The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
Bonjour meine lieben Leser!
Also, ich lade jetzt schon was hoch, da Gee und ich inzwischen... 21 Kapitel im Vorrat haben und Synacky immer noch nicht zusammen sind X'D
Wir versprechen, es wird noch soooo toll *-*
Aber okay, da ihr schnell zu den supertolligen Kapiteln kommt, laden wir jetzt schneller hoch. Ich schätze es wird bei Donnerstag bleiben. Und vielleicht kommt Sonntag dazu oder so. Jedenfalls bekommt ihr mehr zu lesen ;)
So, dann noch einen Link zum Blog:
-http://insidethetruthissocold.blogspot.com/2012/03/5-geschreie-in-der-mensa.html-

Viel Spaß ;)
xxo Franky und Lina

5. Kapitel
Zacky POV

„Und vergesst nicht! Achtet immer auf die Haftreibung, bevor ihr eure Milch zu schwunghaft aus dem Kühlschrank nehmt!“, sagt mein Physiklehrer enthusiastisch und feuert einen Grinser auf die Klasse ab. Die halben Leute verziehen das Gesicht, ich sehe zu meinen Aufzeichnungen und zähle stumm die Sekunden runter.
Drei. Zwei. Eins.
Es läutet und ich packe so schnell es geht meinen Kram in meinen Rucksack, stehe auf und gehe aus der Klasse. Warten muss ich auf niemanden, da ich Physik nicht mit Vic teile und mich sonst eh keiner braucht.
Langsam gehe ich zu meinem Spind, knacke mein Schloss und werfe meine Schultasche hinein. Jetzt habe ich erst mal eine Stunde Pause und danach eine Doppelstunde Zeichnen. Da hab ich dann immer noch Zeit, meine Sachen zu holen.
Mit einem lauten Knall lasse ich die Tür ins Spindschloss fallen und gehe mit den Händen in den Hosentaschen in Richtung Cafetaria. Auf den Weg dorthin werde ich noch x Mal angerempelt, meine Nase bleibt allerdings so gut wie heil und ich komme ohne schwere Blessuren im Speisesaal an. Dort stelle ich mich erst mal neben dir Tür und betrachte den Storm an Schülern, der den großen Raum betritt. Als ich dann die schwarzen Haare entdecke, nach denen ich Ausschau gehalten habe, quetsche ich mich zwischen den Leuten hindurch und stelle mich neben Vic.
Die bemerkt mich allerdings nicht, da sie die Ohrstöpsel in den Ohren hat und lautstark irgendeinen Song hört. Als sie dann leise anfängt zu summen, tippe ich an ihre Schulter und sie wirbelt erschrocken herum.
„Scheiße Baker! Du hast mich total erschreckt!“, schreit sie durch den halben Saal, da sie noch immer die Stöpsel in den Ohren hat. Und wenn das der Fall ist, redet sie nicht, nein, dann schreit sie, da sie sich selber nicht mehr hört.
Einige Schüler in unserem Umkreis drehen sich um und mustern uns missbilligend. Ich seufze nur auf, ziehe meiner besten Freundin dann einen Stöpsel aus den Ohren und lächle sie schließlich an.
„Ich weiß, und es tut mir nicht leid“, sage ich und gehe einen Schritt voraus. Sie stellt währenddessen ihren iPod leiser und kommt mir hinterher.
„Und, wie waren die zwei Stunden ohne mich?“, fragt sie und nimmt sich eines der grellgelben Tabletts vom Stapel neben ihr.
„Och, wie man es nimmt. Französisch war très bonne, Physik war bescheuert. Wir haben über die Haftreibung von Milch geredet“, kläre ich sie auf und nehme mir auch eines der extrem hässlichen Tabletts.
„Haftreibung von Kuhmilch?“
„Nein weißt du Soja. Vic, das ist doch scheißegal!“, lache ich leise und bediene mich beim Schokoladenpudding. Ja, immer das Dessert zuerst. „Und was war bei dir noch so los?“, ändere ich das Thema.
