The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
Hallo meine lieben lieben Leser :D

Hier sind wir (oder eher ich) wieder, diesmal ENDLICH mit einem neuen Chap.
Und ich will gleich mal das Problem ansprechen, weshalb wir eine Zeit lang eine Pause eingelegt haben.
Wir hatten nämlich das Gefühl, dass ihr nicht mehr mitkommt. Wir geben es zu, das Uploadtempo ist irre schnell, aber wir müssen das so machen, sonst sind wir erst in 2-3 Jahren mit dieser Story hier fertig.
Deshalb brauchen wir eure Hilfe. Schreibt in die Revis bitte einfach, wie wir das machen sollen...
-2 Mal die Woche (Also Mittwoch und Samstag)
-1 Mal die Woche
-1 Mal in zwei Wochen
Tobt euch aus :)

Und da ich heute so gut drauf bin, gibt es auch einen Blogeintrag:

http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2012/10/55-und-ich-dachte-die-story-ist-jetzt.html

So,
dann mal ganz viel Spaß mit dem Kapitel :D Ich hatte ihn definitiv beim Schreiben x'D

Keep Running
xxo und x_x/
Franky und L

55. Kapitel
Zacky POV

„Leute, wir haben ein Problem“, raunt Matt, als er sich in der Pause zu uns gesellt, sein Handy in der Hand.
„Klar haben wir das, es sitzt immerhin ein lebender Mammutbaum am Tisch!“ Der Spruch kommt natürlich –wie sollte es auch anders sein- von meiner besten Freundin.
„Halt die Klappe, Tussi, oder ich stopf sie dir!“, faucht Jimmy zurück. Vic zuckt lediglich mit den Schultern und konzentriert sich wieder auf ihr Essen, während Jimmy sie weiter anstarrt.
Diesmal aber nicht mal halb so giftig wie er normalerweise zu Brian (oder mir) sehen würden. Oder zu Vic verdammt. Nein, im Gegenteil, irgendwie sieht er sie sogar nachdenklich an (hoffentlich denkt er nicht dran, wie er sie am leichtesten umbringen kann oder so...), richtet sein Augenmerk aber dann auf V’s Kreuz, dass sie an einem dicken roten Band um den Hals trägt. Verstehe einer diesen Typen...
„Ah, und welches?“, meldet sich Brian zu Wort, da Matt in dem ganzen Gezanke wieder total untergegangen ist. Der Sänger sieht zu meinem Freund und deutet auf sein Handy.
„Das war gerade Dean. Also der vom Club, von woher auch sonst. Na ja, der meinte jedenfalls, dass sich der Sänger der Band, die heute aufgetreten wäre, beim Screamen eines seiner Stimmbänder überdehnt hat und jetzt nicht mehr singen kann.“ Trotz der doch nicht so lustigen Nachricht fange ich an zu grinsen und höre, wie Jimmy neben Matt leise auflacht. Brian scheint das auch gemerkt zu haben und sieht schnell zu seinem besten Freund hinüber, der sich aber relativ schnell wieder beruhigt und wieder sein angfressenes Gesicht aufgesetzt hat.
„Und was soll da das große Problem daran sein?“, fragt G neben Josh und nimmt langsam einen Schluck von ihrer Cola.
„Na ja, dass sie keinen Live-Act mehr haben“, gibt Matt der Italienerin zur Antwort und sieht in die Runde.
„Ich wiederhole: was ist das Problem? Vor allem für euch?“, fragt G noch mal.
„Na ja, Dean hat mich gefragt, ob wir wieder Zeit hätten zu spielen, da wir die letzten zwei Male eigentlich relativ gut bei den Leuten angekommen sind und so...
Das Problem –bevor wieder wer fragen will- ist, dass wir hier zwei verbitterte alte Opas haben, die sich seit einer Woche streiten wie nur was oder sich anschweigen. Und nicht miteinander kooperieren!“, sagt er und sieht zuerst zu Jimmy, dann zu Brian.
„Ich streite mich nicht, ich gebe nur meinen Standpunkt zu den Dingen preis“, sagt Brian nüchtern.
