Von Schränken und anderen Problemen

von cerasum
GeschichteRomanze / P16 Slash
Ezekiel "Zeke" Falcone Ginger Falcone Luther Jerome Waffles
15.01.2012
15.01.2012
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Als erstes möchte ich mich entschuldigen bei allen die meine anderen Geschichten vielleicht auch gelesen haben. Ich habe mit Schrecken gesehen, dass es fast ein Jahr her ist, dass ich "Eines Nachts bei Luther im Bett" reingestellt habe und es immer noch kein zweites Kapitel gibt...

Es tut mir wirklich furchtbar leid.

Ich verspreche mich anzustrengen, aber ich bin grad im Maturajahr. also hab ich nicht wirklich viel Zeit.

So... aber jetzt kommt mal eine neue Geschichte über die zwei süßen Skater...
vielleicht belasse ich es bei einem Kapitel, weiß ich noch nicht

Hier ist ein Schrank (Schwank) aus Zeke und Luthers Leben

Dazu eine kleine Anekdote (wem das nicht interessiert muss es nicht lesen, ich will das jetzt aber erzählen):

Letztes Jahr, als ich mit meiner Klasse auf Schulausflug war und uns irgenwann das Gesprächsthema ausging sagte eine meiner Freundinnen:

"T, erzähl einen Schrank aus deinem Leben"

Sie wollte Schwank sagen, hat sich versprochen. Meine andere Freundin, T, hat das nicht mitgekriegt und hat dann tatsächlich darüber nachgedacht etwas über einen Schrank zu erzählen.

"Gestern im Gang da bin ich gegen einen gelaufen."

Ich war dabei. Sie is neben mir gegangen und dann ist sie einfach gegen diesen Kasten gelaufen. Der war sogar auf Augenhöhe, keine Ahnung wie sie das gemacht hat...
Sie schafft so was immer irgendwie...
Auf jedenfall war das ab da an der Running-Gag und wenn uns langweilig war, hatten wir sogar ein Gesprächsthema, wir haben einfach über Kästen geredet, total schwachsinnig eigentlich.

Ich gebs zu, dass diese Geschichte wirklich unnötig ist, aber sie hat mich immernhin auf den Titel der Geschichte gebracht... und ich find es immer noch lustig...

Da ihr mein Geschwafel ertragen habt, kommt jetzt die Geschichte

Viel Spaß

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Jetzt war es passiert. Er hatte es schon kommen sehen als irgendwer die tolle Idee hatte dieses Spiel zu spielen. Jetzt war er mit Luther in einem Wandschrank gesperrt und es war noch nicht einmal eine Minute vergangen. Sie sprachen nicht miteinander. Es war ziemlich eng hier. Zeke konnte schon verstehen warum man sich hier drinnen näher kommt.

„Hast du ne Idee was wir jetzt machen?“, fragte er leise, um wenigstens die Stille zu brechen. „Wir müssen noch etwa sechs Minuten totschlagen.“

„Ich denke nicht, dass man hier drinnen so viel machen kann“, antwortete Luther.

Zeke seufzte. Er war ja nur froh, dass niemand auf die Idee gekommen ist ihn zusammen mit Lisa hier rein zu stecken. Luthers Gesellschaft war da tausend Mal angenehmer. Ach was, abertausend Mal!

Zekes Hand wanderte plötzlich durch Luthers Haare und fing an ihn zu kraulen. Er konnte sich selbst nicht erklären wie das passieren konnte, aber Luther schien es nicht zu stören. Es schien ihm sogar zu gefallen.

Wenn Zeke ehrlich zu sich selbst war, war doch schon lange etwas zwischen ihnen. Sie machten alles miteinander. Sie teilten alles miteinander. Er war der wichtigste Mensch in seinem Leben und er würde alles für ihn tun. Sie führten doch praktisch schon so etwas wie eine Beziehung. Seit mehreren Monaten hatte keiner von ihnen Interesse an einem Mädchen gehabt. Sie wollten einfach nur Zeit miteinander verbringen. Warum hatte er das denn bis jetzt nicht bemerkt?

Er ging einen Schritt vorwärts und kam Luther damit noch näher.

