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Eine bessere Lösung...

von KyaStern
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16
Elizabeth Hawke Toby Johnson
20.01.2012
07.02.2012
6
5.170
 
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
20.01.2012 570
 
Titel: Eine bessere Lösung...
Kapitel: 4/6
Autor: KyaStern

Kommentar: Und gleich das nächste Kapitel. Ist vielleicht ein bisschen kürzer, aber ich
                    hoffe, das macht nichts.

„..." reden
‚...' denken

Viel Spaß
---

„Warte!“

Elizabeth dreht den Kopf, schaute ihn über die Schulter hinweg an. Sie wartete.

„I-Ich…“, begann er, verlor aber gleich wieder den Faden. ‚Was will ich überhaupt?’

Einen Augenblick schwiegen sie sich an. Die Stille hing peinlich zwischen ihnen; man hätte
eine Stecknadel fallen hören können.

Abwartend zog Elizabeth einen Augenbrauen hoch.

Sein Mund war staubtrocken. Sein Kopf leer.

„Bitte… geh noch nicht“, sprach er, bevor er eigentlich darüber nachgedacht hatte.

Nun hatte Elizabeth ihren ganzen Körper wieder ihm zugewandt. Verunsichert strich sie
sich eine Strähne hinters Ohr, während sie wartete, dass er fortfuhr.

Seine Kehle war wie zugeschnürt.

Das merkte auch sie. ‚Ich muss nicht bleiben.’, ging es ihr durch den Kopf. ‚Ich könnte
gehen. Das wäre nach dem hier, das Beste, aber…’

„Wieso, Toby?“

‚Ich weiß es nicht. Es darf nur nicht so enden…’

„Es tut mir leid.“, kam es leise von ihm.

Elizabeths Ausdruck änderte sich von verunsichert zu verwirrt. ‚Was meint er?’

Er bekam es mit und ergänzte:„Das alles. Was ich zu dir gesagt habe, was ich getan habe.
Das war nicht richtig.“

‚Er will sich wirklich entschuldigen. Warum? Er sieht mich als Feind.’

„Das verdient niemand.“, fügte er hinzu.

Ihre Augen weiteten sich und nahmen einen leicht glasigen Schimmer an. Die Haare fielen
ihr ins Gesicht.

‚So ist er eben. Zu jedem freundlich, lieb und nett…’

Sie wusste, warum der Gedanke so einen bitteren Nachgeschmack hinterließ. Was hatte
sie erwartet?

Abwesend strich sie über das leicht geschwollene Handgelenk. Diesmal bemerkte er es.

„Ich hab dir wehgetan.“

Langsam nahm er es in seine Hand, drehte es einmal und strich hauchzart über die
empfindliche Haut.

„Ist schon gut.“, nuschelte sie kaum hörbar. Ein leichter Rotstrich legte sich über ihre
Wangen.

Sofort suchte Toby Augenkontakt.

„Ich war ja an dem ganzen nicht unschuldig. Ich-“

Ein Finger legte sich auf ihre Lippen und brachte sie zu verstummen.

„Wir haben beide Mist gebaut“, korrigierte er.

Eine Atmosphäre des Verständnisses hatte sich über sie beide gelegt. Vielleicht ein
bisschen Vertrauen…

Keiner traute sich für mehrere Augenblicke etwas zu sagen. Aus Angst, diesen Anfang
von etwas zu zerstören. Doch da waren Dinge, die Toby nicht aus dem Kopf gingen.
Dinge, die noch immer zwischen ihnen lagen.

Er ließ ihr Handgelenk nicht los, als er begann:„Du musst wissen, wegen dem Kuss-“

„Schon in Ordnung, Toby. Reden wir nicht wieder darüber. Was passiert ist, ist passiert.“

Doch er ließ sich davon nicht abbringen. Sie mussten das klären.

„Ich kann den Gedanken nicht mehr nachvollziehen, aber es ging um Macht. Ich war sauer,
also habe ich mich mitreißen lassen…“

Elizabeths Schultern begannen zu Zittern. Sie hatte wieder den Kopf gesenkt und hielt sich
die Hand vom Mund.

Sein erster Gedanke war, dass sie wieder angefangen hatte zu weinen. In Erwartung
einer weiteren Panikattacke zog er sie in seinen Arm. Er hatte nicht viel Erfahrung mit
Mädchen und noch weniger mit weinenden…

Doch dann drehte sie den Kopf weg und begann haltlos zu lachen.

Kein hysterisches Lachen, als wenn man einen Zusammenbruch erleidet, und auch kein
hämisches Lachen. Einfach nur ein ehrliches Lachen, das ihren ganzen Körper
durchströmte.

Toby selbst musste Grinsen bei dem Anblick. ‚Sie hat ein wunderschönes Lachen.’
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