„Und ich kommentiere besagten Standpunkt nur etwas kritisch“, redet Jimmy normal weiter, sodass man meinen könnte, dass nie was zwischen den zweien vorgefallen sei.
„Na ja, ich bin mir aber nicht sicher, ob ihr es schafft, euch auf der Bühne nicht gegenseitig zu erschlagen“, sagt Matt skeptisch.
„Wie soll das denn gehen?“, fragt der Drummer trotzig und steckt die Drumsticks, die neben ihm gelegen sind, verstohlen ein. Matt scheint alles andere als überzeugt von der Sache zu sein.
„Ihr solltet auftreten“, sage ich in die Runde, bevor es wer anders tun kann. Nun starren mich alle Leute am Tisch an. „Ich meine... äh...“, fange ich an zu stammeln, da ich immer noch nicht damit umgehen kann, wenn ich die gesamte Aufmerksamkeit eines Publikums bekomme (was jetzt definitv der Fall ist). Egal wie klein oder groß es ist.
„Er meint damit, dass ihr glaube ich erwachsen genug seid, um das zu schaffen. Hat beim ersten Mal ja auch geklappt, oder?“, rettet mich Vic aus der Situation.
„Hm. Ja. Stimmt auch wieder. Leute, kann ich zusagen oder soll ich es lassen?“, fragt Matt zur Sicherheit noch mal in die Runde.
„Sag zu“, meint Bri leise und linst zu Jimmy, der sich nicht rührt. Ach verdammt, was haben wir da nur wieder angestellt... Ich hätte es mir nie träumen lassen, dass die zwei sich je so zerstreiten können.
„Okay. Bringt euch nicht um, während ich telefoniere“, sagt der Sänger und verlässt den Saal. Dann is es erst mal ruhig, bis mir was auffällt und ich mich zu meiner besten Freundin drehe.
„Sag mal, habt ihr gar kein Kochen mehr?“, frage ich verwundert. Immerhin ist das schon die dritte Woche, an der der Unterricht ausfällt.
„Doch“, fängt Johnny an. „Und heute hat man uns sogar gesagt, warum der Unterricht dauernd ausfällt!“
„Ja, ratet mal! Okay, nein, ich werde es euch sagen. Unsere Kochprofessorin war nicht fett, sondern schwanger!“, sagt Vic aufgeregt.
„Ich dachte du hättest einen Lehrer?“, frage ich.
„Und außerdem ist der schlank“, lacht Johnny leise.
„Klappe, Judas, ich will das nur ein wenig interessanter gestalten.“
„Und deshalb wird der Lehrer schwanger, schon klar“, kommt es von Josh, der bis jetzt eigentlich nur auf seine Unterlagen gestarrt hat.
„Ja, wie in dem einen Film da. Der mit Arnold Schwarzenegger“, sagt Vic angewidert.
„Ew, Arnold Schwarzenegger“, sagen wir zwei gleichzeitig und sehen uns dann grinsend an.
„Na ja, die wahre Story ist, dass Kutcher die Treppe hinunter gefallen ist und sich den Oberschenkelknochen gebrochen hat. Der ist jetzt mal ne Zeit lang außer Gefecht gesetzt“, erklärt Johnny.
„Aber nächste Woche bekommen wir ne Vertretung, da habt ihr uns dann wieder vom Hals“, sagt Vic.
„Wir auch Zeit“, murrt Jimmy leise, G sieht sauer zu ihm.
„Jimmy...“, meint sie mahnend, er verdreht nur die Augen. Bin ich der Einzige, der denkt dass sich die zwei endlich mal ausreden sollten? Meine Güte, das ist ja wie im Kindergarten hier...
Aber ich wiederhole es, was darf ich schon dazu sagen? Ich bin immerhin einer der Gründe, warum der Drummer hier so herumzickt. Hätte ich das früher gewusst, hätte ich es ihm persönlich gesagt, verdammt noch mal.

„Und noch mal ein Danke dafür, dass wir heute hier auftreten durften. Thank You, Dean“, lacht Matt zum Schluss in einen Song hinein, singt die letzten zwei Phrasen und steckt das Mikro dann zurück auf die Halterung. Brian spielt die letzten Töne fertig, sieht dann schnell in meine Richtung.
