The Truth Is So Cold

GeschichteRomanze / P18 Slash
09.02.2012
30.06.2014
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Dieses Kapitel
1 Review
 
 
Hey Ho Leutes!
Und hier wären wir wieder, gesund und munter im deutschsprachigen Raum xD
Rom war, um mich kurz zu fassen, super duper awesome, wenn auch die Rückfahrt etwas anstrengend war (9 Stunden Zugfahrt sind nicht lustig, glaubt mir das) :D
Und weil ich jetzt wieder munter bin, gibt es ein neues Chap :3

Ich hoffe es gefällt euch :D
Und irgendwie wollte ich einen Blogeintrag machen, aber mir fällt absolut nichts ein, über das ich schreiben könnte O.o Habt ihr Ideen? Wenn ja, nur her damit, dann hab' ich was zu tun :D

Nun denn, dann wünsche ich euch mal ganz viel Spaß mit dem Kapi hier
Keep Running
xxo Franky und Lina

PS.: Ihr seid nicht zufällig am 22. Nov. bei Avenged in Wien? Ich suche irgendwie ganz verzweifelt (wie man jetzt vllt merkt xD) eine Begleitung... Lg, F

107. Kapitel
Zacky POV

„Danke für’s Warten“, sage ich, als ich aus der Schule gehe und Brian an das Treppengeländer gelehnt bemerke.
„Ach, kein Problem, ich hatte so oder so nichts zu tun. Und Jimmy ist nach der achten Stunde abgehauen, weil ihm die Tattoos irgendwie gepiekst haben. So hat er es jedenfalls beschrieben“, lacht mein Freund.
„Er ist so ein Idiot“, lache ich, schüttle denn aber den Kopf und gehe langsam die Treppe hinab.
„Aber ein liebenswürdiger. Hey, wo ist deine kleine Freundin?“, fragt Bri plötzlich, da ich allein aus der Schule gekommen bin.
„Die ist mit Johnny einkaufen gegangen“, erkläre ich, Brian macht nur große Augen.
„Wie bitte? Sie geht shoppen mit Johnny?! Was kaufen sie denn, neue Schuhe?“, kichert er, ich verdrehe die Augen.
„Du passt genauso wenig auf wie dein bester Freund, Mann“, sage ich. „Die haben den Freitag den Kochwettbewerb, wo sie wohl oder übel unsere Schule vertreten werden. Schon vergessen?“
„Und dafür müssen die mit ihrem eigenen Geld das Futter für den Wettbewerb kaufen?!“
„Natürlich nicht, aber jeder übt vor einem Wettkampf, oder?“, grinse ich, während er mich leicht empört ansieht.
„Und das erzählen sie uns nicht? Hey, die könnten uns allen was zu essen kochen! Und was machen sie? Ich wette sie futtern die Cupcakes allein!“
„Was ist los mit dir?“, frage ich, Brians Miene verwandelt sich von angefressen zu leicht erheitert und er zuckt nur mit den Schultern.
„Du kennst mich. Ich habe eine Schwäche für gute und schöne Dinge“, grinst er und ich werde rot.
„Wer hat jemals gesagt, dass Johnny und Vic gut kochen?“, frage ich aber lediglich zurück. Das scheint Brian zum Nachdenken zu bewegen.
„Keine Ahnung. Aber die Küche ist noch nicht abgebrannt, wird also nicht so schlimm sein, oder?“, fragt er.
„Ich hab mal was probieren dürfen“, meine ich anstachelnd und lache in mich hinein.
„Okay, du lebst noch. Ist es annehmbar?!“
„Eigentlich ist es richtig gut. Johnny kann kochen“, lache ich, Brian schlägt seine rechte Faust in seine flache linke Hand.
„Und Jonathan dieser kleine Schweinepriester hat uns nie etwas mitgebracht. Na warte, dafür spiele ich Gitarre, wenn er sein Soufflè aus dem Herd holt!“
„Du und deine Rachepläne... Hab gar nicht gewusst, dass du so scharf auf’s Essen bist. Dabei bist du gar nicht fett und so.“
„Tja Zack, du weißt vieles noch nicht“, raunt mein Freund dann mysteriös und ich hebe die Augenbraue, während wir in die Seitenstraße zu meinem Haus einbiegen.
„Ach ja, und das wäre?“ Er bleibt stehen, packt mich bei der Schulter und lehnt sich zu meinem Ohr.
