The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
Hallo Leser!

Ich habe mir gedacht, dass ich einfach mal ein neues Chap hochstelle, da wir eh... 19 oder so im Vorrat haben X'D

Wir hoffen, dass es euch gefällt,
Kommentare wären nett,
Viel Spaß :D

Anbei wieder der Link zu unserem Blog (mit neuem Header, btw ^-^)
Genau...
hier: http://insidethetruthissocold.blogspot.com/2012/02/3-der-fetisch-mit-dem-blut-oo.html


So, jetzt lassen wir Dich lesen,
Keep Running (typischer Franky Spruch ^^)
xxo Franky und Lina


3. Kapitel
Zackys POV

Mathe überlebt. Und das mit Blessuren und beschissenen Kommentaren. Meine Nase hatte noch ewig weitergeblutet, bis mich Mr. Walker zum Schularzt geschickt hat.
Der hat sich mein Gesicht erst mal angesehen, mich dann beim Kinn gepackt und meinen Kopf angehoben. Daraufhin ist mir das Blut in die Nase geschossen und mein gesamtes Gesicht hat zu Brennen angefangen.
Er hat nur mit den Schultern gezuckt, mit einen kalten Lappen auf das Genick gelegt und gewartet, bis es aufgehört hat zu bluten. Dann hat er mir noch ein Taschentuch in die Hand gedrückt, gemeint dass ich mich ja nicht schnäuzen soll (wozu dann bitte das Taschentuch?) und hat mich wieder in die Klasse geschickt.
So bin ich dann also blutigem Gesicht wieder in der Klasse erschienen, habe mich gesetzt und meinen Kopf müde auf meine Arme gebettet.
Jetzt marschierte ich schnell in meine Geo-klasse, weil ich in Geo eh schon scheiße genug bin. Da muss ich nicht auch noch zu spät kommen...
Ruckartig reiße ich die Tür auf und laufe dann direkt in den Raum. Erst sieht mich der Lehrer an, dann die Schüler und dann... fängt plötzlich wer an zu lachen und zeigt mit dem Finger auf mich. Ich greife mir nur zögernd ans Gesicht, als immer mehr zu lachen anfangen. Ach verdammt, ich hab das Blut nicht abgewaschen! Ich muss sicher aussehen, als hätte ich mich gerade im Blut gesuhlt oder so.
Mit gesenktem Blick gehe ich auf meinen Platz zu, stolpere dann aber über ein Bein, das nach mir ausgestreckt wurde und falle auf den Boden. Mit meiner Nase voraus.
„Verfickte scheiße!“, fluche ich lauthals und stemme mich dann an einem Tisch hoch. Meine Nase fängt schlagartig wieder an, wie verrückt zu bluten. Ich versuche nur notdürftig, das ganze Blut aus meinem Gesicht zu bekommen. Dummerweise versaue ich damit aber die Unterlagen von dem, der an dem Tisch sitzt.
Den kenne ich vom sehen her. Musiker. Gehört also zu den Künstlern. Lange dunkelbraune Haare, Bandana und Hut, kurzes T-Shirt und abschätziger Blick. Er mustert mich missbilligend, während ich ihn nur anstarre, blinzele und dann erst bemerke, dass ich seine Hand vollblute.
„Scheiße. Sorry. Ich... Muss hier raus“, raune ich, schnappe mir meine Schultasche und laufe unter dem Gelächter der anderen aus der Klasse.
Was für ein Tag. Jetzt möchte ich eigentlich nur noch sterben gehen. Ich hoffe ja nur, dass der Kerl da nicht auf Rache sinnt, sonst habe ich nicht nur ne gebrochene Nase, die ganz beiläufig wie verrückt weh tut, sondern noch anderwertig Schmerzen.
Zielstrebig gehe ich auf das Jungsklo, werfe meine Schultasche ins hinterste Eck und drehe dann einen Wasserhahn auf. Dann forme ich mit meinen Händen eine kleine Schaufel und fülle sie mit Wasser. Nachdem ich das Wasser erst mal ausdruckslos angestarrt habe, werfe ich mir den ganzen Schwall ins Gesicht. Wie in diesen bescheuerten Werbungen, wo danach das ganze Bad nass sein müsste. Und ja, der Boden IST nass, aber mir ist das egal. Zitternd stütze ich mich auf das Waschbecken ab, mustere mich in dem Spiegel. Mein Gesicht wird immer blasser, meine Augen stechen direkt hervor und das Blut läuft mir schon über das Kinn.
Gerade als ich mich abstoßen will, wird mir plötzlich total schwindelig und leicht schwarz vor Augen. Ich wanke auf meine Tasche zu, knie mich nieder, sacke dann aber an der Wand zusammen.
Mein Atem geht stoßweise, meine Beine zittern auch schon. Verdammter Blutverlust, das ist jetzt natürlich der Kreislauf... Mühsam nehme ich meinen Kopf in meine Hände und starre auf den Boden.
„Hey. Hey! Alles okay mit dir?“, werde ich von oben gefragt und sehe einen Jungen mit blonden Haaren und schwarzen Steifen im Haar ins Gesicht.
