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A short Bakugan-Interspace-Lovestory

von Votis
Kurzbeschreibung
OneshotLiebesgeschichte / P12 / Het
Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro OC (Own Character) Shun Kazami
16.01.2012
16.01.2012
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‚Mann warum muss das immer so voll hier sein!?’
Leicht gereizt bahne ich mir meinen Weg durch die Straßen des Bakugan-Interspace.
Da gleich ein Match zwischen zwei absoluten Spitzenspielern stattfinden wird, sind alle im Moment auf dem Weg zu der gleichen Kampfarena, denn keiner will sich diesen Kampf entgehen lassen. Das heißt keiner außer mir.
Für mich haben Rang und Namen keine Bedeutung.
Alles, woran ich und mein Partner interessiert sind, ist nicht, wer den besten Platz in der Rangliste belegt (denn wie soll irgendeine Tabelle denn zeigen, welches Potential wirklich in einem Spieler steckt?!), sondern nur wer einen spannenden Kampf  liefert, doch in letzter Zeit, so erscheint es mir zumindest, gibt es hier nur noch langweilige Veranstaltungen und keine nennenswerten Herausforderungen mehr.

‚Mir reichst  jetzt, echt!’ schimpfe ich in Gedanken, denn in dem Gedränge bleibt einem nichts anderes übrig, als sich mittreiben zu lassen und  zu sehen, wo man hinkommt.
Plötzlich entdecke ich eine kleine Gasse, kaum breit genug als dass zwei Personen nebeneinander hindurchpassen.
Dieser kleine, aber feine Notausgang kommt mir gerade recht, denn so langsam bekomme ich dann doch ein wenig Angst, dass ich nicht zerquetscht werde.
Irgendwie gelingt es mir, mich bis zu der Gasse durchzuschlagen.
Nochmals beschleunige ich meine Schritte, denn ich will jetzt nur noch weg hier. Große Menschenmassen sind einfach nicht mein Ding.
Leider war ich dann doch etwas zu schnell unterwegs, denn plötzlich stoße ich unsanft mit jemandem zusammen.
‚Verdammt wer treibt sich denn jetzt hier wieder rum’ ist mein Gedanke, ich hatte zugegeben erwartet, dass hier niemand sei und dann das.
Unsanft falle ich auf den Boden und kneife dabei vor Schreck meine Augen zusammen.
Doch was ist das? Kein Aufprall? Kein Schmerz?
Erstaunt öffne ich meine Augen wieder.
Der „jemand“, den ich versehentlich angerempelt hatte, hat mich kurz über dem Boden aufgefangen und hält mich nun in seinen Armen.
Ich kann in diesem Augenblick gar nicht anders, als ihm direkt in die Augen zuschauen.
Ich  verstehe nicht, was gerade mit mir los ist, denn ich kann meinen Blick einfach nicht von seinen schönen, gelb-orangen Augen lassen.
Doch ihm scheint es nicht anders zu gehen.
Nach einigen Sekunden, die mir jedoch wie Minuten oder gar Stunden vorkommen, gelingt es mir, mich wieder zu sammeln:„ Ent… Entschuldigung, das … das wollte ich nicht. … Du kannst … mich jetzt wieder los lassen“, stammle ich verlegen, denn sein Gesicht ist immer noch nur wenige Millimeter von meinem entfernt.
Er schrickt kurz auf und lässt mich dann los.
„Es tut mir sehr leid, es war keine Absicht“ sage ich noch einmal.
„Schon ok, so was passiert eben“ antwortet er mir.
Erst jetzt kann ich ihn richtig betrachten: vor mir steht ein Junge, ich schätzte, dass er etwa so alt ist wie ich, mit mittellangen schwarzen Haaren.
Irgendwas an ihm finde ich total faszinierend und anziehend.
Halt Moment mal, was denke ich denn da?! Das ist nicht gut, aber ich würde schon gern wissen, wer er ist.
Gerade als ich ihn also nach seinem Namen fragen will, ertönt ein lauter Jubelschrei aus der Kampfarena.
„Was schon so spät?! Entschuldige aber ich muss schnell weg, mein Kampf beginnt gleich.“
Ich nicke verständnisvoll und er macht sich auf den Weg.
„Ach ja mein Name ist übrigens Shun, “ ruft er mir noch schnell zu.
Dann ist er auch schon verschwunden.