„Eigentlich fand ich dieses Spiel bescheuert“, flüsterte er und fing dann an Luther zu küssen.
Der Kuss war zärtlich und vorsichtig. Es fühlte sich so neu an und es war einfach schön. Es war besser als alles, was er bisher erlebt hatte. Zeke fragte sich wirklich warum sie das nicht schon früher gemacht hatten?
Das hier war sowas wie die logische Weiterführung ihrer Beziehung. Das war einfach nur der nächste Schritt.

Luther fing an den Kuss zu erwidern. Es fühlte sich kein bisschen seltsam an Zeke zu küssen. Es war fast so als würden sie das schon immer machen.
Sie teilten schließlich alles miteinander. Warum dann nicht auch das hier?
Zeke legte seine Hände um Luther und zog ihn näher an sich ran. Er strich über Luthers Rücken auf und ab und blieb schließlich bei seinem Hintern stehen.
Aus Luftmangel mussten sie sich dann doch irgendwann wieder voneinander trennen.

„Warum sind wir denn nicht von selbst auf diese Idee gekommen?“, fragte Zeke flüsternd.

„Ich weiß auch nicht“, meinte Luther und küsste Zeke wieder.

Sie merkten beide nicht wie die Zeit verging. Erst als plötzlich die Schranktür wieder aufging.

„Ich wusste, dass zwischen den Beiden was läuft!“, schrie Kojo. „Du schuldest mir zehn Dollar!“, wandte er sich an Lisa.

„Zeke, wie konntest du nur!“, schrie diese empört. „Ich dachte unsere Liebe sei etwas Besonderes!“

Zeke und Luther starrten die Beiden verdutzt an. Es standen auch noch ein paar andere vor dem Schrank. Die meisten interessierten sich allerdings nicht für sie.

„Ähm… welche Liebe?“, fragte Zeke. Die Braunhaarige stutzte kurz und verschwand dann empört. Kojo lief ihr hinterher. „Du schuldest mir immer noch zehn Dollar!“, rief er.

Kurz  darauf kam ein blonder junger Mann, dessen Namen Zeke nicht mehr wusste, mit einem Mädchen im Schlepptau.  „Leute, eure sieben Minuten sind vorbei!“, sagte er und zog sie aus dem Schrank. „Sucht euch ein Zimmer“, fügte er noch hinzu und warf Luther ein Kondom vor die Füße, bevor er mit dem Mädchen im Wandschrank verschwand.
Zeke und Luther wandten ihre Blicke auf das Kondom und sahen sich dann beschämt an. Sie waren sich wohl einig, dass sie in ihrer Beziehung noch nicht so weit waren. Andererseits waren sie zwei siebzehnjährige, schwanzgesteuerte Teenager. Bevor einer der beiden etwas sagen konnte kam Dani auf sie zu gestürmt.

„Zeke deine Schwester ist… ähm… sagen wir, es geht ihr nicht so gut. Du musst mitkommen“, sagte sie und zog ihn mit sich mit in den Garten. Luther folgte ihnen, hob allerdings zuvor noch das Kondom auf.

Im Garten stand Ginger und war gerade dabei sich zu übergeben. Zeke löste sich von Dani und lief zu seiner Schwester.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte er besorgt und hielt Ginger ihre Haare aus dem Gesicht. Das Mädchen beruhigte sich wieder und sah Zeke mit glasigen Augen an.
„Hey Brüderchen“, sagte sie und klang dabei ziemlich benebelt.

„Bist du betrunken?“

„Neeeein! Ich bin nicht betrunken“, lallte Ginger und entfernte sich etwas von Zeke. „Ich bin nur… Huch!“ Sie stolperte über irgendetwas, was nicht da war. Zeke konnte sie zum Glück noch auffangen.

„Ginger, was hast du getrunken?“, fragte er sie und hielt sie dabei ganz fest, damit sie ihn anschauen musste. Ginger musste gar nicht erst antworten, als er ihr die Frage stellte hörte er hinter sich schon zwei Burschen kichern, was Zeke Beweis genug war um sagen zu können, dass die Beiden etwas mit der Betrunkenheit seiner Schwester zu tun haben. Er drehte sich zu ihnen um und ging langsam auf sie zu. „Findet ihr das etwa witzig? Sie ist erst dreizehn!“

Dani ging zu Ginger um dafür zu sorgen, dass es ihr gut geht, während Luther zu Zeke lief, um ihn davon abzuhalten die zwei Typen zu verprügeln, was sich als gar nicht mal so einfach erwies.

