The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
Hey Leute :D
Heute gibt's wieder ein neues Kapi :D
Und es ist... ein GEBURTSTAGSCHAP :DDDD
Diesmal geht es an... ... ...
MIKE FUENTES, dem Drummer einer meiner Lieblingsbands, Pierce the Veil und dem Bruder von meinem Liebling Vic :D
Und weils noch was zu feiern gibt, kommt heute auch ein Blogeintrag :3
Hier ist er:

http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2013/12/ein-kurzer-aber-herzlicher-blogeintrag.html

Nun gut, ich muss mich dann aber wieder beeilen, ich weiß dass ich sonst wieder zu spät zu allem komme ^^'
Keep Running,
xxo Franky und L

117. Kapitel
Zacky POV

„Leute, beeilt doch endlich mal“, meint Matt etwas gelangweilt, während ich immer noch nur mit Unterhosen bekleidet auf meinem Bett liege und meinen Koffer durchwühle, der am Fuße meines Bettes steht. Und ja, das geht. Es drückt mir zwar auf den Magen, aber was soll’s.
„Ja, ja, ich mach ja schon“, murre ich und suche eine saubere Hose, finde auf die schnelle aber nur meine rote. Mit einem Schulternzucken ziehe ich sie an, richte mein schwarzes Misfits Shirt und stolpere dann aus meinem Zimmer.
„Deine Schuhe liegen unter dem Badspiegel“, schaltet Vic sich ein, die mit dem Sänger auf der Bank vor dem Fernseher sitzt und sich irgendeinen Schrott ansieht.
„Danke dir“, meine ich leicht gehetzt, ziehe die schwarzen Converse dann an und strecke den Kopf dann aus dem Bad, während ich meine Haare kämme.
„Wo sind eigentlich die anderen?“, will ich wissen, da ich nur meine beste Freundin und Matt sehen kann. Was macht der eigentlich allein hier? Hat der nix zu tun?
„Warten in der Lobby“, sagt er nur, während Vic sich aufschwingt und den Fernseher ausmacht.
„Fertig?“, fragt sie dann, ich nicke und schnappe mir noch schnell meinen Schianorak.
„Los geht’s“, sage ich dann etwas außer Atem und mache die Tür auf, meine beste Freundin stolziert nur an mir vorbei, wartet dann aber auf Matt und mich.

