The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
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Hey Ho everybody!

Und ja, das ist ein gerade eine kleine Erinnerung daran, dass F nicht die einzige ist, die wieder da ist, sondern dass ihr mich auch wieder an der Backe habt. Ähem. Tut mir nicht leid.
Ich hab jetzt nicht mehr viel zu sagen, eigentlich, außer dem, dass wir uns auf ein Uploadtempo von 1 x pro Woche geeinigt haben. Und bevor die ersten jetzt schon genervt sind: an Feiertagen gibt's auch was. Ich weiß, das haben wir an Halloween schon wunderschön verpennt, aber.. ihr wisst nicht, was für uns alles als Feiertag gilt. Im Blog gibt's davon gleich eine kleine Liste ^-^
-> http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2012/11/56-feiertagsfluff.html

Aber have fun with some Synacky fluff,
xxo Lina / F


56. Kapitel
Brians POV

„Na, Abend überlebt?“, frage ich leise in die Stille, die eigentlich recht normal ist, wenn man um halb eins in der Nacht von einem Club nachhause unterwegs ist. Zacky und ich haben uns entschieden, bei mir zu schlafen, da mein Haus einfach näher liegt und meine Eltern nicht da sind, und so haben wir auch zu Jimmys Erleichterung auf Matts Taxidienste verzichtet.
Was tut man nicht alles, um keine Bierflasche im Gesicht kleben zu haben…
„Oh ja“, gibt mein Freund neben mir von sich, und ich höre, dass er lächelt. „Also, auch wenn ich mal was Andres gedacht hab… eigentlich seid ihr Musiker ganz cool drauf, wenn ihr wollt.“
„Mit einer Ausnahme“, grummle ich wenig begeistert, was ihn aber nur dazu bringt, im Vorbeigehen leicht mit seinem Zeigefinger über meine Hand zu fahren, wahrscheinlich, um mich zu beruhigen.
„Lass ihn, Bri. Ja, er hat sich benommen wie ein Arsch, aber im Endeffekt seid ihr beide dran irgendwie Schuld und ich auch, also… ignorier ihn einfach, sonst bleibst du auch noch auf seinem Niveau hängen. Okay?“
Etwas überrascht sehe ich ihn an, aber er tut so, als würde er es nicht bemerken und starrt weiter geradeaus. „Können wir das Thema für heute irgendwie lassen?“, seufze ich schließlich, und er nickt erleichtert.
„Wir haben immerhin auch Besseres zu tun…“, macht er, und ich kann nicht anders, als ihn zweideutig anzugrinsen.
„Ach, haben wir das?“
„Du Sack“, ist alles, was ich als Antwort bekomme, als wir langsam meine Auffahrt hinaufgehen und ich meinen Schlüssel aus der Hosentasche fische, um die Tür aufzusperren und endlich in mein Bett zu kommen. Also nicht, dass mich an der Uhrzeit was stören würde… aber wenn man die ganze Nacht ein knuddeliges Individuum wie Zacky neben sich haben kann, geht man gern ins Bett, glaubt mir. Und nein, das war jetzt gerade überhaupt nicht weibisch oder pervers zu sehen oder so.
Schweigend werfen wir beide unsere Schuhe in eine Ecke meines Eingangsbereichs und latschen die Treppe hinauf in mein Zimmer, wo Zack sich sofort auf mein Bett wirft und ich mich zu meinem Kleiderschrank bewege, als würde ich schon für ein Nebenrollencasting für ‚The Walking Dead‘ üben.
„Pantera, Metallica oder irgendwas von H&M?“, frage ich nach einigen Minuten und zu vielen durchwühlten Fächern über meine Schulter und ernte ein leises Kichern. Also so lustig war das jetzt auch wieder nicht…
„Bri, wir gehen schlafen, nicht auf eine Modeschau. Wirf einfach irgendwas her.“ Und da sagt noch einmal jemand, Schwule sind modebewusst.
„Kunstbanause“, lache ich, kicke aber mein Pantera-Shirt in seine Richtung und schlüpfe selbst aus meiner Jacke und dem Shirt, dass ich nach dem Auftritt angezogen hab. Bevor mir irgendwie kalt werden kann, ziehe ich mir schon das Metallica-Zelt – das Teil wär sogar für Matt ein halbes Haus! – über den Kopf und mache mich auf zu meinem Bett.
Zacky hat sich in der Zwischenzeit ebenfalls umgezogen und rutscht fast zeitgleich mit mir unter die Decke, setzt sich aber sofort wieder auf, als hätte er sich auf eine ganze Sammlung von Kekskrümeln gesetzt. Also ich hoffe ja ehrlich, dass er das nicht hat, sonst…
„Bri, wir haben vergessen, unsre Zähne zu putzen“, stellt er in dem Moment fest, und ich stöhne genervt auf. Da wären hinterhältige Keksteile eindeutig angenehmer gewesen… und hätten bestimmt weniger Bewegung erfordert.
