The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
142
272683
 
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
hey ho :3

heute bin ich mal dran, ein ungerades chap hochzuladen, statt F, die jetzt im urlaub ist und von mir hier abgelöst wurde. irgendwie überlappen sich unsre urlaubstermine immer so seltsam... egal, jedenfalls ist das chap von ihr & sie wird auch die revs, falls es welche geben sollte, beantworten, ich bin nur die uploadzuständige, die einen tag zu spät ist o: sorry dafür! wir sind nur später wieder nach Ö gekommen als geplant und ich war viel zu beschäftigt damit, mich wieder zum gardasee zurückzuwünschen, als dass ich an das chap gedacht hätte. aber dafür gibt's gleich morgen das nächste, und das aber pünktlich ^-^

*nachtrag: hey, nen blog gibt's ja auch noch! http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2012/07/41-brian-haner-und-matt-sanders-mochten.html

so yeah, viel spaß & stuff,
L & F


41. Kapitel
Zacky POV

Es war schwer, die ganze Brian-Haner Geschichte vor Vic geheim zu halten, aber irgendwie habe ich auch das geschafft. Warum ich das getan habe, weiß ich selber nicht so genau. Aber spätestens morgen habe ich es ihr so oder so erzählt, weil ich einfach eine alte Tratschtante bin und meine große Klappe nie lange halten kann.
Gedankenverloren starre ich auf meine Facebook-Page, die ich vor mir geöffnet habe. Freunde: 1. Anfragen: 2. Ich will ja nichts sagen, aber das ist mal was ganz Neues. Und ja, ich Opfer habe nur eine Freundin auf Facebook, aber das ist mir auch irgendwie scheißegal. Es ist praktisch, wenn einer von uns kein Guthaben mehr hat oder so.
„Brian Haner und Matt Sanders wollen mit dir befreundet sein“, lese ich leise und fange dann an zu grinsen. Okay, dann hat Bri schon mit Matt geredet. Nehme ich an.
Schnell klicke ich auf ‚Bestätigen’, und sehe dann mal bei Vics Profil vorbei, einfach weil es mich interessiert, ob bei ihr dasselbe steht. Okay, sie ist auch noch mit Johnny befreundet, sonst dasselbe wie bei mir.
Und dann kann ich es nicht lassen und klicke auf Brians Profil, um mich dort ein wenig umzusehen. Nur, weil ich es kann.
Mit einem Grinsen im Gesicht sehe ich mir seine Profilbilder an. Das, was er zurzeit als Bild drin hat, ist eines, wo er Jimmy umarmt und fett grinst. Dann hatte er noch ein paar, wo er allein in der Gegend herumsteht, und eines, wo er Gitarre spielt. Leicht versonnen stütze ich mein Kinn auf meiner Hand auf und starre ihn an. Verliebter Sack...
Aber hey, ich darf das. Auch wenn ich dabei komisch drüberkommen sollte. Was ich sicherlich tue.
Nach ein einer Zeit lang, nachdem ich auch Johnny und Jimmy gesucht und gefunden habe, springt plötzlich mein Chat an.
‚Hey Zee. Wie geht’s? :D’, schreibt Brian. Ich warte kurz und antworte dann.
‚Gut, danke. Dir? Ach ja, nettes Profilbild...’
‚Findest du? Danke XD. Ach, ganz okay. Hey, bist du daheim?’
‚Äh, ja? Warum?’
‚Du schreibst definitiv zu viele ‚Äh’s’, hm?’
„Ach scheiße“, murmle ich, tippe dann aber nur einen Smilie ein und warte auf eine Antwort.
‚Ich bin in ner halben Stunde bei dir, wenn ich darf.’ Ich fange an zu lächeln und nicke, dann erst bemerke ich, dass er das kaum sehen wird können.
‚Ist gut...’, schreibe ich, dann wird angezeigt dass er offline ist. Okay, was muss ich jetzt machen...
Mein Zimmer ist nicht aufgeräumt, aber das gehört sich so. Wessen Zimmer ist schon dauerhaft aufgeräumt. Na ja, außer Vics, aber das ist eine andere Geschichte.
