The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
Hey Leute :D
Mittwoch=Zacky Kapitel :3
Linchen ist glaube ich genau heute wieder aus Venedig zurück gekommen, ich bin ab morgen weg :D
Sprich: es gibt genau ein neues Kapitel...
Mensch, seht doch mal auf unseren Account, wie viele Kapitel wir schon haben :D Wenn das so weiter geht, haben wir zum Schluss über 150 Kapitel :o
Freut euch das? XD

Okay, ich werde schon wieder komisch XD
Zum nächsten Teil des E-Gitarren ABC geht's hier:
-http://insidethetruthissocold.blogspot.com/2012/04/13-never-let-this-stupid-guy-drive-cars.html-
Mehr Infos dazu auf der Blogsite ;)

So, dann wünsche ich euch mal viel Spaß beim Lesen,
von mir schon mal ein 'Frohe Ostern' an euch alle.
Ich herz euch :DD

Keep Running,
xxo Franky & Linchen

13. Kapitel

Zacky POV
„Und, wie war Sport?“, frage ich Vic grinsend und hebe meine Schultasche vom Boden auf, da ich gerade noch den Rest meiner Bücher geholt habe.
„Ätzend. Das weißt du. Heut haben wir allen ernstes Pyramiden gemacht. Und ich musste ganz rauf, weil ich die Kleinste bin.“
„Haben sie dich fallen gelassen?“ Sie schüttelt schnell den Kopf, sodass ihre kurzen zusammengebundenen Haare um ihre Wangen fallen. Nur zwei Strähnen hängen ihr aus der Frisur, weil das angeblich besser aussieht, da sie ihr Gesicht umrahmen. Verstehe einer die Frauen...
„Nein, komischerweise nicht. Keine Ahnung warum, ich hätte mich da echt runtergeworfen!“, sagt sie und kaut an ihrer Unterlippe herum.
„Du hättest dich allen Ernstes selbst von der Pyramide gestoßen?“, frage ich ein wenig verwirrt und schließe meinen Spind ab.
„Klar! Auf jeden Fall!“, raunt sie und folgt mir durch den ewig langen Gang der Schule. Ich mustere sie kurz, sehe sie mir dann schließlich genauer an und hebe eine Augenbraue.
„Warum hast du noch den Rock vom Cheerleaderdress an?“, frage ich sie.
„Na ja, passt so schön dazu, jetzt, wo er schwarz ist“, grinst sie verzückt.
„Kriegst du jetzt eigentlich einen Neuen?“ Sie schnaubt kurz auf, nickt dann aber.
„Bedauerlicherweise schon. Die meinen, ich blamiere sie, wenn ich ‚mit dem Fummel da’ auftauche. Deshalb kommt am Freitag die neue Uniform für mich“, raunt sie und streift dann die Jacke hinter, sodass sie ihr bei den Ellebogen hängt. Dann bleibt sie aber abrupt stehen und starrt auf ihr Handgelenk.
„Ist was?“, frage ich und bleibe auch stehen.
„Scheiße ja! Ich hab mein Armband vergessen! Du weißt schon, das Schwarze, dünne. Ich glaub das liegt noch am Sportplatz. Kommst du mit, um es holen? Wenn das weg ist... ich glaub, ich kill mich!“, sagt sie entsetzt und läuft los. Ich seufze leise auf, falle dann auch in einen Laufschritt und folge ihr unauffällig. Na ja, so unauffällig wie ein Kerl mit grüner Nase und leichtem Laufschritt auch sein kann.
Beim Parkplatz angelangt springt Vic schnell mit einem leicht akrobatischen Move über den Zaun und läuft weiter. Ich bleibe nur dahinter stehen und warte auf sie. Nach ein paar Minuten kommt sie keuchend wieder zurück.
„Ich hab’s!“, ruft sie schon von weiter. „Und jetzt solltest du mir aus dem Weg gehen!“, kommt es noch, ich weiche in der letzten Sekunde aus, dann greift sie schnell auf Eisenzaun, zieht sich hoch, wirbelt in der Luft herum und landet direkt vor meiner Nase mit einem leichten Knicks.
Ich starre sie zuerst nur an, dann schüttle ich den Kopf.
„Was denn?“, fragt sie verwundert und legt sich das Armband um.
