The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
Heute gibt's wieder nen Blogeintrag :D
Der liebe Blog rostet ja schon vor sich hin, ist dringend nötig...
Aber erst mal Hallo meine Lieben :)

Zuerst wollen wir euch glaube ich alle mal ganz feste drücken, da wir die 100 Review Marke geknackt haben :) Vor allem n großes Danke geht an Kahlan13 und Cricket, da die zwei fast zu jedem Chap was schreiben :)

Okay
Und dann mal zum Chap hier :)
VIEL VIEL SPAß damit,
auch wenn das jetzt nicht wirklich lustig wird. Vor allem nicht der Schluss.
Aber ihr werdet es schon noch bemerken ^^

Gut, dann noch hier der Bloglink:

http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2012/08/49-ive-told-you.html
Ach ja, es gibt auch ne kleine Umfrage, wäre nett, wenn ihr da mal vorbeischaut :D
!!!Umfrage nur bis Sonntag!!!

Keep Running
xxo Franky und L


49. Kapitel
Zacky POV

„Manchmal denke ich mir wirklich, dass es auf der Welt keinen ekelhafteren Fraß gibt als unser dummes Schulessen!“, raune ich, als Vic und ich uns gerade was zu ‚essen’ holen. Die Kantinentante sieht mich abschätzig, dann finster an.
„Musst es ja nicht essen, dummer Bengel“, motzt sie los, und ich verziehe das Gesicht zu einem fetten Grinsen.
„Bengel? Das sagen doch sonst nur Omas, oder?“, fragt Vic mich auffällig laut, hinter mir lacht wer leise auf, Vic grinst und geht dann schnell weiter, da die Kantinenfrau gerade ein Messer in die Hand nimmt.
„Dachtest du jetzt echt, die sticht dich ab?“, frage ich amüsiert, sie zuckt mit den Schultern. Uh, ein Fall für CSI California.
„Die ist verbittert, klar habe ich das gedacht“, grinst sie zurück, schnappt sich noch eine Flasche Fanta und schubst mich leicht an, weil sie weitergehen will. Ich seufze kurz auf, nehme dann das hässliche gelbe Tablett in die Hand und gehe dann los, in die Richtung des Musikertisches, an dem wir im Prinzip schon aufgenommen worden sind. Sind wohl doch nicht so schlimm, die bösen Musiker.
Aber ich lehne mich jetzt einfach mal weit aus dem Fenster und sage ‚ist ja auch kein Wunder’, wenn ich mit dem Gitarristen zusammen bin. Ich meine, ich werde mich jetzt nicht ans andere Ende der Mensa setzen und ihn von da an anschmachten, damit wohl jeder was von meiner Verknalltheit mitbekommt. Tja, Vorteile hat das Ganze ja schon... Nie wieder allein in einem Eck sitzen. Ich fange an zu grinsen, als Bri sich zu mir umdreht und mir kurz zuzwinkert.
„Zee, bis später“, höre ich Vic noch leise hinter mir sagen, bleibe dann schnell stehen und drehe mich zu ihr um.
„Wie ‚bis später’?" Denn da Kochen heute schon wieder ausfällt, haben Vic und Johnny sich einfach bei uns angehängt, da wir ja eh alle gleichzeitig Nachmittagsunterricht haben. Und Bri und ich sind auch bei den anderen, da wir heute irgendwie keine Lust auf Gitarre spielen hatten, also habe ich kurzerhand für die Woche bei Fenders abgesagt. Eigentlich müsste meine beste Freundin jetzt also mit zu den Musikern kommen.
„Schau doch mal hin“, meint sie ruhig, ich drehe mich um und sehe zum Tisch.
„Ja, und? Brian und die anderen. Und red’ jetzt nicht so was wie ‚die mögen mich nicht’, das tun sie nämlich schon. Jedenfalls bin ich mir bei Johnny, Bri und Matt schon sicher. Jimmy... ach, der ist einfach ein Idiot“, sage ich, sie schüttelt den Kopf.
„Darum geht’s nicht. Die haben keinen Platz mehr da. Ich habe ja immer nur Platz gefunden, weil entweder Matt oder die lange Latte gefehlt haben. Heute sind alle anwesend, sprich: ich bin überflüssig. Und rede DU dich jetzt nicht raus, denn ich weiß, dass das stimmt. Wir sehen uns wann auch immer...“, murmelt sie und geht mit schnellen Schritten zu unserem alten Tisch, der verlassen in einer Ecke steht.
