The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
Hallo :)

Ich bin jetzt auch aus dem Urlaub zurück, dafür ist Gee schon wieder nicht zu Hause XD  Ja, wir sind ein weit gereistes Volk, wir Freaks ^^
Trotzdem schreiben wir irgendwie weiter, keine Ahnung, wie wir das schaffen. Wir sind Götter *haha* Thor und Loki? Ich will Loki sein :DD

Nein, jetzt hören wir mal auf mit dem Schwachsinn da ^^
Sou, dann kommt hier auch der Bloglink, ich hab euch wieder was Nettes zusammengebastelt :D

http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2012/07/43-klappe-halten-ist-nicht.html

Dann lasse ich euch mal lesen, seht wie's weitergeht :3
Viel Spaß ;)

Keep Running,
xxo Franky und Linchen


43. Kapitel
Zacky POV

Nachdem Bri weg ist, greife ich zu meinem Handy, da es anfängt zu klingeln, und hebe ab.
„Jau, hier bei Baker und Sohn“, raune ich ins Handy.
„Zack?“, fragt meine Mutter und ich verschlucke mich an meiner eigenen Spucke, was zugegeben sehr elegant aussieht und vor allem super klingt.
„Mom?“, frage ich.
„Hast du während ich weg war ein Unternehmen aufgemacht? Zacky, ich hab dir doch gesagt, Finger weg von den Werbebranchen“, lacht sie, ich verdrehe nur die Augen.
„Aber Mom, wir machen schon Umsätze und unsere Aktien verkaufen sich wie warme Semmeln!“
„Aktien?!“ Ich seufze auf, grinse aber dennoch ein wenig.
„Ja Mom. Also, brauchst du was oder warum rufst du an?“
„Ich wollte dir nur sagen, dass ich jetzt wegfahre. Bin bald zu Hause, du kannst das Essen schon herrichten, wenn du willst.“
„Kay, mache ich...“, sage ich und setze mich in Bewegung. „Bis gleich.“ Damit lege ich auf und setze mich dann in die Küche.
Etwas verloren sehe ich aus dem Küchenfenster, als mir bewusst wird, was genau jetzt eigentlich von mir verlangt wird. Ich soll meine Mutter anlügen. Und das am besten auch noch gut, damit sie ja nicht rausbekommt, dass ich auf einmal... na ja... auf Männer stehe. Ich glaube nicht, dass sie dann einen Freudentanz aufführen würde.
Aber ganz ehrlich... wenn ich das jetzt noch lange jedem einzelnen verschweigen muss, bekomme ich noch einen dezenten Anfall. Denn ich kann so was einfach nicht. Wichtige Sachen verschweigen. Oder generell mal irgendwas verschweigen. Es ist ein Wunder, dass noch niemand von Vic Bescheid weiß.
Bei meiner Mutter muss ich mir noch was einfallen lassen, immerhin wohne ich mit ihr im gleichen Haus. Aber ich werde es ihr sagen. Ich weiß nur noch nicht genau, wann. Geschweige denn wie.
„Scheiße“, raune ich, stehe dann auf und latsche zum Kühlschrank, um das Essen zu holen. Abends essen wir hier eigentlich nie warm, immer nur kalt. Hat sich so eingebürgert, und eigentlich ist es mir auch ziemlich recht. Besser, als mich mal in die Küche zu stellen und zu verlangen, dass ich ein Abendessen zustande bekomme das genießbar ist.
Gedankenverloren hole ich die Teller, Messer und Gläser hervor, richte den Tisch her und setze mich dann ins Wohnzimmer, wo ich den Fernseher einschalte und auf den ersten Sender schalte. Die Simpsons.
Ich lehne mich zurück und betrachte gerade Homer dabei, wie er mal wieder seinen liebsten Sohn würgt, als ich höre, wie ein Schlüssel im Schloss umgedreht wird und die Tür aufgeht. Okay, los geht’s mit dem Vertuschen...
„Hey Mom“, rufe ich vom Wohnzimmer aus, höre, wie die Schlüssel abgelegt werden und sie schließlich zu mir kommt.
„Hallo Zack. Hattest du nen schönen Tag?“, fragt sie und legt ihren dünnen Schal auf die Sessellehne neben mich. Ich verkneife mir krampfhaft ein verliebtes Grinsen und nicke ihr dann zu.
„Jup. Zuerst hab ich ein wenig im Internet gesurft und dann war ich noch ein bisschen Gitarre spielen. Was ich halt immer mache“, erkläre ich ihr und stehe dann auf. „Und ich hab Essen hergerichtet, wie du gesagt hast.“
Lächelnd folgt sie mir und setzt sich mir gegenüber an den Tisch.
„Hast du schon was Neues gelernt?“
„Hm, ich hab mir was von Slash beigebracht. Aber das kann ich noch nicht so gut“, grinse ich und streiche mir dann die Stirnfransen aus den Augen. „Ich meine, es ist Slash! Aber auch schon egal. Wie war denn DEIN Tag?“, frage ich endlich und schnappe mir ein Toastbrot.
„Ach, na ja, wie immer. Mrs. Jacobson ist heute zusammengebrochen, die Ärzte wissen nicht, was mit ihr los ist. Außerdem haben sie wieder ein paar weitere Schwerverletzte eingeliefert, da es einen Unfall im Stadtzentrum gegeben hat...“, murmelt sie und beißt in ihre Semmel.
„Einen Schlimmen?“
„Drei Tote, zwei Verletzte“, sagt sie schlicht, ich zucke zusammen. „Tja, so ist das Leben. Hin und wieder wird dir etwas geschenkt, und hin und wieder wird einem alles, was man hat, grob entrissen.“

