Eine bessere Lösung...

von KyaStern
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
Elizabeth Hawke Toby Johnson
20.01.2012
07.02.2012
6
5.170
 
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20.01.2012 706
 
Titel: Eine bessere Lösung...
Kapitel: 2/6
Autor: KyaStern

Kommentar: An der Stelle ist vielleicht eine kleine Warnung angebracht. Dark-Toby

„..." reden
‚...' denken

Viel Spaß
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Elizabeth nutzte seinen Moment der Unachtsamkeit und befreite sich aus seinem
Griff.

Nun stand sie wenige Zentimeter von ihm. Erstarrt in ihrer Bewegung. Ihre Hand
hatte sie ausgestreckt, um ihn zu berühren. Doch sie hatte inne gehalten. Immer
noch seltsam zerrissen zwischen wütend und verwirrt. Abwartend…

Die Symptome des Geistesblitzes waren für sie ungewohnt deutlich
mitzuverfolgen gewesen.

„Toby?“, sprach sie ihn an.

‚Was denkst du?’, sagte der Unterton. Vielleicht war es in ihren Augen zu
lesen… das leichte Durchschimmern von Sorge.

„Ich hatte nur gerade eine Idee.“, antwortete er beschwichtigend auf die
unausgesprochene Frage.

Es half nicht. In ihrem Inneren wuchs intuitiv das Misstrauen. ‚Irgendetwas ist
komisch.’

Toby kam gelassen einen Schritt weiter auf sie zu.  Jeder Muskel in ihrem Körper
spannte sich.

‚Du hast Angst’, bemerkte Toby für sich. ‚Dein Instinkt rät dir zu fliehen…’

‚Du hättest rennen sollen, als du noch konntest!’

Er stieß sie zu Boden. Der Schreck stand ihr ins Gesicht geschrieben, ihre
Augen waren Schreck geweitet. Entsetzt sah sie zu ihm auf.
‚Das ist kein Spiel mehr!’

„W-Was…?“, stotterte sie.
Er grinste. ‚Geht es einmal nicht nach deinem Willen?’

„Was denn, Bethy? Überrascht?“

‚Ich hätte mir etwas tun können…’

Sie sagte nichts weiter. Verharrte einfach in der Position, aber hielt den
Blickkontakt ununterbrochen.

„Enttäuscht?!“, provozierte er weiter.

‚Das trifft es ziemlich gut.’ ‚Man sieht es dir an.’

Ihre Miene verfinsterte sich sichtlich.

„Hör auf damit!“, widersprach Elizabeth, doch die mitklingende Unsicherheit ließ
es nicht ansatzweise so barsch klingen, wie es gedacht war.

Spottend fuhr er nur fort: „Womit, Bethy? Mich dir zu widersetzen?“

Toby kam einen Schritt näher. Sie hatte das unbewusste Bedürfnis so viel
Abstand wie möglich zwischen sich zu bringen. ‚Da stimmt etwas nicht. Das
doch ist nicht normal!’

„Dich aufzuhalten?“

Er ging neben ihr in die Hocke.

‚So würde er sich nie verhalten!’

Nun waren sie wieder auf einer Augenhöhe, doch es machte das, was er jetzt
sagte nur noch schmerzhafter.

„Dich in allem zu übertreffen?“

Das hatte gesessen. Die Aussage traf sie hart und zauberte einen Ausdruck des
Entsetzens auf das hübsche Gesicht. ‚Nicht er…’, flehte sie in ihren Gedanken.

‚Nur noch einen Schritt weiter…’

„Hast du eine Ahnung, warum das so ist, große Elizabeth Hawke?“

Toby strich sanft mit seinen Fingern ihre Wange entlang. Sie sog scharf die Luft
ein. ‚Das ist nicht er…’

„Nein?“, beantwortete er sich die Frage selber.

‚So ist er nicht…’, versuchte sie sich selbst zu überzeugen.

Seine Hand glitt ihre Wange hinab, dann ganz leicht den Hals bis in ihren Nacken.
Ihre Gesichter trennten nur wenige Zentimeter.

„Weil du viel zu emotional bist. So berechenbar und voraus zu sehen, kein
Wunder, dass sie dir alle den Rücken zukehren!“

„Lügner…“ Es war nicht mehr als ein Flüstern. ‚Das würde er niemanden antun...’

„Nicht mehr als du...“ ‚…mir nicht antun…’ ‚Jetzt!’

Toby zog sie näher und gab dann seinen Instinkten nach:
Sein Mund drückte sich fordernd auf ihren. Ihre Lippen bewegten sich
ungeschickt und zugleich aggressiv aufeinander.

‚STOP!’

Elizabeth versuchte ihn weg zu stoßen, doch er drückte sie endgültig zu Boden
ohne den Kontakt zu unterbrechen. Sie war machtlos. ‚Hör auf.’

‚Mehr!’, forderte seine innere Stimme und besessen von
dem Gedanken folgte er unaufgefordert.

Seine Zunge fuhr über ihre Unterlippe. Der Zugang wurde ihm verweigert.
‚Hör auf… bitte…’

‚Widerspenstig…’ Er biss ihr auf die Lippe. Mit einem Fauchen öffnete
sie ihren Mund einen Spalt und er nutzte dies aus.

Seine Zunge glitt von seiner Mundhöhle in ihre. Elizabeth versuchte vehement
den Kopf zu Seite zu drehen, doch er ließ es nicht zu. Zog sie nur dichter an
ihrem Nacken heran.

‚…bitte…’

Er hörte nicht auf: Die fremde Zunge erkundete forsch das Territorium. Das war
keinesfalls so, wie sich Elizabeth das vorgestellt hatte. Ihren ersten Kuss
vorgestellt hatte…

Das war gefühllos. Nur über Dominanz oder Macht.

Noch einmal schüttelte sie leicht den Kopf, dann ließ sie es reglos über sich
ergehen. Die Hilflosigkeit hatte sie übermannt.

Eine Träne lief ihr übers Gesicht. ‚…bitte, hör auf…’

Natürlich fiel die plötzliche Teilnehmungslosigkeit auf. ‚Was denn jetzt?!’

Er stoppte kurz, zog sich ein Stück zurück.

„…bitte, hör auf.“
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