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Der Abgang der Sonne

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / Gen
23.01.2012
20.03.2012
8
16.217
5
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Dieses Kapitel
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23.01.2012 1.098
 
Der Abgang der Sonne




JAHR 0

Sie ließ in der Erinnerung die Vergangenheit wieder lebendig werden...




Hallo.
Mein Name ist Aki.
Aki, wie der Herbst und der Abgang der Sonne.
Und ich erzähle euch jetzt meine Geschichte.

Eigentlich lege ich nicht viel wert darauf, anderen meine Geschichte zu erzählen. Ich wollte nie, dass ich in diese Situation komme, doch verspüre ich nun auf einmal das Verlangen danach mich jemandem mitzuteilen. Niemals dachte ich, ich würde noch mal jemanden damit belasten wollen. Eigentlich wollte ich sie für ewig allein ihr mir tragen,...aber ich bin auch ein Mensch. Nun, wenn es mein Ende sein wird...möchte ich nicht alleine sein... Möchte ich nicht allein mit mir sein und meine Gedanken alleine tragen müssen ...

Wo soll ich anfangen?... ich habe kaum noch Zeit... Am besten fange ich ganz von vorne an. Wenn ihr mir nicht zuhören wollte, dann haltet die Ohren zu und verbannt das Echo meiner Worte aus eurem Gedächtnis. Vergesst sie! Vergesst mich und mein ewiges egoistisches Selbstmitleid, dass ich euch jetzt aufbergen will!

Sollen wir mit etwas Fröhlichem anfangen, mein Herr? Was sagen Sie dazu, meine Dame?
Wissen, sie was? Ich mache es Ihnen leichter. Ich komme Ihnen entgegen und mache einen Vorschlag, da wir nicht mehr viel Zeit haben.
Wie wäre es mit meiner Schwester? Ja?.... - Nun gut:


Aki und Mai... Mai und Aki.

Ich kann mich noch erinnern, wie meine Schwester Mai mich oft überredete im Sommer mit ihr Äpfel pflücken zu gehen. Es machte mir keinen großen Spaß, doch konnte ich ihr nie einen Wunsch ausschlagen.
Ich liebte es, wenn die Sonne auf meine Arme schien und sich eine angenehme Wärme in mir breitmachte. Sie war der Anker in meinem Leben als es völlig aus dem Ruder lief, doch konnte auch sie mich nicht retten.

Ich weiß noch als wir eines Mittags zusammen neben dem Feld standen, dem goldenen Feld, und reife Äpfel pflückte und in eine Kiste legten. Die Sonne schien ihr auf das rotes Haar. Sie war schon immer viel schöner als ich. Mai hatte rote Haare und die grünen Augen meiner Mutter, während ich die typisch für meinen Clan dunklen Haare und Augen hatte. Mai war immer besser als ich und ich wusste, dass sie besser war als ich.
Aber das spielt jetzt keine Rolle mehr.
Mai war ein sonderbarer Mensch und sagte manchmal Dinge, ich nicht verstand. Und das sollte sich auch im nächstes Moment wieder zeigen.  
Wir waren also beim Äpfelpflücken, als sie auf einmal inne hielt und in die Kiste starrte. Ich fragte sie, ob sie irgendetwas in der Kiste sehe, dass sie verwundere. Sie sagte einen Moment gar nichts und griff dann in die Kiste. Zum Vorschein kam ein fauler Apfel.
„Es ist schon seltsam“, sagte sie und sah sich den Apfel genauer an. Dann schaute sie wieder in die Kiste.
„Wenn man einen faulen Apfel in eine Kiste voller reifer Äpfel legt, werden alle faul. Aber wenn man einen reifen Apfel in eine Kiste voller fauler Äpfel legt, wird der reife Apfel trotzdem faul...“

Und nun kann ich mich noch genau an meine Reaktion erinnern. Ich spürte sie als wäre mein Körper wieder in der Situation.
Ich rollte mit den Augen und drehte mich genervt weg.