„Vic?“, frage ich am nächsten Tag ins Handy und gähne noch, da ich gerade erst aufgestanden bin. Warum ich jetzt schon telefoniere? Fragt mich nicht, als würde ich das wissen.
„Hey Zee“, sagt sie putzmunter, ich verdrehe die Augen. Wie kann man bitte um zehn schon so munter sein?
„Duu, ich wollte dich fragen, ob du Lust auf nen Spaziergang hast“, sage ich, immer noch gähnend.
„Uh, ja. Gerne. Jetzt?“, fragt sie eifrig.
„Äh, in ner halben Stunde? Ich bin grade erst aus dem Bett gekugelt“, gebe ich von mir und wische mir mit der freien Hand übers Gesicht. Ich muss jetzt einfach mich wem reden, ich muss das los werden. Da sieht man’s wieder. Ich kann nicht mal zwei Tage die Klappe halten. Aber Vic ist meine beste Freundin, die muss davon einfach wissen.
Gedankenverloren drehe ich meinen Kopf und sehe mich im Spiegel an, der quer neben meinem Bett an der Wand hängt und verkneife mir ein Seufzen.
Denn wie ich es vorausgesehen habe... durch den Nasenbruch habe ich jetzt eine schiefe Nase. Eine hässliche schiefe Nase. Danke, Paul. Dreckssack.
„Ist okay. Ich warte... vor deiner Haustür“, meint meine beste Freundin und legt dann auf. Ich schüttele den Kopf, ziehe mich an und schlurfe dann ins Bad, wo ich mich kämme und dann meinen Weg in die Küche fortsetze.
Dort treffe ich wider Erwarten meine Mutter, die gerade noch hektisch ihren Kaffee austrinkt und mit einer Hand die Zeitung auf den Tisch wirft.
„Zacky, aus unserem freien Tag wird leider nichts. Die brauchen mich wieder im Krankenhaus, anscheinend ist mal wieder was Schlimmeres passiert... Tut mir leid, Schatz...“, sagt sie schuldbewusst, ich schüttele den Kopf.
„Kein Problem, Mom. Ich werde dann halt was mit Vic machen... Pass beim Fahren auf, damit du nicht die Nächste bist, die eingeliefert werden muss“, sage ich leise, drücke ihr einen Kuss auf die Wange, während sie mich kurz ansieht, dann lächelnd und im Laufschritt das Haus verlässt. Ach ja, so ist meine Mom... Ich glaube, es wird wirklich schwer, ihr alles zu verschweigen.
Ich fange an, gemütlich an meinem Frühstück herumzukauen, schlendere dann hoch ins Bad, um mir die Zähne zu putzen, als es an der Tür klingelt.
„Ist offen“, schreie ich das halbe Haus zusammen, höre die Tür dann aufgehen, dann ist es leise. Als ich fertig mit Putzen bin, gehe ich zu meiner besten Freundin, die mit Händen in den Hosentaschen und an die Wand gelehnt im kleinen Flur steht und mich betrachtet.
„Hey“, meint sie, sieht mich aber immer noch ein wenig misstrauisch an. Okay, vor der werten Dame hier könnte ich echt gar nix, verbergen, nicht mal, wenn ich gut bin.
„Cheers. Warte, ich ziehe noch schnell meine Schuhe an...“, murmle ich, schlüpfe in meine Chucks und scheuche sie dann aus dem Haus.
„Du hast es eilig, was?“, fragt sie, während ich absperre und den Schlüssel in meiner Hosentasche verschwinden lasse.