„Und das sagst du mir jetzt, wo ich gemütlich hier liege und mich auf kuscheln eingestellt hab?“, rutscht mir heraus, und mein Freund fängt an zu lachen.
„Meine Güte, du hast auch lieber Karies, als dass du mich hier weglässt, hm?“, macht er dann, und ich verziehe das Gesicht, bevor ich mir spontan Zackys Shirt schnappe.
Mit einem Grinsen im Gesicht ziehe ich ihn zu mir herunter, was er etwas überrumpelt zur Kenntnis nimmt. „Ja, Mama“, hauche ich dann, als sein Gesicht nur mehr wenige Zentimeter von meinem entfernt ist. Und küsse ihn, was meiner Meinung nach eine sehr logische Aktion ist, wenn er schon so schön nahe bei mir ist.
„Du machst echt alles, um hier liegenbleiben zu können, du fauler Sack“, keucht Zacky auf, als ich mich von ihm löse, und ich grinse ihn wissend an.
„Na gut, wenn du unbedingt willst, dann steh jetzt auf und geh in mein kaltes, langweiliges Bad. Im Kästchen unter dem Spiegel sind verpackte Ersatzzahnbürsten, such dir eine aus“, biete ich an, bekomme aber nur ein Schnauben.
„Was spricht denn plötzlich dagegen, Zee?“
„Also… abgesehen von aufstehen, gehen und generell bewegen? Alles“, seufzt er und legt sich endgültig wieder gemütlich neben mich.
„Ja, jetzt auf einmal“, kann ich mir nicht verkneifen und ernte eine mir herausgestreckte Zunge.
„Deine Faulheit färbt halt ab-“, setzt er an, doch ich schneide ihm nur das Wort ab.
„Verwend deine Zunge lieber für was anderes, als sie mir entgegenzustrecken, mein Guter“, lache ich, bevor ich ihn wieder in einen Kuss verwickle, den er nicht kommen gesehen hat.
„Schwein“, nuschelt Zacky gegen meine Lippen, straft seine Worte aber Lügen, indem er mich sofort zurückküsst.
Schon wenige Minuten später sind wir wieder in einer ähnlichen Position wie vor ein paar Tagen auf seinem Sofa – er auf meinem Bauch, meine Hände auf seinen Hüften und unsere Lippen aufeinander. Könnte fast die Fortsetzung davon sein… nur, dass ich weiß, dass diesmal wirklich keiner stören kann. Meine Eltern sind weg, das Haus abgesperrt – und wenn jetzt trotzdem plötzlich jemand hereinkommt, schreie ich glaub ich halb Huntington zusammen und wünsche mir einen klischeehaften Baseballschläger unters Bett.
„Hmn“, seufzt Zack gedämpft auf und zieht so meine Aufmerksamkeit von potentiellen Einbrechern mit Spiderschweinfähigkeiten wieder auf sich. Eine ziemlich lange Weile geht die Knutscherei so heiß – ich weigere mich, als was andres von dem hier zu denken, weil es das eindeutig ist! – weiter, wie sie begonnen hat, bis ich plötzlich meinen Kopf etwas zurück in mein Kissen drücke und den Kontakt zwischen unseren Mündern unterbreche.
„Woah, Zee, stopp“, bringe ich irgendwie heraus, bevor ich meinen ebenfalls keuchenden und leicht verwirrten Freund und zugegebenermaßen auch mich wieder etwas zu Atem kommen lasse.
„Stimmt was nicht?“, will Zacky nach einer Weile leise wissen, doch ich schüttle nur schnell den Kopf und lege meine rechte Hand an seine Wange. Ich meine, bevor er jetzt noch auf schlechte Gedanken kommt…
„Gott, Zee, nein. Das… wow. Aber ehrlich, wenn wir so weitermachen, kann ich hier für nix garantieren, und… das wär zu früh. Nicht nur, weil wir erst so kurz zusammen sind, sondern… generell. Für uns beide. Und äh… ja“, stammle ich irgendwie zusammen, was mir ein paar Sekunden früher durch den Kopf gegangen ist. Und verdammt, in meinem Hirn hat das nicht so ganz schlimm geklungen.
Awkward…
„Ja, du… hast Recht, Bri“, seufzt mein Freund schließlich auf und rollt sich von mir, nur um meinen Arm über seine Schulter zu werfen und sich seitlich an mich zu kuscheln.
„Sorry, dass… das so gelaufen ist“, mache ich leise, doch er schüttelt nur den Kopf.
„Ich bitte dich. Im Endeffekt war das nur ein Kompliment an meine Kussfähigkeiten, hm?“
„Du meinst eher Brian-in-den-Wahnsinn-knutsch-Fähigkeiten“, lache ich leise auf, bevor ich Zacky einen kurzen Kuss auf die Stirn gebe und mich etwas näher an ihn kuschle.
„Schlaf gut, Zee.“
„Du auch, mein wahnsinniger Bri“, grinst er zurück, bevor er seinen Kopf wieder auf meine Brust fallen lässt und die Augen schließt.

