The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
142
272683
 
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
Guten Abend, ihr Lieben :)

Und bevor ich euch erkläre, warum heute ein Chap kommt, erstmal ein gut gemeintes..

300 FUCKING REVIEWS?! SEID IHR IRRE!!! Ich weiß nicht, womit wir so awesome Leser wie euch verdient haben, aber es ist uns eine Ehre, euch (hoffentlich) unterhalten zu dürfen! You totally rock :3

Und noch ein kleiner Gefühlsausbruch, der auch erklären sollte, warum es heute ein Chap gibt:

HAPPY FREAKIN' BIRTHDAY ZACKY VENGEANCE! Stay cute and cuddly and awesome as you are, thank you for the endless inspiration for this story & rock on, you perfect human being!!

Und jetzt lasse ich euch in Ruhe mit diesem schnellen Chap-Happen für Zwischendurch. Erholt euch gut vom Missbrauch so vieler armer Rufzeichen hier :D

Stay dangerous,
Lina & F


116. Kapitel
Brians POV

„Ich seh etwas, was du nicht siehst, und das ist weiß.“
„Schnee?“
„Wow, du bist gut!“, lache ich auf, weiche aber zugleich Zackys Skistock aus, der plötzlich gefährlich nahe an mein Gesicht gekommen ist. Okay, was war das bitte gerade? Ein Attentat im Skigebiet, die neue Koproduktion von Rosamunde Pilcher und Agatha Christie?
„War auf einem Sessellift nicht gerade schwer zu erraten, Blödmann“, bekomme ich an den Kopf geworfen, als mein Freund die potenzielle Mordwaffe in seinen Händen wieder senkt und ich es anscheinend langsam lassen kann, mir Filmtitel für einen Krimi mit mir in der Rolle des Opfers auszudenken. Mal abgesehen davon, dass mir leichenblass ja mal gar nicht steht…
…ist das schon ein etwas seltsamer Gedanke. Auch wenn nachweißlich jeder schon mal seine eigene Beerdigung geplant hat.
„Klugscheißer“, nehme ich das Gespräch wieder auf, und Zacky kichert kurz.
„Nur intelligenter als du.“
„Pff, wer’s glaubt wird selig…“
„Du kannst nicht mal rechts und links unterscheiden!“, argumentier er amüsiert, doch ich zucke nur die Schultern.
„Ich hab nicht vor, Fahrlehrer oder Kopilot irgendwo zu werden, also werde ich damit auch niemanden umbringen“, stelle ich dann grinsend fest, als gerade eine kleine Schihütte unter uns vorbeizieht. Ein paar Meter lang bekommen wir genau das regionale Radioprogramm mit, was jede aufkommende Diskussion dann auch schon im Keim erstickt.
„We’re building it uuup, to break it back dooown, we’re building it uuuup, to burn it down. We can’t wait to burn it to the ground!”, steigen Zack und ich nämlich gleichzeitig und mit ähnlicher Begeisterung und Lautstärke ein, bevor wir in einen nicht besonders leisen Lachanfall ausbrechen.
„Also gesungen haben wir auch schon mal besser“, befindet mein Freund grinsend, während ich mich etwas auf unserem Zwei-Sitz-Sessellift umdrehe und die Berghütte hinter uns anstarre. Ha, vielleicht starrt sie ja zurück…
„Da kommt man sicher von der Straße aus hin“, stelle ich dann zufrieden fest, was mir einen fragenden Blick einbringt.
„Willst du unser 4-Sterne-Essen gegen irgendwelche selbstgeschossenen Almspezialitäten eintauschen?“
„Ganz genau das. Jedenfalls für heute Abend…“ Zweifelnd hebt mein Freund die Augenbrauen, doch ich erwidere seinen Blick nur so ernst, wie es einem Brain Haner nur möglich ist. Sprich, gerade ernst genug, dass Zacky mitbekommt, dass ich ihn nicht auf den Arm nehme.
„Also… kein 4-Sterne-Essen?“, will Zacky schließlich in einem Tonfall wissen, der sich fast anhört, als würde er alle Hoffnungen darin setzen, dass ich ihn doch verarsche, und ich schüttle den Kopf.
„Heute nicht… und hör auf, mich so anzusehen!“
„Warum?“, will Zacky leise und mit seinem besten Hundeblick wissen.
„Also erstens, weil wir uns heute selbst versorgen müssen, schon vergessen? Letzter Tag eben, die Lehrer setzen uns irgendwo ab und plündern die Minibar. Und jetzt hör auf zu schmollen, sonst muss ich dich küssen, und das kommt hier denk ich etwas schlecht.“
„Warum musst du?“
„Weil du süß aussiehst, wenn du beleidigt bist“, grinse ich, bekomme als einzige Reaktion aber nur die Faust eines lachenden Zackys in den Magen.
„Nenn mich noch EIN MAL süß…“
„…und was?“
„Und ich verbarrikadier das Bett, sodass du wieder bei Jimmy schlafen musst“, macht mein Freund überlegen, und ich kann mir ein leises ‚Eww‘ nicht verkneifen. Ich will gar nicht wissen, was in dem Bett abgegangen ist – auch, wenn wir nur bei Vics sicher wissen, dass wir uns nicht mehr draufsetzen sollten.
„Eben.“
„Ich verschlepp dich heute trotzdem in die Almhütte da unten.“
„Okay? Party hard zu deutscher Volksmusik?“
„Eben nicht. Außer du zählst Linkin Park zu Jodelscheiß, dann… kann ich dir denk ich auch nicht mehr helfen.“
„Idiot. Aber warum genau die Hütte da und nicht die Bar neben unsrem Hotel?“, will Zack wissen, doch ich grinse nur zurück.
„Die Bar ist viel zu naheliegend, mein Lieber… oder willst du mit unsren liebsten Cheerleadern und Quarterbacks zusammen bayrische Volkstänze in einer Almdisko ausprobieren?“ Etwas geschockt starrt er mich an, bevor er ihn sichtlich schüttelt.
„Eben.“

