The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
Es. Ist. Mittwoch!
Wow, was für eine wertvolle Information, lasst uns das festhalten!
Okay, irgendwie bin ich heute weird drauf :D

Aber da es ja Mittwoch ist (wie oben so schön preisgegeben), gibt es ein neues Zacky Kapitel :D
Da Linchen aber krank ist, gibt es zurzeit keine brandneuen Chaps, weil ich so stur bin und nicht weiterschreibe, bis sie wieder okay ist!
Aber okay, wir haben ja ein paar Chaps und bald sind wieder Ferien, da kann man ein Auge zudrücken :D

So, dann kommt der Link für unseren Blog
*http://insidethetruthissocold.blogspot.com/2012/03/11-oh-what-fail-these-musicians.html*
und dort gibts ja das Gitarren ABC :DD
(das ich btw erst schreiben muss :o)

Okilidokili
dann hört man sich wieder nächste Woche
da kommt der Link aber vermutlich schon sehr, sehr früh, da ich auf Urlaub fahre :D

Keep Running
xxo Franky & das Linchen


11. Kapitel

Zacky POV
„Du Zacky, ich muss dir was erzählen“, begrüßt mich meine beste Freundin am Montagmorgen mit zusammengezogenen Augenbrauen.
„Ah ja?“, frage ich und schließe die Tür langsam hinter mir. Meiner Nase geht’s schon wieder besser, sie ist jetzt schon grün, dafür aber nicht mehr angeschwollen. Weh tut’s zwar immer noch, aber das wird schon vergehen. Allerdings habe ich jetzt wirklich einen Hubbel, wie ich es mir schon gedacht habe...
„Äh ja“, murmelt sie und nestelt kurz an ihrem schwarzen T-Shirt herum. Als ich an ihr vorbeigehe, schnappe ich sie beim Arm und ziehe sie mit mir.
„Nun erzähl schon“, lächle ich.
„Na ja, weißt du noch, was ich mit meiner Uniform angestellt habe?“, beginnt sie und ich fange an zu grinsen. Das war klar.
„Sicher. Die Schwarze?“
„Äh ja. Nun ja, die anderen waren nicht so begeistert davon wie ich, würde ich sagen“, sagt sie und steckt die Hände dann in die Taschen ihrer dünnen Jacke.
„Das hätte ich dir auch gleich sagen können“, entgegne ich und sehe sie an.
„Klugscheißer. Die Sache ist jedenfalls die, dass ich mich mit Ashley und den anderen gestritten hab und jetzt hab ich irgendwie Nachsitzen. Weil ich ihr ins Gesicht gespuckt hab“, sagt sie nüchtern und nickt kurz.
„Muss du die anderen immer mit deinen Körperflüssigkeiten beglückwünschen?“, frage ich sie, während sie das Gesicht verzieht.
„Oh mein Gott Zacky! Weißt du, wie das jetzt klingt?! Scheiße, bist du ekelig!“, raunt sie und schlägt mir auf den Oberarm, während ich nur vor mich hinlache.
„Wann hast du denn jetzt Nachsitzen?“, frage ich sie immer noch kichernd.
„Heute in der siebten und achten Stunde.“
„Das geht nicht, da haben wir Zeichnen.“
„Heute nicht. Schon vergessen? Radnor ist heute auf irgendeinem Seminar und wir hätten eigentlich frei.“
„Was echt? Geil, nur fünf Stunden!“, freue ich mich, während sie nur leicht lächelt.
„Na ja, genau deshalb muss ich ja mit dir reden, Zee“, fängt sie langsam an. Oh-oh, ich ahne böse Absichten, die mich sicherlich meiner Freizeit berauben werden.
„Ah ja?“, frage ich skeptisch.
„Kannst du auf mich warten?!“, schießt es aus ihr raus. Ich hab’s gewusst.
„Warum?“, frage ich.
„Weil du mich lieb hast!“, sagt sie und klimpert mit den Wimpern. „Außerdem kommt heut mein Dad Heim, da will ich nicht alleine nach Hause gehen...“ Ich nicke gedankenverloren und beiße mir auf die Unterlippe.
Schließlich seufze ich auf und sehe sie an. „Von mir aus. Ich hab ja sonst nix Besseres zu tun, als drei Stunden zu warten, bis du deine Strafe abgesessen hast!“ Ohne ein weiteres Wort fällt sie mir um den Hals und drückt mich kurz.
