Fiery Blaze

GeschichteHumor, Romanze / P12 Slash
03.02.2012
03.02.2012
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Hey ^-^
Ich denke nicht, dass mich irgendwer hier kennt - Ich hab auch noch keine A7X-Sachen von mir hier hochgeladen, also wen wundert's.
Ich sage dazu, ich schreibe eigentlich selbst keine Slash-Stories (wenn man mein jetziges Großprojekt und das hier ausschließt), aber das.. musste sein. Der erste Satz ist eigentlich aus einer andren A7X-Story von mir, ich hab mich nur ziemlich drüber amüsiert, mein Kopfkino eingeschaltet und musste dann aufgrund meiner eigenen Spinnereien nen OneShot für F (hier Madam Iero^^) schreiben.
Der Rohentwurf ist dann zwischen Taschen, Kakao und Mathe in meiner Mittagspause am Mittwoch entstanden, und na ja. Ich würde sagen, Vorhang auf, Kopfkino an und die Personen gehören leider nicht mir. Und das Supernatural-Zitat ist aus Staffel 2, Folge 13 (glaube ich?).

Also, ich hoffe, es gefällt & der OS ist für dich, F :3
Lina


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Nur mit einem Handtuch bekleidet latsche ich aus dem Bad und sehe mich suchend um. Warum müssen meine Sachen auch immer irgendwo herumliegen… vielleicht, weil Zacky und ich uns selten die Zeit nehmen, uns wie zivilisierte Menschen auszuziehen. Ups.
Seufzend nähere ich mich dem Sofa und beginne, in dem Klamottenhaufen zu herumzusuchen, der sich mit der Zeit dort angesammelt hat. Doch statt meinem grauen Fedora finde ich nur ein Misfits-Shirt, eine violette Socke und eine alte Jogginghose von Zacky, die er letzte Woche einmal bei mir vergessen hat. Mit einem schnellen Blick auf die Uhr, der mir zeigt, dass wir uns in einer Stunde bei Matt treffen, wende ich mich meinem Schrank zu und wühle dort weiter.
Bald fange ich jedoch an, an grüne, hutklauende Schrankmonster zu glauben, die sich in meinem Zimmer herumtreiben. Und daraus mach ich dann eine eigene Religion und werde weltberühmt… hat mit dem Spaghettimonster ja auch geklappt. Obwohl, eigentlich will ich nicht berühmt werden wegen sowas. Und schon gar nicht ohne meinen Hut!
„Suchst du den da?“, höre ich plötzlich eine Stimme hinter mir, und im nächsten Augenblick schlingt Zacky seine Arme von hinten um meine Mitte. Lächelnd drehe ich mich in seiner Umarmung um und will ihn gerade küssen, als ich den gesuchten Fedora auf seinem Kopf entdecke.
„Zee, was…“, frage ich grinsend, dann unterbreche ich mich selbst und küsse ihn kurz auf die Nasenspitze und seine Wangenknochen, lege meine Arme um seine Hüften. Immer noch lächelnd verwickle ich ihn in einen längeren Kuss, lenke ihn so ab und klaue meinen heißgeliebten Hut von seinem Kopf. Etwas säuerlich sieht mein Freund mich an, als ich mich seufzend von ihm löse, beugt sich dann etwas von mir weg und niest laut.
„Sorry“, schnieft er mir entgegen und sieht mich groß an, als ich ihm etwas unbeholfen auf der Stirn herumtatsche.
„Verdammt, Zee“, gebe ich nach einer genauen Analyse von mir. „Du bist total heiß.“
„Ich weiß“, grinst er zweideutig und will mich allem Anschein nach wieder küssen, doch ich schiebe ihn etwas von mir weg.
„Nein, nicht so. Also doch, so auch, aber Zacky, ich denke, du hast Fieber.“ Weiter komme ich mit meiner Auswertung der durch Handauflegen erhaltenen Daten allerdings nicht, da er nur seufzt und seinen wirklich ziemlich warmen Kopf an meiner nackten Schulter vergräbt.
„Will nisch krank sein“, nuschelt der Gitarrist leise gegen mein Schlüsselbein, und ich kann nicht anders, als zu lächeln. Denn ganz ehrlich, wie süß ist er eigentlich, wenn er krank ist?
