The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
142
272683
 
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
So meine Freunde der Sonne!
Iiich hab heute was ganz besonders für euch :D
Denn mir ist klar geworden, dass hin und wieder ein paar Sachen fehlen, oder dass es leichter wäre, wenn man das erklären würde. (Genauere Erklärung findet ihr am Blog, lest mal schnell rein:

http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2012/08/51-ach-jimmy.html

Und deshalb habe ich immer wieder OS geschrieben, die Teile der Story erzählen, wo weder Brian noch Zacky die Sicht der Dinge erklären. Sprich: aus der Sicht von anderen Personen.
Das hier ist der Link dazu, vielleicht habt ihr ja mal Lust, es durchzulesen :D

http://www.fanfiktion.de/s/5035222e0002392906d00bc8

Gut, dann wünsche ich euch sehr viel Spaß mit dem Chap hier,
Keep Running,
xxo Franky und L

51. Kapitel
Zacky POV

Am nächsten Morgen wache ich nur deshalb auf, weil eine Tür ins Schloss fällt und ich Schlüsselgeklapper hören kann. Hm, eine Tür... ich liebe Türen. So aus Holz und so.
„Hm“, mache ich, zufrieden mit mir und der Welt und kuschele mich leicht an Brian ran, dessen lange Haare mich am Hals kitzeln. Aber als ich Schritte auf der Treppe höre, wird mir plötzlich bewusst, warum genau die Haustür zugefallen ist.
Wie ein Berserker springe ich auf, werfe die Decke über Bri drüber, falle aus dem Bett, springe mit zwei Hechtsprüngen zu meiner Couch und werfe mich drauf. Jetzt hängen zwar meine Beine über die Lehne, da ich schon viel zu groß für so einen Scheiß bin, und mein Kopf ruht auf meiner Gitarrentasche, aber das werde ich schon noch verkraften. Ich verziehe gerade noch das Gesicht, öffne den Mund leicht, schließe meine Augen und hebe den Arm über meinen Kopf, als meine Zimmertür aufgeht und meine Mom in den Raum kommt. Sie sieht kurz in mein Bett, macht dann einen überraschten Laut und dreht sich zu mir.
Ich stelle mich schlafend und fange sogar ein wenig an zu schmatzen. Ich hoffe nur, ich sehe realistisch aus. Und muss nicht gleich anfangen zu grinsen, das würde mich total auffliegen lassen!
Gerade als ich mir überlege, ob ich noch etwas sabbern soll um alles realistischer zu gestalte oder nicht, verlässt meine Mutter mit einem tiefen Seufzer wieder das Zimmer, schließt die Tür hinter sich und geht davon. Nach wenigen Minuten höre ich, wie im Badezimmer die Dusche eingeschaltet wird und hebe dann meinen Kopf.
„Bri?“, frage ich leise.
„Hr?“, kommt es extrem verschlafen von ihm.
„Darf ich vorstellen: das war meine Mom“, flüstere ich grinsend, er dreht sich nur um und schläft weiter. Verdutzt sehe ich zu ihm, und als er sich nicht mehr bewegt, schüttele ich den Kopf. So ein Sack!
Verwundert setze ich mich auf, gehe zu ihm und stupse ihm in die –im Gegensatz zu meiner- geraden Nase.
„Hey!“, raune ich, er rümpft nur die Nase, zieht sich die Decke über das Gesicht und rührt sich nicht mehr. Ganz beifällig sehe ich auf meine Uhr und stelle fest, dass es schon elf Uhr Vormittag ist und der werte Herr sich sprichwörtlich die Sonne in den Arsch scheinen lässt.
„Steh auf du faules Schwein“, lache ich, stelle mich aufs Bett und setze mich dann auf ihn drauf. Er stöhnt irgendwas rum, zuckt dann unter der Decke rum als würde ich gerade auf einer Schlange Rodeo reiten und zieht sich dann die Decke vom Kopf.
„Zee, du wiegst mehr als Jimmy“, raunt er, ich rutsche kurz von ihm runter und er dreht sich dann auf den Bauch, um den Kopf im Kissen zu verstecken.
Ich schüttle sprachlos den Kopf, stehe auf und verlasse leise mein Zimmer. Ich höre, wie im Badezimmer der Föhn angeht und husche schnell ins Bad, wo meine Mutter vor dem beschlagenen Spiegel steht und sich die Haare föhnt- ja wow, das hätten wir uns jetzt nicht gedacht, wenn der Föhn läuft. Himmel, intellektuelle Glanzleistungen am Morgen, ich solltemir echt überlegen, ob ich nicht doch nach Harvard studieren gehen will!
„Morgn’ Mom“, murmle ich und setze mich auf das Fensterbrett, wo ich so gerne herumlungere.
„Guten Morgen Zack. Gut geschlafen?“
„Eigentlich schon, danke der Nachfrage. War heute Nacht viel los im Krankenhaus?“, frage ich, sie schüttelt den Kopf.