„Nö?“, sage ich verwirrt und hake mich dann bei ihr unter. Eine Zeit lang geht sie still neben mir her, passt ihre Schritte meinem Gangtempo an und sagt gar nichts. Na ja, bis wir am Strand ankommen.
„Okay, stopp. Wer bist du, und was hast du mit meinem besten Freund gemacht?“, fragt sie mich und sieht mir in die Augen.
„Hä?“, frage ich verpeilt.
„Du bist zu gut drauf. Gehst zu schnell. Und du bist ungeschminkt. Gut, was hast du mit Zacky angestellt? Und ich schwöre dir, wenn du mir das nichts verraten willst, mache ich dir dein Leben zur Hölle und das will schon was heißen!“, sagt sie aufgebracht, ich sehe sie nur an, fange dann an zu grinsen und falle ihr dann um den Hals. Okay, jetzt kann ich echt gar nichts mehr zurückhalten.
„Viiic, ich bin mit Brian zusammen“, lache ich glücklich, sie steht erst perplex da, dann schließt sie ihre Arme um meine Taille und drückt mich an sich.
„Ohne Scheiß jetzt? Zacky, wie geil“, lacht sie und hüpft dann mit mir auf und ab.
„Findest... Findest du?“, frage ich, als wir das Herumgehopse eingestellt haben und wieder wie halbwegs zivilisierte Menschen dastehen.
„Klar, was denkst du denn? Das ist alles total aufregend“, sagt sie mit einem fetten Grinsen im Gesicht, weshalb ich sie gleich noch mal umarmen muss. Nicht jeder hat so eine geniale beste Freundin, und genau für Vic bin ich Gott so dankbar.
„Und du findest das jetzt nicht irgendwie bescheuert, mit nem... na ja... Typen befreundet zu sein, der mit anderen Typen rumknutscht?“ Ich weiß nicht, warum, aber das Wort ‚schwul’ möchte ich noch irgendwie vermeiden, das ist mir noch zu neu...
„Zacky, ganz ehrlich. Du bist mein Bruder, du kannst von mir aus auch mit einer Gurke heiraten, du würdest immer mein allerbester Freund bleiben! Obwohl das mit der Gurke ja nicht mal so falsch war“, kichert sie, ich schlage ihr auf den Oberarm. Himmel, Vic! „Aber jetzt im ernst. Ich freu mich für euch, ich finde es awesome dass du wen hast.“
„Danke Vivi“, sage ich leise. Sie lacht leise auf.
„Hör auf, mich Vivi zu nennen“, grinst sie.
„Pff“, mache ich nur, betrete dann den Sandstrand und schlurfe durch den Sand auf das Wasser zu. Um die Jahreszeit würde mich da zwar keiner mehr reinbekommen, aber zum Glück gehen wir mit der Schule erst wieder im März ins Meer...
Vic folgt mir und stellt sich dann neben mich hin.
„Wie geht’s dir eigentlich?“, frage ich, da ich total verschlafen habe, das zu fragen. Sie sieht nur leicht lächelnd auf das Meer und steckt die Hände ein.
„Danke, mir geht’s gut. Super sogar“, sagt sie.
„Okay, was ist los? Das war jetzt ja alles, aber nicht überzeugend“, sage ich leicht alarmiert und sehe sie an.
„Nein Zacky. Im ernst. Dad ist nicht zu Hause, Mom verarztet noch meinen Rücken, wenn’s sein muss, dir geht es gut... Mir geht es wirklich gut“, meint sie und lächelt leicht traurig, wie mir scheint.
„Ich...“
„Nein Zee. Wirklich. Ich bin glücklich.“ Leicht den Kopf schüttelnd nehme ich ihre Hand in meine und drücke sie leicht.
Ich hoffe, dass sie mir da nichts allzu Wichtiges verschweigt...