„Luther! Lass mich los!“, rief der Braunhaarige wütend und versuchte sich aus Luthers Klammergriff zu befreien.

„Ich bitte dich Zeke. Die zwei sind es doch nicht wert“, versuchte er seinen Freund zu beruhigen, was tatsächlich funktionierte. Luther ließ Zeke wieder los. Er legte bloß eine Hand auf seine Schulter, um sicher zu gehen, dass er nicht doch auf die anderen losging  „Ich fahr dich und Ginger nach Hause“, sagte der Rothaarige und drehte den anderen gleichzeitig um, sodass er die Jungen nicht mehr im Blickfeld hatte. Die Beiden wagten es nicht auch nur einen Mucks von sich zu geben.

Zeke nahm im Vorbeigehen Ginger an der Hand und führte sie mit sich zu Luthers Auto.

Während der Fahrt sprachen sie kein Wort miteinander. Nur Ginger, die vom Rücksitz aus die Lieder, die aus dem Autoradio kamen, mitsang, war gut drauf.
Als sie dann in Zekes Garage vor der Tür zum Haus standen, wandte sich der Braunhaarige an seine kleine Schwester.

„Ginger, es ist jetzt sehr wichtig, dass du leise bist, während wir ins Bett gehen“, erklärte er ihr.

Wenn ihre Eltern aufwachen und merken, dass Ginger betrunken ist, dürfte sie nie wieder das Haus verlassen. Und was noch viel schlimmer war, er dürfte dann auch nie mehr das Haus verlassen!

„Ich will nicht ins Bett gehen! Ich bin überhaupt nicht müde“, protestierte Ginger und gähnte daraufhin einmal tief, um das Gegenteil zu beweisen. „Außerdem kannst du mir sowieso nicht sagen, was ich zu tun habe“, fügte sie noch gestikulierend hinzu und verlor dabei das Gleichgewicht. Zum Glück stand Luther gerade hinter ihr und fing sie auf.
Ginger machte keinerlei Anstalten wieder von alleine aufzustehen. Sie lehnten sich einfach an Luther, der sie kurzerhand hochhob.
Mit einem Blick erklärte er Zeke, dass er sie tragen würde, worüber Zeke ihm mehr als dankbar war.

„Und jetzt Pshht!“, sagte der Braunhaarige mit Ausdruck.

Ginger kicherte. „Pshht!“, wiederholte sie und legte ihren rechten Zeigefinger auf ihre Lippen.

Zeke öffnete vorsichtig die Tür zum Haus und schaute, ob die Luft rein war. Es war nichts zu hören oder zu sehen, also bedeutete er Luther weiter zu gehen.
So leise wie nur irgend möglich schlichen sie die Treppe hinauf. Ginger kicherte ab und zu, aber ansonsten war sie ruhig. Es wäre zu riskant gewesen, dass Licht auf zu drehen.
Als sie oben angekommen waren stieß Zeke gegen einen Schrank, den er nicht gesehen hatte. Er unterdrückte einen Schmerzensschrei. Vielleicht wäre es doch nicht so schlecht gewesen, das Licht aufzudrehen.
Kurz darauf knallte Luther gegen Zeke, und der krachte noch einmal gegen den Schrank. Zeke schaffte es noch einmal nicht vor Schmerz zu schreien, aber es machte doch einen ziemlichen Krach.

„Pshht!“, sagte Ginger sofort und lachte unwillkürlich dabei.

So schnell er konnte riss Zeke Gingers Zimmertür auf, zog Luther zusammen mit Ginger in das Zimmer und schloss die Tür hinter sich wieder.
Zeke hielt vor Angst die Luft an und auch Luther wagte es nicht etwas zu sagen. Erst nach etwa einer Minute, in der nichts vor der Tür zu hören war, beruhigten sie sich wieder. Zeke atmete wieder durch und sah zu Luther und Ginger.

