Und ich bin hetero. So himmelhoch hetero, dass es manchmal so richtig scheiße ist. Und darauf, will ich hinaus. Ich will wen damit eifersühtig machen. Und ich meine... ich... na ja, ich hab dich schon mal geküsst und da war nichts, außerdem bist du mein bester Freund“, sagt sie ruhig, ich atme auf.
„Alter, ich hab jetzt echt gedacht, du hast dich in mich verknallt“, lache ich leise, dann fällt mir auf, was sie gesagt hat. „Wen eifersüchtig machen?!“
„Oder es jedenfalls versuchen“, sagt sie ziemlich unbeholfen und starrt in den Himmel.
„Sag mal... Hast du dich da in wen verliebt?“, frage ich grinsend, sie wird rot. Antwort genug.
„Nein! Noch nicht... Denke ich. Aber ich glaub, ich bin am besten Weg...“, sagt sie peinlich berührt und auch leicht verzweifelt. Ich grinse nur noch mehr.
„Aaw, kenne ich ihn?“, frage ich wie so eine Mutter.
„Ja...“ Ich reiße die Augen auf und zeige auf meine Freundin.
„JOHNNY! ICH HAB’S SO GEWUSST!“, rufe ich begeistert, sie schüttelt den Kopf.
„Judas ist mein Kochpartner und einer meiner Freunde. In den verliebe ich mich doch nicht“, sagt sie und fängt an zu grinsen, weil ich so ein Gesicht ziehe.
„Okay, erzähl, ich will’s wissen“, sage ich nur und verschränke etwas trotzig die Arme vor der Brust.
„Nichts mehr mit raten?“
„Nein, und jetzt erzähl verdammt! Oh mein Gott, doch nicht etwa Paul oder Fabian?!“, frage ich entsetzt, bekomme dann aber prompt einen etwas festeren Schlag gegen meinen Arm ab.
„SCHEIßE NEIN!“, ruft Vic empört, sieht dann zu Boden und verschränkt die Finger ineinander. Dann nuschelt sie endlich einen Namen, den ich allerdings nicht verstehen kann.
„Was?“, frage ich nach, sie sieht hoch und guckt mir verzweifelt in die Augen. Dann nuschelt sie den Namen erneut, aber ich kann nur irgendein Gebrumme verstehen.
„Okay, wer zum Arsch ist Timmy?“, frage ich dann, da ich diesen Namen herausfiltern konnte.
„Nicht Timmy, ich kenne keinen Tim!“, sagt sie. „Aber es reimt sich auf Timmy...“
„Was reimt sich auf Tim... oh mein Gott, Vic, das ist nicht dein Ernst!“, rufe ich, als mir klar wird, wen sie da meint.
Peinlich berührt senkt meine beste Freundin den Blick und drückt ihre Hände.
„Vic, Jimmy hasst dich...“, sage ich leise und nicht sehr einfühlsam, aber so ist es nun mal. Sie nickt abgehackt, kratzt dann an ihrem Nagellack herum.
„Ich... ich weiß ja“, nuschelt sie.
„Und er beschimpft dich! Warum... ich meine... warum ER? Er ist doch so verdammt ätzend zu dir!“, murmle ich, sie zuckt die Schultern.
„Keine Ahnung. Wie’s aussieht ziehe ich Männer, die mich nicht mögen, an...“, witzelt sie leise, verzieht dann den Mund und sieht wieder weg.
„Dann müsste ich aber weg sein. Und Bri, und Matt, und Johnny“, zähle ich auf. Sie zuckt nur mit den Schultern. „Du hast dich in Jimmy verknallt?“, frage ich dann noch mal nach, aber nur sehr, sehr leise.
„Nein. Natürlich nicht. Oder eher noch nicht. Ich... Ich meine... Es ist so... Irgendwie habe ich das Gefühl... dass ich keine Wahl mehr habe verdammt! Dass es eh schon viel zu spät ist... Verstehst du das?“ Eigentlich schon, ja. Nur zu gut sogar.
„Also dass ich das noch mal zusammenfassen darf: Du bist am besten Weg, dich in Jimmy zu verknallen. Denkst du. Er mag dich zwar nicht, aber das ist dir egal.“ Bei dem ‚er mag dich zwar nicht’ zuckt Vic kurz zusammen und ich könnte mir dafür in den Arsch treten. Super Zacky, erst reden dann denken, was? „Und damit er auf dich aufmerksam wird und vielleicht seine Ansichten zu dir ändert... Willst du ihn eifersüchtig machen. Mit einem Kuss. Mit mir“, sage ich ernst. „Das klingt total dämlich. Auf so was würde der doch nie reinfallen!“
„Äh... du bist halt der Einzige, den ich küssen würde...“, fängt sie an. „Außerdem würde der sicher drauf reinfallen. Wenn was an der ganzen Geschichte dran wäre... na ja, er mag mich nicht, aber vielleicht tut er’s ja doch! Ich meine, hast du gesehen wie der mich hin und wieder anstarrt?“ Ich erspare mir jetzt einfach den Kommentar und höre weiter zu. „Eigentlich möchte ich nur, dass er mir mal irgendwie in die Augen ansieht, sodass ich sehen kann, ob ich mich wirklich verknallt habe. Denn ich bin’s nicht, bitte glaub mir das. Ich finde das nämlich einfach nur scheiße, wenn man einem das nicht glaubt und mich dann so angrinst, nach dem Motto ‚ja klar, sag das deiner Großmutter’!“, sagt sie.
„Okay, okay. Ich sehe. Aber bei deinem Plan gibt es nur ein Problem“, versuche ich, sie auf den Boden der Tatsache zurückzubringen.
„Und das wäre?“
„Ich bin schwul und Jimmy weiß das!“
„Dann bist du ab jetzt halt bi! Oder du bist Gott und kannst einfach immer mit jedem!“
„Also irgendwie... Das wäre in dem Fall bi und Gott kann auch nicht mit... na ja, jedem“, sage ich etwas verstört, Vic grinst los.
„Also machst du’s?“, fragt sie hoffnungsvoll.
„Brian wäre nicht begeistert, meinst du nicht auch?“, versuche ich, mich hinaus zu reden.
„Na, den weihen wir natürlich ein. Ey, ich habe keine Lust auf Probleme mit deinem Freund“, sagt sie schnell. Ich schüttle leicht den Kopf.
„Wo hast du dir die Aktion vorgestellt?“
„Keine Ahnung. In der Schule? Dann hätten sogar die Footballer den ‚Beweis’, dass an dir nix schwul ist. Zwei Fliegen mit einer Klatsche!“
„Ich kann einfach nicht fassen, dass ich so dumm bin und mich jedes Mal mitziehen lasse“, murmle ich.
„Also machst du’s?!?“, fragt sie erneut, ich lege den Kopf schief.
„Bleibt mir was anderes übrig? Aber wir müssen Bri echt Bescheid geben!“
„Na ja, schon... Und klar, machen wir!“
„Meine Güte, nur damit du siehst, dass das mit dir und Jimmy nie im Leben gut enden würde“, sage ich leise, nehme sie dann aber schnell in den Arm. „Das war damals ein Witz, als ich meinte, dass ihr das perfekte Paar wärt...“
„Ich weiß. Allerdings nehme ich mir die Sachen leider immer viel zu sehr zu Herzen“, murmelt sie, bringt dann aber sogar ein leichtes Lächeln zu Stande. „Danke, Zeezee.“
„Alles für meine beste Freundin“, meine ich und zwinkere ihr zu.