Beschützend umarme ich ihn und streichle ihm leicht über die Haare, als er sich noch näher an mich kuschelt. „Du gehst jetzt erst einmal ins Bett“, weise ich ihn schließlich an und schiebe ihn etwas zu besagtem Möbelstück, woraufhin er mich fragend ansieht. „Und ich hol dir was zum anziehen und sage Matt ab.“
„Bri, nein…“, versucht er zu protestieren, doch ich zücke schnell mein Handy, das zufälligerweise auf meinem Bett herumliegt, und wähle Matts Nummer. Während ich warte, dass unser Bandleader abhebt, krame ich Zackys Jogginghose und ein weites Shirt von mir heraus. Etwas verpeilt suche ich ihm noch warme Socken, dann werfe ich ihm das Gewand zu und begrüße Matt, der mir gerade ein „Hey Ho“ entgegenschnattert.
„Du, Zacky ist krank und ich denke, wir kommen heut nicht mehr vorbei“, sage ich etwas gehetzt und fange an, unter Zs wachsamem Blick durch mein Zimmer zu tigern. Ich kann beim Telefonieren einfach nicht ruhig irgendwo herumstehen… Der Plan, in einem Callcenter zu arbeiten, wenn es mit der Band einmal nicht mehr klappen sollte, fällt also eindeutig mal flach.
„Oh, okay…“, höre ich Matts Antwort, doch er klingt nicht besonders sauer, weil wir ihn versetzen. „Richt ihm gute Besserung aus, ja?“ Ich nicke, bevor mir auffällt, dass Matt die Geste wohl kaum sehen wird.
„Mach ich. Bye, Matt“, grinse ich noch und lege dann auf, um mir endlich was anzuziehen und zu meinem Freund ins Bett zurückzukriechen. Erleichtert registriere ich, dass er sich die Klamotten, die ich ihm zugeworfen habe, angezogen hat und noch halbwegs wach aussieht. Obwohl ich nur Boxershorts und ein altes Shirt trage, wird mir aber sofort warm, als er sich zaghaft an mich kuschelt.
„Komm her, du kleiner Heizkörper“, grinse ich ihn an und ziehe ihn näher zu mir, um ihn in den Arm zu nehmen. Ich weiß, wie anhänglich Zacky wird, wenn es ihm nicht gut geht, und er beweist es mir gleich nochmal, indem er sich sofort halb auf mich legt. Seine Haut glüht wirklich wie blöd, und ich merke, wie erschöpft er ist, als er seinen Kopf auf meine Schulter fallen lässt.
Sanft streiche ich Zacky ein paar verschwitzte Haarsträhnen aus dem Gesicht und sehe ihn besorgt an. „Warum hast du nicht gesagt, dass es dir so dreckig geht?“
„Früher war’s nicht so schlimm“, nuschelt er und schlingt irgendwie kraftlos seinen linken Arm um meinen Bauch, bevor er die Augen schließt.
„Willst du ‘ne Runde schlafen?“, frage ich ihn leise und mache Anstalten, mich wieder aus dem Bett zu schieben, woraufhin er sich fast panisch an mich klammert.
„Bleib bei mir, Bri“, gibt Zacky so herzerweichend schwach von sich, dass ich einfach wieder zu ihm rutschen und ihn kurz küssen muss. Verdammt, er weiß echt genau, wie er mich rumkriegt… und ich bin zu leicht zu überreden. Scheiß Hundeblick.
Meinen privaten, kleinen Heizkörper an mich drückend schnappe ich mir die Fernbedienung vom Nachtkästchen und schalte den Fernseher ein, woraufhin eine äußerst spannende Doku über Erdmännchen über den Schirm zu flimmern beginnt. Schnell zappe ich weiter, bis ich schließlich bei einer frühen Folge Supernatural – was erwartet man sich um eins am Nachmittag auch anderes – hängenbleibe und den Ton etwas leiser stelle.