Ich bin ungeschminkt und nicht wirklich frisiert, aber das ist auch egal. Meine Mom ist außer Haus und da wir in Kalifornien wohnen steht so was wie Holz ins Haus tragen oder Ofen einheizen nicht an, also habe ich nichts zu tun.
Etwas aufgekratzt schalte ich den Computer aus und sehe erst mal aus dem Fenster. Jetzt noch ne Runde Gitarre spielen, das wird mich ablenken. Genau.
Na ja, das dachte ich jedenfalls, weil ablenken tut mich so gut wie gar nichts, wenn ich mit den Gedanken ganz wo anders bin.
Eigentlich kennen Brian und ich uns ja gar nicht. Das Einzige, was er von mir weiß ist, dass ich Gitarre spiele, schwarz angezogen herumlaufe und ein beliebtes Opfer der Footballer bin. Außerdem habe ich nur eine einzige Freundin, war bis jetzt single, bin tollpatschig, schreie gerne und hasse Sport. Wow, ich muss wirklich einen guten Eindruck hinterlassen...
Was ich von ihm weiß ist aber auch nicht wirklich sehr viel mehr. Oder besser. Zählen wir mal auf, der Unvollständigkeit halber.
Okay, er spielt Gitarre in einer Band, die noch keinen Namen hat. Er liebt Jack Daniels, übertreibt es aber regelrecht damit. Dann kann besser Auto fahren als Jimmy, der sein bester Freund zu sein scheint. Außerdem hat er dauernd einen Hut und Sonnenbrille auf, auch wenn es regnet, ist aufgedreht wenn man ihm einen Auftritt anbietet und handelt überstürzt.
Ich denke, wir sollten uns vielleicht ein wenig besser kennenlernen... Denn wenn er schon mein Freund ist, dann sollte ich auch was von ihm wissen. Bei meinem Glück ist er in Wahrheit ein Serienmörder mit einem kranken Fetisch, der vor seinen Ritualen einen Opfertisch aufbaut und sein Opfer dann irgendwo ins Meer wirft.
Sehr glaubwürdig mein Lieber, sehr glaubwürdig...
Ich spinne meinen Gedanken weiter, und gerade als Jimmy der kranke Mörder ist und Brian nur sein Gehilfe, klingelt es an der Tür. Ich verwerfe den Gedanken, stecke die Gitarre aus und stehe auf.
Auf, auf in den Kampf.
Vor der Haustür bleibe ich noch mal stehen, atme tief durch und versuche, meine Gesichtsfarbe wieder normal zu bekommen. Dann öffne ich die Tür und sehe... nein, nicht in Brians Augen sondern in die von meiner Nachbarin.
Gebückt, gefühlte 3000 Jahre und einen wütenden Blick.
„Junger Mann, wenn Sie nicht auf der Stelle Ihr schreckliches Gedudel abschalten, rufe ich die Polizei.“
„Ah, und was will die machen? Das ist mein Beruf, den kann man mir nicht nehmen“, sage ich mit einem fiesen Grinsen. Das ist zwar gelogen, da ich noch nicht mal mit der Schule fertig bin, aber ich lass mir doch nichts von einer alten Frau sagen, die in einer halben Stunde vermutlich nicht mal mehr weiß, dass ich existiere.
„Ich sage Ihnen nur eins“, sagt sie und fängt an, ‚bedrohlich’ mit dem Finger zu wackeln. Wow, jetzt habe ich aber Angst. „Wenn Sie nicht sofort leise sind, beschwere ich mich bei Ihrer Mutter. Und glauben Sie mir, ich werde alles dafür tun, dass Sie ihr Kettensäge oder was auch immer das da oben ist, wegwerfen müssen.“
„Sie denken, ich spiele ich meinem Zimmer mit einer Kettensäge?!“, frage ich ungläubig, sie funkelt mich nur an, winkt noch mal mit ihrem Finger herum und dreht sich dann um, vermutlich um wieder in ihre Grabkammer zu steigen.
„What the fuck?“, frage ich, sie hört mich aber nicht –wer hätte es gedacht- und verschwindet. Kopfschüttelnd werfe ich die Tür zu, lehne mich dann an die Tür und fange an zu lachen.