Komplett erschlagen lasse ich mich drei Stunden später in meiner Skiunterwäsche auf unser Doppelbett fallen und starre etwas blöd die Decke an.
Ich meine, ich liebe Snowboardfahren.
Ich liebe es, auch wenn ich es nicht kann.
Aber mitten in dem verdammten Schneesturm, der ungefähr drei Minuten nach dem wir auf der längsten Piste angekommen sind angefangen hat, die richtigen Kurven zu üben ist nicht motivierend!
Seufzend rolle ich mich etwas ein und stelle eine imaginäre Pro- und Contra-Liste auf, ob ich duschen gehen sollte oder nicht. Contra: Ich müsste aufstehen, gehen, und mich bewegen.
Pro: Brian, du stinkst.
Als ich gerade bei meinem siebten Pro-Argument angelangt bin, läuft dem Geräusch nach zu urteilen jemand gegen die Zimmertür und wenig später steht ein strahlender, etwas verschwitzter Zacky mit roten Wangen vor mir. Wo auch immer der gerade herkommt…
Lächelnd setze ich mich auf, was sicher aussieht, als wäre ich eine 80-Jährige mit Gewichtsproblemen, dann ist Zacky auch schon bei mir und drückt mir einen schnellen Kuss auf den Mund.
„Vic… Jimmy… Zimmer… nichts riskieren… diese Schweine!“, höre ich aus seinem Redeschwall heraus, als er sich noch in voller Ski-Montur neben mich fallen lässt und wahrscheinlich gerade mein ganzes Bett einsaut.
„Hol mal Luft, Kleiner“, unterbreche ich ihn lachend, bevor ich mich selbst wieder zurücklehne und mich neben ihn lege. So ganz sicher bin ich mir allerdings nicht, ob ich wirklich hören will, was Jimmy und Vic diesmal schon wieder treiben… Okay, igitt, falsches Wort.
„Eww“, nuschelt Zacky jedoch nur vielsagend, bevor er sich in meine Richtung rollt und mich schnell auf die Wange küsst.
„Oh Gott, Zee, wie kannst du nur“, schimpfe ich grinsend und rücke etwas von ihm ab. „Ich bin so ungeduscht, das… ist denk ich nicht mehr gut!“
„Ach komm schon, du eitler Sack“, schmollt er spielerisch und will mich wieder küssen, als ich mich aus dem Bett rolle und vor ihm zu stehen komme.
„Zuerst muss ich irgendwie ins Wasser kommen. Wirklich…“, seufze ich und fahre durch meine Haare, die durch den Snowboardhelm wahrscheinlich richtig erstklassig aussehen.
„Hmn“, macht mein Freund wenig begeistert und öffnet träge seinen Anorak, bevor er mich direkt ansieht.
„Worauf wartest du noch?“
„Auf dich?“, mache ich leise und grinse ihn dreckig an. Doch Zacky seufzt nur auf und sieht mich irgendwie vorwurfsvoll an, fummelt weiter an seinem Reißverschluss herum.
„Bri, bitte.“
„Sorry“, seufze ich leise auf, und er zuckt die Schultern. Eigentlich hat er ja wirklich Recht, und ich weiß auch, dass wir zwei nicht einfach so ganz unschuldig zusammen duschen können. Aber wir müssen beide duschen und haben danach frei. Was spricht dagegen? Dass das Hotel vielleicht nicht so viel Wasser hat? Ach, Mist.
„Aber Jimmy und Vic hatten auch-“, versuche ich halbherzig zu protestieren, wohl wissend, dass ich schon verloren hab.
„Jimmy und Vic sind KEIN Argument, zum letzten Mal!“, grinst er, und ich erwidere die Geste.
„Idioten“, lachen wir dann beide los, bevor ich mich wieder neben Zacky setze und ihn träge küsse.
„Ich bin gleich wieder da“, murmle ich nach einer Weile gegen seine Lippen und stehe wieder auf. „Und wenn du dann auch endlich mal im Bad warst und ich noch nicht eingepennt bin… wirst du mich nicht so leicht los, mein Lieber.“
Mein Freund schnaubt nur kurz, aber ich sehe das Glitzern in seinen Augen. „Kuschelhure“, wirft er mir an den Kopf, und ich drehe mich nur zur Badezimmertür und wackle etwas mit meinen Hüften, was in der Skiunterwäsche bestimmt… überaus männlich aussieht. Super gemacht, Brian, wenn das ein Balletttänzerscout sieht steckt er dich gleich in ein Tutu!
„Deine Kuschelhure“, lache ich schließlich noch, bevor ich mich endgültig ins Bad zurückziehe. Und wer weiß, vielleicht haben wir wenigstens heute Abend mal das Glück, dass uns in der Hütte da niemand beobachten kann, der es nicht tun sollte.