„Danke dir“, sagt sie nur, lässt mich dann los und zieht dann am Reißverschluss ihrer Jacke herum.
„Kein Problem...“, murmle ich, das mich ihre Stimmungsschwankung mal wieder ein wenig verwirrt. Na, was soll’s, das Mädel verwirrt mich generell täglich, da sollte ich so was schon gewöhnt sein.
„Steht sonst noch was Besonderes an?“, fragt sie, vermutlich um das Thema zu wechseln. Ich schiebe kurz den Unterkiefer vor und denke nach.
„Heute sollte ich den Footballern aus dem Weg gehen. Meine Nase befindet sich immerhin am Wege der Besserung, da sollte ich es nicht schon wieder übertreiben. Ansonsten... also bei mir ist nix.“
„Bei mir auch... ach fuck, ich hab heute ja Spanischprüfung! Scheiße, wie konnte ich das nur vergessen?!“, sagt sie leicht panisch. Ah ja, von einer Stimmungsschwankung zur nächsten.
„Wenn ich jetzt weiblich wäre oder schwul, würde ich dich fragen, ob du deine Tage hast“, grinse ich in mich hinein und kassiere noch einen Schlag auf den Oberarm.
„Das fragt man doch keine Frau!“, ruft sie empört und schlägt noch zwei, drei Mal auf meinen Arm, bevor sie die Arme vor der Brust verschränkt und schmollt. Ah ja, das ist mir schon Antwort genug.
„Kennst du denn keinen, der dir helfen könnte?“, frage ich, um wie sie zuvor vom Thema abzukommen.
„Haha, der war gut. Der Klassenbeste ist so weit ich weiß so ein Kerl namens Sanders. Aber der ist der beste Freund von deinem Huttypen. Und die werde ich ganz sicher NICHT fragen, ob sie mir einsagen können!“, sagt sie. „Ansonsten kenne ich da drinnen ja fast keinen, da ich nie mit wem rede“, endet sie.
„Ach, du und deine sozialen Bindungen...“, ziehe ich sie auf.
„Sagt genau der Richtige“, entgegnet sie mir grinsend und ich muss mich ihr irgendwie geschlagen geben. „Na, vielleicht erwecke ich so viel Mitleid, dass mir die anderen entweder einsagen oder meine Spanischlehrerin mich in Frieden lässt. Denkst du, ich schaffe das?“
„Mit deinem Hundeblick? Allemal“, lache ich und halte ihr die Tür von unserer Schule auf, da wir inzwischen schon angekommen sind. Aber auch nur, da wir uns im Laufe der Zeit hunderte von Schleichwegen angeeignet haben. Am Anfang sind wir laufend zu spät gekommen, weshalb wir uns irgendwie helfen mussten.
„Danke für dein Vertrauen“, antwortet sie mir nur und betritt die Schule. „Ew, ein neuer Tag, ein neuer Dollar, oder?“
„Du hast echt zu viel Spongebob gesehen, als du klein warst“, murmle ich, sie dreht sich zu mir um.
„Was heißt denn da ‚als du klein warst’?“, grinst sie und spielt dabei ihre Größe an.
„Das weißt du ganz genau“, sage ich nur, wuschle ihr dann noch mal durch die schwarzen Haare und peile dann einen anderen Gang an, da sich unsere Spinde an zwei vollkommen unterschiedlichen Plätzen in der Schule befinden. „Wir sehen uns?“, ruft sie mir noch hinterher, ich nicke und mache ein ‚Daumen-hoch-Zeichen’, bevor ich mich umdrehe und mich erst mal vor meinem Spind genauer umsehe. Wer weiß, vielleicht treibt ja wieder Paul sein Unwesen hier, und auf noch ne gebrochene Nase habe ich jetzt ehrlich keine Lust. Vor allem weil ich ja nur eine Nase habe und so. Ja ich weiß, der war sogar für meine Verhältnisse arg schwach.
Nachdem ich meinen Kram aus dem Fach geholt habe, gehe ich langsam aber sicher in meine Matheklasse, setze mich dort an meinen Tisch und atme erst einmal auf.