„Na ja... Es war komisch. In Spanisch hat mich dauernd so ein ewig langer Kerl angesehen und gelacht. Ich glaube, der ist mit dem Hutgesicht befreundet. Und ach ja, das hat noch das Blut an der Hand kleben gehabt.
Ich weiß ja nicht, aber irgenwie widert mich der Kerl an“, mosert sie und pfeffert einen Salat auf ihr Tablett.
„Das Hutgesicht oder die lange Latte?“
„Beide!“ Ich verdrehe nur die Augen, schnappe mir noch schnell eine Coke Zero und steuere dann Vics und meinen Tisch an. Oh ja, wir haben Einzelplätze. Und das ist relativ lustig. Eigentlich sollte hier ja genug Platz für alle sein, aber zu uns will sich komischerweise keiner gesellen.
Nein, lieber setzen sich die Leute zu den Cheerleadern. Oder Sporlern. Oder Musikern. Oder generell zu den anderen. Aber hey, mir soll’s recht sein, ich brauche keine Leute um mich herum.
Behutsam stelle ich das Tablett ab, da ich ja meinen Pudding noch retten will, und setze mich dann im Schneidersitz auf den Plastiksitz.
Wenn man sich in unsere Schule hier gesellt, denkt man zuerst ja mal, dass man sich in einen schlechten Teeniefilm befindet. Die Aufteilungen, der Unterricht, das Essen, die Stühle... alles so richtig amerikanisch. Gott schütze Amerika, hm?
„Und sonst so?“, nehme ich das Gespräch wieder auf und betrachte Vic, die die Gabel in dem Salat versenkt.
„In Psycho hat Mrs. Justice die ganze Stunde geprüft. Und meinen Namen hat sie gerade aufgerufen, als es geläutet hat. Voll Schwein gehabt!“
„Wie immer halt.“
„Touchè“, grinst sie nur und betrachtet dann ihr Tablett, auf dem sich der Salat, ein Patzen Reis mit komischer Soße und ein Schokokuchen befinden. „Ich hab so Bock auf diesen Schokokuchen, weißt du das?“, seufzt sie nur und stopft sich den Salat in den Mund.
„Pff“, gebe ich nur von mir und widme mich meinem Hühnchen. „Hey, weißt du schon, was wir uns morgen reinziehen werden?“, frage ich sie nach ein paar Minuten.
„Ja klar. Ein wenig Heroin hab ich gedacht, oder? Und wenn das nicht reicht, werfen wir einfach noch eine Bierkiste hinterher!“, sagt sie so laut, dass die, die gerade an unserem Tisch vorbeigehen sich umdrehen und uns geschockt mustern. Vic grinst sie finster an, zeigt ihnen dann den Mittelfinger und stellt die leere Salatschüssel auf den Tisch.
„Du bist einfach unverbesserlich, habe ich dir das vielleicht schon mal gesagt?“, frage ich und knabbere am Knochen herum.
„Ich weiß, und du bekommst langsam aber sicher eine blaue Nase“, meint sie leise und betrachtet besorgt mein Gesicht. Ich winke nur mit dem Knochen in der Hand ab und lege den dann auf den Teller vor mir.
„Ach, das wird schon nicht so schlimm. Die wird das schon überleben. Und wenn sie mir abfällt, darf ich auf Lebzeiten lang Lord Voldemort spielen“, grinse ich nur und fange einen Schlag auf den Oberarm ab.
„Blödmann! Aber wegen morgen... wie wärs wenn wir uns ‚How I Met Your Mother’ ansehen? Ich hab gerade erst die erste Staffel gekauft und wir können ein paar Sendungen rauspicken. Die Sendung ist ja einfach nur total episch!“, schwärmt sie und schiebt sich eine Gabel voll Reis in den Mund.
Ich nicke und schnappe mir das zweite Hühnerbein. Ja, ich verfressenes fettes Kind ich...
„Hühnchen ist ekelhaft“, gibt Vic nur ihren Kommentar ab, als sie sich meine Finger ansieht. Ich ziehe nur eine Augenbraue hoch, fuchtele vor ihrem Gesicht herum und kassiere noch einen Schlag. Heute ist wohl der ‚Hau den Zachary’ Tag...
