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Gakutalia- Die Soap zur Serie

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Litauen Polen Spanien Süd-Italien
09.01.2012
20.08.2012
28
37.464
1
Alle Kapitel
60 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
09.01.2012 1.087
 
Halluu! ^^ Das hier ist eine FF für meine Internet-Ehefrau Midoki (zum 50. Review). Ich hoffe, es gefällt dir~
Für alle anderen: Die Hauptpairings sind Spamano und LietPol (später auch DenEst). Es ist kein Genderbender, falls ihr euch wundert... ;P Reviews werden mal wieder mit Freude angenommen und mit Keksen belohnt. Oder Pfannkuchen. Ich mag Pfannkuchen...
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Kapitel 1: Grüne Steaks und Grashalme

Lovino Vargas stocherte missmutig in der wabbernden Masse herum, die laut der Schulleitung eigentlich Steak darstellen sollte. Interessant, sonst war Steak ja normalerweise nicht grünlich angehaucht, oder? Vielleicht sollte er das Zeug wirklich nicht essen. Aber wenn er es tat, hatte er eine angemessene Chance auf Lebensmittelvergiftung, dann konnte er zumindest zu Hause bleiben. Denn ernsthaft, die Ferien waren erst seit ein paar Wochen um und schon hielt er es nicht mehr aus. Die Schule war genauso schlimm wie vor den Ferien.
Toris setzte sein Tablett ab, was dazu führte, dass das Besteck laut gegen den Teller klirrte. Nicht, dass jemand sich darum scheren würde- der Junge aus Litauen war für die Anderen praktisch unsichtbar. Toris setzte sich hin und piekste das 'Steak' mit seiner Gabel.
„Bist du dir sicher, dass man das essen kann?“ Neugierig schnitt Toris das Ganze auf und stocherte darin herum.
„Nicht wirklich. Aber wenn ich krank werde, muss ich zumindest nicht zur Schule.“ Lovino griff nach seinem Glas und trank das ganze Wasser in einem Schluck. „Ich habe wirklich keine Lust mehr. Und dir scheint es ja auch nicht gerade besser zu gehen, hm?“
Daraufhin schüttelte Toris nur leise den Kopf und betrachtete die Geschwister, die gerade die Kantine betraten.
„Nein, ich bin für sie immer noch unsichtbar... oder eher, ich habe ihr neulich ein Gedicht zukommen lassen und dann ist das hier passiert.“ Er hob seine linke Hand, die dick mit weißen Bandagen umwickelt war.
„Oh, das ist also passiert.“ Lovino nickte mitfühlend und betrachtete die Bandagen genauer.
„Hey, willst du, dass ich meine Unterschrift draufmale? Oder ein paar Blümchen?“
Beide lachten los und beäugten dann wieder das Essen.
„Also, ich schmeiß das weg. Am Ende sterben wir noch daran.“
„Gute Idee.“

~~~

Toris lehnte sich zurück und ließ seinen Blick zur Decke schweifen. Rings um sich hörte er das eifrige Kritzeln der anderen Schüler. Ja, der Schultag war offiziell zu Ende, aber die Meisten nahmen noch an einer AG teil, so auch der braunhaarige Litauer. Am meisten hatte ihn ja die Literatur-AG angesprochen, und er wurde nicht enttäuscht. Hier konnte sich jeder alles von der Seele schreiben, ob als Kurzgeschichte, Gedicht, Lied oder gar als Roman. Er selber war bei den ersten beiden Varianten hängen geblieben. Die Komponisten unter ihnen saßen alle zusammen an einem Tisch, um ihre Ideen zu teilen, und auch die drei, die sich an einem Roman versuchten, hatten sich einen Tisch geschnappt und etwas abseits in die Ecke gestellt. Der Rest arbeitete für sich an dem Thema, das gerade gestellt wurde. Heute waren es... Liebesgedichte. Und genau deswegen wunderte es Toris so, dass er nichts Anständiges hinbekam. So etwas konnte er doch ziemlich gut, es war eigentlich nach philosophischen Aufsätzen/Geschichten sein bestes Thema. Und vor ein paar Tagen hatte er doch noch eines geschrieben, also wieso...?
