The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
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Guten Abend meine Freunde :D

Warum heute ein Kapi kommt? Naja, erstens ist Dienstag, und zweitens ist das hier ein Countdown! Denn ratet mal was bald passieren wird!
Genau! In 2 TAGEN KOMMT AVENGED SEVENFOLD NACH WIEN!
Und das ist ein Grund zum Feiern :D
Und deshalb:
Der Countdown :D

Und passend zum Countdown:
Ein Blogeintrag :3
http://insidethetruthissocold.blogspot.co.at/2013/11/zacky-loves-snow.html

Sou, ich wünsche euch jetzt viel, viel Spaß mit dem Kapitel,
man hört sich (bald),
Keep Running
xxo Franky und L

111. Kapitel
Zacky POV

Glücklich rühre ich eine Zeit lang in meiner Suppe herum, schiebe die zwei, drei Karottenscheiben an den Tellerrand und schiebe mir schließlich den Löffel zum Mund.
Mir gegenüber sitzt Vic, ich selbst habe zwischen Bri (der unter dem Tisch heimlich meine Hand hält) und Jimmy (der in letzter Zeit irgendwie immer öfter in meiner Nähe herumlungert. Irgendwas hat der doch vor...) Platz gefunden.
„Eines muss man denen lassen“, kommt es von G, die neben Vic sitzt. „Kochen können die.“
„Wenn auch nicht so gut wie wir“, wirft Johnny mit einem Blick zu meiner besten Freundin ein. Brian ignoriert den selbstbewussten Bassisten und sieht zu G.
„G, das ist erst die Suppe“, lacht er in sich hinein.
„Wer kann, der kann“, antwortet die Italienerin. Vic neben ihr fängt an, leise zu lachen und sieht mich vielsagend an. Was soll denn der Blick jetzt? Gott, die wird doch nicht wissen... Ich sag’s doch. Frauen. Die wissen einfach alles!
„Na, whatever. Wie findet ihr eure Zimmer?“, frage ich in die Runde. Seit heute Vormittag befinden wir uns nämlich in Kanada, sitzen knietief in der weißen Scheiße... pardon, im Schnee, und haben sichtlich Spaß. Ich meine... schickt doch mal einen Haufen sonnenverwöhnter Teenies in ein Schigebiet. Es ist kalt, nass und rutschig. Einfach genial, ich liebe es.
Angefangen hat der ganze Spaß ja schon bei der Anreise. Denn versammelt mal fünzig Schülerinnen und Schüler am Flughafen, inklusive gefühlten vier Tonnen Gepäck und zig Schiern und Snowboards. Das mal ohne irgendwelche Zwischenfälle zu schaffen ist schon ein Sieg für sich.
Und es ist einfach ein zu herrlicher Anblick, wenn die Leute dann bei dreißig Grad ihre Winterklamotten anziehen müssen, da sie sonst Übergepäck haben.
Jimmy ist mit seiner Winterjacke und einen Schal am Flughafen gesessen und hat geschwitzt wie ein Irrer, Matt war mit drei zusätzlichen Shirts neben ihm gefangen und hat geflucht und eine der Cheerleaderinnen hat ausgesehen wie der Yeti persönlich. Ich hätte ihnen natürlich sagen können, dass sie nicht so viel mitnehmen müssen, aber irgendwie hat Brian mich etwas abgelenkt und da hab ich das vergessen. Pech für die anderen, Spaß für mich.
Na, als dann alle im Flieger gesessen sind hat dann der drei Stunden Tripp nach Vancouver begonnen. Von dort aus sollten wir noch eine Stunde fahren, aber das kommt ja alles später. Jedenfalls war der Flug richtig interessant, da Vic bleich neben mir gesessen ist und die gesamte Zeit nur an ihrem kleinen Teddy herumgezogen hat, während Bri mit mir ‚Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst’ gespielt hat. Nachdem wir allerdings das gesamte Flugzeug gesehen und erraten haben ist uns langweilig geworden. Also habe ich einfach beschlossen, eine Runde zu schlafen. Bri hat angefangen, Matt, der eine Reihe vor uns saß, in den Nacken zu pieksen.
In Kanada selbst bin ich dann durch einen erstaunten Ausruf wieder aufgewacht. Tja, der Zauber, wenn man das erste Mal in seinem Leben Schnee sieht. Schon was ganz Besonderes.
Als die ersten dann den Flughafen betreten haben, hat eine riesige Schneeballschlacht begonnen. Die meisten haben sich im Schnee gewälzt, bis sie klatschnass waren, Bri hat eine Ladung Pulverschnee von mir ins Gesicht bekommen und Jimmy war glaube ich glücklich, dass er seine Jacke schon anhatte.
Später hat uns dann ein Bus vom Flughafen abgeholt, der fünfzig nasse und triefende Teenager in ihr Hotel bringen musste. Na, der Busfahrer hatte sicher seine Freunde mit uns. Ich konnte ja direkt hören, was er sich gedacht hat. ‚Bescheuerte Amis’. Okay, wir waren aber auch ziemlich dämlich drauf, muss ich schon zugeben.