Zacky hat die Augen immer noch geschlossen und sein Arm liegt schwer auf meinem Bauch, was mich irgendwie zum Grinsen bringt. Dabei bin ich eigentlich derjenige, der so einen Taillen- und Hüftfetisch hat…
Langsam konzentriere ich mich auf die Serie, muss aber sofort wieder lachen. Denn, ich zitiere Dean Winchester: „Und was lehrt uns das? Nach Silvester immer schön die Weihnachtsdeko wegräumen, sonst wirst du von einer von Gott geschickten Nutte filetiert!“
Grummelnd vergräbt Zacky seinen Kopf tiefer an meiner Schulter und atmet so unbewusst in meinen Ausschnitt, was auch die dicke Gänsehaut erklärt, die sich bald quer über meine Brust zieht. Super, sogar im schlafenden Zustand macht der Mann mich noch verrückt…
Ziemlich passend zum Supernatural-Abspann wird Zacky wieder wach, murmelt was Unverständliches und sieht mich etwas verpeilt an. Grinsend beuge ich mich zu ihm und küsse ich kurz auf die schon etwas kühlere Stirn, seine Nase und dann seinen Mund. Erst denke ich, er ist noch zu müde, um den Kuss zu erwidern, doch dann dreht er ziemlich wach den Kopf weg und sieht mich entschuldigend an.
„Sorry, Bri, aber… Ich will dich nicht anstecken, okay?“, stellt er mit kratziger Stimme klar und schenkt mir noch einen leidenden Blick, doch ich winke nur ab und schiebe ihn sanft von mir.
„Ist schon okay, Zee. Ich mach dir was zu essen und du ruhst dich noch ein bisschen aus, gut?“ Ergeben nickt er und ich wandere in die Küche hinunter, um ihm was halbwegs Essbares zu kochen. Nach einigen Eskapaden – Nein, Brian, es ist nicht intelligent, einen Plastiklöffel auf eine eingeschaltete Herdplatte zu legen – bringe ich wirklich eine recht passable Suppe zusammen, die ich stolz wieder nach oben schleppe und im Endeffekt fast komplett selbst essen darf, weil Zee abwechselnd über Halsweh beim Schlucken und ein komisches Gefühl im Magen klagt.
Den restlichen Tag verbringe ich – wie sollte es auch anders sein – als Privatkrankenschwester eines nicht besonders einfachen Patienten. Natürlich, es macht mir absolut nichts aus, mich um Zacky zu kümmern, aber spätestens nach der fünften Wärmeflasche, die mir drei Minuten nachdem ich sie ihm ins Bett gesteckt habe wegen einem Hitzeanfall um die Ohren fliegt, fällt für mich auch diese Joboption ziemlich flach. Allein der Gedanke, so etwas jeden Tag zu machen, und vor allem nicht bei schwachen, kleinen Zees, sondern schlechtgelaunten, alten Bierbauch-Typen, die eine neue Bettpfanne wollen, widert mich irgendwie schon etwas an.
Am Abend kippe ich schließlich völlig erschöpft zu Zacky ins Bett. Klar, es ist erst halb zehn oder so, aber… Ein weiterer Schritt und ich schlafe im Stehen ein. Und sabbere mitten im Badezimmer auf den Boden, weil die Schwerkraft meinen Mund offenstehen lässt, oder so. Und wenn ich Glück habe, fotografiert mich wer dabei, das Bild landet auf Facebook und die halbe Welt verliert den Glauben an meine Genialität... Nein, danke, darauf kann ich verzichten.
„Hey, Bri…“, höre ich plötzlich Zackys Stimme nah an meinem Ohr. Grummelnd hebe ich mein Gesicht aus dem Kissen, wische mir ein paar Haare aus dem Gesicht und sehe ihn fragend an, als ich das Glitzern in seinen Augen entdecke.
„Ich dachte, du bist sterbenskrank“, grinse ich müde und tatsche zum wahrscheinlich hundertsten Mal an dem Tag auf seiner fast schon normal kühlen Stirn herum. Dann rolle ich mich so auf die Seite, dass ich ihn ansehen kann, und warte einen Moment auf irgendeine Reaktion seinerseits. Zu meiner Verteidigung, ich hab den ganzen Tag schwer gearbeitet, da ist jetzt keine Energie mehr für sowas Banales wie erste Schritte übrig...