Ginger war eingeschlafen.

„Leg sie ins Bett“, sagte Zeke leise und schlug Gingers Bettdecke zurück.

Luther legte sie vorsichtig hin. Ginger schlief einfach seelenruhig weiter.

„Wir sollten ihr vielleicht die Jeans ausziehen“, schlug Luther vor.

„In ihrem Kasten ist sicher ein Pyjama oder so etwas“, meinte Zeke und ging rüber zum Wandschrank. Als er ihn geöffnet hatte, hatte er keinen Plan wo Gingers Schlafanzüge sein könnten. Er hatte nicht einmal ansatzweise eine Vorstellung davon.

Er konnte nicht einfach Gingers Klamotten durchwühlen. Das wäre so, als würde sie seine Skateboards anrühren oder beschädigen. Diese Grenze durfte einfach nicht überschritten werden. Das war eine Art ungeschriebenes Gesetz zwischen ihnen.

Luther war ja noch da.

Er ging rüber zu Zeke, griff einmal in den Schrank und zog einen hellblauen Pyjama heraus.
Er reichte ihn Zeke, der ihn nur fassungslos anstarrte.

„Ist ne Begabung“, sagte Luther schulterzuckend. „Ich muss nicht einmal hinsehen und erwische immer das Richtige.“

„Danke“, sagte Zeke etwas verunsichert.

Luther wusste alles über ihn. Das wusste Zeke. Er konnte auch nichts vor ihm verheimlichen. Er kannte ihn einfach zu gut. Manchmal glaubte er, Luther kannte ihn sogar besser, als er sich selbst.
Umso mehr überraschte es ihn, wie er immer wieder Neues über Luther herausfand. Jedes Mal, wenn er glaubte ebenfalls alles über Luther zu wissen, entdeckte er eine neue Eigenschaft an ihm. Ab und zu Dinge, die Luther selbst nicht über sich wusste und dann wieder so etwas wie gerade eben. Nichts Wichtiges. Nichts, was man unbedingt wissen musste. Aber trotzdem wollte er es wissen.

„Ich werd ihn ihr anziehen. Du kannst inzwischen in meinem Zimmer warten“, meinte Zeke, nicht sicher, ob Luther das auch wollte, oder ob er lieber nach Hause fahren würde.

„Klar“, sagte Luther nur und nickte. Dann verschwand er aus dem Zimmer.

Zeke zog Ginger ihre Klamotten aus, was sich als schwieriger, als erwartet herausstellte. Der Braunhaarige hätte niemals gedacht, dass das erste Mädchen, dass er ausziehen würde seine kleine Schwester sein würde, und wenn das mit ihm und Luther etwas wird, würde sie vermutlich auch das letzte Mädchen sein, dass er auszog. Zumindest hoffte er das.
Zeke zog Ginger wieder an und auch das hätte er sich niemals erträumen lassen.
Er schwor sich selbst, so etwas nie wieder zu tun. Nächstes Mal konnte sie in ihrer normalen Kleidung schlafen. Sollte es ein nächstes Mal geben.
Wenn, würde er dafür sorgen, dass das erst in etwa zehn Jahren der Fall sein wird. Davor konnte er darauf wirklich verzichten.

Der aktuelle Stand der Dinge war, dass er in Gingers Zimmer stand, während Luther in seinem Zimmer auf ihn wartete.
Seine dreizehnjährige Schwester war betrunken, lag in ihrem Bett und schlief wie ein Stein.
Er hatte heute erkannt, dass er in Luther verliebt war und ein Dutzend Leute haben gesehen, wie sie sich geküsst haben. Spätestens am Montag würde das also die gesamte Schule wissen.

Er sollte mit Luther darüber reden.
Klar stellen, was das zwischen ihnen bedeutet. Es hatte nämlich ganz bestimmt etwas zu bedeuten, das spürte er.

Luther saß auf Zekes Bett und wartete.
Er hatte es sich jetzt schon so oft vorgestellt, wie es wäre Zeke zu küssen und heute war es endlich passiert.
Er wusste schon lange, dass zwischen ihnen mehr war als nur Freundschaft. Er hatte nur darauf gewartet, dass Zeke das auch bemerkte.

