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Partners in Crime

von rebelyell
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Lilly Rush Scotty Valens
30.01.2012
15.07.2012
5
16.849
 
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
30.01.2012 2.577
 
Titel: Partners in Crime
Kapitel: 03 - Atemlos
Pairing: Lilly / Scotty
Rating: In diesem Kapitel noch P - 12
Inhalt: Schließt direkt an der letzten Folge an.
Scotty fährt Lilly, ihre Schwester und das Baby heim Richtung Philadelphia. Sie bringen Christina ins Krankenhaus, wo sie vorerst bleiben wird, genau wie ihre kleine Tochter.
Lilly muss erst mal den Schock verarbeiten, plötzlich eine Nichte zu haben.

Anmerkung: Planlos, aber nicht plotlos.
Wer weiß, wo das ganze hinführen wird. Es macht jedenfalls sehr viel Spaß, die beiden näher zu bringen! :-D Je mehr ich darüber schreibe, desto mehr wünsch ich mir, sie hätten in der Serie wenigstens ein paar nette Ansätze gezeigt.
Vielen Dank an Maria fürs betalesen! :)

Disclaimer: Derzeit besitze ich nur noch einen Rattenherren, der mir regelmäßig den Käse vom Brot klaut und tütenweise Bananenchips vertilgt. Noch habe ich genügend Haare auf dem Kopf, allerdings lassen sich die Rechte an der Serie auch nicht aus meiner Mähne schütteln. Ich glaub, ich mach einfach nur etwas gewaltig falsch in meinem Leben! :-D


