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...Paradise...

KurzgeschichteDrama / P16
Inu-Yasha Kagome
09.02.2012
22.07.2012
3
2.197
 
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Dieses Kapitel
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09.02.2012 758
 
Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen ;D

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...Paradise...


Sie hatte davon geträumt, als sie ein junges, unschuldiges Wesen war. Ein kleines Mädchen noch. Ja, das war sie als es begann. Lange hatte sie davon geträumt, verdammt lange. Doch es war nie in ihrer Reichweite. Die Welt, in der es sich verbarg ließ sich nicht mit bloßen Augen finden. Nur wenn sie ihre Lider schloss sah sie es.

Er war an ihrer Seite. Stets blieb er an ihrer Seite. Er war ein Freund. Ein guter Freund. Nein, ihr bester Freund. Er hat sie begleitet, durch Höhen und Tiefen. Auch dann noch wenn er glaubte, dass es mit ihnen, mit ihrer Freundschaft zu Ende gehen würde. Er hielt an ihr fest, auf das sie niemals fallen würde. Er hat sie nicht fest genug gehalten. Die Erkenntnis kam zu spät.

Ein dummer Streit mit verheerenden Folgen würde alles verändern.

Es war nicht nur Freundschaft. Zwischen ihnen. Sie wusste das. Sie spürte dies deutlich, sagte es jedoch nicht. Da war ein Band zwischen ihnen, stärker als Freundschaft. Manchmal gab es einem das Gefühl über allen Wolken zu schweben. Manchmal glaubte man ins tiefste, dunkelste Loch zu stürzen. Es war leidenschaftlich und schmerzlich. Wonne und Qual. Es war Liebe. Aufrichtige Liebe. Aber wusste er denn auch davon?

Natürlich wusste er davon, doch nie kam ein Wort über seine Lippen. Nie flüsterte er die drei Worte, die für einige die Welt bedeuteten. Er hatte sich nicht getraut. Zweifel hielten ihn davon ab. Er kannte die Liebe. Er kannte sie gut. Zu gut. Sie hatte ihn verletzt. Für ihn unvorstellbare Pein leiden lassen. Er wurde betrogen. Von einer Frau, von der er glaubte sie sei alles für ihn. Letztlich sollte sie aber nichts für ihn werden. Allenfalls ein Fehler.

Aber war es mit ihr nicht anders? Sie hatte ihn aufgefangen und nie mehr losgelassen. Sie gab ihm Halt, schenkte ihm Trost und linderte jeden Schmerz. Nähe und Geborgenheit, das war was er fühlte wenn er bei ihr war. Sie störte sich nicht an ihm. Es machte ihr nichts aus, dass er weder das eine noch das andere war. Sie akzeptierte, ja liebte ihn sogar so wie er war. Als Hanyo. Und er? Er liebte sie. Er liebte sie ehrlich.

Wie sehr er sich doch nach ihr sehnte, nach ihrem unvergleichbaren Duft, die weiche Haut so weiß wie Schnee. Die blutroten Lippen, von denen er nur zu gern kosten würde. Die sanften braunen Augen so vertraut, der liebevolle Blick, in dem er sich ewiglich verlieren könnte. Das nachtschwarze Haar wehend im Wind.

Sie hatte danach gesucht, als sie ein junges, unschuldiges Wesen war. Ein kleines Mädchen noch. Ja, das war sie als es begann. Lange hatte sie danach gesucht, verdammt lange. Doch nie war es ihr vergönnt, es für sich zu entdecken. Denn es war nicht dort, wo sie war. Die Welt, in der es sich verbarg ließ sich nicht mit bloßen Augen finden. Nur wenn sie ihre Lider schloss sah sie es.

Da war ein Band, stärker als jede Freundschaft. Denn es war Liebe. Eine Liebe, die keiner der Beiden zuließ.

Es war ein Spiel mit der Angst. Jede gefallene Träne ein Wasserfall. Das Leben war schwer, dennoch musste es weiter gehen. Sie schritt ihren Weg. Jahr für Jahr. Völlig ungehalten. Bis sie ans Ende gelangte. In jener Nacht. In jener stürmischen Nacht. Im dunklen Wald. Umhüllt von Kälte. Vom Regen durchnässt.

Ein Pfeil getränkt in Gift bohrte sich in ihren Leib, als sie sich vor ihn warf. Ein Mann der mit einem gellenden Schrei der Verzweiflung auf die Knie fiel, zu ihr. Seine goldenen Augen, von Unglauben gezeichnet.

Sie schloss ihre Lider unter unheilvollen Himmel. In jener stürmischen Nacht. Sie würde davon fliegen. Ganz weit weg. Durch Himmelspforten würde sie dahin gelangen.

Ein vielleicht letzter Atemzug. Die vielleicht letzten gehauchten Worte.

Sie hatte davon geträumt, sie hatte danach gesucht als sie ein junges, unschuldiges Wesen war. Ein kleines Mädchen noch. Ja, das war sie als es begann. Lange hatte sie davon geträumt, verdammt lange. Es befand sich nicht im Diesseits. Die Welt, in der es sich verbarg ließ sich nicht mit bloßen Augen finden. Nur wenn sie ihre Lider schloss sah sie es.

Und auch nur dann wenn sie ihre Lider auf Ewig schloss, würde man ihr Einlass gewähren.


....Nach dem  Paradies suchte sie.

Vom Paradies träumte sie...


Doch noch lag sie unter einem unheilvollen Himmel, in stürmischer Nacht; während er sie fest in seinen Armen hielt. Immer wieder wisperte er ihren Namen. Er würde nicht zulassen, dass die Sonne, seine Sonne unterging.







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