„Okay, aber du darfst es niemanden verraten“, haucht er. „Nachts bin ich Spiderman und rette Huntington vor Verbrechern und Monstern!“ Ich kann mir das Lachen nicht mehr halten und sehe ihn an.
„Du bist echt nicht normal“, kichere ich, nehme seine Hand dann in meine und drücke sie an mich.
„Normal ist langweilig. Aber ich will ja nichts behaupten oder so… Aber hast du mich und Spiderman schon mal im selben Raum gesehen?“, fragt er und grinst vielsagend.
„Jep, ganz meiner Meinung. Und nein, habe ich nicht“, sage ich.
„Da siehst du’s!“, meint Bri noch, ehe ich dann vor meiner Haustür stehen bleibe, um sie aufzusperren.
„Ich muss jetzt gar nicht fragen, ob du kurz mit reinkommen willst, oder?“, frage ich an ihn gewandt. Er gibt mir nicht mal mehr eine Antwort, schubst mich nur sachte ins Haus und schließt die Tür hinter sich.
„Okay, meine Mom kommt um sieben nach Hause. Und lernen muss ich auch noch, ich hab morgen ne zweistündige Englischarbeit. Von mir aus kannst du ne Weile bleiben, ich hab die letzten Tage eh so reingestrebert, dass ich kaum mehr anständig...“ Weiter komme ich allerdings nicht mit meinem Gequassele, da Bri mich mit einem schnellen Kuss ruhig stellt. Und der Kuss… Oh wow. Besser als Drogen. Oder so. Tja, wer braucht schon Gras und Heroin, wenn man Brian Haner haben kann?
„Nicht so viel denken, okay?“, fragt er leise, ich nicke abgehakt. Dann lasse ich meine Schultasche einfach da fallen, wo ich stehe und umarme meinen Freund und sehe dann auf.
„Willst du was haben? Schoko, Chips, Eis, Gemüse, ne Semmel, verdammt, ich habe alles“, grinse ich. Bri schüttelt nur lächelnd den Kopf.
„Danke, ich hab’ was ich brauche“, sagt er und drückt mir noch mal einen Kuss auf den Mund.
„Alter Schleimer“, grinse ich, wusele dann aber doch in die Küche, um mir die Tafel Schoko zu holen. Ich habe mich selber mit meinem Gequatsche hungrig gemacht... Mal wieder typisch.
Etwas später sitzen wir dann auf der Couch, nebenbei läuft Supernatural (ich habe gar nicht gewusst, dass das so früh schon läuft...), die Schokolade am Tisch. Ich futtere glücklich vor mich hin, Brian hat seinen Arm um mich gelegt, als plötzlich mein Handy in voller Lautstärke losgeht und wir uns beide königlich erschrecken.
„Was zur Hölle... Damn Zacky, wie laut ist das bitte?!“, fragt Brian geschockt.
„Welcher Idiot will was von mir?“, raune ich, ziehe mein Handy irgenwo aus der Couch hervor und sehe, dass Vic mir ne Nachricht geschrieben hat.
„Bunte oder schwarze Streusel?“, lese ich ungläubig vor, muss dann aber zu lachen anfangen. „Wir sind gerade fast wegen einer Streuselfrage an einem Herzkasper gestorben?! Scheiße, wir werden alt!“
„Na, wenn du mich fragst: Bunte. Und sie sollen mir ne Packung mitnehmen“, meint mein Freund und streckt sich kurz.
‚Brian will bunte, ich bevorzuge schwarze. Ach ja, er will auch ne Packung’, tippe ich zurück, schalte mein Handy dann aber zur Sicherheit auf lautlos. So was brauche ich nicht noch mal...
Als es das nächste Mal vibriert, lese ich wieder vor.
„Judas meint, Brian soll endlich mal von den bunten Streuseln hinunterkommen. Seit er die zu Matts Geburtstag roh hinuntergeschüttet hat, hat er nen fetten Fetisch. Hast du das gewusst?“, lese ich vor, starre ihn dann an. „Du bist süchtig nach... Steuseln?!“, frage ich entsetzt, Brian sieht mich nur entschuldigend an.
„Machen halt abhängig...“
„Heilige Scheiße“, lache ich los, schreibe dann eine Antwort und lege das Handy auf den Wohnzimmertisch.