„Na, da sind sie ja. Euch ist schon klar, dass wir jetzt die Letzten hier sind?“, begrüßt uns Brian, als wir unten ankommen.
„Nicht die Letzten, schau, da sind noch die Lehrer“, meint Johnny grinsend, Jimmy verdreht die Augen.
„Die zählen nicht, wie oft denn noch“, meint er, legt dann einen Arm um Vic und grinst versonnen ins Kaminfeuer neben uns. Wenn man bedenkt, dass die zwei am Beginn der Woche nichts mehr miteinander zu tun haben wollten... Das passiert also, wenn man sich ‚ausspricht‘. Wow, wie ausgewechselt.
Aber wenn ich Recht in der Annahme gehe, dass Jimmy jetzt alles über Vic weiß, dann denke ich, dass er in Zukunft irgendwie ein Auge auf sie richten wird. Denn ich weiß, wie sich das anfühlt, wenn sie einem das erzählt. Man will was unternehmen, am besten sofort. Aber das ist so eine Reaktion, die hat glaube ich jeder.
Im Gedanken versunken merke ich gar nicht, wie die anderen sich wieder in Bewegung setzen, bis ich etwas verloren in der Lobby wieder zu mir komme und anfange zu laufen. Diese Säcke!
„Lass mich raten- warten ist nicht?“, frage ich, als ich dann bei den anderen wieder angekommen bin.
„Du hast es erraten“, grinst Bri, sieht sich dann etwas verstohlen um und nimmt dann meine eiskalte Hand in seine. „Die anderen sind alle in dieser Almdisco da, wie ich es gesagt habe. Sprich: wenn wir jetzt noch unbemerkt bis zu unserer Linkin Park Hütte kommen, haben wir sehr gute Karten“, meint er lächelnd.
„Linkin Park Hütte“, schmunzele ich leicht, drücke dann aber seine Hand und folge den anderen die verschneite Straße entlang.
„Und du bist dir echt sicher, dass die am Ende von der Straße da ist?“, fragt Matt nach hinten, Bri nickt enthusiatisch.
„Klar, habe ich vom Lift aus gesehen. Jetzt eigenlich nur noch um die Ecke da und wir dürften da sein“, sagt er, senkt dann aber die Stimme. „Hoffe ich“, flüstert er so leise, dass nur ich es hören kann.
Als wir dann aber in den nächsten Minuten wirklich vor der Hütte stehen, scheint mein Freund aufzuatmen.
„Na, sieht ganz nett aus“, meint G leise.
„Ich hoffe nur, ihr habt uns nicht verarscht und die spielen hier wirklich Radiomusik“, murmelt Vic, als wir die Treppe erklimmen und dann den Eingang suchen.
„Also am Sessellift hat’s nach ‚Burn It Down’ geklungen, wenn sich meine Ohren nicht getäucht haben“, meine ich, als Matt die Tür aufreißt und uns ein Schwall Jodelmusik entgegenkommt.
„Das, mein Freund, ist NICHT Linkin Park“, meint Jimmy etwas verstört und kratzt sich dann am Ohr.
„Heilige Scheiße, was IST das?!“, fragt Johnny entsetzt.
„Die bessere Frage ist, was man denen angetan hat, damit die so was von sich geben“, mein Vic, ich fange an zu kichern.
„Das ist Jodeln, denke ich“, lache ich, und als ich die finsteren Blicke der anderen bemerke, kann ich gar nicht mehr aufhören zu lachen. Die Musik für den Weltuntergang...
„Das ist die Musik der Einheimischen. Kein Wunder, warum es Zack hier gefällt“, meint Brian dann pikiert, während ich ihm lachend meine Faust in die Hüften ramme.
„Halt die Fresse, ich bin hier genauso einheimisch wie du“, lache ich, gehe dann an den anderen vorbei in die Schihütte rein. Das sind Après-Ski Hits, gegen diese Giganten kann ich nichts unternehmen.
„Ich glaub’s nicht, dass wir jetzt den ganzen Abend hier verbringen müssen“, murmelt Johnny unbegeistert.
„Ich will zurück ins Hotel“, murrt Vic, ich verdrehe die Augen.
„Haltet einfach mal die Klappe und setzt euch hin“, sage ich, werfe mich dann an einen Tisch, der groß genug für uns alle sein dürfte, und klopfe auf die Plätze rechts und links von mir. Nach einigem Zögern gestellen sich die anderen zu mir und eine brünette Kellnerin kommt an unseren Tisch, um unsere Getränkebestellungen aufzunehmen.
Als sie verschwunden ist, lehnt Matt sich erst mal zurück und klappt die Speisekarte vor sich auf.
„Na, das war im 4-Sterne-Hotel noch leichter“, meint er.
„Du bist doch nicht zu blöd zum Essen Aussuchen, oder?“, fragt G amüsiert, Matt setzt sich lediglich die Sonnenbrille auf und studiert die Karte vor sich.
„Hm, was sind... Käsespätzle?“, fragt Vic dann etwas verständnislos und bekommt einen entsetzten Blick von Johnny ab.
„Und so was gewinnt den zweiten Platz bei einem Kochwettbewerb“, lache ich leise, während Johnny versucht, es meiner besten Freundin zu erklären.
„Hm, Spätzle habe ich schon ewig nicht mehr gegessen“, seufzt Bri neben mir auf und legt die Karte weg. „Es ist beschlossen!“
Als die Kellnerin wieder zu uns an den Tisch kommt, geben wir alle der Reihe nach unsere Bestellungen ab und geben auch die Karten ab.
„So, das war’s dann also“, sagt Matt schließlich.
„Ja, Essen bestellen ist ja so schwer, was?“, meint Johnny sarkastisch, Matt verdreht genervt die Augen.
„Ich meine die Schiwoche, nicht das Essen“, erklärt er. Jimmy fängt an zu lachen.