Als Zeke ins Zimmer kam stand er auf.

„Geht es Ginger gut?“, fragte er. Er wusste nicht, was er sonst sagen sollte.

„Sie schläft. Ich hab die Badezimmertür geöffnet, für den Fall, dass ihr schlecht wird...“

Dann war es still. Es dauerte über eine Minute bis sich einer der Beiden wieder traute zu sprechen.

„Luther... was sind wir jetzt? Ich meine... bist du mein Freund?“, fragte Zeke.

Luther starrte währenddessen auf den Boden. Er hatte diese Frage erwartet. Was sollte er denn darauf antworten? Wie würde Zeke darauf reagieren?

„Willst du denn... dass ich dein Freund bin?“, stellte er deshalb eine Gegenfrage und sah Zeke an.

Jetzt war Zeke derjenige, der auf den Boden starrte.

„Naja... ich... ich denke... schon...“, stotterte er und blickte wieder auf. Luther schenkte ihm ein schüchternes Lächeln.

Eine Weile sahen sie sich bloß in die Augen, dann machte Luther einige Schritte nach vorne, bis er direkt vor Zeke stand.
Er legte seine Hände auf Zekes Schultern und kam dann seinem Gesicht langsam näher.

Zeke bewegte sich nicht. Er schloss einfach nur die Augen und wartete sehnsüchtig darauf, dass Luther ihn küsste.
Es trennten sie nur noch wenige Zentimeter voneinander. Ihre Lippen berührten sich schon beinahe, als plötzlich Zekes Handy anfing zu vibrieren.

Aus dem Kuss wurde bloß ein kurzes Bussi, ehe Zeke sein Handy aus der Hosentasche zog.
Dani rief ihn an. Sie wollte vermutlich wissen, wie es Ginger geht.

Zeke wollte mal nicht so sein, also hob er ab.

„Zwischen dir und Luther ist was passiert und du erzählst es mir nicht?!“, kam sofort laut und vorwurfsvoll durch den Hörer.

„Ginger geht es gut, danke der Nachfrage“, entgegnete Zeke sarkastisch.

„Lenk hier nicht vom Thema ab!“, rief Dani. Sie wurde von irgendjemandem, der wohl neben ihr stand, unterbrochen. Zeke verstand diesen jemand nicht, aber er fragte sich ernsthaft wie viele jetzt wohl um Dani herum versammelt waren, weil sie sich für die Beziehung zwischen ihm und Luther interessierten.
„David will wissen, was ihr mit dem Kondom gemacht habt“, sagte Dani schließlich.

David! Das war der Name des Blonden, den Zeke vergessen hatte.

„Das Kondom?“, wiederholte Zeke fragend und sah zu Luther, der augenblicklich rot wurde und wieder auf den Boden starrte.
„Also, ich hab es nicht aufgehoben“, sagte Zeke grinsend. Er sah Luther an, dass er es hatte.

„Dann erzähl mir wenigstens, was in dem Wandschrank passiert ist!“, forderte Dani.

„Jetzt nicht“, sagte Zeke und legte auf.

Dani war seine und Luthers beste Freundin, aber sie war ab und zu eindeutig zu neugierig.
Dass er gerade aufgelegt hatte, würde sowieso nichts daran ändern, dass er ihr alles erzählen müsste, da sie einfach nicht locker lassen würde.

Aber später war besser als früher.

Zeke steckte sein Handy zurück in die Hosentasche und machte den Schritt vorwärts, den er sich vorhin von Luther getrennt hatte.
Er hob Luthers Kinn an und zwang ihn somit ihn anzusehen.

„Du hast es aufgehoben?“, fragte Zeke immer noch grinsend.

„Ich wollte es nicht am Boden liegen lassen“, entgegnete Luther etwas verunsichert.

Zeke vereinte ihre Lippen. Dieses Mal war es nicht nur ein Bussi. Zeke war auch nicht so vorsichtig, wie in dem Wandschrank. Er spielte mit Luthers Zunge und massierte sie. Dieser Kuss war voller Leidenschaft.

