Wie Eisrosen auf der Erde

von Arzani92
GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Charle Gray Fullbuster Laxus Dreyar Wendy Marvel Zeref
03.02.2012
09.07.2014
20
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Es war Frühling in Fiore. Es war die Zeit in der alles erwachte und das Leben neu begann. Die ersten Blumen fingen an zu blühen und langsam aber sicher erwachte das Land aus der grauen Starrheit auf und lies die wunderbare Schönheit, die es verbarg erahnen.
Man konnte den Frühling sehen, schmecken, ja in jeder Pore konnte man ihn spüren. Die Luft duftete um einen herum. Sie tränkte das Land in diesen einzigartigen Duft, den man nur am allerersten Frühlingstag riechen konnte. Es roch nach Leben, nach Erwachen, nach Neubeginn und Hoffnung. Es war die Hoffnung, die in jedem Menschen und Tier erwachte, wenn die Sonne den Schnee schmelzen ließ und den Winter vertrieb.
Mit diesem Frühlingszauber erwachte auch eine Stadt, die im Südwesten des Landes lag. Von überall her hörte man auf den Gassen und Straßen Gelächter und Gerede. Die Sonne schien auf die frisch geputzten Schaufensterscheiben und die Cafés und Restaurants hatten ihre Stühle und Tische wieder draußen stehen. Es war eine Freude, an diesem Tag in Seikure entlang zu schlendern und sich all die Farben an den Häusern anzusehen, die wie in einem Traum zu leuchten schienen.
Doch vor allem ein Gebäude der Stadt stach aus dieser ganzen Reihe von farbenprächtigen Häusern heraus. Strahlend weiß prangte ein Lotus über der riesigen Eingangstür und lies auch einen Fremden erkennen, dass es sich hier nicht nur um irgendein Zeichen handelte. Jede Person, die diese imposante Erscheinung sah, egal ob schon altbekannt oder nicht, blieb stehen und schaute sich die energiegeladene Blüte kurz an, bevor er seinen Weg fortsetzte.
Dabei war der weiße Lotus in Seikure altbekannt, hatten es sich doch die Mitglieder, die unter diesem Zeichen lebten, es sich zur Aufgabe gemacht, als Schutzherren über die Stadt zu wachen. Zwar würde man, wenn man als Fremder einen Bewohner fragte, zu hören bekommen, dass die Mitglieder des „White Lotus“ mehr zerstörten, als beschützen, doch tief im Herzen wusste jeder Mensch der in Seikure lebte, dass diese Gilde alles für jeden einzelnen von ihnen geben würde. Sie waren eine Familie, in der es zwar auch manchmal Streit gab, aber in Krisen immer zusammengehalten wurde.

Während es in dem Gebäude, wie immer, hitzig her ging und man Gelächter und Gerede hören konnte, so war es vor dem Gildenhaus doch wesentlich stiller.
Drei Personen hatten sich vor unter dem Gildenzeichen versammelt und zwei davon sahen, mit ihren Taschen und Rucksäcken aus, als würden sie zu einer längeren Reise aufbrechen. Sie hatten die dritte Person sich gegenüber stehen und zwischen ihnen stand eine graumelierte Katze mit auffallend violetten Augen.
Während die zwei aufbruchbereiten Personen in ihrem besten Alter waren, konnte man der dritten Person ihre vielen Jahre deutlich ansehen. Ihre, vom Alter weiß gewordenen Haare wehten ihr um das mit Falten durchzogene Gesicht, dass noch erahnen ließ, welche Schönheit es früher gewesen sein muss. Die Augen strahlten Weisheit und Sanftmütigkeit, aber auch Stolz und Stärke aus.
„Wir sind dann mal weg, Granny. Mach dir keine Sorgen um uns. Wir erledigen diesen Auftrag und sind schneller wieder da, als du denkst.“
Freundlich lächelte der männliche Part des Duos, das mit Reisegepäck dastand und sich wohl verabschiedete. Seine eisblauen Augen funkelten und waren in einem feinzügigen Gesicht verpackt, dass von schokobraunen, etwas längeren Haaren umrahmt war.
„Ganz genau, Kairi-sama, du wirst sehen, wir machen das mit links. Außerdem werde ich auf Ryu aufpassen, versprochen.“
„Du auf mich aufpassen? Von wegen. Eher andersrum.“
„Das sehen wir ja dann.“
Das Mädchen, das neben dem jungen Mann stand und ihn angrinste, war hochgewachsen, wenn auch ein bisschen kleiner als ihr Partner. Ihr langes, violettes Haar fiel ihr in einem geflochtenen Zopf über die Schulter und glänzte im Sonnenlicht. Mit ihren grauen Augen bildete sie das perfekte Gegenstück zu der Katze und ließen sie zudem auch noch mystisch erscheinen.
Lächelnd schickte Kairi, die Meisterin der Gilde hinter ihr, die beiden Magier auf ihre Reise und sah ihnen auch noch hinterher, als sie die lange Straße hinuntergingen, die zum Stadtzentrum führte. Als die beiden und auch die Katze sich nochmal zu ihr umdrehten und ihr zuwinkten lief der alten Dame eine Träne über die Wange. Kurz zog sich ihr Herz zusammen, hatte sie doch im Gefühl, dass dies das letzte Mal war, das sie ihren Enkel und dessen Freundin, die sie auch wie ihre eigene Enkelin liebte, sah.
Doch sie würde die beiden so für immer in ihrem Herzen behalten. Lächelnd winkend, am ersten Frühlingstag des Jahres, der seinen gewohnten Umbruch mit sich brachte.


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Danke fürs lesen und mal wieder ein Danke an Tara212, die mich unterstützt, mir Ideen liefert und mich überhaupt dazu gebracht hat, die Gesichte zu schreiben.
Sie ist auch meine graphische Hand und hat unsererem Duo schon ein Gesicht gegeben. Die Bilder kommen hoffentlich auch bald dazu.
Wer musikalische Umrahmung dazu mag hier das Lied, dass mich bei Schreiben des Prologs inspiriert hat.
http://www.youtube.com/watch?v=SaJhXc-J2uU&list=FLK-eeB20aZsBmm0tweo44CQ&index=1&feature=plpp_video
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