„Ja, und was war mit meinen Tattoos? Gar nix“, lacht er angeberisch, während Vic eine Augenbraue hebt.
„Sicher?“, fragt sie etwas überlegen, Jimmy sieht sie abschätzig ab.
„Ja. Sicher“, sagt er, sie grinst, sagt aber nichts mehr. Ich sage nur Mittwoch...
„Irgendwie war’s kurz, oder?“, fragt Johnny und nippt dann ein wenig an seinem kleinen Bier.
„Ja, schon“, meine ich und verziehe das Gesicht.
„Na, da könnte wer ruhig noch eine Woche bleiben, was?“, lacht Bri neben mir, ich nicke aber nur unglücklich.
„Gott ja!“, sage ich und sehe ihn so verzweifelt an, dass er mich in den Arm nimmt und mir lächelnd einen Kuss auf die Wange drückt.
„Als wäre es zu Hause so schlimm“, murmelt er an meiner Schulter.
„Das nicht, aber in Huntington gibt es keinen Schnee“, sage ich dann und lege meinen Kopf auf seine Schulter.
„Das wäre auch ein krankes Wetterphenomän“, meint Vic trocken, und ich zeige ihr, ohne aufzusehen, den Mittelfinger, woraufhin sie lacht.
„Sieh’s so: nächstes Jahr gibt’s auch wieder nen Winter“, meint Jimmy dann und piekst Vic in die Wange.
„Aber nächstes Jahr gehen wir studieren“, jammere ich. Verdammt, ich klinge echt so, als würde ich nicht mehr von hier weg wollen. Was für ein Kanadier Image!
„Studenten haben auch so was wie Semesterferien“, sagt G, ich denke kurz nach. Okay, das stimmt irgendwie...
„Hm, trotzdem“, mache ich dann trotzig und lehne mich von Brian weg, um meine Arme vor der Brust zu verschränken.
„Was für eine Diva“, lacht Bri, drückt mir noch mal einen Kuss auf die Wange und schließt seine Finger dann um das Heineken in seiner Hand.
„Ich bin keine Diva“, sage ich lediglich und fange dann an, an der Tischdecke herum zu ziehen.
„Wie auch immer. Seht mal, was da kommt“, unterbricht Matt uns und starrt zur Kellnerin, die schon mit unserem Essen auftaucht.
„Na, das ging aber schnell“, sagt G erstaunt, bevor sie den Teller mit Salat und Nudeln vor sich abgestellt bekommt.
„Wohl die Entschädigung für die Musik“, kichert Jimmy und bekommt daraufhin als Letzter seinen Teller. Haha, die Kellnerin hat’s drauf.
Als wir dann alle essen –Wienerschnitzel mit Pommes, ich liebe dich, Kanada-, lasse ich meinen Blick schnell durch das Lokal schweifen. Viele andere Leute, die vermutlich gerade erst vom Schifahren gekommen sind, da sie noch ihre Schischuhe anhaben. Sie lachen und reden miteinander, genau wie wir. Mein Blick bleibt an einer kleinen Tafel neben einem Geweih hängen.
Dann sehe ich schnell auf die Uhr und fange an zu grinsen.
„Hey, in einer halben Stunde schalten die die Musik wieder um“, sage ich gelassen, die anderen sehen auf.
„Woher weißt du das denn jetzt schon wieder?“, fragt Jimmy, ich zucke mit den Schultern.
„Ich bin allwissend!“
„Der Arsch hat es einfach von der Tafel da hinten abgelesen“, lässt Vic mich dann aber auffliegen, die früher meinem Blick gefolgt ist.
„Danke dir“, lache ich, sie grinst mich an.
„Wie lange dürfen wir eigentlich weg bleiben?“, wirft Johnny ein. Einheitliches Schweigen, da mal wieder niemand aufgepasst hat.
„Ich schreib schnell mal Jess und frage nach“, schlägt G schließlich vor und kramt ihr Handy hervor, um eine SMS zu schreiben. Nach ein paar Minuten klingelt ihr Handy erneut.
„Bis elf“, sagt sie dann, wir nicken. Okay, das dürfte gehen, wenn jetzt erst halb neun ist. Nachdem wir alle fertig sind, beschließen wir, einfach noch ein wenig zu bleiben und später vielleicht noch einen Spaziergang zu machen. Im Dunkeln! Aber es gibt ja so was wie Laternen, wir dürften uns also nicht verirren.
Nach einer Weile –und zwei Tellern Palatschinken, einem Eisbecher (ich zitiere Vic: Eis geht immer) und vier Tassen Kaffee später- schaltet dann endlich die Musik um und ‚Pokerface’ von Lady Gaga ertönt.
„Ach, Mikey Way“, meint Vic gut aufgelegt und ich fange an zu lachen, da ich vermutlich der Einzige am Tisch bin, der das gerade verstanden hat. Mikey Way, der Bassist von Vics Lieblingsband, der nie lacht und immer nur sein Pokerface aufgesetzt hat...
„Hey, äh, Leute? Ich muss euch was sagen“, fange ich dann an, bevor wer anders etwas sagen kann. So Zacky, jetzt geht’s los. Ich habe nämlich die letzten Tage nur an ein bestimmtes Thema gedacht, wenn ich allein war, und ich bin zu einem Entschluss gekommen. Jetzt oder nie.
„Was gibt’s?“, fragt Matt und hebt die Augenbrauen. Die Sonnenbrille hat inzwischen ihren Weg auf seine Kappe gefunden, weshalb ich ihm gut in die Augen sehen kann. Sehen muss.
„Äh“, meine ich, mein Selbstbewusstsein sinkt. Verdammt. Brian scheint meine plötzliche Nervosität zu bemerken und streicht beruhigend über meinen Arm. Ich schüttelte nur verbissen den Kopf, richte den Blick dann zuerst auf Johnny, dann auf Jimmy, Brian und schließlich auch auf Matt.
„Ich hab’s mir überlegt. Falls ihr noch einen Rythmgitarristen sucht- ich würde bei euch einsteigen.“