Ich lächle ihn an, mache ein Daumen-hoch-zeichen und zwinkere ihm zu. Er fängt trotz des leicht tödlichen Blickes aus Richtung der Drums an zu lachen und verlässt dann nach Matt die Bühne. Ihm folgt Johnny und schließlich verschwindet auf der Drummer von der Stage.
„Eigentlich haben die ja wirklich was drauf“, meint Vic, die ich heute einfach mal mitgezerrt habe, auch wenn sie zuerst nicht wollte. Aber hey, ich werde sie sicher nicht zu Hause lassen, nur wegen Jimmy. Diesem Pfosten.
„Haben sie, ja“, pflichtet G ihr bei. „Und sie kommen gut an.“ Wobei sie echt Recht hat, immerhin waren heute schon mehrere Leute anwesend und haben die Band am Leben gelassen. So schlecht scheinen sie’s also nicht gefunden zu haben.
„Zacky“, lacht Brian, als er kurz darauf im neuem T-Shirt auf mich zugestolpert kommt und mich umarmt. Dass er auch immer so fürchterlich aufgedreht ist, wenn er von einer Bühne kommt... Das nächste Mal erdrückt er mich.
„Netter Auftritt“, grinse ich und rutsche ein Stück, sodass er sich zu mir setzten kann.
„Danke“, meint er und drückt mir kurz einen Kuss auf die Wange, da wir hier ja immerhin in der Öffentlichkeit sind. Nach ein paar Minuten kommen auch die restlichen drei Musiker zu uns gestoßen.
Wir unterhalten uns kurz, bis Brian plötzlich meine leere Bierflasche nimmt und sie ansetzt. Irgendwann merkt er, dass da vielleicht nichts mehr drinnen ist und legt sie auf den Tisch. Dann fängt er an, daran herumzudrehen. Bis ihm eine Idee zu kommen scheint.
„Hey Leute, Bock auf ne Runde Flaschendrehen?“, fragt er laut in die Runde.
„Ich spiele doch nicht Flaschendrehen mit zwei Schwuletten!“, sagt Jimmy sauer, bekommt aber von Matt einen Schlag ab.
„Ohne Küssen“, redet Brian weiter. „Eher wie ‚Wahrheit-Wahl-oder-Pflicht. Alle gecheckt?“
„Na ja, der, auf den die Flasche zeigt, muss sich entscheiden oder was?“, fragt Vic langsam nach.
„Eher so: der, auf den sie zeigt, wird auserwählt, um einen Blödsinn zu machen, den wir uns schnell ausdenken!“, erklärt Brian seinen Plan. Die anderen scheinen kurz zu überlegen, bis sie schließlich nicken. Nur ich bin weniger begeistert davon, da ich vor allem bei so was wie Flaschendrehen immer den Kürzeren ziehe... Aber was macht man nicht alles, wenn andere dich mitziehen?
„Von mir aus“, meint Matt.
„Ohne mich“, sagt Jimmy, wird dann aber von Matt zurückgehalten, als er gerade gehen will, und zurück auf seinen Stuhl gedrückt.
„Hiergeblieben und mitmachen, oder es schlägt 13!“
„Alter Erpresser!“, murrt der Drummer angefressen. Brian sieht kurz zu den beiden, zuckt dann mit den Schultern und fängt an, die Mitte des Tisches abzuräumen. Dann legt er die Flasche hin und gibt ihr einen leichten Stoß, sodass sie sich dreht. Nur bleibt sie dummerweise genau bei mir stehen. Was irgendwie SO klar war.
„Ich bin Spielleiter!“, schreit G plötzlich auf und schlägt mit der Faust auf den Tisch, sodass Vic kurz zusammenzuckt. Die Italienerin sieht erst entschuldigend zu meiner besten Freundin, dann wandert ihr Blick zu mir und sie fängt an, verschlagen zu grinsen. „Und jetzt will ich euch knutschen sehen. Beide. Hier. Vor allen!“ Ich merke, wie ich rot anlaufe und wie Jimmy sich anspannt.
„Hier?“, frage ich wenig begeistert, G nickt.
„Klar hier! Sonst könnte ich das ja nicht sehen. Los!“ Brian zuckt mit den Schultern und klopft sich dann auf die Oberschenkel.