Am nächsten Morgen wache ich auf, weil Zacky seinen Kopf auf meiner Brust bewegt und Anstalten macht, aufzustehen oder sich wenigstens von mir wegzubewegen. Nein…
„Bleib bei mir“, grummle ich noch halb schlafend los, als das schwarzhaarige Individuum neben mir wirklich die Bettdecke anhebt und seinen rechten Fuß hinausstreckt.
„Aww, bist du immer so anhänglich in der Früh?“, lächelt er mich an und rollt sich dann mit dem Rücken zu mir etwas ein, was ich nur mitbekomme, weil ich mein rechtes Auge halb geöffnet habe. Verschlafen rutsche ich wieder näher zu ihm, umarme seinen Oberkörper von hinten und lehne meine Stirn an seine Wirbelsäule, sodass er sich nicht wirklich bewegen und ich weiterschlafen kann. Eindeutig ein Deal, bei dem ich besser wegkomme…
Doch bevor ich wirklich wieder wegpennen kann, konzentriere ich mich einfach auf das einzige, was mir einfällt und auf das man sich konzentrieren kann. Und das ist, in meinem Fall, natürlich die Person, deren Rücken ich gerade als Kopfkissen missbrauche.
Das erste, was mein eindeutig noch mitten im Stadtvorgang steckendes Hirn registriert, ist die Tatsache, dass Zacky mein Shirt ziemlich zu groß ist. Und dass es, obwohl es noch ein wenig nach unserem Waschmittel riecht, einfach Zackys Geruch angenommen hat – eine irgendwie eigene Mischung aus Duschbad, Zigarettenrauch aus dem Club gestern, irgendwas Süßlichem, etwas Schweiß und was ganz, ganz eigenem – Zeegeruch.
Und ich denke, das sagt so ziemlich jedes verliebte Irgendwas da draußen einmal, aber… ich könnte jetzt ewig da liegenbleiben und wie so ein komischer Fetischist Zacky abschnüffeln.
„Bri, was machst du da hinten bitte“, kichert mein Freund plötzlich auf und rutscht im Bett nach unten, bis er auf gleicher Höhe mit mir liegt und sich irgendwie in meinem Klammergriff umdrehen kann.
„Du riechst gut, weißt du das?“, antworte ich nur etwas verpeilt und sehe ihn an, woraufhin er ein bisschen rot wird. Aww…
„Zee, du bist wundervoll“, flüstere ich schließlich, nachdem wir uns ein paar Augenblicke lang nur klischeehaft angestarrt haben. Zaghaft beuge ich mich vor und küsse ihn sanft auf die Nase, seine Wangenknochen und schließlich seine Lippen, was wieder einmal dieses ungewohnte Gefühl in meinem Bauch auslöst.
Und auch wenn ich keinen Baseballschläger unter meinem Bett habe, um uns vor diversen psychopatisch veranlagten Nachbarn zu schützen – bei manchen kitschigen Dingen scheint Hollywood doch noch recht zu haben.