Nach ungefähr einer Stunde Fahrt sind wir dann auf irgendeinem Berg rausgelassen worden und haben erst mal große Augen bekommen. Und zwar alle, auch ich. Denn das Hotel, vor dem wir geparkt haben, das war einfach riesig. Direkt an der Schipiste hat es zusätzlich noch einen super Platz, es ist hell und hat vier Sterne neben dem Namen stehen. Und ehrlich, so sieht es auch von drinnen aus.
Staunden haben wir uns dann ins Haus gestellt und dort weiter gegafft, während unsere Begleitlehrer sich um die Zimmer gekümmert haben.
Hier haben wir die nächste Überraschung. Die Zimmer sind alle kleine Apartments mit Wohnzimmer, Küche und Bad. Eine weitere Welle der Begeisterung ging durch die Schüler, während die Keycards aus- und die Zimmer zugeteilt wurden. Nur gab es dann einen weiteren Zwischenfall, aus dem ich mich nur mit knapper Not retten konnte...
„Baker. Yver. Kommt mal her“, meint einer unserer Begleitlehrer. Da ich ihn nicht habe, weiß ich nicht, wie er heißt. Als wir uns vor ihn hingestellt haben, musterte er uns kurz. „Hört zu. Es ist ein Problem bei der Einteilung der Zimmer aufgetreten. Wir können euch nicht vollständig aufteilen, weshalb Mr. Baker mit mir ein Zimmer teilen wird, und Miss Yver mein Einzelzimmer bekommt.“ Der Schock war uns glaube ich ins Gesicht geschrieben, da der Lehrer etwas unschlüssig zu uns gesehen hat.
„Mr. Winchester, können Zacky und ich nicht ein Zimmer teilen?“, fragte Vic leise und sah ihn mit großen Augen an.
„Das geht auf keinen Fall, wir dürfen kein Mädchen mit einem Jungen ins Zimmer stecken.“
„Ich bitte Sie, ich schlafe doch nicht mit meinem besten Freund!“, meint sie entsetzt. Ich werde knall rot, allerdings eher weil ich an Samstagnacht denken muss. Der Lehrer sieht ebenfalls etwas entsetzt drein. „Außerdem ist er gar nicht mehr Single, und ich stelle mich nicht zwischen ihm und seine... Freundin“, fügte sie leise hinzu. Und jetzt muss ich mir Brian als Frau vorstellen und kann mir nur mühsam ein Lachen verkneifen. Danke, Vic.
„Ich darf das trotzdem nicht.“
„Ich bitte Sie, machen Sie doch nur mal eine Ausnahme. Eine einzige. Zwischen uns zwei passiert nichts, da schwöre ich mein Leben drauf“, komme ich meiner Vic zu Hilfe. Mr. Winchester, der vermutlich ein Lehrer von meiner besten Freundin ist, da ich ihn nicht kenne, scheint zu überlegen. Dann marschiert er zu den anderen vier Lehrern, diskutiert kurz mit ihnen und kommt dann zurück.
„Na gut. Ihr bekommt das Zimmer 44. Wir kommen euch täglich um zehn Uhr Abends kontrollieren, aber das machen wir eh bei jedem. Um 14 Uhr seid ihr zwei wieder hier in der Vorhalle, dann geht’s raus zum Gruppen einteilen. Beeilt euch, vielleicht können wir dann noch eine Runde fahren“, meint er, drückt uns zwei Karten in die Hand und wir verschwinden. Erst im Lift fangen wir gleichzeitig an zu grinsen.
„Ein Zimmer für uns zwei allein, wie geil ist das bitte!“, raunte meine beste Freundin.
Und was soll ich sagen? Das Apartment ist genial. Geräumig, mit zwei abgetrennten Schlafzimmern mit je einem Ehebett. Sprich: Eigentlich könnten hier sogar vier Leute pennen, nicht nur zwei. Außerdem ist alles sauber und das Licht und die Heizung gehen auch. Perfekt. Neugierig inspizierte ich das Bad, lief durch das Wohnzimmer und betrat auch mal den Balkon, obwohl wir den jetzt eh weniger gebrauchen würden. Dann ging es ans Koffer ausräumen.
Am Nachmittag kamen wir alle wieder zusammen und mussten einen kurzen Hügel hinunterfahren um zu beweisen, was wir drauf hatten. Johnny hatte prompt mal das Gleichgewicht verloren und war in Vic reingedonnert, aber ansonsten hatte es keine großeren Unfälle mehr gegeben. Als die Gruppen dann vollständig eingeteilt waren, bekamen wir einen Lehrer zugeteilt und durften das erste Mal fahren gehen.
Brian und ich sind in der gleichen Gruppe, da er wundersamerweise besser snowboarden kann als die meisten Sportfuzies hier. Vic ist mit Matt in der Gruppe unter mir, da ich in der einser Gruppe bin. Schwierigste Stufe und stolz drauf. Johnny ist in einer der Anfängergruppen, G in einer dreier Gruppe und Jimmy... da habe ich keine Ahnung, wo der sich wieder rumtummelt.