„Beeil dich, ich warte auf dich“, sage ich nach der Pause zu Vic, die nur die Augen verdreht und ihre Bücher in ihre Tasche schiebt.
„Wie soll ich mich im Nachsitzen bitte beeilen? Seh’ ich aus wie Jesus dass ich das beeinflussen könnte?“ Ich greife mir ans Kinn uns mustere sie kurz.
„Na, mit nem Kinnbart und braunen Haaren... schon gut, schon gut, du siehst nicht aus wie Jesus“, lache ich, während sie mir nur den Mittelfinger zeigt und dann lachend verschwindet.
„Okay, jetzt haben wir zwei Stunden für uns. Was machen wir?“, frage ich mich selber. Na, zu tun habe ich nichts. Obwohl, vielleicht sollte ich schon mal Mathe und Französisch machen, dann hätte ich das hinter mir.
Müde setze ich mich in Bewegung und suche mir einen geeigneten Platz, wo ich möglichst allein sein kann. Irgendwann werde ich auch fündig und werfe meinen Kram auf den freien Platz vor den Chemiesälen.
Gelangweilt schlage ich mein Französischbuch auf und lese die Arbeitsaufgabe. Dann blinzele ich kurz und lege meinen Kopf auf das Buch. Also bei allem was Recht ist, aber ich will jetzt nicht meinen besten Freund mit möglichst vielen Adjektiven und gewählter Sprache dem Präsidenten vorstellen. Und warum sollte ich das bitte üben, ich werde Vic niemals dem Präsidenten von Frankreich vorstellen!
Ich werfe das Buch also zurück in meine Tasche, hole meinen Skizzenblock hervor und setze mich dann zu einer der Säulen, die dicht an die Treppe grenzen. Keine Lust auf Hausübung, aber Songtexte schreiben geht mal wieder. Klar.
Ich schlage den Block da auf, wo ich gestern zum Schreiben aufgehört habe und lese mir noch mal die letzte Liedzeile durch.
„So far away, from all that I need, from all that I love“, murmle ich und fange an, den Rand des Blattes anzumalen. Dann stecke ich mir den Stift in den Mund und ziehe die Knie an.
Gerade als mir eventuell sogar ein guter Gedanke kommt, höre ich schnelle Schritte, die immer näher auf mich zuzukommen scheinen. Plötzlich rast Mr. Hutgesicht um die nächste Ecke, bemerkt mich nicht, beschleunigt seinen Schnitt noch mal, stolpert dann über meine Beine, dich ich ja angezogen habe, und legt sich der Länge hin auf die Schnauze.
Ich strecke ein wenig erschrocken meine Beine aus, während der Kerl nur anfängt, wie verrückt zu fluchen und sich die Nase zu halten. Dumm wie ich bin fange ich an zu grinsen und kann mir ein ‚Haha, Arschloch!’ gerade noch verkneifen.
Als er sich dann aber zusammenrollt und dann zu mir starrt, verschlucke ich mich an meinem leisen lachen und stehe schließlich auf.
„H-Hey, tut mir leid“, sage ich stockend und halte ihm die Hand auf, da ich ihm aufhelfen will. Er starrt erst mich, dann meine Hand missbilligend an, bevor er sie dann doch annimmt und ich ihn hochziehen darf.
„Was sitzt du auch so beschissen in der Gegend rum?“, faucht er und hält sich immer noch die Nase. Ich zucke stumm mit den Schultern, blinzele dann kurz und hole schlussendlich die Taschentücher aus meiner Schultasche, da ich bemerke, wie sich seine Hand langsam aber sicher rot färbt.
„Wenn’s nicht aufhört, solltest du was Kaltes auf den Nacken geben oder so. Aber auch keinen Fall schnäuzen, das wäre total bescheuert“, sage ich und halte ihm die Taschentücher hin.
„Warum sollte ich das von dir annehmen?“, motzt er herum und ich verdrehe genervt die Augen. Diese scheiß Musiker, halten sich immer für was Besseres!
„Ich hab mir letzte Woche die Nase gebrochen, ich denke, ich weiß wovon ich rede, meinst du nicht auch?“, frage ich, lege ihm die Taschentücher auf den grauen Hut und gehe dann zu meiner Schultasche, werfe dort meinen Kram hinein und werfe sie mir um die Schulter.
„Wenn’s nicht besser wird, musst du aufpassen, dass du nicht umkippst“, sage ich, als ich an ihm vorbeigehe. Ich höre kein ‚danke’ oder ein ‚ok, werde ich mir merken’. Nein, der Typ starrt mir nur stumm hinterher, was ich bemerke, als ich um die Ecke gehe.
Dann höre ich noch, wie eine Tür aufgeht, jemand was von einem Brian labert und die Tür wieder zugeht. Vielleicht ist es doch nicht so schlecht, dass ich kein Musiker geworden bin...