Ich schüttele nur kurz meinen Kopf und versuche, aufzustehen. Was mir aber leider nicht gelingen will, ich verliere das Gleichgewicht und falle dem Kerl direkt entgegen. Da er kleiner ist als ich, sieht das total scheiße aus, da ich ja direkt auf ihm draufliege.
Peinlich berührt stoße ich mich ab, wische mir noch mal über die Nase und verlasse dann fluchtartig das WC. Scheiße, kann man hier nicht mal mehr in Ruhe verbluten?
Draußen steuere ich eine Sitzecke an, lege mich dort quer über den gesamten Tisch und halte mir ein Taschentuch an die Nase. Geil. Absolut geil. Zählen wir doch mal auf, was genau heute schon schief gegangen ist.
Es regnet. Ich bin von nem Auto nass gespritzt worden. Paul hat mir die Fresse eingeschlagen. Ich habe dem Kerl in Geo auf das Heft und die Hand geblutet. Im Männerklo falle ich auf einen anderen, der auch zur Riege der Künstler gehört.
Frustriert stöhne ich auf. Und Vic treffe ich auch erst nächste Stunde wieder. So ein Scheiß. Ich hoffe ja nur, dass meine Nase in der Zwischenzeit aufhört, auszubluten. Meinen werten Riechkolben werde ich doch noch irgendwie brauchen können. Auch wenn ich jetzt dank meinem Lieblingsfootballer einen komischen Hubbel bekommen werde. Das sehe ich jetzt schon.
Mit einer schlaffen Handbewegung werfe ich das Taschentuch in den Mülleimer unter dem Tisch und hole mir ein Neues. Dann setze ich mich leicht auf, rutsche auf eines der hellroten, abgefuckten Sofas, die überall in der Schule herumstehen, und drücke mich in den weichen Bezug.
Vielleicht hat Vic ja Recht. Vielleicht bin ich einfach nur ein Opfer...
Zaghaft drehe ich meinen Kopf und starre an die Fensterscheiben. Regentropfen laufen an dem Fenster entlang, ziehen ihre Bahnen. Verschwommen kann ich mein eigenes Spiegelbild erkennen. Und hinter mir... der Kerl von vorhin.
Erschrocken fahre ich herum und sehe ihn an.
„Was willst du?“, frage ich schließlich, da er sich nicht rührt und mich einfach nur anstarrt. Dann hält er mir plötzlich eine Schachtel mit Tabletten unter die (inzwischen nicht mehr so stark blutende) Nase.
„Hier. Ich hab chronische Schwindelanfälle, die könntest du gebrauchen. Kannst sie behalten, sind nur noch zwei Tabletten drinnen...“, murmelt er leise. Zögernd nehme ich die Packung entgegen.
„Und das sind jetzt nicht Drogen oder so, durch die ich Flügel am Hinterkopf bekomme und mitten in Deutsch durch die Wand fliege?“ Langsam verzieht er die Mundwinkel leicht zu einem Lächeln, schüttelt dann den Kopf und verschwindet genauso schnell, wie er aufgetaucht ist.
Ich sehe ihm noch kurz hinterher und betrachte die weiße Schachtel mit den roten und blauen Streifen darauf. Nach längerem Betrachten beschließe ich, dem Kerl einfach mal zu trauen. Und wenn er mich damit umbringt, soll’s mir auch nur Recht sein. Indirekt würde er mir sogar einen Gefallen tun.
Ich wische mir noch einmal schnell über die Nase, um das Blut zu stillen, werfe dann einfach eine der Tabletten ein und schlucke sie ohne Wasser hinunter. Sofort überkommt mich ein Würgereflex und ich versuche angestrengt, das Teil in mir drinnen zu behalten.
Erst als sich der Reflex eingestellt hat, überfliege ich die Packungsbelage. Ah ja. Mit Wasser einzunehmen, da sonst starker Würgereiz entstehen kann. Toll Zacky, lesen muss man schon können...
Jedenfalls schließe ich dann die Augen und warte einige Minuten. Das Blut wird immer weniger, bis es schließlich ganz versiegt, der Schwindel wird besser.
Dann hat der Recht gehabt und wollte mich doch nicht vergiften... Na ja, wenigstens weiß ich jetzt, dass dir Schule nicht nur aus Arschlöchern besteht. Sie besteht aus Arschlöchern, Vic, dem Kerl und mir.
Ich denke halt, dass er kein Wichser ist, aber hey, ich kenne ihn nicht. Vermutlich ist er genauso wie der Kerl, dem ich aufs Heft geblutet habe. Arrogant und fürchterlich eingebildet.
Schnell werfe ich einen Blick auf meine Handyuhr und stelle fest, dass ich nur noch zehn Minuten Geo habe. Leicht zitternd stehe ich auf, packe die Tabletten ein und gehe noch mal aufs Klo, um mir das Gesicht zu waschen und dann Richtung Deutschklasse zu schlendern.
Okay, vielleicht wird die Stunde was, jetzt habe ich ja immerhin Vic bei mir. Die wird mir schon durch die Stunde helfen.

