The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
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Guten Tag Leute :D
G hat sich jetzt irgendwie nicht gemeldet, deshalb lade ich jetzt einfach mal das neue Chap hoch... Ich glaube, ihr müsst euch jetzt wohl oder übel mit mir anfreunden, so oft wie ich schon was hochstelle ^^'
Aber ich möchte, dass ihr noch ein Weihnachtskapi bekommt, deshalb setz ich mich jetzt einfach her und lad' das schnell hoch :)

Hoffe, es gefällt euch und freu mich schon auf morgen xD
Ich denke, es kommt ungefähr um dieselbe Zeit hoch, wenn nicht früher ;)

Keep Running
xxo Franky und L

118. Kapitel
Brians POV

Nach dem Statement ist es erst einmal einen Moment lang still. Also, komplett still. Fast Stecknadeln-werden-plötzlich-wichtig-still, wenn im Hintergrund nicht irgendeine Poptussi über ihre große Liebe jaulen würde.
Doch dann bricht Johnny mit einem lauten Niesen die allgemeine Verblüffung, und Matt bringt ein „Echt jetzt?“ heraus, während Vic ein Taschentuch sucht.
„Also, wenn ihr mich noch wollt und so… ja“, gibt Zacky etwas zögerlich zurück, rechnet aber anscheinend nicht mit meiner Reaktion.
„Was, also, wirklich jetzt?“, rutscht mir zugegeben sehr überrascht heraus, was ihn dann doch etwas zu verunsichern scheint.
„Ja, Bri.“
„Ich liebe dich. Und das nicht nur deswegen jetzt“, murmle ich gerade laut genug, dass man es am Tisch versteht, und lehne meine Stirn kurz gegen seine, bevor ich mich wieder zurücklehne und anfange, mit den Zeigefingern auf der Tischkante herumzutrommeln. Brian versucht seine überschüssige Energie loszuwerden, Klappe die Erste.
„Ich dich auch“, flüstert Zacky etwas verwundert zurück, bevor ich überhaupt realisiere, dass ich ihm gerade vor meiner ganzen Band und unseren ältesten Freundinnen eine Liebeserklärung gemacht habe. Oder, eher gesagt, unserer Band... Oh, fuck yeah.
„Wann fangen wir an zu proben?“, will ich sofort wissen, bevor nur irgendwer sonst was gesagt hat. Okay, jedenfalls wenn man von dem „Aww“ von G und Vic absieht, die das Ganze wie zwei glückliche Mutterglucken, die endlich ihre Küken verkuppelt haben, aufnehmen, während Matt nur die Augen verdreht.
„Ich würde sagen, sobald alle mal Zeit haben… Immer mit der Ruhe, Bri, wir haben eh noch keinen Auftritt in nächster Zeit.“
„Aber, aber trotzdem!“, argumentiere ich unglaublich kreativ, „Ich meine, wir müssen manche Songs ganz umbauen und umschreiben und-“
„Und im Endeffekt wird das größtenteils dein Job zusammen mit deinem Zacky sein. Und wehe, du versuchst, uns da zu sehr mit reinzuziehen, du Hirsch“, mischt Jimmy sich endlich auch mal an.
„Schon mal was von Band-Teamwork gehört, du… Antilope?“, schieße ich zurück, was G zum Lachen bringt.
„Schon mal was von Gitarristenaufgaben gehört, du Emu?“, äfft er meinen Tonfall nach, und ich verdrehe aufgesetzt genervt die Augen.
„Faultier.“
„Maultier.“
„Reimen ist eine Kunst und eindeutig nicht deine Stärke, du Nacktmull.“
„Klappe, Elch.“
„Schwamm.“
„Plankton.“
„Blobfisch.“
„Woah, das nimmst du zurück!“, faucht mein bester Freund mich über den Tisch an, was aber eine rechtschaffende Italienerin auf den Plan ruft.
„Ihr seid beide Epaulettenhaie, und jetzt Klappe!“
„Epaulettenhaie?“, hakt Jimmy etwas verwirrt nach, und G nickt grinsend.
„Haie, die Teile ihres Hirns ausschalten und wichtige Körperfunktionen auf ein Minimum hinunterschrauben können, sodass sie in wasserarmen Gegenden auch ohne viel Flüssigkeiten auskommen. Also das mit dem Hirn habt ihr eindeutig beide drauf.“
„Uh, burn!“, lacht Matt auf und hält ihr eine Hand zum High Five hin, was ich aber nicht weiter kommentiere. Stattdessen drehe ich mich zu Jimmy und sehe ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Hast du früher ernsthaft behauptet, meine Mutter ist ein Pferd?!“

„Zee? Kommst du ins Bett?“, flüstere ich einige Stunde später ins Halbdunkel Zackys Hotelzimmers, in dem ich irgendwo zwischen Türe und seinem Koffer meinen Freund auszumachen versuche.
„Gleich“, kommt die schnelle Antwort zurück, während er noch ein paar sorgfältig zusammengelegte T-Shirts in seinen Trolley wirft, dann knarzt plötzlich die Matratze neben mir auf.
Eher erfolglos unterdrücke ich ein unglaublich maskulines Quietschen, als er sich fast auf mich fallen lässt, bevor ich ihn etwas näher zu mir ziehe.
„Gott, Bri, du bist manchmal so ein Mädchen“, grinst Zack mich in der Dunkelheit an, und ich piekse ihn in die Seite.
„Nicht wahr. Die Attacke war nur gerade überraschend.“
„So?“
„Ja, so.“
„Wenn du das sagst…“
„Ja, sag ich. Und, schon alles gebügelt und eingepackt, Mr. Hausfrau Baker?“
„Alles bis auf deine Unterwäsche, die hier herumliegt.“
„Hey, das war EIN MAL, weil Jimmy mich gehetzt hat!“, versuche ich mich zu verteidigen, doch mein Freund lacht nur leise und stützt dann sein Kinn auf meinem Brustbein ab.
„Ganz klar. Und wegen einmal hetzen liegen hier drei Unterhosen.“
„Eine ist von mir, das geb ich zu. Aber der Rest… hey, die haben sich vermehrt!“
„So à la ‚Aus einer Boxer mach drei‘?“
„Genau das!“
„Spinner.“
„Klappe.“ Grinsend wuschle ich Zacky durch die Haare, sodass sie ihm am Hinterkopf ziemlich dekorativ in die Höhe stehen, dann lasse ich meine Hand in seinen Nacken rutschen und starre die Decke über uns an.
„Irgendwie ist das so cool, dass du doch noch in die Band gekommen bist“, stelle ich schließlich nach einigen Minuten des hoch philosophischen Spinnwebenzählens fest, und Zack rutscht etwas hin und her, sodass er im Endeffekt halb auf mir und mit dem Kopf auf meiner Schulter liegt.
„Ja, irgendwie schon“, macht er dann leise.
„Also ich find’s einfach nur genial. Ich meine, jetzt hab ich meine drei besten Freunde und meinen Freund in einer Band… ehrlich, was will man mehr?“
„Ein Keks wär jetzt nicht schlecht.“
„Stimmungskiller.“
„Ich weiß. Aber… Kekse!“
„Okay, du hast Recht. Aber trotzdem!“
„Bri, Soap-Gespräche stehen uns echt nicht. Gehen wir schlafen?“
„Ist gut“, murmle ich leise, bevor ich meinem Freund einen schnellen Kuss auf die Stirn drücke und mich etwas bequemer hinlege. „Aber wenn Jimmy sich wirklich aus der ganzen Arbeit heraushält, schlag ich ihn.“