Zeke bewegte sich langsam vorwärts und führte Luther so rückwärts zu seinem Bett. Ohne den Kuss zu unterbrechen legte er Luther hin und platzierte sich selbst über ihn. Dabei begann er damit ihre Unterleibe aneinander zu reiben. Er fühlte, wie Luther das genoss und auch er selbst war überwältigt davon.
Er liebte das. Es erregte ihn. Und auch Luther erregte es, das konnte er spüren.

Zeke beendete den Kuss völlig außer Atem.

„Wir sind noch nicht so weit, oder?“, fragte er vorsichtshalber. Er wusste die Antwort schon, bevor Luther seinen Kopf schüttelte, zu mehr war er gerade nicht fähig. Zeke war ja selbst dieser Meinung, obwohl er sich nicht sicher war, ob sie sich wirklich zurückhalten könnten.

Er küsste Luther noch einmal. Dieses Mal kürzer, aber mit genau derselben Leidenschaft.

„Und wie weit sind wir?“, fragte er dann.

„Mal sehen“, meinte Luther und zog den Braunhaarigen wieder zu sich runter in einen weiteren Kuss. Er strich über Zekes Rücken auf und ab und unter sein T-Shirt.
Zeke stöhnte in den Kuss hinein, während Luthers Hände wieder hinab glitten und den Saum seines Shirts packten. Er zog es Zeke über den Kopf und nahm den Kuss sofort wieder auf, dabei drehte er sich einmal, sodass Zeke jetzt unter ihm war.

Zeke musste sich etwas mit Luthers Zippverschluss spielen, um ihn zu öffnen. Sobald ihm das gelungen war half Luther ihm dabei seine Weste los zu werden. Kurz darauf landete auch Luthers T-Shirt auf dem Fußboden.
Nun konnte Zeke ungehindert über Luthers nackten Oberkörper fahren und auch umgekehrt.

Sie konnten beide die steigende Erregung des anderen durch den Stoff ihrer Jeans fühlen, aber das war ihnen noch nicht genug.

Zeke öffnete Luthers Hose und ließ seine Hand hineingleiten. Luther stöhnte in ihren Kuss hinein und bewegte sich gegen Zekes Hand.
Zeke folgte seinen Bewegungen und massierte ihn. Er konnte nicht sagen warum, aber er hatte das Gefühl ihn erregte das hier mehr als Luther. Er spürte, dass es bei ihm nicht mehr lange dauern würde.

Luther hatte ähnliche Gedanken. Er drückte Zeke so fest es ging an sich. Er hatte Angst davor ihren Kuss zu beenden, weil er sich nicht sicher war, ob er still sein konnte.
Irgendwann ging ihm jedoch die Luft aus und er musste sich doch von Zeke lösen. Ein unterdrücktes Stöhnen kam über seine Lippen.

„Zeke…“

„Was ist?“

„Hör bloß nicht auf…“

Das hatte Zeke sowieso nicht vor gehabt. Er begann zusätzlich noch damit Luthers Hals zu küssen.
Luther stöhnte. Er schaffte es nicht mehr, es zu unterdrücken.
Zeke küsste Luther wieder auf den Mund, um das zu unterbinden.

„Willst du meine Eltern aufwecken?“, flüsterte er ihn ins Ohr.

„Nein… ohh… mhh… nein… jaa… Zeke… Zeke…!“

Der Braunhaarige küsste ihn nochmals, um ihn ruhig zu stellen.
Er fühlte, wie Luther seinem Orgasmus immer näher und näher kam, bis er schließlich endlich da war und es war mit Abstand, das erotischste, das Zeke jemals erlebt hatte.
Keine drei Sekunden später kam auch er, ohne von Luther berührt worden zu sein.

Es dauerte über fünf Minuten, bis die beiden wieder bei Atem waren.

„Das war…“

„Ja.“

„Und du warst…“

„Ja.“

„Ich…“

Zeke küsste Luther einfach wieder.

„Gute Nacht“, flüsterte er und schloss sofort die Augen.

„Ich liebe dich“, sagte Luther, so leise, dass Zeke es wahrscheinlich nicht einmal gehört hätte, wenn er nicht schon längst im Reich der Träume gewesen wäre.
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