„Ich...“, fange ich an, obwohl mir sehr wohl bewusst ist, dass sie sich gleich setzten wird und mich deshalb nicht mehr hören kann. Etwas verlassen stehe ich mitten in der Mensa herum, sehe zuerst zum Musikertisch, dann zu meiner besten Freundin. Und da hätten wir jetzt die Entscheidung zwischen Freundschaft und Liebe. Verfickte Zwickmühle...
„Wie scheiße ist das bitte?“, murmle ich, gehe dann aber irgendwie automatisch zu Brian und setze mich neben ihn. Und das nicht, weil ich mich jetzt gegen Vic entscheide, sondern weil ich das mit denen bereden muss.
Denn ein Zacky ohne eine Vic ist wie ein Brian ohne einen Jimmy. Ein wenig aufgeschmissen und nicht so gut drauf wie mit dem besten Freund.
„Hey Zacky“, kommt es von Matt, der mich ansieht, dann seinen Blick umherschweifen lässt, als würde er was suchen.
„Hey Matt“, sage ich leise, Brian neben mir stupst mich kurz mit dem Zeigefinger in den Oberschenkel und lächelt mich leicht an, da er vor Jimmy ja nichts machen kann, weil der immer noch keinen blassen Schimmer hat, was bei uns abgeht. Und das ist mir echt ein wenig unangenehm... Vielleicht sollte ich später noch mal mit Bri darüber reden, aber das kann jetzt noch ein wenig warten.
„Hey, wo ist deine zweite Hälfte?“, fragt G und sieht mich an. „Krank?“
„Genau, wo ist der nervige kleine Schatten?“, fragt Jimmy und stochert ein wenig in seinem Gemüse herum.
„Jimmy, halt die Fresse“, meint Brian nur, dreht sich dann um und sieht automatisch zu meinem alten Tisch. „Nee, sie sitzt da hinten“, meint er in Gs Richtung. „Sag mal... Hat sie was gegen uns?“, fragt er dann an mich gewandt, wie ich mir einbilde, leicht verletzt. Aha, da kann es wer wohl nicht ausstehen, nicht gemocht zu werden, interessant.
„Nein, da wollte ich eh noch mit euch reden“, fange ich an. „Sie meint, hier wäre kein Platz für sie. Wegen den Stühlen und so.“ Und Gefühlstechnisch vermutlich auch, aber das füge ich nur im Gedanken hinzu.
„Was redet sie denn da? Schieben wir einfach einen Stuhl dazu“, sagt Matt wie selbstverständlich.
„Ist das dein Ernst?“, fragt Jimmy mit geweiteten Augen. Brian verdreht nur die Augen, dreht sich wieder zu Vic und erhebt sich leicht.
„Hey Vic, auf Jimmys Schoß hätten wir noch Platz!“, schreit er durch die gesamte Cafeteria und bewirt damit lediglich, dass alle Schüler ihre Blick von ihrem Essen reißen und auf uns richten. Vic sieht meinen Freund mit rotem Kopf an, dreht sich dann schnell weg und ignoriert die Blicke. Jimmy hingegen nimmt einen Brokkoli in die Hand und pfeffert ihn seinem besten Freund an den Kopf.
„Was soll der Scheiß denn jetzt?“, faucht er aufgebracht, Matt fangt an zu lachen und Bri reißt sich den Hut vom Kopf. Die anderen in der Mensa scheinen aber wieder etwas Interessanteres gefunden zu haben und fangen wieder an, uns zu in Ruhe zu lassen, während Brian gerade einen Anfall bekommt.
„Mein! Fedora! Hat! Einen! FETTFLEEECK!“, schreit er rum, und die beiden fangen an wie die Kleinkinder mit ihren Händen in der Gegend herumzufuchteln, um sich bestenfalls zu treffen. Matt greift sich an den Kopf, Johnny steht auf.
„Ich hol sie her“, meint er nur und stapft los, eher einer von uns reagieren könnte. Ich sehe Johnny hinterher, und das Einzige, was ich mich frage, ist, wie man von einem Stück Brokkoli einen Fettfleck bekommen kann.
„Jimmy, benimm dich“, sagt Matt schlicht.
„Und Brian, tu nicht so als wärst du ein kleines durchgeknalltes Kind“, sage ich leise, mein Freund sieht mich geschockt an, deutet dann auf seinen Hut.