„Vic, jeder normale Mensch geht durch die Tür, die sich da zwei Meter weiter rechts befindet. Was machst du? Springst leicht verrenkt über den Zaun. Jetzt hast du echt schon wie ein Cheerleader ausgesehen, wie du dich da gedreht hast!“, sage ich.
„Ach halt die Fresse“, murmelt sie. „Ich kann nicht anders, ich bin halt voller Energie! Außerdem hat mich das gereizt. Auch mal zu zeigen was ich kann und so.“
„Ja, weil dich jetzt ja so viele Leute sehen, hm?“, frage ich lachend.
„Mich sehen genug Leute! Ich will nur nicht gesehen werden, weshalb man mich ignoriert. Genau.“
„Ja, sehr einleuchtend“, lache ich noch immer, gehe ihr leicht voraus, will mich gerade wieder zu ihr umdrehen, als mich plötzlich irgendwas mit voller Wucht am Bein trifft und ich auf den Boden falle.
Von Vic höre ich einen erstickten Schrei, als sie auf mich zurast und auf die Knie geht. Der Motor des Autos, das mich gerade erwischt hat, erstirbt und es ist leise.
„Scheiße Zacky! Geht’s dir gut? Ist dir was passiert? Lebst du? Soll ich die umbringen?!“, quasselt Vic los und beugt sich über mich. „Scheiße Zacky!“, ruft sie noch mal entsetzt und streicht mir zuerst die Strähnen aus dem Gesicht. Ich verdrehe die Augen und setze mich leicht auf. Okay, alles noch dran, nur mein Knöchel sticht leicht.
Ich greife mir aufs Bein, als ein weiterer scharfer Schmerz durch meine Hand fährt. Ich starre sie an und sehe Blut.
„Verdammt, meine Hand!“, flüstere ich, Vic fängt an, nach einem Taschentuch zu suchen, als die Türen zugehen und zwei Typen auftauchen. Und hey, die kenne ich doch!
Der eine ist der Riese. Er hat ein ganz bleiches Gesicht und starrt mich entsetzt an. Man könnte glatt denken, dass es ihm Leid tut. Und der andere ist ‚Brian’, der sich gestern vor meinen Augen auf die Schnauze gelegt hat.
Vic sieht auch auf, starrt zuerst die lange Latte an, die immer noch kreidebleich in der Gegend herumsteht. Sie verzieht das Gesicht, reißt schon den Mund auf, als ich ihr ins Wort falle.
„Also das ist mal eine nette Art, sich für Taschentücher zu bedanken“, zische ich das Hutgesicht an, der leicht verdutzt drein sieht, als ich ihn anfahre. Dann belaste ich kurz meine gesunde Hand, stehe auf und warte erst mal kurz. Okay, der Knöchel tut zwar weh, aber ich kann ihn bewegen. Ich blinzele kurz, hebe meine Tasche vom Boden auf, zucke zusammen, da es die blutende Hand ist, mit der ich danach gegriffen habe, und gehe.
Aus dem Augenwinkel heraus sehe ich, wie Vic die Typen noch mal anstarrt, so was wie ‚verfickte Dreckssäcke’ zischt und dann hinter mir herläuft.
Ich höre noch, wie der Lange (ich denke jedenfalls, dass es der ist) das Hutgesicht anschreit, während das nur lacht. Arschlöcher.
„Ich fasse es nicht! Was sind denn das für scheiß Wichser?“, sagt Vic entsetzt und nimmt dann meine Hand in ihre, um sie anzusehen. „Verdammt, tut das krass weh?“, fragt sie ein wenig besorgt und fährt mir über einen Hautfetzen.
„Nur wenn du da so dran rumgriffelst“, lächle ich leicht, ignoriere das Brennen, das sich auf meiner gesamten Handfläche ausbreitet und denke eher daran, wie ich das meiner Mutter erklären will. Was ist mir diesmal passiert? Ich bin beim Schwimmbecken ausgerutscht, ins Wasser gefallen und hab mich dort aufgeschürft. Genau. Da kann ich ihr gleichgut erzählen, dass ich mit einem Grizzly gewrestelt habe.
Vic hingegen sieht mich besorgt an.
„Hey, dir geht’s echt nicht gut“, flüstert sie. „Du bist ein wenig bleich um die Nase und kaust an deiner Unterlippe herum, wenn du auftrittst“, sagt sie.