Ich stehe immer noch total benommen da und weiss gar nicht, was gerade mit mir los war: ‚Verdammt was war das bloß?! Ich reagiere doch sonst nie so bei Jungs.’
Ich überlege kurz: ‚Shun … wo hab ich den Namen schon mal gehört?’
Meine Neugier war geweckt und so beschloss ich, mir den Kampf nun doch anzusehen.

In der Kampfarena angekommen, finde ich mit etwas Glück noch einen Stehplatz in den oberen Rängen. Von hier hat man das Spielfeld super im Blick.
Der Kampf beginnt.
Ich beobachte Shun sehr genau sowie jeden seiner Züge und langsam dämmert es mir: ‚Natürlich! Shun Kazami, der Zweite der Rangliste im Bakugan-Interspace! Warum ist mir das denn nur nicht gleich eingefallen?!’
Er gewinnt den Kampf ohne große Mühe. Die Zuschauer verlassen nun langsam die Arena, doch ich bleibe noch kurz stehen.
„Was hältst du von ihm?“ frage meinen Bakugan-Partner, der mittlerweile auf meiner Schulter Platz genommen hat.
„Hmpf kein Gegner für mich“ gibt er nur mürrisch zur Antwort.
„Ja da hast du Recht. Trotzdem ein interessanter Spieler.“ Mit diesen Worten drehe ich mich um und verlasse nun auch die Arena, ohne zu merken, dass Shun mich bemerkt hat und mir nachsieht.

Einige Tage später habe ich gerade den Bakugan-Interspace betreten, da sehe ich eine Gruppe Spieler, die aufgeregt vor einem Plakat stehen.
„Was ist, nehmt ihr teil?“
„Natürlich machen wir da mit!“
„Na dann los, wir müssen uns noch anmelden.“
Mit diesen Worten rennen sie auch schon davon.
Neugierig betrachte ich das Plakat.
Anscheinend findet bald ein Wettbewerb statt, bei dem immer Zweierteams gegeneinander antreten.
Kurz überlege ich.
Solche Wettbewerbe interessieren mich eigentlich nicht und selbst wenn, mir fällt kein Spieler ein, mit dem ich ein Team gründen könnte.
Ich will gerade weitergehen, als plötzlich jemand vor mir steht, den ich nur zu gut in Erinnerung habe.
„Hi lang nicht gesehen“ begrüßt mich Shun.
Freudig überrascht antworte ich ihm: „Hallo Shun. Wie geht’s dir?“
Ich hätte nicht gedacht, ihm so schnell noch mal über den Weg zu laufen, geschweige denn, dass er sich noch an mich erinnert.
„Gut, danke der Nachfrage. Willst du hier teilnehmen?“
Er deutet dabei auf das Plakat.
„Nein wohl eher nicht. Was ist mit dir?“ frage ich.
„Hm eigentlich hätte ich schon Lust, aber alle meine Freunde haben bereits einen Partner“, meint Shun.
„Verstehe“ murmle ich.
„Eine Möglichkeit fällt mir da noch ein“, spricht er weiter.
„Und welche?“
Misstrauisch schaue ich ihn an. Was er wohl vorhat?
„Lass uns doch ein Team bilden!“
„Hä!?!“ Damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet und so besonders gefällt mir die Idee offen gestanden auch nicht.
„Komm schon als kleine Wiedergutmachung, weil du mich angerempelt hast und ich dann beinahe zu spät zu meinem Kampf gekommen wäre. Also?“, versucht Shun mich zu überzeugen.
„Meine Güte kannst du fies sein. Aber na gut du hast gewonnen. Nehmen wir also zusammen an dem Wettbewerb teil“, seufze ich.
„Klasse, dann komm! Wir müssen uns noch als Teilnehmer registrieren lassen. Die Anmeldefrist läuft gleich ab.“
Mit diesen Worten nimmt er meine Hand und zieht mich mit.
‚Meine Güte, worauf hab ich mich jetzt wieder eingelassen?! Kann er nicht wenigstens meine Hand loslassen?!’ denke ich mir, lasse mich aber von Shun mitziehen.
Nachdem die Formalitäten abgeschlossen sind, verabschiede ich mich eilig von ihm und gehe nach Hause.
Wahrscheinlich hätte er mich jetzt nach einem Probematch gefragt, damit er ein Bild von meiner Kampftechnik bekommt, aber auf einen unnötigen Kampf hatte ich keine Lust, obwohl es eine gute Gelegenheit gewesen wäre, ihn ein bisschen besser kennen zu lernen.