„Irgendwann verschluckst du dich noch, und dann werde ich lachen“, sagt sie nur, schiebt dann auch den leeren Teller, wo mal der Reis drauf war, weg und widmet sich mit einem Grinsen den Schokokuchen.
Also, wenn ich viel esse, dann isst Vic schnell. Vor mir steht noch ein Salat, der ganze Pudding und das halbe Hühnerbein, und sie verputzt gerade mit einer Hingabe, die man normalerweise nur im Bilderbuch sieht, ihren Kuchen.
Plötzlich hält sie aber inne, legt die Gabel dann weg und fängt an, in ihrer Tasche zu kramen.
„Was suchst du?“, frage ich und nehme noch einen Bissen.
„Wirst du gleich sehen“, murmelt sie, zieht dann triumphierend einen schwarzen Stift aus ihrer Tasche und steht dann auf. Ohne etwas zu sagen, zieht sie meinen Stuhl hervor, setzt sich dann rittlings auf mich drauf und nimmt den Stöpsel von ihrem Kajal ab.
„So, ich hab dir doch gesagt, dass wir dein Gesicht wieder herrichten“, sagt sich nur schlicht und fängt an, an meinem rechten Auge herumzumalen.
„Und dann muss genau dann sein, wenn ich dabei bin, was zu essen?“, frage ich leicht genervt und greife blind nach meiner Cola.
„Du kennst mich. Ich bin berühmt für meine Spontanitäten“, gibt sie nur von sich und geht dann zu meinem linken Auge über. Konzentriert schmiert sie in meinem Gesicht herum, hat die Augen leicht zugekniffen und beißt sich sogar auf die Lippen.
Als ihr Werk fertig ist, fällt dieser angestrenge Blick von ihr ab, sie verschließt den Stift wieder und rutscht von mir hinunter. Dass der halbe Mensainhalt seine Augen auf uns geheftet hat, scheint ihr egal zu sein. Wie alles halt. Aber Vic ist Vic. Der ist so gut wie nichts peinlich.
Ich blinzele kurz, zucke dann mit den Schultern und wende mich wieder an mein Essen. Vic legt schon die Gabel weg und putzt mit ihrem Finger den kleineren Teller ab.
Kopfschüttelnd hole ich mir meinen Salat und ziehe ein grünes Blatt aus dem Haufen, um es mir einfach so mit den Fingern in den Mund zu stopfen.
„Du schlingst total, das ist ungesund, das weißt du schon. Oder?“, frage ich und lecke mir die Finger ab.
„Sagt der, der es nicht schafft, mit seinem Besteck zu essen“, kontert sie und schiebt das Tablett ein wenig von sich weg.
„Punkt für dich“, gebe ich mich geschlagen und hole mir dann doch eine Gabel, da es vielleicht etwas unappetitlich ist, sein Joghurtdressing mit den Fingern zu essen... „Aber hey, hast du dir schon überlegt, was du nächste Stunde zeichnen wirst? Wir mussten uns ja ein Motiv für die Schwarz-weißtechnik ausdenken“, sage ich und stochere etwas lustlos in meinem Blatthaufen herum. Ich weiß ja, warum ich kein großer Fan von Salat bin.
„Nö, das kommt mir immer spontan. Ich denke ja an so was wie das Kolosseum, oder vielleicht doch ne Figur? Was hälst du von Frank Iero? Oder doch eher Andy Sixx?“
„Nimm Justin Bieber“, sage ich schlicht, bekomme dann einen giftigen Blick, bevor sich meine beste Freundin abwendet und ihren Skizzenblock aus der Schultasche kramt.
„Ich finde schon noch was, wozu hab ich die Kreativität in meinem Biberkopf! Denk du lieber auch nach, was du nimmst“, sagt sie sachlich und fängt an, auf dem Blatt Papier vor sich herumzumalen.
Langsam zucke ich mit meinen Schultern und wende mich dann an meine Salatblätter, die irgendwie aneinanderpappen, da ich zu viel Dressing draufgepatzt habe. Ew.