Klar, ich erwarte da Brian, bin aufgekratzt bis zum geht nicht mehr und reiße dann mit einem verträumten Gesichtsausdruck die Tür auf. Die wird sich auch ihren Teil denken, aber das tut sie vermutlich eh schon. Ich meine, die denkt ich spiele mit Kettensägen. In meinem Zimmer. Im ersten Stock. Danke, ich fühle mich in meiner Kunst jetzt sehr wertgeschätzt.
Kichernd stehe ich auf und gehe in die Küche, wo ich mir ein Bier aufmache und mich auf den Esstisch setze. Das mache ich aber nur, wenn meine Mutter nicht daheim ist, wenn sie das sehen würde, würde sie mir vermutlich den Hals umdrehen. Denn hier isst man bekanntlich, seinen Arsch parkt man wo anders.
Und so sitze ich am Tisch, nippe an meinem Bier herum und starre die Wanduhr an. Gerade als ich anfangen wollte, den Takt vom Zeiger mit zu klopfen, klingelt es erneut an der Tür.
Mit dem Bier in der Hand marschiere ich zur Tür und mache sie auf. Und Gott sei Dank steht da jetzt nicht die Alte von nebenan, sondern wirklich Bri.
„Hey“, sage ich grinsend, nicke ihm zu und gehe einen Schritt zur Seite, so dass er eintreten kann.
„Cheers“, meint Brian, kommt herein und wirft die Tür hinter sich zu. Fast so, als würde er hier wohnen...
Mit einem Grinsen kommt er auf mich zu und drückt mir einen Kuss auf den Mund. Etwas perplex küsse ich ihn zurück. Als er sich von mir löst, zwinkert er mir zu, weitet dann aber erschrocken die Augen.
„Oh mein Gott, ist deine Mutter daheim?!“, flüstert er panisch, ich fange an zu lachen. Er ist definitiv zu stürmisch.
„Nein, die ist im Krankenhaus“, sage ich, während er sich die Schuhe auszieht. Na, er hat dazugelernt, braver Bribri.
„Echt? Was ist denn passiert?“, fragt er mich.
„Äh... sie arbeitet da“, erkläre ich, da er das ja noch nicht wissen kann und ich mir die sarkastische Antwort somit ersparen muss.
„Hab ich gar nicht gewusst“, murmelt er, ich zucke mit den Schultern.
„Auch n Bier?“ Als er nickt, zeige ich hoch zu meinem Zimmer. „Du kennst den Weg“, grinse ich und verschwinde in die Küche, um noch was zu trinken zu holen. Dann gehe ich hoch in mein Zimmer, wo Brian sich schon auf den Boden gesetzt hat und meine Wand ansieht.
„Hast du das gemacht?“, fragt er und zeigt auf ein Bild von Andy Sixx.
„Hm, nö. Vic war’s, als sie mal hier war. Hat sie in zehn Minuten runtergekritzelt, aber ich find’s gut“, sage ich und halte ihm die Flasche hin.
„Das ist ja auch gut. Respekt...“, murmelt er.
„Tja, sag ihr das selber. Auf mich hört sie bekanntlich nicht“, sage ich grinsend.
„Welcher beste Freund macht das schon?“, lacht Brian.
„Auch wahr“, sage ich und setze mich auf mein Bett. Dann klopfe ich neben mich hin, er hebt eine Augenbraue, erhebt sich dann aber und lässt sich neben mich auf die Bettdecke fallen.
Als er mir in die Augen sieht, blinzele ich kurz, starre ihn dann an und lasse den Blick fallen.
„Ist dir aufgefallen, dass wir uns noch fast gar nicht kennen?“, frage ich und fahre mit meinem Zeigefinger über die Glasöffnung.
„Jap. Aber ich würde vorschlagen, das ändern wir jetzt, hm?“ Ich lächle, nicke und sehe auf.
„Hallo, ich bin Zacky und ich bin frisch vergeben“, sage ich.
„Hallo Zacky“, antwortet Brian in diesem üblichen Vorstellungston bei Selbsthilfegruppen. Wir sehen uns an und fangen dann beide an zu lachen. „Okay, ich bin Brian Haner Junior und ich bin auch frisch vergeben“, kichert Brian dann. Ich bin kurz leise und fange dann an zu lachen.
„Junior?“, frage ich, er zuckt die Schultern.
„Na, besser als in meinem Alter schon ein Senior zu sein!“, grinst er.
„Touchè!“