„Aber...“
„Das ist nur ein Hut“, mischt G sich ein, die das ganze Theater stillschweigend angesehen hat.
„Aber...“
„Die beiden haben recht“, sagt jetzt Matt.
„Aber...“
„Ich zahl dir die Rechnung“, murrt Jimmy nur, das scheint ihn zu beruhigen und er lehnt sich zurück.
„Der braucht aber Schongang!“
„Was braucht Schongang?“, fragt Johnny, der in dem Moment mit meiner besten Freundin im Schlepptau zurück an den Tisch kommt.
„Wie hast du das denn geschafft?“, frage ich ihn verwundert. Normalerweise schaffe so was nicht mal ich. Denn wenn Vic sich was in den Kopf gesetzt hat, dann ist sie meistens nicht mehr davon abzubekommen. Stur halt.
„Ich habe einfach bitte gesagt“, grinst der Blonde und lässt sich auf seinen Platz neben G fallen, während Vic ihren Stuhl etwas schüchtern zwischen Matt und mich stellt.
„Und euch macht das echt nix aus?“, fragt sie leise.
„Nein“, kommt es einheitlich vom gesamten Tisch.
„Doch!“, kommt es allein von Jimmy, der daraufhin eine von Brian abbekommt.
„Sei nett!“, ermahnt er seinen besten Freund, der grummelt nur was und stochert wieder in seinem Gemüse herum.
„Na ja, wie auch immer“, fängt Matt an. „Ich habe euch was zu sagen!“, verkündet er und lehnt sich vor. „Heute wieder einen Auftritt im ‚Fallen’!“, sagt er begeistert. Johnny greift sich an den Kopf.
„Das hast du uns in der letzten halben Stunde schon ungefähr zehn Mal gesagt“, meint er nur.
„Ich sage es nur so oft, weil ihr immer alles vergesst!“, meint der Sänger nur und zuckt die Schultern.
„Wir und was vergessen?!“, fragt Brian leicht beleidigt.
„Ja. Wann fängt’s denn an?“, fragt Matt grinsend, während Bri die Augen weitet und sich mit der Hand ans Kinn fasst.
„Um sechs“, sagt er dann siegessicher und grinst.
„Nein, um sieben!“, sagt der Sänger, das Brian’sche Grinsen verschwindet wieder.
„So viel zu ‚vergessen’“, gebe ich leise von mir.
„Klappe, Baker“, sagt Bri nur und fängt auch an, in seinem Gemüse herumzustochern. Wow, sieht echt irre intellektuell aus und so.
„Hey, wenn wir schon beim Vergessen sind: Ich werde am Samstag ne kleine Party feiern. Wie wär’s, habt ihr Zeit?“, sagt dann Johnny plötzlich und sieht erwartungsvoll in die Runde seiner Freunde.
„Für was?“, fragt Bri, der gerade wieder aufsieht.
„Er hat Geburtstag gehabt“, murmelt Vic. „Traurig, dass ihr das vergesst...“
„Was geht dich denn so was an?“, fragt Jimmy unfreundlich, Vic sieht auf und ihm direkt in die Augen.
„Was denn, wenn du zu dumm bist, um dir den Geburtstag deiner eigenen Freunde zu merken! Ich wette, du wirst mal einer von denen, die ihren eigenen Hochtzeitstag vergessen!“, faucht sie.
„Ach ja? Und du wirst dafür einsam in irgendeiner Ecke sterben, weil dich eh keiner haben will“, sagt Jimmy, genauso giftig wie meine beste Freundin. Die sieht ihn leicht traurig an, schüttelt dann den Kopf und lenkt ihren Blick auf ihre Zeichenunterlagen, die sie mit sich geschleppt hat.
Danke Jimmy, das hast du toll gemacht, wirklich. Der hat doch keine Ahnung, was Vic für Selbstwertkomplexe hat, was das Thema hier angeht. Am Tisch ist es leise, die beiden Streithähne sehen sich nicht an, ich stupse meine beste Freundin dann sachte an.
„Der hat’s nicht so gemeint“, hauche ich, sie zuckt mit den Schultern.
„Selbst wenn, mir ist so was egal. Ich nehme solche Kerle nicht ernst“, sagt sie laut, schiebt ihr Essen von sich weg und fängt an, zu zeichnen. Eine ihrer Abwehrfunktionen. Und wenn die sich nicht bald mal ausreden... Ich glaube, dann haben wir ein dauerhaftes Problem. Aber was habe ich da schon zu sagen?