Partners in Crime

03 - Atemlos


Ihre Lippen berühren sich erst zaghaft.
Sie nippte mehr schüchtern an seiner Oberlippe. Verwegen legte sie ihre Hand auf seine Brust. Ihr kleiner Finger stahl sich unter den Reißverschluss seiner Jacke. Seine Lippen fühlten sich weich an gegen ihre. Die ganze Welt schien sich in ihrem Kopf zu drehen als es ihr dämmerte, was sie grade tat. Schließlich bemerkte sie noch etwas. Unsicherheit ergriff von ihr Besitz als er den Kuss nicht erwiderte.
Entmutigt öffnete sie die Augen. Er starrte sie schockiert an, die Augenbrauen skeptisch zusammengezogen.
Mit vor Scham geröteten Wangen wich sie so schnell wie möglich von ihm zurück. Sie schürzte die Lippen. Auch wenn sie nicht hinsah, wusste sie, dass er sich immer noch nicht gerührt hatte. Diesem entrüsteten Blick konnte sie jetzt nicht begegnen. So suchte sie, sich in dem Muster der schlecht verlegten Dachplatten gedanklich zu verlieren.
“Scotty...” Sie wollte etwas sagen – irgendetwas – um dieser unangenehmen Situation die Spannung zu nehmen. Aber ihr fiel nichts ein. Den Kopf vollkommen leer gefegt dank dieser Verwirrung, fasste sie sich entsetzt an die Stirn. “Herrgott.... was ist bloß in mich gefahren....” murmelte sie vor sich hin. Verzweifelt suchte ihr Blick Halt an etwas, aber wo sie auch hinsah, nichts bot ihr Schutz vor dieser Peinlichkeit. “Hör zu, Scotty...” begann sie erneut. Das Wissen, dass diese Sache nun ewig zwischen ihnen stehen würde, schwärzte ihre Gedanken zu einem unheilvollen Nirwana. Seinem Blick würde sie vielleicht auch nie wieder unvoreingenommen begegnen können. Der einzig wahren Freundschaft in ihrem ganzen Leben hatte sie mit einem selbstsüchtigen Akt von Geistlosigkeit den Gar ausgemacht. 'Klasse, Lilly! Das hast Du ja wieder sehr gut hinbekommen!', scholt sie sich innerlich.
Lilly gestikulierte nervös mit den Händen, die ihr plötzlich vollkommen überflüssig vorkamen. Nichts wusste sie mit sich anzufangen und der Drang zur Flucht wurde immer stärker.
“Es tut mir....” Sie hielt den Atem an als er ihre panisch herumwirbelnden Hände festhielt. Er stellte sein Bier weg und zog sie wieder näher an sich heran. Wehrlos ergab sich ihr Körper dem seinen wie heißes Wachs der Flamme und das Wissen um die Gefahr war ihr durchaus bewusst. Sie sollte sich ihrer Karriere wegen von ihm fernhalten. Gerade jetzt in diesem Augenblick ganz besonders, in dem sie sich ihrer Willensschwäche quälend bewusst war.
Die Luft knisterte vor Spannung. Panik stand ihr quer über das Gesicht geschrieben. Schließlich hob sie doch ihren Blick – vor Neugier oder vor Überdruss immer in solchen Situationen wegzulaufen. Eine Gratwanderung, dessen Seiten ineinander verschwammen.
Die Wärme, die ihr aus seinen Augen entgegen brandete, sprengte ihre Zweifel in alle Himmelsrichtungen. Seine Hände wanderten ihre Arme entlang hinauf bis zu den Schultern. Der Ansatz eines Lächelns legte sich über seine Lippen. Von Entsetzen keine Spur mehr.
“Scotty...” Die Alarmglocken in ihrem Kopf schrillten hell auf.
Doch anstatt seiner Berührung zu entfliehen, entwickelten ihre Finger ein Eigenleben und spielten mit den Kordeln seiner Kapuzenjacke. Schamesröte blühte auf ihren Wangen und sie war sich sicher, dass ihm diese Tatsache nicht entgangen war. Entgegen ihren Erwartungen versuchte sie sich erneut von ihm zu lösen. Den Bann abzulegen, der sie regungslos seinem Blick aussetzte.
“Wir sollten...”
Bevor auch nur eine weitere Silbe über ihre Zunge schwappte, legten sich seine Lippen auf ihre, und gemeinsam überschritten sie die Grenze ohne den Weg über diese neue Ebene zu kennen.
Ihre Hände ruhten auf seiner Brust. Sie konnte ihn jederzeit von sich stoßen, das wusste sie. Die seinen wanderten ihre Arme entlang, doch umarmte er sie nicht. Seine Lippen ergriffen Besitz von ihren, aber er wollte ihr nicht die Chance nehmen, einen Rückzieher machen zu können.