‚Was soll´s, wir sind ja jetzt ein Team, da wird es solche Gelegenheiten noch öfter geben.’
Unser erster Kampf findet bereits morgen statt.
„Was soll das, einfach so mit dem ein Team zu gründen?!“, meldet sich plötzlich mein wütendes Bakugan zu Wort.
„He glaubst du vielleicht ich hatte das so geplant!?“, verteidige ich mich.
„Du weisst genau, wie ich es hasse, gegen einen Haufen Schwächlinge antreten zu müssen! Und dann noch in einem Team!“, schimpft mein Partner weiter.
„Entschuldige aber jetzt ist es nun mal so. Ich bitte dich trotzdem mitzumachen“, antworte ich ruhig.
„Als ob ich schon groß eine Wahl hätte.“
Mit diesen Worten zieht sich mein Partner in seinen Ball zurück.
Ich muss lächeln. Er ist zwar leicht reizbar, hält aber immer zu mir und kann mir keine Bitte abschlagen.
Ich war ziemlich überrascht, als ich anfing Bakugan zu spielen und eines Tages ein sprechendes Bakugan fand.
Natürlich war ich im ersten Moment ein wenig geschockt, aber dann sind wir schnell beste Freunde geworden, vermutlich auch, da wir uns sehr ähnlich sind: beide sture Einzelkämpfer, aber auch sehr loyal.
Außerdem verfügt er über einen sehr hohen Grundpowerlevel, im Kampf verlassen wir uns daher meist auf rohe Gewalt.
Diese „mit-dem-Kopf-durch-die-Wand“-Technik funktioniert zwar nicht immer, aber sehr oft und daher sind wir durchaus in der Lage, uns mit den weltweit besten Spielern messen.

Heute beginnt der Kampf-Wettbewerb!
Alle sind total aufgeregt und reden schon lange von nichts anderem mehr.
Ich gebe zu, ich selbst bin auch ein kleines bisschen nervös, was eigentlich eher untypisch für mich ist.
Es liegt aber weniger an den bevorstehenden Kämpfen sondern eher an ihm.
Ich bin gespannt, wie wir uns zusammen schlagen werden.
Ich betrete gemeinsam mit Shun die Kampfarena.
Auch unsere Gegner sind schon dort.
Das Feld wird geöffnet, die Bakugan nehmen ihre Positionen auf dem Spielfeld ein und der Kampf beginnt!
Ich kenne Shun´s Strategie, da ich ihm ja schon mal beim Kämpfen zugesehen habe und habe meine daran angepasst.
Der Kampf ist schnell entschieden, unsere Gegner hatten keine Chance.
Auch die übrigen Vorrundenkämpfe laufen ähnlich ab und wir kommen fast mühelos in die nächste Runde, die morgen stattfindet.
„Wow ich wusste nicht, dass du so gut bist“, meint Shun, als wir noch ein wenig durch den Bakugan-Interspace schlendern.
„Ach was das war doch nichts. Wir sind halt ein gutes Team“ antworte ich leicht verlegen, „auch wenn diese Team-Sachen ja eigentlich nicht so mein Fall sind“ füge ich noch kleinlaut hinzu.
„Ja meine eigentlich auch nicht.“
Verwundert sehe ich ihn.
„Wieso hast du mich dann gefragt, ob wir gemeinsam hier antreten?“, will ich nun vor Shun wissen.
„Ach na also…“, Die Frage ist ihm sichtlich unangenehm. „…irgendwas hat mich eben dazu angetrieben.“
Wird er etwa leicht rot? Ich muss lächeln.
„Ich verstehe, was du meinst.“
„Echt?“, fragt er nun irritiert.
„Echt!“, bestätige ich. Manchmal gibt es einfach Dinge im Leben, die man macht, ohne einen bestimmten Grund zu haben, aus einer Eingebung heraus oder so ähnlich.
Kurz liegt ein Schweigen zwischen uns.
„Also ich muss jetzt los. Wir sehen uns dann morgen“, ergreife ich schließlich das Wort
„Ja bis Morgen“, erwidert er und so trennen sich unsere Wege für heute.

Am Abend nehme ich ein schönes heißes Bad.
Doch richtig entspannen kann ich mich nicht.