Doch Zee tut gar nichts, erwidert einfach nur meinen Blick und lächelt mich an. Einige Minuten – ich denke jedenfalls, dass es so lange ist – sehen wir uns einfach nur klischee-kitschig in die Augen, dann beugt er sich immer näher zu mir. Wenige Zentimeter von meinem Gesicht entfernt öffnet mein Freund langsam den Mund… und sagt ziemlich das Letzte, an das ich in der Situation gedacht hätte.
„Danke für die Suppe.“ Ich starre ihn an.
„Ach, immer gern. Und solange sie hilft…“
„Hat sie, wirklich. Und lecker war sie auch.“ Lächelnd stemme ich mich etwas in die Höhe und will ihn küssen, doch er drückt mich bestimmt wieder zurück auf mein Kissen.
„Nein, Bri, ich werde dich jetzt nicht anstecken. Es reicht, wenn einer von uns so herumhängt, okay?“ Breit grinsend nehme ich sein Gesicht in meine Hände und drücke ihm einen sanften Kuss auf seine vollen Lippen.
„Also, Zee, ganz ehrlich… das ist mir jetzt wirklich scheißegal.“ Noch ein Kuss, diesmal aber etwas länger. „Und auch, wenn’s dir morgen viel besser geht, was es bestimmt wird… Ich brauche jetzt einen Gute-Nacht-Kuss, sonst kann ich nicht schlafen.“
Zacky sieht mich an, als müsste er sich das noch genauer überlegen, doch ich weiß, dass er sich schon längst entschieden hat. Nach ein paar Sekunden seufzt er schließlich auf und küsst mich sanft auf den Mund, was mich fast automatisch dazu bringt, meine Augen zu schließen. Leicht in den Kuss lächelnd schlinge ich meine Arme um seine Hüften und ziehe ihn näher zu mir. Als er sich noch etwas bequemer hinlegt und sich an mich kuschelt, beginne ich mit einem seiner Snakebites zu spielen und lecke ihm leicht über die Unterlippe, bis er den Mund öffnet.
In den nächsten Minuten ist Ansteckungsgefahr erst einmal das letzte, das mir durch den Kopf geht. Wie fast immer, wenn ich Zee küsse, ist da sowieso nur unartikulierter Scheiß in meinem Oberstübchen. Oder meine Hirnmasse verwandelt sich in sowas wie gurgelnden Matsch. Aber heute… Holy fuck. Wenn mich jedes Mal eine solche Entschädigung erwartet, wenn ich mich einen Tag von Zee fernhalte, sollte ich mir fast überlegen, das öfter mal zu tun…
Schließlich löst er sich atemlos von mir und lächelt mich glücklich an. Seine Haare sind noch unordentlicher als davor, und das Grinsen betont nur seine glänzenden und von mir leicht zerbissenen Lippen. Selbst etwas außer Atem ziehe ich ihn an mich und lege mich auf den Rücken, sodass er seinen Kopf wie immer auf meiner Schulter parken kann.
Glücklich drücke ich ihm noch einen schnellen Kuss auf die Lippen und flüstere ein „Schlaf gut, Zee“, dann lande ich auch schon irgendwo im Lala-Land. Und wo auch immer mich meine komischen Träume auch hinführen… solange es nicht um Bettpfannen geht, bin ich zufrieden.

„Hey. Aufwachen, Prinzessin!“
Etwas desorientiert sehe ich mich um. Gott, seit wann ist das alles eigentlich so verschwommen… und warum ist mir so heiß?
„Guten Morgen“, höre ich Zackys gut gelaunte auf meiner Brust und ich drehe mit größter Kraftanstrengung meinen brummenden Schädel in seine Richtung. Seine Stimme ist selbst noch ganz kratzig, doch ich höre, dass es nur vom Schlafen ist.
Verpennt versuche ich, etwas zu erwidern, doch als ich den Mund öffne und trocken schlucke, fängt mein Hals an, höllisch wehzutun. Oh Gott, bitte…
„Du hast Recht gehabt, Bri“, labert mein Freund glücklich weiter, ohne meine Misere zu bemerken. „Mir geht’s heut wirklich schon wieder viel besser!“