Zimt und Sterne

von Jari
GeschichteHumor, Romanze / P16
Rachel Mariana Morgan Trenton "Trent" Aloysius Kalamack
25.01.2012
06.07.2012
10
14267
2
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 

Huhu :-)

Um uns die Zeit bis zum nächsten richtigen Rachel-Band zu überbrücken, habe ich ein bißchen
rumgesponnen *g*

Es wird vorerst die letzte Story von mir in diesem Bereich sein ;) Meine Beta hat für dieses Jahr strenge Regeln angeordnet …

@Mina Falls Du das hier liest: 1000 Dank für Deinen lieben Kommentar *wink* Hoffentlich gefällt Dir diese kleine Spielerei auch (und hey, nicht mehr lange bis zum nächsten echten Band – ich lese übrigens auf Englisch, deswegen bin ich schon ganz kribbelig).

Liebe Grüße,
Jari

Zimt und Sterne


1

21. Dezember


Aus dem Radio schmetterte Bing Crosby seine Weihnachtsbotschaft in die Welt.

In meiner Küche war es –nicht zuletzt dank zweier eingeschalteter Backofen, einer Herdplatte und der Kaffeemaschine- mollig warm. Der Geruch von frisch aufgebrühtem Kaffee vermischte sich mit dem herberen von Gewürzen.

Vor dem Fenster spielten Schneeflocken miteinander fangen.

Es war wundervoll.

Vor allem war es wundervoll ruhig – abgesehen von der Musik, dem Blubbern des Wassers und dem Geräusch, das entstand, wenn ich mit dem Kochlöffel gegen den Rand des Topfes geriet, in dem ich gerade fleißig rührte, gab es nichts zu hören.

Wie jedes Jahr war Ivy über die Feiertage in den Kreis ihrer Familie zurückgekehrt.

Und Jenks befand sich samt Matalina und Kindern auf einem Trip nach Disneyworld. Nach Aussage des Pixies sollte „seine Brut mal etwas von der Welt sehen“. Ich glaube, er wollte bloß seinem heimlichen Schwarm Tinkerbell näher sein - da konnte er ihren Namen für Flüche benutzen so oft er wollte; heimlich vergötterte er sie. Gut verpackt in einem Thermosbehälter hatten sie sich Richtung Florida begeben.

Endlich hatte ich die Küche für mich. Nur für mich!!! Keine Pixiekinder, die sich die Flügel am heißen Dampf verbrennen konnten, kein Jenks, der mir mit seinen unzähligen „Weisheiten“ auf die Nerven ging und keine Vampirin, die wie eine lauernde Katze im Hintergrund saß und aufsprang, wenn man etwas ihrer Meinung nach Dummes tat.

Das mußte ich auskosten. Seit dem frühen Morgen werkelte ich herum. Auf dem Herd befanden sich mehrere Töpfe mit den verschiedensten Flüssigkeiten und im Ofen brutzelte eine Pizza, dick belegt mit Salami, Tomaten und Käse; und niemand würde sie mir wegessen.

Gut gelaunt summte ich das Weihnachtslied mit.

Wie viel Muskat kam gleich in den Topf mit den Schutzamuletten? Und mußte ich links oder rechts herum rühren, damit sich ihre Wirkungsdauer verdoppelte?

Das Läuten der Glocke riß mich aus meinen Überlegungen. Schnell wischte ich mir an einem Trockentuch die Hände ab und wuschelte durch meine Haare, bevor ich in die Vorhalle stürzte. Man konnte ja nie wissen, ob nicht ein hübscher Paketbote vor einem stehen würde.

Schwungvoll riß ich die Tür auf. Vor mir stand kein Paketbote, sondern der Gute-Laune-Killer in Person – Trenton Kalamack.

„Was willst du denn hier?“ knurrte ich ungehalten.

„Dir auch einen schönen Tag, Rachel.“

Lässig wischte er sich einige Schneeflocken von seinem Kamelhaarmantel. Gut sah er aus. Okay, das tat Trenton immer, aber diese Mischung aus offenem Mantel, Jeans und grünem T-Shirt machte den verdammten Elfen noch attraktiver, als er ohnehin schon war. Grün war definitiv seine Farbe. Um seinen Hals hing so locker ein Schal, daß deutlich war, daß er ihn nicht der Kälte wegen trug. Verdammter, modebewußter Drecks-Elf.

Mit einem wissenden Grinsen betrachtete er meine Hände, an denen noch immer Gewürzreste, Kaffeepulver und irgendeine schmierige Substanz klebten. Scheiße, er sah aus wie einem Modekatalog entsprungen und ich wie eine Haus- und Küchenhexe. Ein Eindruck, der durch die zerschlissene Jeans und meinen liebsten Gammelpulli noch verstärkt wurde.

„Also, warum bist du hier?“ fragte ich noch einmal. „Bestimmt nicht, um mir schöne Feiertage zu wünschen.“

„Um ehrlich zu sein, bin ich genau deswegen hier.“ Er hob eine Hand. In meinem Gesichtsfeld tauchte eine mit goldenen Sternen verzierte Papiertüte auf. „Und ich wollte dir das hier bringen. Weil Weihnachten ist und einfach so.“

„Hexen feiern kein Weihnachten.“

„Elfen auch nicht, aber wir mögen Kekse.“ Er grinste wie ein Schuljunge, der kurz davor stand, einen Geniestreich zu beenden. Erneut wedelte er mit der Tüte. Ein verführerischer Geruch nach warmem Gebäck stieg mir in die Nase. „Die sind von Maggie gebacken. Wirklich gut.“

Damit hatte er mich. Trentons Köchin war eine wahre Göttin. Ihre Pfannkuchen waren die besten gewesen, die ich jemals gegessen hatte. Die Plätzchen mußten schmecken wie von Engeln persönlich gebacken.

„Gib schon her“, sagte ich und griff nach der Tüte.

Kaum hielt ich diese in der Hand, stiefelte er auf die am Fahrbahnrand wartende Limousine zu.

„Trenton?“

Er drehte sich so hastig zu mir um, daß ich das Gefühl hatte, er hoffte darauf, ich würde ihn hereinbitten. Na, das konnte er vergessen. „Danke und schöne Feiertage.“

„Dir auch, Rachel. Dir auch.“

Tbc …

Reingelegt? ^^ Es ist zwar die vorerst letzte Rachel-Story von mir ist, aber dafür die Erste mit mehreren Kapiteln :-D
Review schreiben