‚Shun .. wieso muss ich die ganze Zeit nur an ihm denken?’
Ich lege den Kopf in den Nacken und starre zur Decke.
‚Ich hoffe, wir können uns auch noch sehen, wenn der Wettkampf vorüber ist.’
Mit diesen Gedanken schließe ich meine Augen.

Heute findet nun endlich die Finalrunde statt!
Die Gegner sind zwar etwas stärker als in den Vorrunden, aber trotzdem gewinnen wir einen Kampf nach dem anderen.
Selbst als wir im Finale gegen Dan antreten müsst, gewinnen wir diesen Kampf dank einer perfekten Team-Kombi, die uns offen gesagt beide selbst überrascht hatte.
Ich brauche erst einmal ein paar Momente, bevor ich überhaupt realisiert habe, was gerade passiert ist.
Mir ging es ja eigentlich nur darum, in Shun´s Nähe zu sein, als den Wettkampf  zu gewinnen.
Daran, dass wir jetzt als Sieger hier stehen könnten, habe ich nie gedacht.
Da steht Dan auch schon vor euch: „Glückwunsch zu Sieg! Euer letzter Zug hat mich echt überrascht. Sag mal Shun, willst du mir deine Freundin denn gar nicht vorstellen?“
Bei dem Wort „Freundin“ zuckt Shun kaum merklich zusammen.
Auch mir ist es unangenehm und ich merke, dass ich noch nie über die Beziehung zwischen Shun und mir nachgedacht habe.
Eigentlich sind wir doch nur Teamkollegen, oder? Andererseits gefällt es mir sehr, in seiner Nähe zu sein und Zeit mit ihm zu verbringen.
Nach einem kurzen Gespräch mit Dan haben Shun und ich uns irgendwo ein ruhiges Plätzchen gesucht.
Wir reden über alles Mögliche und verstehen uns einfach super.
In unser Gespräch vertieft merken wir gar nicht, wie schnell die Zeit doch vergeht.
Mittlerweile ist es schon sehr spät geworden und so beschließen wir, für heute Schluss zu machen.
„Sehen wir uns morgen wieder?“, fragt Shun mich noch.
Dabei sieht er mir direkt in die Augen und ich spüre, wie ich leicht rot werde.
„Klar gerne, bis dann“ gebe ich ihm schließlich freudestrahlend zur Antwort.

Und so kam es, dass wir uns fast jeden Tag im Bakugan-Interspace treffen.
Das geht jetzt schon einige Wochen so.
Ich fühle mich in Shun´s Nähe einfach wohl und geborgen.
Ich musste mir einfach irgendwann eingestehen, dass ich mich in Shun verliebt hatte!
Doch ihm davon erzählen, dass würde ich nie, weil ich einfach zu viel Angst habe, er würde mich zurückweisen und das wiederum würde nur unsere Freundschaft zerstören.
Außerdem entsprechen solche Aktionen gar nicht meiner Art.
Auch heute wollen wir uns wieder treffen.
Gerade als ich den Bakugan-Interspace betreten habe, bekomme ich mal wieder ein Gespräch zwischen einigen Spielern mit: „Und das ist wirklich war?“
„Naja es ist nur ein Gerücht, aber an Gerüchten ist ja bekanntlich immer etwas Wahres dran.“
„Genau und es würde auch erklären, weshalb diese eine Kampfarena gesperrt wurde.“
„Ein unglaublich starkes Bakugan, das nur Nachts auftaucht und mit seinen Fähigkeiten ganze Arenen zerlegt? Also ich finde das ziemlich unwahrscheinlich!“
„Hast du das gehört?“ frage ich meinen Partner.
„Ja natürlich! Ich will diesem Kerl fertig machen!“
Kampfeslustig wie eh und je. Ich lächle: „Keine Sorge das wirst du auch. Wir legen uns heute Nacht einfach auf die Lauer!“
Ich selbst habe auch richtig Lust auf den Kampf bekommen, das könnte die erste wirklich nennenswerte Herausforderung seit einer Weile sein.
„Entschuldige musstest du lange warten?“
Shun kommt auf mich zu.
„Nein ich bin ´grade erst gekommen“, erwidere ich.
Aber irgendwie macht Shun heute ein besorgtes Gesicht und redet viel weniger als sonst.
„Also was ist los?“ frage ich ihn schließlich irgendwann.