„Gott sei Dank nicht. Keine neuen Notfälle, die anderen haben sich nicht verschlechtert... Alles in allem eine ruhige Nacht. Wann bist du denn gestern nach Hause gekommen?“
„So um eins. War noch mit meinen Freunden weg“, sage ich, sie fängt an zu lächeln.
„Höre ich da einen Plural?“
„Höre ich da eine irrsinnig dumme Redensart?“, frage ich zurück.
„Werde nicht frech, junger Mann!“, sagt sie strengt, lächelt dann aber und föhnt sich die Haare weiter.
„Sorry Mom“, sage ich ehrlich. „Aber ja, ich hab Freunde gesagt. Zwei ‚E’“, grinse ich, sie nickt.
„Das freut mich, Zack. Aber sag mal... was genau liegt da eigentlich in deinem Bett? Und warum hast du heute Nacht am Sofa geschlafen?“ Oh, das habe ich nicht...
„Ja, das sollte irgendwann mal Brian sein, aber ich denke, der muss erst hochfahren, könnte also noch dauern. Ich hab ihn gestern einfach zu uns mit eingeladen, macht doch nix, oder?“
„Nein, natürlich nicht. Aber warum hat er in deinem Bett geschlafen und du auf der Couch? Hätte es nicht andersrum sein sollen?“ Hey, wenn du wüsstest...
„Na ja, er hatte... Rückenschmerzen, und da wollte ich ihm das ersparen, auf der dummen Couch zu pennen, wenn du verstehst.“
„Das ist aber nett von dir, habe gar nicht gewusst, dass du so sozial bist.“
„Wow, danke Mom“, sage ich leise, springe dann vom Fensterbrett und folge ihr hinunter in die Küche.
„Willst du noch was frühstücken?“, frage ich sie, während ich den Schrank aufmache, um das Zeug hinauszuholen.
„Ja, wenn es euch nix ausmacht.“
„Mom, wir sind nur zwei Kerle, die frühstücken, was soll uns das bitte ausmachen?“, frage ich grinsend und hole eine weitere Schüssel aus dem Kasten. So, jetzt ist es nur ne gute Frage, was genau Brian so frühstückt, immerhin habe ich das noch nie so richtig mitbekommen. Wie denn auch, ich meine auf dem Schulweg unterhält man sich ja wirklich nicht über sein Frühstück...
Ich packe also einfach alles Mögliche auf den Tisch (Vor allem die Nutella. Boa, ich LIEBE Nutella...), und lasse mich dann auf meinen Stuhl fallen.
„Du hast recht, dein Freund hier braucht echt lange zum booten“, sagt meine Mom und setzt sich zu mir. Hoffentlich hat sie es nicht mitbekommen, wie ich bei ‚dein Freund’ zusammengezuckt bin. Immerhin habe ich ihr noch rein gar nichts davon gebeichtet, dass sie vermutlich nie in ihrem Leben mit einem Enkel rechnen darf...
Aber dafür habe ich noch Zeit!
„Mom, keine Computersprache, davon verstehen wir beide eher weniger“, sage ich grinsend.
„Wozu bin ich Krankenschwester geworden?“, fragt meine Mom im gleichen Moment als ich ‚wozu werde ich Musiker’ sage. Wir sehen uns an, dann halte ich ihr die Hand zu einem High-Five hin.
„Mutter-Sohn-Power“, lache ich, sie schlägt ein und nimmt sich dann einen Toast.
„Brian auch Toast“, raunt mein Freund, der gerade in dem Moment in die Küche gewatschelt kommt und sich extrem verschlafen über die Augen reibt. Und ehrlich... er sieht aus, als hätte man ihn k.o. geschlagen und dann mal kurz in Senf getunkt, ihn dann anschließend abgeleckt und ins Bett gelegt... Scheiße, was ist nur mit mir los?!
„Morgen, Schlafmütze“, melde ich mich zu Wort und zeige zum freien Platz, wo eine leere Schüssel und ein leeres Glas stehen.
„Guten Morgen, Brian“, sagt auch meine Mutter. „Ist das mit deinem Rücken besser geworden?“, fragt sie, fürsorglich wie Mütter eben sind. Nur leider habe ich Brian ja nicht in diesen glorreichen Plan eingeweiht...
„Rücken?“, fragt er verständnislos und lässt sich auf den Stuhl fallen.
„Jaa, du hast gestern Abend ja solche Rückenschmerzen gehabt, deshalb hast du in meinem Bett geschlafen. Schon vergessen?“, sage ich und starre ihn an. Was er aber leider nicht bemerkt, da Mr. Haner eher damit beschäftigt ist, seine langen Haare irgendwie zu richten.
„Also daran kann ich mich nicht erinnern“, sagt er verwundert, ich greife mir an den Kopf.
„Ist er immer so planlos?“, flüstert meine Mutter, ich schüttle den Kopf.
„Nur morgens, denke ich. Hoffe ich“, sage ich laut, und Brian fängt an zu grinsen.
„Ich kann euch hören“, raunt er, zwinkert mir dann noch mal zu und gähnt erneut. „Und guten Morgen, Mrs. Baker“, sagt er dann zu meiner Mutter, höflich wie er ist (und mich vergisst, danke).

