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Der Schachclub

von -Julie-
GeschichteHumor / P12
Magneto / Eric "Magnus" Lehnsherr Mystique / Raven Darkholme Nightcrawler / Kurt Wagner Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Sabretooth / Victor Creed Wolverine
01.02.2012
01.02.2012
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Die handelnden Figuren gehören Marvel und Fox.


„So, Kurt, unsere heutige Lektion ist: Weltherrschaft. Mein Tipp: Versuch es gar nicht erst. Es wird immer irgendjemanden geben, der dich aufhalten will. Und falls du es schaffst, plant irgendwer ein Attentat auf dich. Fazit: Versklave immer nur einzelne Länder.“

„Was erzählst du ihm da?“

Mystique betrat den Raum und schaute Azazel fragend an.

„Ich gebe unserem Sohn Tipps für sein späteres Leben.“

„Ich glaube nicht, dass er sich das so lange merken kann. Er kann doch nicht einmal sprechen.“

„Früh übt sich, wer ein Meister werden will.“

„Meister über was?“

„Städte, Länder, die Welt…“

Kurt quietsche leise, zustimmend.

„Hör auf ihm so etwas in den Kopf zu setzten.“

„Hämämämhmämä,” ahmte Azazel Mystiques Stimme nach.

Sie ging wieder. Azazel schüttelte den Kopf.

„Hör nicht auf sie, sie hat keine Ahnung. Wo waren wir ... ach ja. Also wenn du dann mal ein Land hast, gib den Leuten was sie wollen und brauchen. Und dann, wenn sie dich mögen, kannst du anfangen, deine teuflischen Pläne durchzusetzen, welche das auch immer sein mögen. Muhaha.“

Kurt schaute ihn an als würde er genau wissen, wovon Azazel sprach.

Mystique streckte ihren Kopf durch die Tür und lächelte sadistisch.

„Übrigens ist heute das erste Treffen des Schachclubs, für den du dich eingetragen hast. Bitte geh hin! Für mich.“

„Ich hatte sowieso vor hinzugehen. Ich muss diesen Club zerschlagen, bevor er noch mehr Mitglieder bekommt. Ich muss dafür sorgen, dass er nur noch seine nerdigen, kleinen Schüler aufnimmt.“

„Nein, ich finde du solltest Schach lernen. Dann kommst du gebildet rüber, wie Erik und Charles.“

„Ähh, Nein. Ich glaube nicht dass das etwas für mich ist. Das Treffen ist übrigens um sieben. Das heißt: Ich gehe in einer halben Stunde.“

„Oh, das wird ein Spaß.“

Azazel lächelte gequält und wendete sich wieder seinem vertraulichen Gespräch mit Kurt zu.


20 Minuten später ...

Als Azazel an der Schule ankam, fiel ihm auf, dass er keine Ahnung hatte, wo der Club sich traf. Er suchte jemanden, den er fragen konnte, und traf Logan in der Küche.

„Hey, Logan. Weißt du, wo wir uns für den Schachclub treffen?“

Er reagierte nicht. Azazel ging näher an ihn heran.

„Logan was machst du?“

Logan drehte sich nicht um. „Ich bin der Beste, bei dem was ich tue. Aber was ich tue, ist nicht gerade nett.“

„Was ... wie meinst du das?“

„Ich backe Kuchen und darin bin ich einfach der Beste. Aber die ganzen Kalorien … das ist nicht richtig.“

Azazel hatte sich langsam an Logans Gefühlsausbrüche gewöhnt.

„Äh ja. Kommst du mit? Der Schachclub trifft sich gleich.“

„Ich kann diesen Club nicht unterstützen. Später zwingt Charles noch alle Mutanten dazu, Schach zu lernen.“

„Was hältst du davon, wenn wir dafür sorgen, dass dies das letzte Treffen des Schachclubs mit uns wird?“

Logan lächelte Azazel wissend zu. „Wir haben einen Vier-Jahres-Vertrag unterschrieben. Wie stellen wir das an?“

5 Minuten später ...

Azazel und Logan hatten den Schachraum schließlich gefunden. Der Professor war gerade dabei, die Gruppe von Leuten, die sich in der Mitte des Raumes angesammelt hatte, in Pärchen aufzuteilen.

