Die Suche nach Johanna

GeschichteHorror, Tragödie / P16
Anthony Benjamin Barker Johanna Barker
11.01.2012
21.02.2012
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Vielleicht passiert ja heute auch gar nichts. Den Restlichen Weg jogge oder gehe ich zur Schule. Zwischendurch muss ich noch abbiegen und nach einer langen Zeit, bin ich dann auch da. Meine Freundinnen warten auch schon unter dem Schuldach auf mich. Mit einem Lächeln begrüße ich sie.
„Du bist viel zu spät“, sagt Bevely.
Sofort seufze ich.
„Wie siehst du schon wieder aus“, beschwert sich Jessika.
Ich stelle meine Ohren wieder auf Taub. Bevely und Jessika sind zwei Geschwister, die die besten Tipps fürs Aussehen haben, nur leider will ich das nicht hören. Beide wollen mich dazu bringen, ein Kleid zu tragen, doch sie schaffen es nicht. Jeden Tag, in der Schule halten sie eine Predicht ab, dass ich mich anderes anziehen soll und dass ich was trage, was nicht weiblich ist. Nur einmal bin ich mit einem Rock zur Schule gekommen, hat den Beiden ja auch nicht gefallen. Sie meinten: „Es wäre schon ganz gut. Aber noch nicht perfekt.“
Das Blödste ist, dass ich auf die Beiden angewiesen bin. Die Mädchen in der Klasse finden mich zu unweiblich und die Jungs haben Angst vor mir, denn ich bin Stärker, als manch anderer in der Klasse.
Endlich klingelt es zum Unterricht und wir machen uns auf den Weg zum Englisch Raum. Auch die Schulzeit ist gleich geblieben, die Jungs in meiner Klasse haben mich geärgert und ich wehre mich nicht, ich war, wie immer gut im Unterricht und Jessika und Bevely meckerten an meine Kleidung rum. Aber alles normal und das Gefühl bleibt. Als ich dann wieder nach Hause gehe, dämmert es schon leicht. Kann man auch verstehen, schließlich ist es Herbst und ich hatte heute neun Stunden.
Als ich zu Hause ankomme, sprinte ich in mein Zimmer und leere ich meine Tasche, von dem ganzen Schrott, mit dem Namen Schulbücher aus. „Stacy, kommst du bitte.“
Ich seufze und folge den Ruf meiner Mutter, die Tasche immer noch um, aber mit den Schulsachen ausgeleert.
Mein Name hört sich so lieb an und deswegen hasse ich ihn auch. Ich will immer nur Stac genannt werden, immer noch besser, als mein Voller Name, aber meine Familie will es nicht verstehen. „Ich habe deine Jacke fertig, die du wolltest“, lächelt Mom mich an.
Sofort strahle ich. „Ja? Zeig her, bitte.“
Grinsend hält meine Mutter die Jacke hoch, die ich sofort ergreife und anziehe. „Und wie sehe ich aus?“
Sie überlegt kurz. „Da fehlt noch was.“ Kurz geht sie auf mich zu, setzt mir die Kapuze auf und geht dann wieder zurück. „So passt es perfekt.“
Ich habe meine Mutter gebeten, dass sie für mich eine Wendejacke zaubert und das hat sie auch geschafft. Die Jacke hat an beiden Seiten ein Daumenloch, wenn ich ihn da durchstecke, sieht es so aus, als hätte ich lila Pfoten. An der Kapuze habe ich dann noch schwarze Hasenohren. Auf der Jacke, an sich ist, als Motiv ein Hase, der Knopf Augen hat und an den Ohren festgenagelt ist. Der Hase ist auch ein bisschen lila, ein bisschen weiß, aber der meiste Teil ist schwarz. Die zweite Seite ist einfach nur schwarz, damit ich auch mal nicht auffallen kann.
Zum Dank, gebe ich Mom einen Kuss auf die Wange und verschwinde dann zur Tür. „Ich bin mal kurz draußen, ist wieder so ein Drang.“ Schon bin ich aus dem Haus.
Ich habe des Öfteren so einen Drag, dass ich dann wo hin muss oder einfach mal was machen muss. Das heftigste was ich je gemacht habe ist, dass ich um 22:00 Uhr Gustaf geweckt habe, weil ich ans Meer wollte. Meine Familie und ich fahren beinah jede Ferien ans Meer.
Mit den Händen in den Taschen gehe ich die Straßen lang, kein Ziel vor Augen, doch auf sein Bauchgefühl hörend. Meine Eltern sagen mir immer, dass sie sich keine Sorgen mehr machen, doch ich weiß, dass sie sich immer noch Sorgen machen, doch sie sagen mir es nicht mehr. Bis jetzt ist auch noch nichts schlimmes passiert, es war zwar schon ein paarmal ziemlich knapp, dass ich geschlagen wurde oder es haben auch welche schon mal probiert mich zu vergewaltigen, doch es hat noch niemand geschafft. Ich habe mich immer gewehrt. Ziemlich am Anfang meines Drangen habe ich gemerkt, dass ich Selbstverteidigung lernen muss, denn sonst würde noch was passieren und dann hätte ich niemals so oft und so lange raus gehen können, wie ich es heute mache.
Mein Bauchgefühl, sagt mir mal dass ich nach links und mal nach rechts abbiegen muss. An einer Abbiegung soll ich links abbiegen, doch ich gehe erst mal gerade aus, als da mein Gefühl nicht reagiert, gehe ich ein bisschen wiederwillig, nach links. Eigentlich will ich hier nicht abbiegen, doch ich will endlich, dass das Gefühl verschwindet. Diese Gegend ist einfach ziemlich runtergekommen. Wenn man London in ein reiches und ein armes Viertel einteilen würde, lebe ich im reichen Viertel und halte mich jetzt im armen Viertel auf.
Je länger ich mich hier aufhalte, desto fauliger wird mir in den Margen, doch auf der anderen Seite gibt es das Gefühl auch noch. Jede Faser in meinem Körper reist mich, zurückzulaufen, doch ich kann nicht zurück. Nicht jetzt!
Wieder biege ich ein paarmal ab, bis ich auf der Hauptstraße ankomme, das kann ich daraus schließen, dass mehr Menschen auf dieser Straße laufen. Vor mir steht ein riesen Laden, darüber ein Schild: „Miss Lovett Fleischpasteten Laden.“
Ich stelle mich in der Mitte der Straße, um zu wissen, wo ich als nächstes hingehe. Weiter von mein zu Hause weg oder einen Kreis nach Hause?
Da höre ich einen Schrei. Hektisch gucke ich mich um, um zu wissen, wo der her kommt. Alle anderen Bewohner gehen an mir vorbei, als sei nichts. Haben sie den Schrei nicht gehört? Oder ignorieren sie ihn nur?
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Sooo danke fürs lesen und jetzt geht es zur Sache :D
*Kaffee und Milchbrötchen da lass*
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