„Bist du sicher, dass das eine gute Idee ist?“, frage ich leise, während Bri die Tür hinter sich schließt und mich die Straße entlang scheucht. Das Frühstück ist eigentlich ganz normal abgelaufen, wir haben uns sogar richtig amüsiert. Als er dann nach Hause gegangen ist, meinte meine Mutter sogar, dass sie ihn nett findet. Na, der Anfang ist getan, würde ich sagen.
Den Nachmittag habe ich mir irgendwie mit Gitarre spielen vertrieben, und jetzt habe ich Brian bei sich zu Hause abgeholt, da er mich mit zu Johnnys Party schleppen will.
„Das ist mir scheißegal! Wenn Jimmy n’ Problem damit hat, kann er ja verschwinden!“, sagt er zickig und nimmt meine Hand in seine.
„Er wird aber ein Problem damit haben, wenn ich dabei bin, das weißt du! Und du hast ja auch noch Vic eingeladen... Findest du das nicht total dämlich, das gemacht zu haben?“
„Also erstens hat Johnnyboy uns alle eingeladen, auch sie. Ich habe es nur ein wenig direkter gemacht, sonst würde sie nicht mitmachen. Und echt, mir macht das nix aus. Jimmy wird damit leben müssen. Und wenn er das nicht kann... dann ist er Jahre lang mein bester Freund gewesen“, sagt er hart, aber ich merke, wie ihm das wehtun würde, wenn es wirklich so weit kommen würde...
„Das kann man nicht einfach so sagen“, sage ich leise. „Ich wäre auch ziemlich fertig, wenn ich Vic jetzt einfach so verlieren würde“, sage ich leise. Gott sei Dank hat sie das so gut aufgenommen. Ich wüsste gar nicht, was ich jetzt ohne sie machen würde. Oder sie ohne mich, ich meine, allein wegen ihrem Vater und so...
„Du bist ja nicht Schuld dran. Also mach dir keinen Stress, was das angeht. Ich komm schon klar, ich meine... es ist immerhin Jimmy. Wir haben immer wieder mal solche Phasen gehabt. Geht schon wieder vorbei...“
Auf dem restlichen Weg ins Gates reden wir über was anderes, vermeiden das Thema Jimmy und lenken uns ab.
Nun, bis wir uns schon von weitem ein Geschrei und Gezicke anhören dürfen, das sich gewaschen hat.
„Oh-oh“, macht Brian und biegt mit mir im Schlepptau um die Ecke, die uns noch vom Club trennt. Und wirklich, unser Gehör hat uns nicht getäuscht. Vor dem Club stehen nur Vic und Jimmy, von den andere keine Spur. Prima, wirklich. Besser kann es doch gar nicht kommen!
„Weißt du was? Leck mich doch am Arsch!“, keift Jimmy, Vic sieht ihn beleidigt an.
„Würde ich, aber dazu bräuchte ich ne Leiter, weil der so verdammt weit oben ist!“, giftet sie zurück.
„Was soll denn das schon wieder heißen?!“
„Dass du ZU GROß bist! Ich wette, du kriegst nie ne Freundin ab, immerhin gibt es keine zwei Meter Frauen in Huntington!“
„Stimmt, nur solche Zwerge wie dich!“
„Schnauze, Lulatsch! Soll ich dir zeigen, was der ‚Zwerg’ so drauf hat?!“
„Das will ich sehen“, lacht Jimmy auf, Vic beißt die Zähne zusammen und geht einen Schritt auf ihr Gegenüber zu. Leider ist sie aber ungefähr eineinhalb Köpfe kleiner als er und muss so zu ihm aufsehen. Jimmy bemerkt die Situation und fängt an, lauter zu lachen.
„Hör auf, mich auszulachen!“, schimpft Vic und verpasst Jimmy einen gezielten Schlag in den Magen. Dem vergeht jetzt das Lachen –also Jimmy, nicht dem Magen- und er schupst sie zurück.
Da die zwei jetzt handgreiflich werden, fange ich, ohne zu denken, an zu laufen und ziehe Vic dann zur Seite, bevor sie gerade einen kräftigen Schlag von Jimmy abbekommen hätte.
Der wird von Brian zurückgehalten, der seinen einen Arm um ihn geschlungen hat und ihn leicht zurückzieht.
„Lass mich los Zee! Lass mich los, ich zeig’s dem noch!“, faucht Vic, ich halte sie aber fest. Jimmy scheint sich beruhigt zu haben, schüttelt kurz den Kopf und reißt sich dann von seinem (ehemaligen) besten Freund los.
„Nimm die Finger von mir“, faucht auch er, sieht Brian nicht mal an und verschwindet dann im Club.
„Na, das kann ja noch was werden“, meint mein Freund leise und fährt sich durch die Haare, während Vic nur wütend auf mir hängt und die Arme schließlich vor der Brust verschränkt. Dennoch merke ich, dass mit ihr irgendetwas nicht zu stimmen scheint.
Denn irgendwie... keine Ahnung, ich habe das Gefühl, dass sie was an der ganzen Sache hier belastet. Nur habe ich keine Ahnung, was es sein könnte...