Nach einer Weile ist auch die beste Sendung, die zurzeit im Fernsehen läuft, vorbei und ‚Melcome Mittendrin’ fängt an.
„Ich hasse diese Serie“, murmle ich, schalte schnell um und lande bei den Nachrichten.
„Im Prinzip mag die niemand, aber alle sehen es sich an“, sagt Bri sachlich und liest sich schnell den Untertitel auf BBC durch. „Und was Interessantes passiert auch nicht mehr. Aber ich weiß schon, wie wir uns ablenken können“, grinst er, wirft sich dann fast auf mich drauf und drückt mir seine Lippen auf den Mund.
Ich erwidere den stürmischen Kuss, schlinge meine Arme um Bris Hüfte und schließe die Augen. Da ich unter ihm liege, kitzeln mich seine Haare im Gesicht, und ich grinse irgendwann in den Kuss hinein. Bis ich meine Hände befreien kann und Brian die Strähnen hinter die Ohren streiche.
Mit einer gekonnten Bewegung drehe ich uns dann so, dass ich auf ihm zum Sitzen komme– fragt mich nicht, wie ich das gemacht habe ohne von der Couch zu kippen- und grinse ihn an.
„Hab ich dich“, lache ich, er verdreht nur die Augen und legt seine Hände an meine Hüften, damit ich nicht doch noch hinunter falle. Bevor er wieder was sagen kann, beuge ich mich aber erneut zu ihm hinab und küsse ihn auf die Nase, wandere dann bergab (brianab?), bis ich bei seinem Hals stehen bleibe.
„Du weißt schon... dass das total scharf ist?“, fragt er stockend, ich fange an zu kichern und drücke ihm wieder einen Kuss in seine Halsbeuge.
„Klar“, nuschele ich an seinen Hals, bis mir eine Idee kommt und ich schließlich leicht zu saugen anfange.
„Mister, wird das ein Knutschfleck?“, fragt Brian amüsiert, ich antworten nicht, mache einfach weiter. Schließlich drücke ich ihm noch einen Kuss auf den inzwischen knallroten Fleck und erhebe mich so weit, dass ich ihn angrinsen kann.
„Korrigiere. Mister, das ist ein Knutschfleck“, lache ich. „Aber hey, genau so platziert, dass man das nicht sofort sieht. Nur wenn du deine Haare zusammenbindst, was du hoffentlich nicht vorhast“, sage ich und laufe leicht rot an. Tja Zacky. Erst Hormone, dann denken, dann tun. Was?
Aber das Einzige, was Brian macht ist, dass er anfängt zu lachen.
„Es ist so verdammt knuffig, wenn du denkst du hast Blödsinn angestellt“, grinst er, fasst sich dann an den Hals und fährt über den Fleck. „Hast du aber schnell hinbekommen, muss ich schon sagen. Lob, Baker, Lob.“
„Danke“, sage ich nüchtern, muss dann aber auch zu lachen anfangen. So liegen wir noch eine Zeit lang aufeinander, bis Brian gehen muss, da sein Dad ihn angerufen hat und meinte, dass es einen Notfall mit den Gitarrensaiten gäbe.
„Keine Ahnung, was er jetzt wieder angestellt hat. Dabei spielt er schon zwanzig Jahre länger als ich“, meint Brian lachend, während er sich die Schuhe anzieht.
„Na ja, man lernt bekanntlich nie aus, was?“, frage ich und lehne mich an die Tür.