Der Kuss war weder fordernder noch stürmischer Natur. Er war mehr wie der allererste Kuss – unschuldig, süß und schüchtern.
Scotty sog ihre Unterlippe zwischen seine Zähne.
Gegen seine Hingabe war sie nicht gewappnet. Er küsste sie langsam und kompromisslos. Ihre Hände machten sich selbstständig. Die eine verlor sich in seinem Kragen hinter seinem Nacken, die andere fuhr forschend weiter hinauf und spielte mit seinem Ohrläppchen. Lilly entlockte ihm ein unterdrücktes Stöhnen, das sich wie eine tosende Welle durch seine Kehle bahnte.
Und schließlich konnte sie sich der Neugier nicht erwehren und öffnete ihre Augen für einen Spalt.
Zu ihrer Überraschung hatte er seine geschlossen. Der schockierte Ausdruck war einer zufriedenen Entspannung gewichen. Ihre Hand wanderte zu seiner Wange. Als er sich instinktiv in ihre Berührung schmiegte, schloss sie wieder die Augen und konzentrierte sich allein auf das Gefühl, ihm so nahe sein zu dürfen. Er zog sie noch ein kleines Stück näher an sich heran, so dass sich ihre Brüste gegen seinen Oberkörper pressten. Seine Lippen wanderten über ihre Wange, bedeckten sie mit kleinen Liebkosungen. Er küsste zaghaft ihre Augenlider. Ihr Atem vibrierte als sich ihre Nasenspitzen nestelten und er seine Stirn an ihre lehnte. Auch mit geschlossenen Augen wusste er, dass sie vor Verlegenheit lächelte.
“Die Pizza wird kalt.” Sie senkte den Blick und doch blieben ihm ihre geröteten Wangen nicht verborgen. Wollte sie nicht, dass er sie auf den Mund küsste, nahm er Vorlieb mit ihrem Haar. Er verbarg seine Nase darin. Unter dem Geruch von Tabak, Benzin und Wüstenstaub war ein dünner Duft von Lavendel wahrnehmbar. Er bettete seine Lippen auf ihr blondes Haar. Genüsslich sog der den Duft ein bevor er seine Lippen auf eine Erkundungsreise hinunter zu ihrem Ohr schickte. Sacht fuhren sie an ihrer Ohrmuschel entlang.
“Weißt du.... unten in meiner Wohnung habe ich eine Mikrowelle.” hauchte Scotty hinein. Sie konnte ein schüchternes Kichern nicht unterdrücken.
“Ist das ein Angebot, Detective Valens?”
“Es ist jedenfalls...” Seine Lippen geisterten über ihr Ohrläppchen... “...kein Grund....” …er knabberte daran... “...so schnell...” ...fuhr mit seiner Zunge über die empfindliche Haut dahinter... “...hiermit aufzuhören...” Scotty spürte wie ihr Atem bebte, wie ihre Brüste sich mit jedem Atemzug fester gegen seinen Oberkörper drückten. Seine Lippen führten ihren Weg fort zu der Stelle, an der sich Schulter und Hals trafen. Er küsste das Salz von ihrer Haut. Mit der Nase schob er ihren Kragen beiseite. Seine Hände schoben sich unter ihre Jacke. Der Stoff ihres schwarzen Hemdes fühlte sich seiden und kühl und dünn an. Er fühlte ihre Muskeln, ihre Rippen durch den Stoff hindurch. Als er an ihrer Haut zu nippen anfing, entlockte er ihr ein leises Stöhnen.
“Wissen Sie, Detective Rush... Sie sind für meinen erlesenen Geschmack viel zu dünn!” warf er ihr schelmisch vor.
“Scotty Valens!” rief sie empört und lachte dabei. “Der verfehlte Charmeur!” Sie lächelte immer noch, während sie ihn trotzdem von sich weg schob. “Das ist nicht der beste Weg, um sich bei einer Frau einzuschmeicheln.”
“Aber es ist der beste Weg, um Lilly Rush zum lachen zu bringen.” Ihr erstaunter Blick amüsierte ihn. “Du lachst viel zu selten.” Verlegen sah sie wieder weg. “Nein, ehrlich! Ich mag es, wenn Du lachst. Im Dienst haben wir selten Gelegenheit dazu.” Seine Hand schob sich unter ihr Kinn und zwang sie dazu, den Blick wieder auf ihn zu richten. Mit dem Daumen fuhr er gedankenverloren über ihre Wange. Ihr Lächeln erstarb zu einem Schatten seiner selbst.
“Ich weiß nicht, ob wir diesen Weg weitergehen sollten.” Lilly biss sich zweifelnd auf die Unterlippe.
Er atmete einmal tief durch. Als könnte es so einfach sein mit Lilly Rush! Aber er wusste, dass sie recht hatte. “Lass uns reingehen.” sagte er schließlich nach einer Weile. “Die Pizza wird kalt.”