„Zachary fucking Baker. Was ist mit deiner Nase passiert?!“, fragt mich meine beste Freundin, als sie mich sieht.
„Man hat mir eine verpasst und ich hab fast zwei Stunden durchgeblutet. Unter anderem auch...“, meine Stimme wird leiser, als der Kerl vorhin mit dem Hut die Klasse betritt, „auf dessen Hand da“, sage ich und bemerke dann erst, dass mein Blut immer noch an seinem Handrücken klebt.
Also entweder ist er absolut unhygienisch, zu dumm zum Händewaschen oder er hat einen kranken Fetisch, was das Blut anderer angeht...
Vic betrachtet ihn kurz, steht dann auf und geht auf ihn zu. Oh nein, bitte nicht. Bitte. Meine Fresse, hin und wieder würde ich es mir schon wünschen, einfach eine normale Freundin zu haben...
Ich sehe, wie sie sich vor ihm aufbaut, wie er sie mustert. Sie redet kurz auf ihn ein, nimmt dann seine Hand in ihre und fährt mit dem Fingernagel über mein Blut. Vic, bitte übertreibe es nicht...
Mr. Hutgesicht entzieht ihr wieder seine Hand und zieht langsam eine Augenbraue hoch. Dann fängt er plötzlich an, kalt zu lachen, schiebt sie zur Seite und geht auf seinen Platz.
„Du scheiß Wichser!“, ruft Vic ihm noch hinterher, kommt dann wieder zu mir und setzt sich neben mich auf den Tisch, so dass er wenn dann nur ihren Rücken betrachten könnte.
„Was hast du ihm gesagt?“, frage ich sie leise.
„Ich hab ihn nur gefragt, warum er dich geschlagen hat, er hat mir nicht geantwortet. Dann hab ich seine Hand genommen und am Blut daran herumgeritzt. Als er dann immer noch nichts gesagt hat, habe ich ihn gefragt, ob er sein Sprechorgan verschluckt hat. Er hat aber nur gelacht und ist gegangen.“
„Ja. Und warum? Man kann sein Sprechorgan nicht verschlucken, die Stimmbänder befinden sich im Hals du Nuss! Außerdem hat nicht er mich geschlagen, sondern Paul. Dem da hab ich nur aus versehen die Utensilien versaut.“ Vic zieht nur die Augenbraue hoch, fängt dann an zu lachen und rutscht vom Tisch auf ihren Stuhl.
„Ups?“ Also dass ihr das jetzt nicht peinlich ist...
„Und was hast du in Bio? Eine Zwei? Da müssen wir aber mal mit deinem Lehrer reden, A...“
„Wage es ja nicht, mich so zu nennen!“, faucht sie plötzlich. Müde verdrehe ich die Augen und setze mich zu ihr. Sie hasst es, wenn ich sie mit ihrem normalen Namen anrede. Das kann sie nicht leiden, da sie ihren Namen abartig hasst.
„Schon gut, Vic, schon gut“, grinse ich und wuschele ihr durch die Haare. Dann erst bemerke ich, wie der Kerl mit dem Hut zu uns hinüber sieht.
„Was ist dein Problem?“, murmle ich nur und krame dann meine Deutschsachen hervor. Genau im richtigen Moment, da nun die Tür ins Schloss fällt und Mr. Daniels den Raum betritt, unter dem Arm einen Packen Hefte, wahrscheinlich unsere Hausübungen von letzter Woche.
„Setzen, meine Herrschaften. Wir haben einiges zu tun!“, kommt er zu Wort, wirft die Hefte leichtfertig auf den Tisch und setzt sich dann daneben hin. Jipiie, jetzt noch mal ne Runde durch Deutsch quälen. Aber jetzt hab ich ja Vic dabei, da dürfte das nicht so schlimm sein. Hoffe ich.