„Hast du schon von dem Gerücht gehört?“
„Das über dieses gefährliche Bakugan? Ja hab ich. Wieso?“
„Nun es ist nicht wirklich ein Gerücht. Marucho sagte, letzte Nacht sei ein unidentifizierbares Bakugan aufgetaucht und hat eine ganze Arena zerstört und einen Spieler verletzt“, erklärt er mir.
„Ach so ist das. Was werdet ihr dagegen unternehmen?“ frage ich sachte nach.
‚Ich muss vorsichtig sein. Er darf nicht wissen, dass ich gegen dieses Bakugan antreten will.’
„Wir werden morgen darüber beratschlagen.“
Puh jetzt bin ich beruhigt, denn jetzt kann ich mich voll und ganz auf diese Nacht konzentrieren.
„Ach so na dann wünsche ich euch viel Erfolg!“

Nachts ist man fast allein im Bakugan-Interspace.
Heute ist überhaupt keiner hier, da alle aus Angst nach Hause gegangen sind.
Ich suche jetzt schon seit Stunden nach dem besagten Bakugan, kann aber nichts Außergewöhnliches entdecken.
Dabei hatte ich mich schon so auf diesen Kampf gefreut.
Klar, die Sache war eigentlich ziemlich dumm und gefährlich, aber auch spannend und aufregend.
Wie heißt es denn so schön? No risk, no fun!
Aber nun bin ich wirklich kurz davor, die Suche aufzugeben, anscheinend passiert hier heute nichts mehr.
Doch plötzlich bemerke ich einen Schatten.
‚Das muss es sein’, schießt es mir sofort in den Kopf  und folge dem Unbekannten eilig.
Er rennt direkt auf eine der Arenen zu.
Jetzt bin ich mir ganz sicher, den Richtigen gefunden zu haben. Und er ist ganz offensichtlich auf einen Kampf aus!
Das triff sich gut, ich nämlich auch!
Ich betrete also die Arena.
Auf der anderen Seite steht jemand.
Ich kann nicht erkennen, wer es ist, da er einen weiten Umhang trägt mit einer Kapuze, die sein Gesicht verbirgt.
„Was ist, willst du kämpfen?“ rufe ich ihm laut hinüber.
„Nichts lieber als das. Aber mach dich darauf gefasst, zu verlieren“, ist seine Antwort.
„Wir werden sehen, wer hier gleich verliert!“, kontere ich kampfeslustig.
Das Bakugan-Feld wird geöffnet.
„Bist du bereit? Jetzt kommt’s drauf an“ frage ich meinen Partner.
„Natürlich, für wen hältst du mich eigentlich! Jetzt wirf mich schon rein!“
Ich  muss erneut lächeln. Wir haben dasselbe Temperament, da war diese Antwort war zu erwarten gewesen.
Der Kampf beginnt.
Das Bakugan meines Gegners ist gewaltig!
Sein Powerlevel ist dem meines Bakugan ebenbürtig.
Ich grinse, dieser Kampf verspricht wirklich mehr als spannend zu werden, als mein Gegner auch schon seine erste Fähigkeit aktiviert…

Wir kämpfen jetzt schon eine ganze Weile, doch keine Seite verliert an Boden.
Die Arena hat mittlerweile einige Schäden abbekommen, ist aber noch stabil.
Mein Gegner scheint ziemlich wütend zu sein, aber auch ich werde langsam ungeduldig und will endlich die Entscheidung.
Mein Gegenüber schreit mich an: „Was soll das! Jetzt bist du dran!“
Scheint, als würde er nun sein Ass einsetzten, aber das wird ihm nichts nützen, denn auch ich spiele meine absolut beste Fähigkeitskarte aus.
Ich habe sie noch nie in einem Kampf benutzt, weil sie einfach zu stark ist und daher bin ich nicht ganz sicher, ob die Arena einer solchen Energie standhält.
„Finden wir´s doch einfach raus! Fähigkeit aktivieren“, rufe ich entschlossen.
Gleich darauf prallen auch schon zwei mächtige Energiestrahlen aufeinander.
Keine Seite gibt nach.
Alles um uns herum fängt an zu wackeln und  die Tribünen brechen auseinander.
Aber davon darf ich mich so kurz vor dem Ziel nicht beirren lassen.
Ich werde nicht verlieren!
„Los gib noch mal alles!“, feuere ich mein Bakugan ein letztes mal an.