„Ach, wird schon. Ich frage mich nur, was in letzter Zeit los ist. Letzte Woche bricht mir Paul die Nase, heute werde ich angefahren. Was passiert als nächstes?“
„Vielleicht fällt dir ein Klavier auf den Kopf“, schlägt sie vor. „Oder der Lulatsch da überfährt dich ganz.“ Trotz des Kommentars fange ich leicht an zu lachen.
„Lulatsch?!“
„Klingt doch voll gut, oder?“, fragt sie leicht grinsend.
„Nein, irgendwie überhaupt nicht!“ Dann nehme ich meine Hand wieder zu mir und presse sie ein wenig an meine Hose. Die ist eh schon blutig, viel mehr kann der nicht mehr passieren.
„Solltest du nicht ins Krankenhaus gehen?“, höre ich meine beste Freundin leise fragen, schüttle dann aber nur den Kopf.
„Der Knöchel ist nur verstaucht, die Hand wächst schon wieder zusammen. Ich werde nur die nächsten paar Tage nicht Gitarre spielen können und so...“ Wofür ich dieses Arschloch eigenhändig umbringen werde. Sogar das haben sie mir jetzt genommen! Was, wenn ich jetzt Wochen nicht spielen kann, nur weil mich so ein blinder Neandertaler niederfährt?!
Na ja, Gratulation, jetzt haben sie mir das Wichtigste auch noch genommen. Cool.
„Ich hab ne Idee!“, ruft Vic enthusiastisch, als sie meinen leicht angefressenen Blick bemerkt.
„Und die wäre?“
„Wir finden raus, wo sie wohnen, brechen dann in der Nacht ein, meucheln ihre Familien, brennen ihre Instrumente nieder und...“
„Essen ihre Gehirne?“, frage ich dazwischen. Vic starrt mich entsetzt an, fängt dann aber an zu nicken.
„Hey, die Idee ist gut!“ Ich greife mit meiner gesunden Hand an meine Stirn und unterdrücke ein Lachen.
„Vicky, was ist nur mit dir los?“, frage ich kichernd.
„Ich bin ein krankes, wuselndes Individuum, das auf Rache sinnt!“, sagt sie begeistert und schiebt ihre Oberlippe so vor, dass sie mich freudig angrinst.
„Wie wär’s damit: wir belassen es dabei, vergessen den Vorfall einfach und lassen Gras über die Sache wachsen. Und ich meine damit echtes Gras, nicht das zum Rauchen. Ich meine, wir gehen den eh aus dem Weg.“
„Das habe ich auch gedacht. Aber ist dir aufgefallen, wie oft wir denen neuerdings über den Weg laufen? Ich meine, letzten Montag blutest du Hutgesicht auf die Hand. Dann laufe ich in lange Latte rein. Dann rede ich in Kochen allen Ernstes mit dem kleinen blonden Gnom da. Dann stolpert Hutgesicht über deine Beine. Und jetzt fährt dich lange Latte nieder!“, zählt sie auf und fuchtelt mit ihren Armen in der Gegend herum.
Das Einzige, was ich rausbekomme, ist ein ‚Gnom?!’. Vic verdreht die Augen.
„Es geht hier ums Prinzip, Baker. Ist dir das bis jetzt echt noch nie aufgefallen? Ist doch abnormal, wenn du mich fragst.“
„Irgendwie... hast du da Recht. Hm, vielleicht wollen SIE rausfinden, wo wir wohnen und dann UNSERE Familien meucheln, weil ich Hutgesichts lebenswichtige Unterlagen beschmutzt habe!“, schlage ich vor.
„Na, meinen Vater können sie ruhig haben“, murmelt Vic und schlingt die Arme um die Brust. Ich seufze leicht auf, bleibe stehen und nehme sie so gut es geht in den Arm.
Das Thema ‚Vater’ ist bei meiner kleinen Freundin sehr empfindlich, da sie ihn einfach nicht ausstehen kann.
„Wird schon, Vic. Du wirst sehen, das wird schon.“
„Danke. Aber du bist jetzt wichtiger“, murmelt sie an meine Brust und sieht dann hoch zu mir. „Komm, wir sollten dich jetzt mal nach Hause bringen“, beendet sie das Gespräch von ihrem Vater, nimmt mich beim Arm und zieht mich leicht mit sich.