„Her mit dir, Zee“, sagt er leise, ich setze mich steif auf ihn drauf- an alle perversen Schweine: ja, lacht nur- und sehe ihn an. „Denk einfach, dass wir allein sind, okay?“, sagt er mir leise, ich nicke. Recht hat er, immerhin hat das ja keinen was zu interessieren. Na ja, keinen außer unsere schaulustigen Freunden.
Ohne weiter darüber nachzudenken lege ich meine Arme auf Brians Schultern, lehne mich vor und drücke ihm meine Lippen auf den Mund. Bri steigt ein, legt mir die Hände auf die Beine und fährt sachte mit seiner Zunge über meine Lippen. Langsam öffne ich meinen Mund, stupse ihn leicht mit meiner Zunge an und beginne richtig, mich hineinzusteigern. Gerade als Bri wieder anfängt, an meinem Snakebites herumzuknabbern, werde ich von wem angestupst.
Langsam löse ich mich von meinem Freund und sehe zurück.
„Äh, jaa?“, frage ich verwirrt. Die habe ich ja schon alle ganz vergessen...
„Gut... äh... gemacht“, sagt G stockend, ich fange an zu grinsen und rutsche von Brian hinunter. Na, das hat sie wohl nicht erwartet.
„Der Nächste. Bitte“, murrt Jimmy leise. Brian tut ihm den Gefallen und dreht wieder die Flasche, diesmal bleibt sie bei Josh stehen.
„Joshy!“, ruft Brian erfreut. Oh Gott, jetzt kommt’s... „Geh zu der Blondine da an der Bar und frage sie, ob sie auch Blowjobs anbietet! Dann steck ihr nen Dollar in den Ausschnitt!“
„Brian, spinnst du eigentlich ein bisschen?“, fragt Matt entsetzt, Josh zuckt nur mit den Schultern und steht auf. Am Tisch ist es vollkommen still, während wir leise zusehen wie er mit der Blondine zu reden beginnt.
Plötzlich bekommt er eine gefangen, dreht sich um und geht wieder.
„Nein, tut sie nicht“, meint er wenige Sekunden später, während er sich mit einer roten Wange wieder setzt. Kurz ist es still, bis Bri anfängt zu lachen. Wir stimmen ein, bekommen uns dann nach gefühlten zehn Minuten erst wieder in den Griff und spielen schließlich weiter. Jetzt ist Matt an der Reihe.
„Matt?“, fragt G und greift sich ans Kinn. „Hm... was machen wir mit dir...“
„Der tauscht seine Klamotten mit Johnny“, murmle ich, G sieht auf und zeigt auf mich.
„DAS IST ES!“, ruft sie begeistert.
„Das war ein Witz!“, versuche ich mich entsetzt hinauszureden.
„Egal. Hopp, hopp ihr zwei!“ Matt und Johnny sehen sich nicht wirklich erfreut an, stehen dann aber doch beide auf und verschwinden im WC. Nach ein paar Minuten kommen sie mit schnellen Schritten zurück. Matt, in einer Hose die ihm bis zu den Knien geht und nicht geschlossen werden kann und einem bauchfreien T-Shirt. Johnny, in hochgekrempelten Hosen, einem Megadeath-Shirt, das an ihm eher aussieht wie ein schwarzer Kartoffelsack, einer Sonnenbrille, einem Bandana und Matt’s Kappe.
Wir lachen uns halb den Arsch weg, als Matt plötzlich die Augen weitet und sich zu Johnny dreht.
„Du, ich glaube, ich hab gerade dein T-Shirt zerrissen... Ich kauf dir ein Neues...“ Lauteres Gelächter. Und genau jetzt, als die Stimmung so verdammt gut ist... bleibt die Flasche bei Jimmy stehen.
„Jimmy, ich will nen Striptease sehen!“, sagt G und grinst dreckig.
„Okay, gut. Ich kenne ein Lokal in der Stadt, da...“
„Von DIR!“, unterbricht sie ihn. Er sieht sie entsetzt an, zeigt ihr dann aber nur einen Vogel.
„Klar. An einem Tisch mit zwei Schwulen. Mach ich sicher nicht. Hör auf so notgeil zu sein!“, sagt er empört.