„Äh, Azazel und Logan? Ihr könnt dann zusammen spielen.“

Apocalypse wurde zusammen mit einem kleinen Mädchen eingeteilt. Sie sah so aus, als würde sie gleich anfangen zu weinen. Azazel sah zu ihnen hinüber.

„Ich würde ja mit dem Mädchen spielen, aber ich glaube, dann hätte sie noch mehr Angst. Logan, spiel du mit ihr und ich weihe Apocalypse in unseren Plan ein.“

Logan nickte. „Alles klar.“

Während das Mädchen Logan die Aufstellung der Figuren beibrachte, unterhielten sich Azazel und Apocalypse leise. Beide lächelten teuflisch.

Victor, bei dem nicht ganz klar war, wie er in den Schachclub gelangt war, spielte mit dem Professor.

„Also Victor, diese Figur musst du hier hin stellen ...“

Victor keuchte leise, seine Hände begannen zu zittern. „Sagen sie mir nicht, was ich zu tun habe, Sie …“

Logan drehte sich zu ihnen. „Victor, bleib locker!“ Dann wandte er sich an den Professor. „Wir haben ein kleines Autoritätsproblem.“

Victor rastete aus. „Ich habe gar nichts! Komm her, du Hodenkobold!“

Er zog Logan an den Haaren, während der ihm die Finger in die Seite piekste.

Alle schauten fassungslos zu. Charles setzte schnell ein beruhigendes Lächeln auf.

„So, Kinder. Der Schachclub trifft sich morgen wieder. Ich denke, für heute reicht es.“

Victor nahm ein Schachbrett und zerschlug es auf Logans Kopf.

Fluchtartig verließen die Hälfte der Anwesenden den Raum. Apocalypse zerrte Logan und Victor auseinander. Remy fing an, nervös ein paar Spielkarten zu mischen.

„Was geht hier vor?“ Der Professor zog wütend die Augenbrauen zusammen.

„Das Übliche,” meinte Victor.

Charles war nun wirklich außer sich. „Halt die Kasse! Es waren Kinder anwesend. Man schlägt keine Leute in Anwesenheit von Kindern. Das verdirbt sie dramatisch.“

„Welche Kasse?“ Logans Gesicht war ein einziges Fragezeichen.

„Du wüsstest nicht einmal, wo man des Essen reinsteckt, wenn du nicht so viel mit der Lade klappern würdest,” murmelte Azazel.

„Die Kasse in deinem Kaufladen.“ Apocalypse scheuchte Logan aus dem Raum.
„Geh spielen.“ Er schloss die Tür hinter sich.

Er trat wieder in die Mitte des Raumes, wo sich ein kleiner Kreis gebildet hatte. Die Atmosphäre war angespannt.

In diesem Moment öffnete sich die Tür und Mister Sinister streckte den Kopf herein.

„Ist hier der Schachclub?“

Charles lächelte angestrengt. „Heute nicht.“

Mister Sinister machte einen Schritt in den Raum hinein. „Aber sonst ist er hier, oder?“

Charles nickte.

Victor warf Mister Sinister einen missbilligenden Blick zu. „War das dann alles, Captain Crunch?“

„Captain Crunch?“ Mister Sinister war sichtlich verwirrt.

Victor zuckte mit den Schultern. „Bist du nicht der Typ von der Müsliverpackung? Na ja, ist mir auch egal.“

Apocalypse schaute Victor genervt an. „Warum immer so negativ?“

„Misch dich nicht ein, du alter Sack.“

„Was willst du damit andeuten?“

Azazel lächelte boshaft. „Ich denke, er will damit andeuten, dass du das Feuer entdeckt hast.“

„Du bist der Letzte, der dazu einen Kommentar ablassen sollte.“

Mister Sinister verließ kopfschüttelnd den Raum. Eine Sekunde später stürmte Logan herein.

