Das Funkeln des Lächelns

GeschichteDrama, Romanze / P12
22.01.2012
22.07.2013
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"Halt warte auf mich." Durch dichtes Gestrüpp lief Tarabas einer Frau nach. Sie schien seine Rufe nicht zu hören. Immer weiter rannte sie. Ihr langes schwarzes Haar wehte im Wind. So sehr Tarabas sich auf bemühte immer weiter entfernte er sich von ihr. Er wollte ihr nachlaufen und doch zog ihn etwas nach hinten. Er schrie und rief nach ihr: "Bleib stehen. Lauf nicht weg. Ich kenne nicht einmal deinen Namen." Immer weiter zog es ihn zurück. Um ihn herum drehte sich alles.

Mit einem Mal zuckte er zusammen. Es war ein Traum gewesen. Tarabas atmete tief ein. Warum konnte er nicht weiterträumen? Er musste diese Frau wiedersehen. Seit Wochen hatte er nach ihr gesucht ohne sie zu finden. Seit jenem Tag, an dem sich sein Leben für immer geändert hatte.

Für seine Freundin Fantaghiro hatte er sich gegen die böse Magie und somit gegen seine Mutter Xellesia entschieden. Doch waren all seine Bemühungen ohne Erfolg geblieben. Fantaghiros Herz gehörte bereits einem Anderen. So zog er sich in einen dunklen Wald zurück. Hier lebte er in dem Inneren eines Wasserfalls. Niemand sollte ihn hier finden. Niemand sollte ihn dazu verleiten wieder böse Magie anzuwenden. Aber das Leben alleine fiehl ihm nicht so leicht wie gedacht. Früher hatte er Fantaghiro besucht. Doch mit der Zeit wurden die Besuche weniger und sie schien ihn in ihrem Leben nicht mehr zu brauchen. Den Wasserfall verlies er nur, um etwas essbares zu suchen und ab und zu das Sonnenlicht zu erblicken. Die meiste Zeit aber kam er nur des Nachts heraus, wenn die Sterne funkelten und niemand ihn erblicken konnte. Die Einsamkeit machte ihn fast verrückt. Es war niemand da mit dem er reden konnte. NIemand auf den er sich verlassen konnte und niemand der ihn brauchte.
An einem sonnigen Tag hatte der Hunger ihn an den Fluss getrieben. Er wollte sich einpaar Fische fangen. Doch schien ihm das Glück versagt.Eine Ewigkeit stand er bereits im Fluss. Das kalte Wasser lähmte seine Beine. Tarabas war so fixiert darauf Fische zu fangen, dass er gar nicht mitbekam, dass er beobachtet wurde. Erst als er ein Kichern hörte schreckte er auf. "Wer ist da?" Erneut vernahm er ein Kichern. Er schaute in die Richtung aus der er die Töne vernahm.  Nichts und niemand rührte sich. Tarabas stieg aus dem Wasser. In dem Moment sah er ein Gesicht, das hinter einem  einsamen Baum hervorschaut. "Wer bist du?" Keine Antwort. Aber als er aus dem Wasser trat lief die Frau  los. Tarabas lief ihr nach. "Warte ich werde dir nichts tun." Noch immer rannte die Frau in rotem Gewande. Manchmal sah sie nach hinten um zu sehen wie nah Tarabas ihr folgte. Dabei sah er das Funkeln in ihren Augen und ihr  Lächeln. Das wohl schönste Lächeln, das er jemals gesehen hatte.  Schließlich war er ihr in den Wald gefolgt. Doch als sie tief im Wald waren war sie plötzlich verschwunden.

"Wo bist du?",rief er hinaus. "Welches dunkle Spiel spielt man mit mir?",fragte er sich. So schnell er konnte schaute er zu allen Seiten. Aber die Frau schien vom Boden verschluckt. Langsam wandte er sich um und ging zurück zu dem Fluss. Auf dem Weg dort hin blickte er noch oft zurück, doch vermochte er niemanden zu sehen. Zu lange war er draußen gewesen. Schnell musste er zurück.  Dabei sah er sich oft um, ob ihm jemand folgte. Aber er schien alleine zu sein. Im Inneren des Wasserfalls wollten ihm die Augen dieser Frau nicht mehr aus dem Kopf gehen. Doch waren diese echt gewesen oder war es nur ein fauler Zauber gewesen?

Fortsetzung folgt
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