Für ewig verbunden?...Nein, die Zeiten des Sonnenscheins sind schon lange vorbei. Und auch die Wärme konnte meine Wunden nicht mehr heilen, die er klaffend hinterlassen hatte...


Nein...nein, so geht das nicht! Ich muss noch früher anfangen! Es tut mir leid, mein ehrenwertes Publikum, aber ich befürchte, meine Lage raubt mir etwas die Sinne...
Das ist meine Geschichte, die Geschichte der Aki Kohara, meine Damen und Herren!
Klatscht nicht und bemitleidet mich nicht bei der Vorstellung. Das sind die einzigen Regeln und dies werden meine letzten Minuten sein, vielleicht auch die letzten Sekunden. Ich weiß es nicht.
Zum Schluss meiner Geschichte werde ich euch über meinen jetzigen Standort, meinen Erzählerstandort, wo alles enden wird, aufklären.
Ich möchte meine Erinnerungen noch einmal aufblühen lassen! Unter meinen Gedanken gedeihen lassen, ihnen dabei zusehen und in ihnen noch einmal leben! Ich will meinem Untergang noch einmal zu sehen! Möchte sehen, wie es zustand kam, dass ich nun hier bin! Sie blühen lassen wie die zarten weißen Blüten der Apfelbäume, wenn die Sonne im Frühling das Land meiner Heimat jedes Jahr wieder ins seidene Gold tauchte.

Aber wir fangen wir nun erst mal ganz von vorne an. Am besten vor meiner Geburt...











Jahr 0  



Ni und Kaito, meine Eltern, lernten sich das erste mal bei ihrer Hochzeit kennen. Damals war es ein heißer Tag und viele Menschen waren versammelt. Sie kamen beide aus stolzen Familien und hatten eigentlich nicht viel gemeinsam. Das einzige, das sie verband, war die Erziehung und Disziplin.

Meine Eltern gehörten zum ehrenwerten Uchihaclan und konnten sich wie jeder andere nicht aussuchen, wen sie heiraten wollten.
Als sie in das große Haus einzogen, war es sehr still. Sie redeten kaum und sahen sich nicht an. Ni war eigentlich immer eine sehr eigenwillige Frau gewesen, nicht so wie mein Vater willenlos und stolz. Doch versuchte sie sich an die Regeln zu halten. Dies gelang ihr die nächsten drei Jahre auch ganz gut,...bis sie sich verliebte.

Meine Mutter hatte rote Haare und grüne Augen. Sie sah nicht aus wie eine Uchiha und war auch vom Wesen her nicht wie eine des Clans.

Eines Abend konnte sie ihre Sehnsucht nicht mehr zurückhalten und gab sich der Liebe zu ihrem Geliebten hin. Als sie am nächsten Tag erwachte fand sie ein leeres Bett und einen wütenden Ehemann vor sich wieder.

Stopp! Vielleicht denkt ihr jetzt, ihr Ehemann ist zornig, weil sie fremdgegangen ist. Nein! Er war wütend, weil sie die Ehre der Familie beschmutzt hat. Doch Kaito wäre kein Uchiha, wenn ihm nicht ein Ausweg eingefallen wäre, wie er sich wieder aus der Situation bringen konnte.

Im nächsten Moment wurde ich gezeugt

Ohne mich zu fragen, ob ich es überhaupt wollte.



Preisfrage, meine Lieben. Was ist mehr wert? Ein Leben voller Zwänge oder gar kein Leben?


~~~



Soo, meine Lieben.
Das war das erste Kapitel.
Ich weiß, ich habe auch noch andere Geschichten, aber diese ist jetzt schon so lange auf meinem Pc, die muss jetzt mal runter. Die Geschichte wird nicht länger als 8 Kapitel lang.

In dieser Geschichte werdet ihr noch einiger über Madaras Kindheit erfahren, die natürlich größtenteils meiner Phantasie entspringt. Aber ich wollte auch beschrieben, warum er jetzt so ist wie er ist.
Ich würde mich über Kommis sehr freuen, damit ich weiß, ob es sich überhaupt lohnt weiter zu schreiben.
Liebste Grüße <3
Kalliopata
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