Vielleicht wollte sein Gehirn einfach nicht mehr. Er hatte sich schon seit Monaten immer und immer wieder ein Liebesgedicht aus den Fingern gesogen, in der Hoffnung, dass die kühle Weißrussin Natalya ihn eines Tages annehmen würde. Aber nein, jeder Versuch wurde gnadenlos abgeblockt. Wenn nicht von ihr, dann von ihrem ziemlich schrägen und angsteinflößenden Bruder Ivan. (Obwohl Toris wirklich nicht glaubte, dass die Beiden verwandt waren. Aber sie benahmen sich schon so.)
Sein Blick wanderte zum Fenster. Hier in der höchsten Etage des Schulgebäudes hatte man einen wirklich tollen Ausblick auf das Fußballfeld und die Leute, die da im Moment trainierten. Da waren die Fußballer, die Cheerleader und die, die jeden Tag trainierten, um eventuell mal in das Fußballteam aufgenommen zu werden. Auch sein bester- und einziger- Freund Lovino war da gerade unten und riss sich förmlich den Arsch auf, um angenommen zu werden. Vielleicht war es ja seine Methode, den anderen zu zeigen, dass er ernst zu nehmen war und dass er nicht hinter seinem jüngeren und ziemlich berühmten Bruder Feliciano zurückbleiben würde, wer weiß. Eines war sicher: Er hasste den Kapitän des Fußballteams (Antonio Férnandez Carriedo) wie die Pest. Und das wäre dann beim Spielen etwas hinderlich.
Ein paar zehn Meter weiter rechts trainierten die Cheerleader ihr sinnloses Auf-und-ab-Hüpfen-und-mit-den-Bommeln-Rumwedeln, was sie eine Choreographie nannten. Vorneweg hüpfte ein aufgedrehtes, blondes Mädchen mit zwei Zöpfchen links und rechts. Sie war nach Antonio die beliebteste Person auf der Schule und hörte auf den Namen Felicitas Lukasievicz. Toris hatte sie schon oft im Gang getroffen und eigentlich war sie ja ganz freundlich gewesen. Nicht so eine von den anderen, die nur ihre Frisur und ihren momentanen Freund im Kopf hatten, obwohl sie sich schon um ihr Aussehen sorgte. Was Toris aber seltsam fand, war, dass diese Felicitas im Vergleich zu ihren Mit-Cheerleadern wirklich groß war... eine überaus kleine Oberweite hatte (nein, er hatte da nicht explizit hingestarrt! Es war ihm nur mal aufgefallen. Echt jetzt.) und etwas breitere Schultern hatte. Sie war ja schon fast so gebaut wie ein Junge mit Einlagen vorne... aber nein, das hätte irgendjemand doch sicher schon bemerkt. Wie würde sie sich beim Sport denn umziehen, wenn sie ein er wäre?
Ach, verwirrende Gedanken. Aber hey, wo sie da schon so rumhampelte... vielleicht würde sie sich ja als Objekt für sein Gedicht eignen.
Toris lächelte und nahm den Stift zur Hand. Einen Versuch war es schließlich wert.

~~~

Derweil schluckte Lovino mal wieder Staub. Er wusste ja, dass seine Rivalen sehr gewaltbereit waren, aber das hier war wirklich ein Foul vom Feinsten. Und niemand kümmerte sich drum. Super.
Er wollte sich gerade hochstemmen, als eine Hand vor seinem Gesicht erschien. Antonio lächelte ihn strahlend an.
„Komm schon, hoch mit dir.“
Lovino sah den fröhlichen Spanier kurz an, bis er ohne Hilfe aufstand.
„Ich schaff das auch selber.“
Antonio lachte laut und wuschelte dem Italiener fröhlich durch die Haare.
„Ohhh~ Lovi ist so süß, wenn er verlegen ist! Wie eine Tomate!“
„ICH BIN NICHT VERLEGEN, DU BASTARD!!!!“
„...Au, das hat wehgetan, Lovi!“ Antonio rieb sich die Wange und schmollte vor sich hin. Lovino grinste kurz befriedigt, als er sich umdrehte.
„Was auch immer. Ich geh jetzt, ich hab keine Lust mehr.“
Die grünen Augen des Spaniers folgten ihm die ganze Zeit.
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