„Muss ich irgendwas für Johnnys Party mitnehmen?“, frage ich am Nachmittag, als wir bei Brian daheim auf der Couch abhängen.
„Nicht dass ich wüsste. Nur... äh, magst du das ‚Gates’? Das ist Johnnys Lieblingsclub hier und wir hängen auch relativ oft da ab.“
„Ist auch einer der zwei einzigen Clubs hier in Huntington“, grinse ich, nicke dann aber. „Ach, das Gates, da war ich schon öfter mal mit Vic“, erkläre ich ihm, er nickt.
„Das Fallen gibt’s ja immerhin noch nicht so lange“, sagt er, rutscht dann aber näher an mich ran und fängt an zu grinsen. „Hey, wollen wir das nicht auskosten, dass meine Eltern nicht zu Hause sind?“, fragt er leise und streicht mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Sag mal, weiß Jimmy eigentlich schon davon?“, frage ich plötzlich, noch bevor Bri in Fahrt kommen kann.
„Nope, ich sag’s ihm später. Nach dem Auftritt“, raunt er, rückt noch ein Stück näher an mich ran, sodass nun überhaupt kein Platz mehr zwischen uns ist und lehnt sich vor.
„Versprochen?“, frage ich etwas unüberzeugt.
„Ja, versprochen“, sagt Brian nur und lächelt mich an. Ich weiß ja nicht wirklich, was ich davon halten soll, dass er seinem besten Freund noch immer nichts gesagt hat. Ich meine... Jimmy hasst schon Vic, so viel ich weiß. Wenn ich jetzt auch noch im Weg stehe... Ich glaube, das könnte dann irgendwie echt unschön werden.
„Vergiss ihn einfach, ich mach’ das schon“, sagt er leise, sieht mir dann in die Augen und legt mir eine Hand auf die Wange.
„O...kay?“, frage ich leise, er lächelt mich an und drückt mir einen leichten Kuss auf die Lippen. Da ich so was ja schon gewöhnt bin, küsse ich ihn einfach zurück, vergesse mal Jimmy, Vic und Johnnys Party und konzentriere mich ganz auf meinen Freund, der nun seine Hände um meine Hüften geschlungen hat und sich immer weiter vorbeugt.
„Ich liebe sturmfreie Bude“, haucht er kurz, beendet dann aber wieder die Kusspause und küsst mich erneut, diesmal ein wenig fordernder. Ich rutsche kurz herum, setze mich dann rittlings auf ihn drauf und lege meine Arme auf seine Schultern.
„Ist dir aufgefallen, dass wir so was noch nie gemacht haben?“, frage ich in schnell.
„Was? Uns geküsst?“, fragt er verwirrt.
„Nein, ich meine so richtig rumknutschen“, sage ich leise, nähere mich dann aber wieder seinem Mund. „Zacky Baker gefällt das“, raune ich und küsse ihn erneut. Bri grinst in den Kuss hinein, leckt mir dann kurz über einen der Snakebites, sodass ich einen erstaunten Laut von mir gebe. Man merkt, ich habe so was einfach noch nicht oft gemacht. Und der Kuss mit Vic, der zählt schon mal aus Prinzip nicht.
„Hrm“, macht mein Freund nur zufrieden, nimmt das Metall des Ringes zwischen die Zähne und spielt ein wenig damit herum, was mich eigentlich nicht wirklich stört, da die Löcher ja schon halbwegs zugewachsen sind und es mir nicht wehtut.
Wir steigern uns richtig rein, Bri verschränkt die Finger hinter meinen Rücken ineinander, drückt mich an sich, als plötzlich genau das passiert, was wir nie geschehen lassen wollten.
„Hey Bri, bin wieder daheim! Kann’s los... Fuck, was geht denn hier ab?!“, ruft Jimmy entsetzt. Ich reiße erschrocken die Augen auf, löse mich dann so schnell es geht von meinem Freund und starre dessen besten Freund in die hellblauen Augen. Eigentlich sollte ich ja froh sein, dass es nicht Brians Mom war, aber jetzt haben wir wirklich ein riesiges Problem mit seinem besten Freund. Der steht nur in der Tür, als hätte ihn gerade ein Laster erschlagen, hat den Mund und die Augen geweitet und schüttelt stumm den Kopf.
„WAS GEHT HIER AB?!?“, ruft er nun lauter, während Brian seinen Kopf ganz langsam in seine Richtung dreht...