„Vor allem nicht, wenn man ein Haner ist“, grinst er, streicht sich dann unbewusst die Haare hinter die Ohren und macht seine Jacke zu. Ich gehe schnell auf ihn zu und ziehe ihm die Strähnen wieder vor, da man den Fleck dann doch besser erkennen kann, als ich es mir gedacht habe. Aber vermulich fällt das auch nur mir so auf.
„Schau mal, es ist immer noch leichter zu verstecken als Jimmys neue Tattoos“, lacht Brian auf. Ich verschlucke mich, kichere dann etwas unbeholfen und starre ihn an.
„Meine Güte, ja. Gott sei Dank brauchst du keinen pinken Schal“, grinse ich. „Aber wenn du einen haben willst... meine Mom hat sicher so ein Ding im Kasten.“
„Nein, danke. Ich bin doch kein Sullivan“, lacht er leise vor sich hin. Ich grinse, mache die Tür auf.
„Na, dann sieht man sich morgen Früh, würde ich sagen“, meine ich.
„Wie immer“, raunt er zurück, beugt sich dann vor und drückt mir einen Kuss auf die Lippen. Ich küsse ihn zurück, fange dann an zu grinsen und lehne mich zurück.
„Und jetzt... Ab zu deinem Vater“, lache ich. Er macht ein ‚Ay, ay Kapitän’ Zeichen, fasst sich an den Hut und springt schnell die drei Stufen hinab, ehe er im Schlendergang das Grundstück verlässt.
Langsam mache ich die Tür zu und stapfe dann ins Wohnzimmer, um die Schokolade wegzuräumen. Meine Mom wäre sicher nicht angetan, wenn sie sieht dass ich die Schoko schon wieder alleine weggegessen habe. Das wird von Zeit zu Zeit eine immer härtere Debatte...
Nachdem alles weggeräumt ist, gehe ich in mein Zimmer, um doch noch etwas für meine morgige Arbeit zu tun. Im Prinzip habe ich nicht mal einen Tag verloren, da ich am Tag davor fast nie etwas lerne.
Gelangweilt gehe ich noch mal den Stoff durch (haha, den Stoff durch. Okay, schon klar, nicht witzig...), bis meine Mutter nach Hause kommt.
Und die sieht ganz nebenbei bemerkt alles andere als gut aus. Dunkle Augenringe, blass, zitternde Hände und ein Gesichtsausdruck der eindeutig zu erkennen gibt, dass etwas nicht stimmt.
„Hey Mom, was ist passiert?“, frage ich und setze mich auf die Treppenstufe neben sie.
„Schlimmer Tag heute...“, ist das Einzige, was sie murmelt und sich dabei langsam die Jacke von den Armen streift.
„Tote?“
„Zwei. Eine davon ist ein zehnjähriges Mädchen... Autounfall. Die Ärzte haben nichts machen können, absolut gar nichts. Sie war im Prinzip in zwei Hälften gerissen… Schlimm, so was. Echt schlimm... Zack, macht es dir was aus, wenn du heute alleine isst? Ich muss jetzt schlafen“, murmelt sie. Ich schüttle den Kopf, umarme sie kurz und nicke ihr zu.
„Danke“, meint sie noch leise und stapft die Treppe hoch. Etwas missmutig folge ich ihr, hole mein Englischbuch und gehe dann wieder hinunter, um mich dann allein an den Esstisch zu setzen.
So viel zum gemütlichen Ausklingen des Tages.