Dann explodieren die Energien und eine gewaltige Staubwolke entsteht.
Als ich wieder sehen kann, blicke ich als erstes auf die Lebensanzeigen.
Meine zeigt 150, die meines Gegners ist bei 0.
Ich atme tief durch, ich hab es tatsächlich geschafft.
„Sieht aus als hätte ich gewonnen“, rufe ich triumphierend dem unbekannten Spieler zu.
„Schon gut ich gestehe meine Niederlage ein, aber glaub bloß nicht, dass das das letzte mal war!“, gibt er zähneknirschend zurück, bevor plötzlich verschwunden ist.
Verwundert bleibe ich zurück.
Wo ist der so schnell hin verschwunden? Aber der Trick ist nicht schlecht.
Mein Bakugan ist inzwischen in seine Ballform zurückgekehrt.
Erleichtert lasse ich mich zu Boden sinken.
Doch zu spät realisiere ich, dass um mich herum alles einstürzt.
Zu allem Überfluss fliegt ein großes Trümmerteil direkt auf mich zu.
Mir bleibt keine Zeit mehr auszuweichen.
Doch da taucht auf einmal jemand neben mir auf, nimmt mich auf den Arm und ist blitzschnell mit mir draußen.
Erst jetzt kann ich sehen, wer mich gerettet hat.
„Shun was machst du hier?“, frage ich ihn.
„Das sollte ich dich vielleicht lieber fragen! Wieso hast du gegen den gekämpft?!“
So wütend hast du ihn noch nie erlebt, das ist fast schon ein bisschen beängstigend.
„Es ist doch meine Sache, gegen wen ich kämpfe, oder?!“, gebe ich kleinlaut zurück.
„Aber nicht wenn du dich dabei in solche Gefahr begibst! Was wäre, wenn ich nicht rechtzeitig gekommen wäre?!“
Ok der Punkt geht an ihn.
„Es tut mir leid“ sage ich daher leicht geknickt.
„Ich mach mir einfach Sorgen um dich“ antwortet er leise.
„Aber weshalb, ich verstehe das nicht.“
Eigentlich hätte es ihm doch egal sein können, warum ich mitten in der Nacht so einen Kampf bestreite.
Es hätte ihm egal sein können, warum ich mich so leichtfertig in Gefahr begebe.
Und es hätte ihm egal sein können, wenn mir dabei was passiert.
Warum nur hat er sich für mich in eine solche Gefahr gebracht?
„Na ganz einfach weil …“, beginnt er zu sprechen, schrickt dann aber zurück.
Was wollte er denn jetzt sagen? Doch nicht etwa?!!
Ich sehe ihn eindringlich an.
Könnte es wirklich wahr sein?
Er bewegt seinen Kopf ganz nach an mein Gesicht und sieht mir (wieder mal) tief in die Augen.
Er schluckt kurz und scheint sich irgendwelche Worte zu Recht zu legen.
„Weil ich dich liebe“ sagt er schnell und schaut danach auf den Boden.
Erst weiss ich gar nicht, wie mir geschieht, aber ich habe mich doch auch nicht verhört, oder?
Aber dann bin ich einfach nur überglücklich.
Ich schließe für einen kurzen Moment die Augen, hole tief Luft und sage dann: „Ich liebe dich auch.“
Überrascht sieht er mich an.
„Wirklich?“
„Wirklich!“, bestätige ich ihm.
Doch plötzlich kommt er meinem Gesicht immer näher, zu spät verstehe ich.
Dann küsst er mich.
Erst ganz zart und vorsichtig, dabei schlinge ich meine Arme um seinen Nacken.
Als er merkt, dass es mir gefällt und ich seinen Kuss erwidre, wird er leidenschaftlicher.
So hätte ich den Kuss von ihm nie erwartet, aber es gefällt mir sehr.
Am liebsten wünschte ich, sollte dieser Moment ewig dauern.
Mit viel Mühe lösen wir uns voneinander und schauen uns an.
„Du kannst … mich jetzt wieder runterlassen“, bemerke ich neckisch, denn Shun hielt mich nämlich die ganze Zeit noch in seinen Armen.
Es erinnert mich stark an unsere erste Begegnung.
Er setzt mich also ab, hält mich aber immer noch fest umschlungen.
Ich schmiege meinen Körper enger an seinen und genieße einfach nur seine Nähe, bevor er mich wieder zu küssen beginnt…
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