„Hey, glaubt ihr dass, man mit einer Adamantiumkugel einen Werwolf töten kann?“

Azazel kniff die Lippen zusammen. „Nein, nur mit Silberkugeln.“

„Woher willst du das wissen? Hast du je einen erledigt?“

Azazel deutete auf seine Stirn. „Steht hier Van Helsing drauf?“

Logan zuckte mit den Schultern. „Nein, aber der hat auch Vampire gejagt.“

Azazel drehte sich desinteressiert weg, aber Logan brabbelte munter weiter. „Ich bin ihm mal begegnet. Es war wie ein Blick in den Spiegel. Verdammt cool.“

Azazel kniff die Augen zusammen. „Wie wär’s, wenn du es Wade erzählst? Ihn interessiert das bestimmt.“

„Okay.“ Logan hüpfte hinaus.

Während Charles einen ewigen Vortrag über Gewalt anfing, ging Logan in die Küche, um dort nach Wade zu suchen. Dieser war tatsächlich dort und telefonierte leise.

„Ist da die Tarot-Hotline? Ja, ich würde gerne eine Frage an die Sterne stellen. Okay, also, soll ich bei den Guten bleiben oder lieber wieder die Seiten wechseln? … hm … gut … dann bleib ich eben.“

Er legte auf.

Logan fing fröhlich an, von seiner Begegnung mit Van Helsing zu erzählen.

Wade war verwirrt. „Und du erzählst mir das jetzt, weil …?“

Logan war ziemlich geknickt, weil niemand seine Geschichten hören wollte, und ging zum Schachclub zurück.

Charles war gerade dabei seinen Vortrag zu beenden. „Wisst ihr was?“ Er nickte langsam. „Ich werde den Club nur noch für Schüler öffnen. Es war keine gute Idee, euch alle reinzulassen. Man kann euch nichts mehr beibringen.“

Azazel zwinkerte Apocalypse zu.


Nachdem sich die Clubmitglieder zerstreut hatten, machte sich Azazel zufrieden auf den Weg nach Hause.

Er erzählte die gesamte Geschichte Mystique.

Als er fertig war schaute sie ihn nachdenklich an. „Eine Sache verstehe ich nicht: Also, Victor ist grundlos ausgerastet und Charles ist klar geworden, dass es keine gute Idee ist, euch was beibringen zu wollen. Aber, dein Plan … du hast überhaupt nichts gemacht.“

„Eigentlich wollte ich einen Freibier-Club eröffnen. Charles hätte einfach einsehen müssen, dass Freibier wichtiger ist, als Schach, und unsere Verträge aufgelöst. Wahrscheinlich hätte er den Club ganz geschlossen und wäre auch dem Freibier Club beigetreten. Aber Victor hat uns die Arbeit abgenommen.“

Raven schüttelte den Kopf. „Das ist der dümmste Plan aller Zeiten. Du wärst an einer Schule niemals mir einem Freibier-Club durchgekommen.“

Azazel verzog trotzig das Gesicht. „Aber ALLE lieben doch Freibier.“

„Hm.“

„Ist ja auch egal. Der Schachclub wird uns nie wieder nerven.“

„Da wäre ich mir nicht so sicher. Charles hat, dank der Verträge, die ihr im Vollrausch unterzeichnet habt, noch vier lange Jahre Zeit, um sich etwas einfallen zu lassen, mit dem er euch nerven kann. Er wird bestimmt einen Club nur für euch eröffnen.“

„Ich habe gerade eine Vision von der Zukunft: Ich, mit langem weißen Bart, wie ich allein Schach spiele.“

„Keine Sorge, Schatz. Apocalypse oder Logan werden immer da sein, um mit dir zu Spielen.“

„Danke, das beruhigt mich sehr.“ Azazel verzog das Gesicht. „Ich werde nie wieder Schach spielen. Niemals.“

„Wir werden sehen.“
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