***


“Wo bewahrst Du Deine Teller auf?” fragte sie laut, nachdem sie ihre Suche aufgegeben hatte.
“Im Schrank über dem Kühlschrank.” rief er aus dem Wohnzimmer heraus und wühlte geschäftig in seiner DVD Schublade herum. “Die Abdeckhaube ist in der Mikrowelle und sauberes Besteck findest Du in der Spülmaschine.”
Die kalte Pizza landete schließlich stückchenweise auf zwei blankweißen Tellern. 'Typisch Mann!' dachte sie sich bei dem Anblick. 'So spartanisch dekoriert können sich doch nur Männer einrichten.'
“Welches Stück Pizza möchtest Du zuerst haben?” rief sie ins Wohnzimmer hinein. “Es gibt Salami und Diavolo...” Sie machte sich währenddessen daran, die restlichen Pizzastücke zurechtzuschneiden. Seine plötzliche Umarmung ließ sie aufschrecken. Doch er ignorierte ihren wortlosen Protest und kostete stattdessen ihren Nacken, liebkoste ihre Schulter. “Sie sollten sich nicht von hinten an eine bewaffnete Frau heranschleichen, Detective Valens!” Sie hob drohend das Messer, mit dem sie eben noch die Pizza geschnitten hatte.
Er lachte und sie fühlte es mehr als dass sie es hörte. Seine Nasenspitze kitzelte sie, so dass Lilly Kopf und Schulter zusammenzog, damit sie ihm keine Angriffsfläche mehr bieten konnte, womit sie ihm ein enttäuschtes Schnaufen entlockte.
“Ist mir beides recht, Hauptsache Pizza!” Und mit einem finalen Kuss auf ihr Haar entließ er sie aus seiner Umarmung und verflüchtigte sich wieder gen Wohnraum.
Lilly konnte nicht fassen, was sie im Begriff war zu tun. Sie würde sich gleich mit ihrem Partner zusammen auf der Couch einen Film ansehen, mit Pizza und Bier als Verpflegung. Und obwohl ihr Verstand ihr nahezulegen versuchte, dass dies eine wahrhaft schlechte Idee war, konnte sie sich nicht dagegen wehren. Allein der Gedanke verlieh ihr ein aufregendes, kribbelndes Gefühl, das jede Verstandsfrage im Keim erstickte.
Sie lächelte und nahm sauberes Besteck aus der Spülmaschine während sie auf die Pizza wartete. Sicherlich gab es hierfür eine plausible Erklärung. Die letzten Tage hatten sie buchstäblich aufeinander gehockt und dabei gelegentlich nur phasenbedingte Nickerchen gehalten. Schlaf konnte man das wirklich nicht nennen. Ihrer Logik nach musste diese entspannte Situation zwischen ihnen eine Folge des Schlafentzugs sein. Anders hätte es doch nur mit Mord und Totschlag zwischen ihnen enden können.
Lilly schüttelte innerlich den Kopf.
Bis morgen früh würde sie ihre Zeit einfach genießen. Sie war bereits so müde, dass ihr alles andere einfach egal war. Das Besteck war beschlagen also nahm sie eines der Geschirrtücher zur Hand.
“Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass ich nur wenige DVDs habe, die Dich auch interessieren könnten.” Es polterte laut dicht gefolgt von einem gedämpften 'verdammt!'. Neugierig streckte sie den Kopf über die Theke, um nachzusehen. Da saß er auf dem Fußboden vor seiner Anlage mit den DVD Hüllen um ihn herum verteilt. Hastig sammelte er sie ein und verstaute sie wieder in Regal und Schublade.
“Du sollst doch nur einen Film aussuchen und nicht gleich Deine ganze Bude abreißen!” sie lachte und warf mit dem Tuch nach ihm. Es traf ihn völlig unvorbereitet seitlich am Kopf.
“Was zum...” Er sprang auf, nahm das Handtuch und rannte damit in die Küche.
Sie lachte als er sie mit dem Tuch jagte. Sie drehte und wandte sich von einer Ecke in die nächste. Er zwirbelte das Tuch mit beiden Händen und versuchte sie damit zu erwischen. Ein paar gut gezielte Hiebe gingen trotzdem daneben. Sie entwischte ihm immer wieder, flink und dünn wie sie war. Allerdings stachelte ihn das noch mehr an. Unter dem ganzen Gekicher und Gelächter ging das Signal der Mikrowelle vollkommen unter. Schließlich traf er ihren Po und sie schrie lachend auf.