Da Bri der Einzige in der einser Gruppe ist, der Snowboard fährt, wurde er gleich mal als Schlusslicht eingeteilt, weshalb ich immer bereitwillig als Vorletzter den Hang hinunter brettere. Und was soll ich sagen... ich liebe Kanada einfach so sehr. Schnee, so weit das Auge reicht, es ist kalt und hell... Tja, einmal Kanadier, immer Kanadier. Auch wenn ich nur zu einem Viertel einer bin, aber das interessiert ja keinen.
„Du fährst echt gut“, meinte Brian dann irgendwann, als wir im Sessellift saßen und wieder zum Gipfel gebracht wurden.
„Danke, ich mache das ja auch schon mein halbes Leben lang“, lachte ich. „Aber ganz ehrlich, was ist bitte dein Geheimnis, Mr. California?“, wollte ich dann neugierig wissen.
„Wenn du surfen kannst, kannst du das auch. Außerdem war ich im Winter ein paar Mal in Washington State mit meiner Familie und meinem Cousin. Da lernt man dazu.“
„Schön, dass ich das erst jetzt erfahre“, grinste ich und sah dann auf die Piste unter uns.
„Hey, schau mal. Ist das nicht Matts Gruppe?“, meinte Bri plötzlich und deutete unter uns. Und ja, das war sie.
„Hey, VIC!“, brüllte ich vom Lift aus, woraufhin meine beste Freundin dummerweise aufsah. Ihr rechter Schi rutschte ihr weg, sie verlor das Gleichgewicht wie Johnny zuvor, ruderte ein wenig hilflos mit den Armen herum und knalle dann in Matt hinein. Beiden fielen in den Schnee, rutschten dann noch ungefähr zehn Meter weiter hinab und blieben dann liegen.
Gott sei Dank waren wir in dem Moment zwanzig Meter ober der Erde, denn so wie die beiden fluchten hätten sie uns vermutlich tierisch vermöbelt, wenn wir in der näheren Umgebung gewesen wären.
„Ups?“, lachte ich los, Bri fiel in das Lachen ein. Ich sag’s doch, einfach herrlich.
Um sechs kamen wir dann zurück ins Hotel, um sieben wird es immer Abendessen geben. Und nachdem alle geduscht und sich fertig gemacht hatten, haben wir uns im Speisesall getroffen.
„Ich folge dem Gang“, meint Matt plötzlich und reißt mich aus meiner kleinen Gedankenwelt.
„Hä?“, frage ich verpeilt.
„Du hast gefragt, wie wir unsere Zimmer finden?“, hilft Matt mir auf die Sprünge.
„Ich hab das doch nicht SO gemeint!“
„Ich weiß ja“, grinst der Sänger. „Ist ganz okay. Schön groß. Und Johnny gefällt’s auch, nicht wahr?“ Der Bassist nickt, grinst und erhebt sich dann, um sich den Hauptgang am Buffet zu holen. Brian und Jimmy, Matt und Johnny, G und ein anderes Mädchen nahmens Jess und Vic und ich, so sind wir aufgeteilt worden.
„Unseres ist auch cool, aber eines fehlt mir“, meint Bri und nimmt einen Schluck von seinem Wasser, da Alkohol strengstens verboten ist.
„Die Sonne? Deine Gitarre? Deine Mom?!“, frage ich.
„Du“, sagt er schlicht und genau so laut, dass nur unser Tisch (der übrigens genau wie der in der Schule ist, was die Leute angeht) es hören kann und grinst mich über das ganze Gesicht an. Meine Wangen fangen an zu brennen und werden vermutlich rot, Vic steht stumm auf und verkrümelt sich schnell zum Buffet und Jimmy nuschelt so was wie ‚Nicht nur Zack’, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe. Na, wie auch immer.
„Und morgen geht’s ans hardcore fahren“, meint Bri plötzlich und grinst in die Runde. „Den ganzen Tag auf den Brettern!“
„Solange ihr nicht noch mal so einen Scheiß wie heute am Lift abzieht, gerne. Ich schwöre euch, wir zwei warten das nächste Mal am Lift auf euch und dann gibt’s was. Ich spür’ immer noch Vics Stock in meinem Rücken“, mosert Matt, ich lache los.
„Tut uns leid“, kichere ich.
„Klar, ich glaube euch kein Wort“, meint Matt nicht überzeugt und steht dnan ebenfalls auf, um sich Nachschub zu holen.
„Komm, wir holen uns auch endlich was“, lächelt Brian, lässt meine Hand unter dem Tisch los und steht dann auf. Er schnappt sich seinen zweiten Teller und schlängelt sich schon zwischen den Stühlen hindurch, während ich mich ebenfalls erhebe und ihm folgen will. Doch in dem Moment fällt mir was auf. Niemand sitzt mehr am Tisch, da sich alle was zu essen holen. Niemand außer dem Drummer, der seinen Teller vor sich noch kein einziges Mal angefasst hat.