„Oh doch, an dem Tisch hier. Das mit dem notgeil überhöre ich jetzt einfach. Und das machst du, oder du fängst eine von Matt. So sind die Regeln!“
„Seit wann?!“
„Seit jetzt! Na los, mach schon“, lacht sie.
„Nein, aber echt nicht!“
„Okay, wie du willst. Matt?“, fragt sie an den Sänger gewandt, der schon aufsteht. Jimmy hebt schnell die Hände und erhebt sich ebenfalls.
„Schon gut, schon gut, ich mach ja schon“, murrt er, sieht kurz in die Runde und schüttelt dann den Kopf, während alle Blicke nur auf ihn gerichtet sind.
Langsam macht er seine Jacke auf und lässt sie von seinen Armen auf den Boden rutschen, was eigentlich sogar richtig professionell aussieht. Angst?
Als er die Jacke weggekickt hat, fährt er sich langsam unter das T-Shirt und zieht es Zentimeter für Zentimeter hoch. Neben uns fangen die Leute schon an zu starren, während Jimmy sich lasziv reckt und sein T-Shirt über den Kopf zieht.
Dann leckt er sich kurz über die Lippen, zwinkert dem Mädchen am Nachbartisch zu, das entsetzt zu uns sieht und lässt sich dann auf die Bank zurückfallen.
„Weiter gehe ich nicht, die starren schon alle“, sagt er.
„Na ja, war aber geil“, sagt Johnny grinsend.
„Klappe, Mini-Matt“, raunt der Drummer und bleibt ohne Shirt sitzen. Vic neben mir hingegen hat inzwischen Augen wie Suppenteller bekommen und starrt auf Jimmys nackten Oberkörper. Äh... Vic?
Hm, vermutlich starrt sie ja auch nur auf das riesige Tattoo, das sich über Jimmys gesamten Brustkorb Richtung Bauchnabel erstreckt. ‚Fiction’, in großen rot-schwarzen Lettern.
Als Jimmy dann schließlich bemerkt, dass wir ihn anstarren, sieht er hoch und Vic lässt schnell den Blick sinken. Aber auch nur um zu sehen, dass die Flasche jetzt auf sie zeigt.
„Oh nein“, raunt sie leise, Brian fängt an zu lachen.
„Jetzt bin ich dran! G hat ihren Striptease bekommen, dafür will ich jetzt einen Tabledance!“
„Du willst dass ich... AM TISCH TANZE?!“, fragt sie entsetzt, Brian nickt lachend.
„Hallo? Ich hab nen Rock an du Schwein!“
„Macht die Sache nur geiler“, raunt er und die anderen fangen schon mal an, den Tisch leer zu räumen. Auch ich, ich meine, das kann ich ja wohl auf keinen Fall verpassen!
Vic steht auf, zieht sich den Rock noch mal zurrecht, steigt dann auf die Bank und sieht jeden Einzelnen noch mal in die Augen.
„Ich schwöre euch, wenn mir jetzt wer unter den Rock gafft... Ich bring euch alle eigenhändig um.“
„Wird sich aber nicht vermeiden lasse“, sagt Jimmy angriffslustig.
„Erspar’s dir“, sagt Vic zurück und steigt dann auf den Tisch. Dann schüttelt sie verstört den Kopf und fängt an zu tanzen. Und da sie ein Cheerleader ist, kann sie das auch. Mit roten Wangen geht sie hin und wieder in die Knie, sieht keinem einzigen in das Gesicht und tanzt einfach stur weiter.
Als der Song dann vorbei ist, geht sie zum Tischrand und sieht durch den Club, da hier kein Einziger ihren Auftritt verpasst hat.
„Geld kassiert der Blödmann mit dem Hut hier“, ruft sie, bekommt sogar ein paar Pfiffe von irgendwelchen Spacken in der hintersten Clubecke und macht dann einen Salto vom Tisch. Da wir während ihrer Performance aber zusammengerückt sind, bleibt für Vic eigentlich nur noch ein einziger Platz frei, und der wäre neben dem halbnackten Drummer der Band.
Der sieht sie mit hochgezogener Augenbraue an, sagt aber kein Wort zu ihr. Dafür sind die beiden jetzt wohl zu verstört.