“Nicht so brutal!” Sie wollte sich wegdrehen, doch er hinderte sie daran. Er spannte das Geschirrtuch hinter ihrem Rücken und zog sie an sich. Ihre Blicke trafen sich. Das Lachen war ihm längst aus dem Gesicht gewichen. Da war wieder dieses undefinierbare Glitzern in seinen Augen, das sie erzittern ließ. Sie biss sich auf die Unterlippe, überspielte ihre Ratlosigkeit mit einem unbeholfenen Kichern.
“Was wird das?” Ihr Blick wanderte stetig von seinen Augen zu seinen Lippen und wieder hinauf. Ein Versuch, sich von ihm abzustoßen, endete darin, dass er das Tuch strammer unter ihren Hintern spannte und ihr Körper mit seinem kollidierte. Er schob sie vor sich her, Schritt für Schritt. Ihr Lachen verstummte als die Kante der Arbeitsplatte sie stoppte. Und sie wurde sich seiner Nähe mit einem Mal sehr bewusst. Die Wärme seiner Arme, seiner Hände. Die Nähe seines Gesichtes. Sein Atem strich über ihre Wangen und ehe sie sich versah streiften sich ihre Lippen aufs Neue. Zunächst sanft und beinahe schüchtern, bis sich das Feuer zwischen ihnen entfachte.
Sie schlang die Arme um seinen Nacken. Später wusste sie nicht mehr, wie sie auf der Arbeitsplatte landen konnte. Es passierte alles gleichzeitig. Seine Hände wanderten forsch über ihre Schultern. Seine Zunge strich um Einlass flehend über ihre Lippen. Er positionierte sich zwischen ihren Schenkeln. Sie kreuzte ihre Knöchel hinter ihm. Ihre Haare lösten sich aus ihrem Zopf und fielen über ihre Schulter. Jeder Gedanke verflüchtigte sich. Zungen duellierten sich in einer unerbittlichen Umarmung. Reale Fragen mussten warten während leises Stöhnen die Luft durchschnitt. Sie lösten sich erst wieder voneinander als der Drang zum Atmen stärker wurde.
Beide schnappten fieberhaft nach Sauerstoff.
Mit einer Hand fuhr er durch ihr offenes Haar. Es lag ein Lächeln in seinen Augen als er es auf eine zweite Runde ankommen lassen wollte. Allerdings neigte sie ihren Kopf, sodass seine Lippen auf ihrer Stirn landeten und er sie erneut verlegen kichern hörte.
“Die Pizza wird wieder kalt.”
Doch die Ausrede ließ er nicht gelten. Er nahm ihr Gesicht in beide Hände und zwang sie ihn anzusehen. Blind griff er nach der Mikrowelle, drückte ein paar Knöpfe und schaltete sie wieder ein.
“Das Motto des heutigen Abends, hm?” Er lächelte. Sie fand sein Lächeln schon immer unwiderstehlich. Mit ihren Fingerspitzen zeichnete sie die Konturen seiner Lippen nach, nahm sein Gesicht in beide Hände. Er schmiegte sich die Berührung und küsste beinahe nebensächlich ihre Handfläche. Mit beiden Daumen strich sie über die skeptisch geschwungenen Augenbrauen. “Das wollte ich schon immer einmal machen.”, flüsterte sie beinahe unhörbar als schäme sie sich für ein Geheimnis.
Bevor er ihre Lippen wieder zusammenbringen konnte, riss sie das Signal der Mikrowelle aus ihrer kleinen Welt. Ehe er sich versah hatte sie ihm die Finger auf die Lippen gelegt, die ihn vom Küssen abhielten.
“Wenn ich nicht endlich etwas zu essen bekomme, sehe ich mich dazu gezwungen, zum Kannibalismus überzugehen.”, drohte sie ihm spielerisch.
“Ach, und das soll mich davon abhalten?” Er setzte einen kleinen Kuss auf ihre Fingerspitzen. “Lebendig beschaffe ich Dir aber bedeutend mehr Spaß als tiefgekühlt im Eisschrank.” Ein weiterer Kuss landete auf ihren Fingern.
“Wenn der 'Spaß' keine Pizza beinhaltet, muss ich heute Nacht einen Mord vertuschen. Ich weiß, worauf die Bullen achten, damit es aussieht wie ein Unfall.” Auf sein verdutztes Gesicht wusste sie sich nicht anders zu helfen als ihn lauthals auszulachen. Sie schwang sich von der Anrichte und schob sich an ihm vorbei. “Vergiss die Teller und das Besteck nicht!” rief sie ihm zu ohne zurückzublicken. Wie sie ihn einzuschätzen wusste, schaute er ihr grade hinterher, also legte sie mehr Hüftschwung in ihren Gang.
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